Aufklärung

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  • Ich bin schlicht und einfach entsetzt, dass diese Frage sich immer noch stellt. Es ist Sache der Eltern!!! Und als dreifacher Vater und sechsfacher Grossvater sage ich: immer nur die Fragen beantworten, offen und ehrlich, ohne Firlefanz und ohne weiter zu gehen als die Frage lautet! Es ist natürlich einfach, die Aufklärung, wie vielfach die ganze Erziehung, der Schule übergeben zu wollen. Aber WIE um Gottes Willen sollen die Lehrkräfte aufklären? Sie haben Kinder die bereits von den Eltern aufgeklärt wurden bis hin zu Kindern, denen durch religiöse Fanatiker die Sexualität verteufelt wurde.

  • mir schenkten die Eltern (?glaubs" zu einem Geburri) das Buch "warum die Menschen einen Nabel haben" und sagten dazu, wenn ich Fragen hätte, soll ich sie stellen. Schlechte Voraussetzung; ich fragte nicht (sie).

    Dr. Sommer im Bravo (das war von meinen Eltern verbotene Literatur; ich las es trotzdem), half schon mal etwas.

    Wenn wir nicht einen ganz liberalen Pfarrer gehabt hätten, der uns im Konfirmations-Lager wirklich gut aufklärte, wäre meine sexuelle Reifung in herber Unwissenheit erfolgt...

    Die Schule sollte seriöse und umfassnde Sexualkunde bieten - die Eltern können das nicht in dem Masse tun, da sie den nötigen Abstand nicht haben.

  • Das mit dem Buch ist keine schlechte Idee nur die Eltern sollten das Buch mit den Kinder zusammen anschauen.Dr.Sommer ist sicher nicht schlecht ob es ideal ist weis ich nicht genau.Die Schule sollte das ist genau der Punkt,es wird immer mehr der Schule zugeschoben die Schule machts den.Aufklärung gehört in die Erziehung der Kinder das ist etwas zwischen Vater Mutter Kind .

    Bob

  • Bin auch der Meinung, das sei Sache der Eltern, obwohl ich selber auch nie aufgeklärt worden bin. In meiner Herkunftsfamilie - übrigens 10-köpfig - lag auch so ein schlaues Büchlein herum. Man durfte der Mutter auch Fragen stellen, Anworten gabs keine aufschlussreichen. Vater war da schon die kompetentere Auskunftsstelle.

    Ich erinnere mich spontan, wie ich meine Mutter mal fragte - ich war damals vermutlich gegen die 10-jährig - wie denn Kinder geboren würden. Sie antwortete, da gehe auf wunderbare Weise ein kleines Törchen auf. Wo und wie, das wollte sie nicht sagen. Mittlerweile weiss ich das ja selber ;)

    Kinder stellen zudem längst vor dem Schuleintritt diesbezügliche Fragen. Jedenfalls war das bei meinem Trio so. Und ich beantwortete offen und ihrem jeweiligen Alter angepasst. Interessanterweise verschwand mein Mann regelmässig, wenn ein solches Thema zur Sprache kam, obschon er mir zu Beginn unserer Partnerschaft mal von der diesbezüglichen Aufgeschlossenheit seiner Eltern berichtete.

    Auch wenn heutzutage in Diskussionen mit unseren drei - mittlerweile jungen erwachsenen - Kindern das Thema in Richtung Sexualität geht, verstummt er oder läuft weg.

    Haben vielleicht Männer generell mehr Mühe als Frauen, über die natürlichste Sache im Leben zu reden?

    Ich stelle fest, dass sich trotz der "versexualisierten" Gesellschaft, sehr viele Erwachsene schämen, über dieses Thema mit ihren Kindern - oder eben ganz generell - zu reden. Zu ihrer Scham wollen sie aber nicht stehen, erfinden dafür faule Ausreden, von wegen ausgebildetet Pädagogen könnten das eh besser.

  • Hallo

    Ich habe mit Sexualfragen keine mühe habe zwei kleinere Mädchen wenn die was fragen nehme ich kein Blatt vor das Mund und sage direkt was sie wissen wollen somit muss ich meine Kinder auch nicht gross Aufklären.Mann sollte den Kinder gegenüber ehrlich sein den die verstehen manchmal mehr als man Denkt.

    Bob

  • Genau Bob, so sehe ich das auch. Mach weiter so! Ich finde das toll! Und deine Töchter werden das HOCH schätzen ;-).

    Du sagst es: Wenn man die Fragen der Kinder fortlaufend kompetent beantwortet, bedarf es gar keiner "Aufklärung". Das handhabte ich auch so; mit bester Erfahrung!

  • Sicher Sache der Eltern - wobei ich über schulische Hilfe sehr froh bin.

    Ich denke, wer selber nie richtig aufgeklärt wurde, hat möglicherweise Probleme, dies den Kindern auf gute Art zu sagen, da man selbst ja keine gute Art erlebt hat. Ich wurde seinerzeit eben auch nur durch "Bravo" etc. aufgeklärt, und weiss von daher gar nicht (in der Schule gabs sowas nach meiner Erinnerung schon gar nicht), was ich wie meinem Sohn wie erklären soll. Natürlich tue ich mein Bestes - aber ob das reicht und alles kindsgerecht und altersgerecht ist, kann ich schwer beurteilen, da mir Vergleiche fehlen. Von daher ist es nicht Scham, sondern zum Teil schlichtes Nichtwissen. Natürlich habe ich meine Erfahrungen als Erwachsene (schliesslich habe ich ja ein Kind (...), aber die kindgerechte "Uebermittlungsfähigkeit" oder wie man dem Sagen soll ist einem ja nicht unbedingt angeboren....

    LG Mägy66

  • Hallo Mägy

    Meiner Ansicht nach sind punkto Sexualaufklärung der Söhne sowieso in erster Linie deren Väter zuständig. Es geht ja nicht nur ums Erzählen und Erlernen der "richtigen" Namen der Geschlechtsteile - dafür gibts ja auch wieder verschiedene -, sondern auch um Einfühlung und Tipps punkto "Körpersignale" und Hygiene. Und das ist Sache der Väter, ihre Söhne in diese Welt einzuführen, weil wir Mütter da schlichtwegs keine Erfahrung haben. Verstehst du, was ich meine?

    Mach dir keine zu grossen Gedanken, ob du altersgemäss aufklärst. Beantworte die von den Kindern - oder hast du "nur" den Sohn? - gestellten Fragen. Wenn sie mit deiner Antwort nicht zufrieden sind oder sie nicht verstanden haben, werden sie weitere Fragen stellen.

    Was die Aufklärung deines Sohnes anbetrifft, sprich deinen Mann mal darauf an. Er soll den "männlichen" Teil übernehmen, weil wir Mütter in dieser Hinsicht nur "mangelhaft" informieren können.

    Dein "Nichtwissen" kannst du mit Infos aus Büchern in Wissen verwandeln. Und du wirst freudig erkennen, was für ein "Wunderding" unser Körper ist.

    Liebe Grüsse - Leanisa

  • Danke euch beiden!

    Ihr habt doch eine gewisse Unruhe von mir genommen. Ich denke, meinem Mann muss ich nicht soviel sagen - die beiden machen sehr viel zusammen und wenn Lars Fragen hat, wird er sie seinem Papa schon stellen. Ich habe nur diesen einen Sohn, leider oder zum Glück ist manchmal situationssache.... Ich liebe ihn wirklich, aber noch einer von der Sorte wäre für mich persönlich vermutlich Ueberforderung. Er ist ein ganz normaler lebhafter knapp 8-jähriger, aber ich hatte wirklich früher gar nie mit Kindern zu tun, wuchs auch als Einzelkind auf und muss mir manche Situation erarbeiten, die andere aus dem Effeff beherrschen. Kindererziehung und Haushalt ist für mich einer der anstrengendsten Berufe, die es gibt! (Dies ist KEINE Klage, sondern eine Feststellung). Aber der Mensch wächst ja bekanntlich mit den Aufgaben... also wachse ich weiter, in welche Richtung auch immer (....) LG und ein schönes Wochenende Mägy66

  • nur dass Eltern schlicht und einfach nicht immer offen und ehrlich sind. ich etwa bin von meinen Eltern nicht wirklich aufgeklärt worden. ich wusste schon dass Kinder irgendwie vom kuscheln entstehen, aber wie genau und wie eine Geburt geht, sagte man mir nie, ich habe alles aus der Schule und (jaja es ist nun mal so!) der guten alten Bravo.

    ich erlaube mir zu zitieren: "Aber WIE um Gottes Willen sollen die Lehrkräfte aufklären? Sie haben Kinder die bereits von den Eltern aufgeklärt wurden bis hin zu Kindern, denen durch religiöse Fanatiker die Sexualität verteufelt wurde." genau aus diesem grund MUSS die schule einen Beitrag zur Aufklärung leisten, und zwar aus dem Grund, weil sichergestellt werden muss, dass Jugendliche wenigstens einmal im Leben korrekte Fakten gehört haben. Oder meinen Sie etwa, dass ein 14-jähriger Junge seine Mutter einfach so fragt wie man ein Kondom anwendet? Haben Sie mit Ihren Kindern über sexuell übertragbare Krankeiten gesprochen?

    Natürlich wäre es ideal, wenn die Kinder schon ein gutes Vorwissen mitbringen, aber es wäre von den Eltern wirklich zu viel verlangt, wenn sie auch noch alle biologischen Einzelheiten erklären müssten (wer weiss noch wie der weibliche Zyklus funktioniert?).

    Und noch ein aktueller Fall: meine Schwester (4 Jahre) frage mich vor ein paar Monaten wie die Babys zu Mama in den Bauch kommen. Ich sagte, dass dazu ein Mann und eine Frau nackt miteinander kuscheln müssen. Sie fragte auch nicht weiter und ich bin der Meinung, das reicht fürs erste. Weiter gehts erst, wenn sie dann fragt, warum Mädchen und Jungen "unten rum" so verschieden sind oder wozu das "Pfiffli" ausser dem Urinieren sonst noch gut ist.

  • Hallo devotchka

    "Oder meinen Sie etwa, dass ein 14-jähriger Junge seine Mutter einfach so fragt wie man ein Kondom anwendet?"

    Es mutet ja schon sonderbar an, wenn ein JUNGE die MUTTER fragt, wie man ein Kondom anwendet. Wieso wohl wenden sich die Jungen nicht automatisch an ihre Väter mit solchen Fragen?

    "... aber es wäre von den Eltern wirklich zu viel verlangt, wenn sie auch noch alle biologischen Einzelheiten erklären müssten (wer weiss noch wie der weibliche Zyklus funktioniert?)."

    Findest du das tatsächlich? Ist ja verrückt, wenn sich der Mensch nicht von sich aus für das interessiert, was in seinem eigenen Körper abläuft! Dafür aber bemüht er sich - wohl nicht alle, aber doch viele - umso mehr, die immer komplizierteren Abläufe von Compi, Natel & Co. zu verstehen und im Griff zu haben...

  • Aufklärung ist ja eine ganz normale Sache.

    Unsere Kinder als sie klein waren, haben natürlich auch von sich aus mal Fragen gestellt.

    Eltern sollten ja nicht ausweichen und ihre Fragen beantworten. Im Laufe der Zeit kommen natürlich immer mehr Fragen.

    Einmal als wir im Zug sassen und dieser gerade stehen blieb, sahen unser Kinder damals 5 + 7 jährige gerade 2 Pferde, der Hengst bestieg die Stute. So rief unser Sohn ganz laut im Zug, he die machen zusammen junge Pferde.

    Der Sohnmann erklärte dies seiner Schwester in allen Einzelheiten.

    So einfach und unkomplizziert soll es ja sein.

  • ehrlich gesagt empfinde ich das bedienen eines natels als bedeutend einfacher, als einen ovaluationszyklus zu verstehn. ausserdem, wer kein textdokument verfassen kann, ist heutzutage verloren, wer keine ahnung von bio hat, der hat keinen grossartigen vorteil. ausserdem sind natel und computer häufig unterhaltungsmedien, es ist eine art hobby und entspannung, bio jedoch ist schlicht und einfach büfflerei, da kann man keinem vorwerfen das er sich nicht selbst informiert. so gesehen ist es ja auch unverständlich, dass sich die kinder nicht einfach so für englisch interessieren sondern man es in der schule lernen muss. ich finde, wenn man von den eltern verlangt, dass sie den kindern die vollständige fortpflanzungsbiologie beibringen, dann kann man auch gleich verlangen, dass die newtonschen axiome nicht mehr in der physikstunde gelehrt werden, sonern man diese auch als vorwissen von zu hause mitbringen muss.

    und wegen dem JUNGEN der seine MUTTER fragt: es gibt weiss gott einen haufen alleinerziehende mütter. deren kinder kennen den vater manchmal nicht oder haben nicht diesen bezug zu ihm. aber okay, ich hab den text um drei uhr nachts geschrieben und nicht nochmal durchgelesen, daher ist das beispiel nicht ideal. trotzdem halte grundsätzlich an der aussage fest und begründe sie auch: sexualität ist etwas sehr persönliches, das geht nur mich und den partner etwas an. und 14-jährige sind nun einmal in dem lebensabschnitt wo sie ihr tagebuch lieber drei meter unter der erde verbuddeln als dass es mama zufällig lesen könnte. meine andere schwester, die 13 ist, hat unseren eltern etwa einen monat lang nicht einmal gesagt dass sie einen freund hat, geschweige denn darüber gesprochen was sie so machen, wenn sie allein sind... (ich weiss nicht welche erfahrungen die beiden miteinander gemacht haben, aber sie sind auf jeden fall schon in dem alter wo man gewisse dinge wissen sollte...) daher hatten sie gott sei dank in der schule schon sexualkunde mitsamt verhütung.

  • "Es mutet ja schon sonderbar an, wenn ein JUNGE die MUTTER fragt, wie man ein Kondom anwendet."

    Wenn ein Sohn bei seiner geschiedenen oder verwitweten Mutter wohnt und sie somit die nächstbeste Ansprechsperson ist, ist das heutzutage nicht mehr sonderbar.

  • sorry schkona, mein Post geht natürlich

    Thema

    Thema, es wird aber hier vom ELTERNHAUS gesprochen und nicht von geschiedenen und verwitweten Müttern. Ich gehe davon aus, du weisst, was unter dem Begriff Elternehaus verstanden wird.

  • Hallo zusammen!

    Also ich kann nicht verstehen,warum man über dieses Thema immer soviel verschiedenes hört!

    Meine Meinung ist,dass das Sache der Eltern ist,Ihre Kinder aufzuklären!

    Haben sie zusätzlich noch Sexualkunde in der Schule,noch besser!

    Meine Tochter ist 12 und fragt mich seit sie 5 Jahre alt ist die interessantesten Dinge!

    Und bekommt IMMER eine ehrliche Antwort!

    Es kommt auf die Art an,wie man erklärt!Einem 3 Jährigen kann man zum Beispiel Geschlechtsverkehr nicht gleich erklären wie einer 12 jährige!

    Aber man kann es erklären!Auch werde ich keine Mühe haben,wenn mein Kleiner mal in das alter kommt wo Mädchen aktuell werden,ihm zu zeigen wie man ein Kondom benutzt!Das ist doch das natürlichste auf der Welt!

    Und es geht ja auch um AIDS etc!Das gehört zu den Pflichten der Eltern,dass unsere Kinder von uns aufgeklärt werden!!

    Einfach die Vorstellung,mein Sohn kommt eines Tages nach Hause,teilt mir mit,er habe Aids!SORRY,ich hätte das Leben lang ein schlechtes Gewissen!Also liegt es doch in meiner Hand!Die Schule hat in meinen Augen nichts damit zu tun!Die Verantwortung liegt bei uns,haben wir doch Kinder in die Welt gestellt und nicht irgendeine Schule!

    Grüsse

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