Heizkostenabrechnung ist falsch

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  • Die Kontrolle meiner Heizkostenabrechnung ergab, dass ein Zimmer gegenüber allen Vorjahren plötzlich einen massiv höheren Verbrauch aufwies. Es handelt sich um mein Schlafzimmer, welches ich praktisch gar nicht heize. Alle Vorjahre weisen ziemlich richtig jeweils im Verlgeich zu den anderen Zimmern weniger Umsatz auf. Und nun plötzlich praktisch soviel wie in den anderen! Ganz klar ist, ich schlafe ja schliesslich hier und kann dies geheizt nicht, dass wirklich nicht geheizt wurde.

    Ich habe also gegen diese Rechnung Einsprache erhoben, woraufhin der Vermieter einen Monteur schickte, der das Messgerät am Heizkörper prüfte und für richtig befand ( übrigens lag inzwischen bereits die nächstfolgende Jahresabrechnung vor, und die war wieder (richtig) niedriger. Gleichzeitig nahm der Monteur - wie er sagte, im Auftrag des Vermieters, eine Kontrolle des Wassermessgerätes vor, welches im Vorjahr neu installiert worden war.

    Danach erhielt ich ohne weitere Erklärungen eine Rechnung für den Monteurbesuch (rund Fr. 150.-) und eine Mahnung für die Heizkosten!

    Ich bin nun der Meinung, dass nicht ich diesen Monteur bestellt habe, habe ich doch nie gedacht, dass es am Messgerät liegt. Meine Meinung war, dass vielleicht die Zahlen falsch wiedergegeben, eine Verwechselung mit einem anderen Stockwerk oder was sonst. Da ja für das nachfolgende Jahr korrekt gemessen wurde, hätte ich den Fehler nicht hier gesucht.

    Muss ich nun tatsächlich akzeptieren, dass ich nicht nur die überhöhte Kostenrechnung, sondern auch noch den unnötigen Monteurbesuch zahlen muss?

    Meiner Meinung nach wurde das Problem nicht gelöst und es wurde nicht am richtigen Ort gesucht - ich weiss ja immer noch nicht, wie es möglich ist, dass ein ungeheiztes Zimmer Heizkosten verursacht???

  • Ellen

    Aus Ihren Ausführungen entnehme ich, dass es sich offensichtlich um eine Mehrfamilienhaus handelt. Die Betriebskosten der Heizanlage inklusive Ablesedienst etc, werden zu gewichteten Teilen auf die Mieter verteilt. Wenn nun ein Zähler kontrolliert werden soll, weil eine Unsicherheit besteht, kann das nicht auf Ihre alleinigen Kosten geschehen. Zumal ich mit ihnen einig gehe, dass man vermutlich am falschen Ort suchte. Je nach Heizzähler, haben Sie die Möglichkeit den registrierten Verbrauch selbst abzulesen. Allenfalls könnte der Vermieter diese Kontrollkosten in der nächsten Heizabrechnung einrechnen, sofern sie berechtigt sind und nicht aufgrund eines Fehlentscheides beruhen.

    Hinweis: es ist durchaus möglich, dass Sie infolge anderer Handhabung im Schlafzimmer plötzlich einen höheren Verbrauch registrieren. Dafür müsste aber in einem benachbarten Raum ein geringerer Verbrauch stattgefunden haben. Da Ihre Heiz-Abrechnung nun höher ausfiel müsste geprüft werden, ob diese Mehrkosten durch Mehrverbrauch oder durch gestiegene Heizenergiekosten verursacht wurden. Sie haben das Recht, die Ablesetabelle einzusehen. Damit ergibt sich schnell ein Hinweis auf einen möglichen Ablesefehler oder Verwechslung. Sollte in den andern Räumen der Verbrauch ebenfalls gestiegen sein, könnte eine erhöhte Vorlauftemperatur der Auslöser gewesen sein. Die Wohnungen wären dann, je nach Radiatorenführung, generell etwas wärmer beheizt worden.

    Ich würde zuerst den (Ihrigen) Gesamtverbrauch und die Energiepreise anschauen, bevor Sie sich zu viel Arbeit machen. Vielleicht ist die Erklärung einfacher als man denkt.

    Die Kosten des Servicemannes würde ich nur übernehmen, wenn Sie auf einen kostenpflichtigen Besuch einwilligten – was ich kaum annehme.

    veritim

  • Hallo Veritim - so lange ist das schon her, dass ich mich mit diesem Problem ans Forum gewandt habe.

    Und nun - heute - stand ich vor dem Schiedsgericht, da ich mich geweigert habe, diese Rechnung zu zahlen, was so weit ging, dass ich für 150.- betrieben wurde und Rechtsvorschlag erhob. Ich habe ja schon nicht mehr an meine Rechte geglaubt und heute hätte es nur wenig gebraucht und ich hätte mich dort abgemeldet.

    Aber ich ging, war gut dokumentiert - besser als die Gegenseite - und habe nochmals meinen Standpunkt klar gemacht, nämlich dass es mir nicht um die Heizkostenrechnung an sich ging, sondern um die Frage zur Abklärung, warum und wie wurde Verbrauch gemessen, ohne dass das Zimmer beheizt wurde. Die Schiedsrichterin stellt direkt die Frage: warum meinen Sie, sollte Frau X diese Rechnung bezahlen müssen vor dieser Sachlage? Woraufhin er zurückkreste und sagte, er wäre wohl nicht gut dokumentiert worden von seinem Arbeitgeber und kenne den Fall erst jetzt und meine eigentlich auch, dass ich das nicht müsste!!

    Eigentlich sollte ich jetzt nochmals gegen die Heiz- und Nebenkostenabrechnung vorgehen, die ich ja schon lange gezahlt habe, aber das habe ich wohl verpasst und es lässt es ja auch nicht ermitteln, wieviel zuviel berechnet wurde.

    Egal, ich wollte auch mal einen Erfolgsbericht loswerden und danke noch für die Auskunft.

    Gruss

    Ellen

  • Ellen

    Vermutlich war es der Verwaltung nicht soviel wert, ihren Lakaien gut zu instruieren. Damit hatten Sie ein noch leichteres Spiel und 150.- "gespart". Den Ärger, Ihren Aufwand und das Lampenfieber wird Ihnen leider nicht entschädigt.

    Schade dass Sie bei der Schlichtungsstelle nicht die Heizrechnung selbst anprangerten. Die hätten dann den Vermieter bitten müssen, die Abrechnung zu dokumentieren und die Differenz auszuzahlen. Allenfalls hätte man sich auf eine auszuzahlende Reduktion einigen können – etwas an Ihren Schaden. Erfahrungsgemäss macht das aber nicht wirklich viel aus, was einen Streit kaum rechtfertigt. Daher sollten Sie sich über diese verpasste Möglichkeit nicht allzu fest ärgern.

    In Zukunft schneller reagieren. Das kann man vielmals auch ohne Schlichtungsstelle. Geht meistens schneller und ist weniger aufwändig.

    veritim