Wer hat Erfahrung mit Home-Office-Arbeit?

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  • Hallo

    ich habe evtl. die Möglichkeit, für eine Firma (weiter entfernt) eine sehr interessante Anstellung zu bekommen und könnte die Arbeit wegen dem langen Anfahrtweg aufteilen in 50% Büro und 50% Home-Office, also von zuhause aus arbeiten - brauche dazu nur den PC und das Telefon, was ja vorhanden ist.

    Was heisst das nun aber?

    Da ich die Arbeit nicht am LapTop auf dem Sofa im Wohnzimmer erledigen kann, würde ich mir ein Arbeitszimmer einrichten (ehemaliges KZ) und mit dem Notwendigen ausstatten, also Pult, Regal, evtl. auch in einen neuen schnelleren PC investieren müssen. Seitens des AG würde hierfür keine Kostenübernahme erfolgen, da mir ja am Firmenort ein Arbeitsplatz zur Verfügung steht. Lässt sich dies z.B. bei den Steuern in Abzug bringen, auch wenn ich normal angestellt bin und also nicht freiberuflich arbeite? Wie müsste meine "Buchhaltung" aussehen?

    Auf was muss ich achten - z.B. beim Vertrag - genau festhalten, welche Pflichten, Aufgaben dort anfallen und welche bei mir zuhause?

    Danke im voraus für Eure Gedanken.

    Ellen

  • Hallo Ellen, ich habe gute Erfahrungen mit Home Office. Mir wird PC und Telefon der Firma zur Verfügung gestellt. Mein Arbeitsplatz muss nicht unbedingt zuhause sein, manchmal schleppe ich mein Laptop mit nach draussen und sitze in der Sonne, bis die Batterie auf 30 % geht. Heute, mit moderne Technik ist alles möglich. Die Handyrechnung übernimmt Geschäft. Wichtig ist, dass klare Verhältnisse herrschen. Beim Einrichten von Homeoffice haben AN und AG einander erklärt, was zu tun ist, wer was übernimmt (z.B kann es sein, dass ich ein Privatgespräch mit Firmenhandy mache, oder dass ich die Firma via Festnetz zuhause anrufe... Da muss die Zustimmung vorher abgeholt werden, es klar zu trennen ist schwierig.

    Das Zauberwort heisst Disziplin. Wenn Du online bist, weggehst zwischendurch (privat) und anschliessend wieder online, merkt man ab und zu nicht, wie spät es dann wird...

  • Bei dem Steuern kann man home office nicht abziehen, denn es ist kein Nebenerwerb, es gehört in deinen 100 % Lohnjob, es sei denn, du reduzierst dein Pensum auf 50 % und die andere 50 % sind dann Consulting zuhause. Aber dafür müsstest du Nebenerwerb oder selbständig werden mit allem drum und dran bis zum Bilanz und Erfolgsrechnung. Erst dann wäre dein Büro zuhause "abziehbar".

    Vorteile von home office in meinen augen sind die flexibilität. Nachteile empfinde ich ins Zwischenmenschliche, ich kann an einer Sitzung nicht sehen, was Kollege X denkt... ich höre ihm nur.

  • Im Arbeitsvertrag sollte Home Office als Option erwähnt werden und vielleicht nicht schlecht da ein art Probezeit zu definieren. Ich habe ein normalem Angestellten Vertrag und ein Addendum betr. Home Office, darin steht ein Probezeit von 2 Monaten. Wenn es nicht geklappt hätte, hätte ich mein Pensum weiterhin am AP vollbracht. Bitte bedenke, dass Home Office für beide Seiten eine Umstellung ist : Wenn plötzlich deine Kollegen eine Menge Arbeit erhalten, die in einen bestimmten Zeit erledigt werden müssen, deadlines, milestones....Wer macht diese Arbeit wenn du Home Office hast? Was wenn Kollegen krank sind, hälfte Belegschaft Grippe hat? Kommst Du dann am AP? Das und weitere Fragen sind vorher abzuklären....

    Aber unterm Strich, machst Spass!

  • Hallo Ellen

    Ich finde, man sollte die Strapazen des Arbeitsweges unbedingt in die Überlegungen mit einbeziehen. Mich hatte der überfüllte öV mehr geschlaucht, als die Arbeit selbst. Leider war eine Heimarbeit aus organisatorischen Gründen nicht möglich.