Wer bezahlt Stehpult (ärztliche Empfehlung wg Bandscheibenvorfall)?

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  • Es gibt im Arbeitsleben so viele nicht klare Regelungen - mein Arzt, bei dem ich mit einem Bandscheibenvorfall in Behandlung bin, hat mir ein "Rezept" mitgegeben, mit dem ich bei meinem Arbeitgeber ein Stehpult beantragen soll. Ich sitze den ganzen Tag am PC und bin dazu, z.Zt., nicht wirklich in der Lage. Habe mich aber bisher nicht krank schreiben lassen, denn: es geht noch. Ich stehe oft auf, arbeite weiter am PC bis der Rücken schmerzt von der Rundhaltung, dann hole ich mir einen Kaffee :) und sitze wieder eine Weile. Aber lange halte ich das nicht mehr aus - die körperlichen Einschränkungen, Beinschwäche usw. werden stärker und ich bin diesbezüglich in Abklärung.

    Nun aber: wer bezahlt den Tisch? Ich dachte, das würde über "irgendeine" Versicherung gehen, aber das HR sagt nein, dies würde - wenn bewillligt - vom Arbeitgeber bezahlt. Der Chef sagt nein, weil das "nicht im Budget" seiner Kostenstelle ist. Das muss "vorher" beantragt werden, nun steht das Budget für das nächste Jahr (!) - und so geht das nicht.

    Mein Vorfall ist nicht unfallbedingt, also nicht SUVA, ist klar.

    Wer weiss da mehr?

    Ellen

  • Keine Ahnung, auf der Webseite von proinfirmis steht jedoch folgendes:



    ...IV-Anmeldung ist immer dann zu empfehlen, wenn mit dem Arbeitgeber keine dem Gesundheitszustand angepasste Lösung für die Weiterführung der Tätigkeit im Betrieb gefunden werden kann. In solchen Fällen können die Berufsfachleute der IV unter Umständen weiterhelfen: Sie können die versicherte Person sowie den Arbeitgeber beraten, wie der Arbeitsplatz besser angepasst werden könnte...

    Beispiel: Herr S arbeitet in der Buchhaltung einer kleineren Firma und erleidet einen Bandscheibenvorfall. Zwar arbeitet er weiterhin in seinem100%-Pensum, doch die Schmerzen nehmen immer mehr zu und es kommt öfter zu schmerzbedingten Ausfällen. Herr S meldet sich deshalb bei der IV an. Da der behandelnde Arzt vermehrtes Arbeiten im Stehen empfiehlt, finanziert die IV Herrn S im Rahmen einer Frühinterventionsmassnahme ein Stehpult. Dadurch kann Herr S sowohl seinen Arbeitsplatz als auch sein Arbeitspensum beibehalten.

  • Danke Schwarzrose, scheint ja genau der Fall zu sein. Im Moment weiss ich noch nicht, wie "dauerhaft" die Beschwerden sind und habe daher eigentlich eine Hemmung, so etwas zu beantragen. Hoffe ja sehr, dass es nur vorübergehend ist resp. sich die Behandlung hilfreich erweist. Kommt vor IV aber nicht erst Krankschreibung aufgrund Arbeitsunfähigkeit - die IV kommt doch sicher nicht von Anfang an ins Spiel? Ich nehme an, wenn ich dem Arzt erklären muss, dass es nicht so einfach ist, sein "Rezept" einzulösen, wird er mir erst einmal empfehlen, nicht zu arbeiten. Ab wann muss ich mich dann an die IV wenden - oder macht das der Arzt?

  • In Sachen Ergonomie gibt es zwar das Arbeitsgesetz, welches dem AG gewisse Pflichten zuschreibt, allerdings leider keine ganz klaren Regelungen. Es gibt lediglich Normen und Empfehlungen.

    So ein Tisch müsste eindeutig vom AG bezahlt werden, wenn er denn willig ist. Vielleicht versuchst Du ihm klar zu machen, dass solch ein Tisch eine Investition in die Gesundheit seiner Mitarbeiter ist. Er soll sich mal ausrechnen, was Deine krankheitsbedingte Absenz kostet und nach wieviel Zeit er den Tisch amortisiert hat. Das sind vermutlich unglaublich wenig Tage.

    Der Vorteil ist ja, wenn Ihr solch einen Tisch habt, könnt Ihr den auch an anderen Stellen einsetzen, wenn es Dir wieder besser geht. Also eine Investition die nachhaltig ist. Und so teuer sind diese Tische auch nicht mehr - wie wärs mit IKEA ?

    Wir kaufen elektrisch höhenverstellbare Tische ein, die kosten bei uns rund 850€ das Stück in der Luxusversion.