Krankenkasse lehnt Kündigung ab - Mitteilung nach +3 Monaten!!

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  • Im letzten Jahr habe ich zum ersten Mal beschlossen, die Krankenkasse zu wechseln nach exorbitantem Prämienaufschlag.

    Habe am 30.11.09 gekündigt, wohlwissend, dass dies zu spät sein könnte, rechnete aber damit, dass mir die KK dies mitteilen würde. Es kam keine Mitteilung. Demgegenüber hatte ich mich bei einer anderen KK angemeldet, die mir mitteilten, sie bräuchten erst die Kündigungsbetätigung meiner alten Kasse, bevor sie mich aufnehmen könnten.

    Schlussendlich bekam ich von der neuen Kasse das Aufnahmeschreiben und irgendwann dann auch die Prämienrechnungen, die ich ab Januar an diese Kasse bezahlt habe.

    Heute - 12.3.2010 - teilt mir meine "alte" Kasse mit, dass sie meine Kündigung nicht akzeptieren könne und sie somit nicht gültig ist. Meine Kündigung hätte bis 30.11.09 eingehen müssen.

    Nun meine Frage: ich habe das ja gewusst und trotzdem das Schreiben aufgesetzt, in der Meinung, dass wenn es nicht akzeptiert wird, bleibe ich halt bis zum nächsten Kündigungstermin hier. Im Dezember habe ich noch telefonisch nachgefragt, ob mit meiner Kündigung alles ok sei. Da kein Sachbearbeiter frei war, sah die Telefonistin im PC unter meinem Namen nach und sagte, es gäbe den Vermerk "gekündigt".

    Und nun das.

    Kann die Kasse wirklich mit über 3-monatiger Verspätung meine 1 Tag zu spät eingegangene Kündigung ablehnen???

    Danke für Eure Auskunft.

    Ellen

  • Ja, Ellen, die KK kann so vorgehen. Es ist hinlängst bekannt, dass die Kündigung am 30.11. bei der KK vorliegen muss, d.h. es gilt nicht der Poststempel des Einschreibens, sondern der Eingang bei der Kasse. Es mag seltsam klingen, ist aber eine Tatsache.

    Gut, das Vorgehen der Kasse, nämlich, dass sie so spät erst reagiert, ist nicht Usanz. Ich bin aber sicher, dass du bereits div. Mahnungen zu Hause hast oder täusche ich mich da?

    Gleichzeitig wäre der Vorwurf an die neue Kasse zu machen, dass sie keine Person neu versichern darf, wenn nicht die Kündigungsbestätigung der alten Kasse vorliegt.

    Leider musst du nun den mühsamen Weg gehen, den immer wieder viele Versicherte gehen müssen. Du musst umgehend die Prämien der alten KK einbezahlen, damit dein Versicherungsschutz vorhanden ist. Gleichzeitig musst du die bereits bezahlten Prämien bei der neuen KK zurückfordern. Wundere dich aber nicht, wenn es x Wochen geht, bis du zu deinem Geld kommst.

    Es tut mir leid, dass du solche Umstände hast, aber mich wundert es schon immer wieder, dass es Leute gibt, die in diese Falle tappen. Jedes Jahr orientieren doch sämtliche Medien über dieses leidige Thema. Viel Glück bei deinem Unterfangen.

    Gruss Wurzel

  • Danke Wurzel

    natürlich weiss ich - inzwischen - auch, dass das Datum des Kündigungseinganges entscheidend ist. Meine Frage bezieht sich jedoch auf das Vorgehen der KK, 3 Monate und 12 Tage nach Eingang der Kündigung Stellung zu beziehen mit langwierigen Erläuterungen. Wenn die Situation so eindeutig ist, dass meine Kündigung 1 Tag zu spät eintraf und somit ungültig war, das hätte man mir umgehend mitteilen können und so weitere Umtriebe - auch mit der neuen KK - erspart. Meinst Du nicht?

    Gruss

    Ellen

  • Danke Lark, habe inzwischen ein Antwortschreiben an meine - noch - KK aufgesetzt - mit Kopie an die Neue - und je nach Antwort werde ich Deinen Tipp anwenden, möchte ich dies doch nicht auf sich beruhen lassen - es hätte ein kurzes Standard-Schreiben gebraucht als direkte Rückantwort auf meine Kündigung, dass diese zu spät eingegangen sei - und ich hätte mir und der neuen KK viele Umtriebe erspart.

    Gruss

    Ellen

  • Ellen

    Liebe Ellen

    Klar bin ich deiner Meinung, dass das Gebahren der "alten" KK mehr als unschön ist, was ich ja auch geschrieben habe. Leider sind wir dem ganzen Theater in den letzten Jahren ausgesetzt, was ich ziemlich unschön finde.

    Ich bin z.B. der Meinung, damit dieses Hick Hack aufhört, dass wir eine Einheits-KK für die Grundversicherung in der CH haben sollten. Klar, mit dieser einschneidenden Massnahme würden wir wieder ein paar Arbeitsplätze weniger haben, aber somit würde die Altersstruktur bei dieser Kasse gegeben sein und keine KK hätte mehr die Ausrede, dass sie beinahe nur "alte Leute" versichern.

    Ich wünsch dir auf jeden Fall gutes Gelingen bei dem, was du vor hast. Lass es uns doch wissen, wie du aus deinem Dilemma rausgekommen bist.

    Schöne Grüsse

    Wurzel

  • Hallo Wurzel & andere

    also ich habe meiner (inzwischen Ex) - KK einen deutlichen Brief geschrieben und ihr liederliches Verhalten gegen Kunden vorgeworfen - wo ist es möglich, dass man 3 1/2 Monate auf ein Antwortschreiben warten muss auf eine Kündigung, die 1 Tag zu spät eingegangen ist. Daraufhin habe ich ein sehr freundliches Schreiben erhalten mit Entschuldigung für die Umtriebe. Meine Kündigung wurde jetzt akzeptiert. So weit so gut.

    Auch ich fände eine Einheitskasse besser als den Versicherungswirrwar, den wir heute haben. AHV und SUVA sind der Beweis, dass es möglich ist, und nichts spricht von meiner Seite her gegen einheitliche Bedingungen für alle Versicherten in der Schweiz.

    LG

    Ellen

  • Hallo Ellen

    Das ist das Problem mit den Strukturen unserer KK und deren grossen Zahl.

    Da wird ab herbst immer gross propagiert wieviel man sparen könne mit einem KK-Wechsel. vermutlich Millionen lassen sich Offerten erstellen und Hunderttausende davon künden dann rechtzeitig im Verlaufe des Oktobers/Novembers. Die KK sind damit natürlich hoffnungslos überfordert.

    Vor zwei Jahren kündigte ich mündlich (!) bzw. per email von einer Billigkasse zu deren Mutterkasse. Der Wechsel wurde mir im September bestätigt. Da ich Mitte November noch nichts hatte bat ich per email um eine Bestätigung, welche ich auch erhielt. Und es kam wie es kommen musste - ich erhielt weiterhin Rechnungen der alten KK (Jan/Feb/Mrz). Ich zahlte die ersten und danach nicht mehr und wandte mich mehrmals an die Helpline - man sei halt überfordert und es käme dann schon noch. Ich hatte rund 5 Monate nicht bezahlt, Mahnungen wurden storniert und dann kam der Brief, dass man mich nicht aufnehmen könne weil die Kündigung nicht eingetroffen sei.

    Dann ging ich den unfairen Weg und sagte der Hotline ich hätte gekündigt und hätte auch die Bestätigung. Diese zum Beweis gemailt und der Chef des Servicecenters entschied dann, dass man mich aufnehmen müsse. Meine schriftliche Kündigung, die ja nie existierte, sei wohl verloren gegangen ;)

    Bei Dir war es natürlich ein anderer Fall, Du hast schlichwegs zu spät gekündet. Das Schreiben muss vor dem Kündigungstermin bei der Versicherung eintreffen.

    Aber Du scheinst ja noch Glück gehabt zu haben.

    Gruss

    Peter

  • Hallo Peter

    ist wohl so, dass mit dem heutigen System, in dem ja sogar Politiker den ständigen Kassenwechsel hin zu günstigeren Kassen als Sparmassnahme (!) empfehlen, die Kassen mit der Administration überfordert sind.

    Bei mir war es so, dass ich meine Kündigung am Sonntag auf die Post brachte (in Basel ist die Hauptpost auch am Sonntag geöffnet) in der Meinung, dass mit A-Post mein Schreiben dann am Montag bei der Kasse eingehen würde - leider hatte ich so lange gewartet, weil ich seit so vielen Jahren in der gleichen Kasse versichert war und eigentlich nicht wirklich wechseln wollte - aber aus finanziellen Gründen dann doch dafür entschieden habe. Aber dann ging das Schreiben doch erst am Dienstag dort ein, was ich als Pech für mich akzeptiert hätte. Geärgert hat mich aber dann, dass ich 3 1/2 Monate auf eine Antwort warten musste, in der meine Kündigung abgelehnt wurde. Inzwischen war ich von der anderen Kasse aufgenommen und hatte meine Zahlungen dort hin fliessen lassen.

    So sollte das ja nicht laufen.

    Gruss

    Ellen

  • Ellen

    Na, Ellen, ich finde es ja super, dass du der "alten KK" den Vorwurf bzgl. eines liederlichen Verhaltens schriftlich zustellst. Ich weiss nicht, aber Tatsache ist doch, dass DU schlichtweg zu spät gekündigt hast. Da du unserer Sprache mächtig bist, solltest du die vielen jährlichen Artikel bzgl. des Kündigungstermins eigentlich auch mitbekommen haben.

    Es stört mich immer wieder, dass der schwarze Peter den KK zugeschoben wird, wenn man selbst Mist gebaut hat.

    Es sei hier noch zu bemerken, dass deine alte KK sich mehr als kulant verhalten hat, denn sie hätten auf ein weiteres Versicherungsjahr bestehen können. Bitte denke bei einem nächsten Wechsel an die Fristen, denn immer kommt man nicht so leicht aus dieser Sache raus.

    Gruss Wurzel



  • Bei mir war es so, dass ich meine Kündigung am Sonntag auf die Post brachte (in Basel ist die Hauptpost auch am Sonntag geöffnet) in der Meinung, dass mit A-Post mein Schreiben dann am Montag bei der Kasse eingehen würde.



    Tja, die Postusanzen sollte man halt auch kennen, wenn man sich schon so auf den letzten Drücker auf Fristende zubewegt.

    Sonntag ist kein Postwerktag und was an Flughäfen, Shoppingcentern, Bahnhöfen etc. am Sonntag eingeworfen wird, bleibt heutzutage gnadenlos bis Montag liegen und wird demzufolge erst am Dienstag zugestellt. Leider Gottes sind die guten alten PTT-Zeiten vorbei, wo die Post dreimal täglich abgeholt wurde. bei den Poststellen und der Bahnhofvorstand am Sonntagabend auch noch den Briefkasten am Bahnhof leerte und den Postsack dem Zug nach Zürich mitgab.

    Allenfalls hätte ein eingeschriebenes Express oder Postkurier geholfen, aber das ist dann halt wesentlich teurer.

    Die Post denkt ja auch schon ziemlich laut darüber nach, die Post am Samstag auch nicht mehr zuzustellen und die Briefe für Private erst am Nachmittag. Wir können uns also für die Zukunft auf weitere Dienstleistungsabbauten gefasst machen.

    Als Randbemerkung sei in diesem Zusammenhang lediglich angemerkt, dass, solange private Päckli- und Kurierdienste und ausländische Ableger von Grossspediteuren die rentablen Stadtgebiete beackern und der Post die Rosinen aus dem Kuchen wegfressen, der Spardruck auf die Post, die per Gesetz auch unrentable Randregionen versorgen muss, stetig zunimmt. Vielleicht überlegt sich der genervte Postkunde vor den nächsten Wahlen einmal, wer von den grossen (Volks-) Parteien für die totale Liberalisierung des Postmarktes und die Aufhebung des Briefmonopols eintritt. Dankesschreiben für solchen Dienstleistungsabbau der Post sind an diese Parteien bzw deren Parlamentarier zu richten... Aber eben, das Volk ist ja so blöd und wählt sie immer wieder.

    Gruss

    Rolf.