Unsere Justiz ist zu lasch

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Die Details zum Entscheid und den entsprechenden Thread finden Sie hier.

  • Die Sicherheit der Bürger kann nur erhöht werden, wenn auch der Gesetzgeber und vor allem die Justiz mitmachen.

    Gerade heute habe ich in der Zeitung folgendes gelesen: Ein junger Ausländer sticht an der Streetparade auf Leute ein und tötet mit dem Messer jemanden. Der Täter hat ein Vorgeschichte und soll nun mit lediglich vier Jahren Knast bestraft werden. Findet er einen guten Anwalt und einen noch besseren Psychiater, der ihm eine schwere Jugend bescheinigt oder ein Drogenproblem, dann ist er bei guter Führung spätestens nach zwei Jahren wieder draussen. Wird gar noch die Untersuchungshaft angerechnet, spaziert er womöglich als freier Mann aus dem Gerichtssaal.

    Da kann man als Normalbürger nur noch den Kopf schütteln ob soviel Naivität unserer gelehrten Gesetzgeber und -Anwender.

    Es gab (und gibt) Länder, wo solche asozialen Elemente in Lagern konzentriert wurden (siehe Boot-camps in den USA) und zum Wohle der Allgemeinheit so lange bei harter Arbeit gedrillt wurden, bis ihnen die Lust zum Verbrechen ausgetrieben war. Wie hiess es doch einst so schön: "Arbeit macht frei" bzw. "Jedem das Seine".

    Ich habe mit einer Kioskfrau gesprochen, die in Zürich in der Langstrasse von einem Räuber um die Kasse erleichtert wurde und die nach Monaten noch Angstzustände hatte und nur noch mit sehr unguten Gefühlen am Morgen ihren Laden aufschloss. Ich selber blickte einmal morgens um fünf Uhr in einen Gewehrlauf und in eine Pistole und durfte die Kasse rausrücken an meinem Arbeitsplatz, seither muss mir niemand mehr etwas über die Kriminalstatistik erzählen.

    Interessanterweise kriegen diese Typen, wenn man sie denn erwischt, jede Hilfe von Anwälten und Psychologen und dürfen in mit Sozialarbeitern in Resozialisierungsprogramme gehen etc. etc. Nur von den Opfern spricht niemand, die dürfen sogar noch den Selbstbehalt der Krankenkasse für die Traumatherapie selber bezahlen... Als ich nach dem Überfall um einen Tag Urlaub bat und ein Zeugnis holen wollte beim Arzt, meinte dieser sogar noch, wegen so was mache man doch nicht gleich frei.

    Jetzt ist ja auch wieder die Zeit der Dämmerungseinbrüche. Spezialisierte Banden, vielfach von Zigeunern aus dem Elsass suchen reihenweise Wohnquartiere heim. Eine Nachbarin von mir ist einmal, als sie von der Tiefgarage in die Wohnung kam mit zwei kleinen Kindern am Arm, in der guten Stube einem Einbrecher gegenübergestanden. Die gute Frau hat wohl den Schreck ihres Lebens bekommen und sich anschliessend kaum mehr aus dem Haus getraut über längere Zeit- Die Kinder waren auch total verstört.

    Diese Gangster haben ja keine Ahnung, was sie am Bürger an psychischen Schäden anrichten bei ihren Straftaten. Wenn man die lachhaft niedrigen Urteile (wegen schwerer Kindheit, Drogensucht, Alkoholismus, Persönlichkeitsstörungen, Schlägen vom Vater, Scheidung und was der Psychiater sonst noch für Ausreden erfindet) ansieht, begreife ich jeden Schweizer, der einen Einbrecher in der eigenen Wohnung auf der Stelle aus Notwehr erschiesst, das kürzt die Sache endgültig ab und verhindert weitere Straftaten.

    Leider ist unsere Justiz in dieser Hinsicht nicht sehr bürgerfreundlich: Ein Taxifahrer, dem die Geldbörse geraubt wurde und der den Täter verfolgte und überfuhr, um wieder zu seinem Geld zu kommen, musste sich doch tatsächlich selber vor der Justiz verantworten. Dabei sollten solch mutige Leute noch eine Belobigung erhalten, weil sie zur Klärung des Raubes beitragen.

    In Thalwil machte ein Fall vor einigen Jahren grosses Aufsehen, weil ein Wohnungsbesitzer sich doch tatsächlich getraute, einen Einbrecher zu verfolgen und ihn liquidierte. Der musste sich doch tatsächlich wegen Notwehrexzess verantworten.

    Der Beraubte musste sich also sozusagen noch als Täter hinstellen lassen, was in der Kriminellenszene sicher gerne gesehen wird.

    Ich bin keine besonderer Freund der USA, aber wenigstens in dieser Hinsicht sind sie uns einen Schritt voraus. Wer in der eigenen Wohnung einen Einbrecher erschiesst, muss sicher nicht mit einer Anklage rechnen.

  • ... "kleinen Rölfchen" tun weh, sind dermassen simpel und primitiv, dass ich nur Unverständnis gegenüber der Denkweise habe, gleichzeitig aber ERKLÄRT erhalte, wie DIE GEWALT in unserem ALLTAG verbeitet ist. Du, werter Rolf, sprühst vor Aggression und Gewaltbereitschaft mit deinen Ausführungen.

    Beim Lesen deines Beitrags sind mir die Haare zu Berge gestanden. Wenn einer SELBSTJUSTIZ in der von dir zelebrierten Form predigt ... da weiss ich nichts mehr zu erwidern.

    ramstein

  • karhu

    Mein Adrenalispiegel ist wieder gesunken, ich kann mich nun auch noch sachlich über deinen Beitrag äussern:

    Deine REAKTIONEN auf die geschilderten Gewalttaten sind NACHVOLLZIEHBAR. Dein fehlendes BEMÜHEN auch einen Täter "VERSTEHEN" zu können, ist ein GRUNDÜBEL im Umgang miteinander.

    Angenommen, es sei in unserer Gesellschaft möglich sich selbst Recht (zumindest das, wa wir für solches halten) zu verschaffen, jeder ist sein eigener Richter, dann wärst du wahrscheinlich einer der ersten, der darunter leidet. Denn wenn gilt "jeder gegen jeden" bist auch du dir deines Lebens nicht mehr sicher, wenn ich mit dir sozial eng verknüpft wäre und befürchten müsste, von dir bei nächster Gelegenheit, einfach weil's dir "aushängt", erschossen zu werden, wäre es mir zuzutrauen, vorbeugend und um mich zu schützen, dir zuvorzukommen.

    Oder etwas vernünftiger: GESETZE sind gemacht, um den Bürger zu SCHÜTZEN vor Missliebigkeit. Aber im Wissen darum, dass auch Verbrecher Rechte haben, gilt es, AUSGEWOGEN zu urteilen und v.a. abzuklären, wieso, in welcher Situation jemand ein Verbrechen begangen hat. Ich habe bislang - und das ist nun schon mehrere Jahrzehnte - eine reine Weste, bin abgesehen wegen Rechtsüberholens auf Autobahn mit dem Gesetz noch nie in Konflikt geraten. Aber angenommen, die Folge meines Rechtsüberholens wäre ein schwerer Unfall gewesen mit Todesfolge, z.B. einer ganzen Familie, hätte ich mich der fahrlässigen Tötung schuldig gemacht, wäre für den Tod von vielleicht vier Menschen verantwortlich. Nun liest der Rolf in der Zeitung "verantwortungsloser Rechtsüberholer löscht eine Familie aus", im Artikel wird beschrieben, wie herzig die beiden Kinderchen noch waren, dass auch ein Hündchen dabei war, der Vater gewissenhaft immer nur Gutes getan hat, seine Frau und Mutter der Kinder im siebenten Monat schwanger .... usw.", dann kann ich voraussagen, wie DU REAGIERST: Diesen ramstein muss man einlochen für den Rest seines Lebens, schade dass nicht amerikanisches Recht gilt, dann könnten wir ihn auf dem Stuhl braten!!! Und was mir passieren könnte, könnte auch einem Rolf passieren, so er denn ehrlich genug ist sich selbst gegenüber. Und in dieser Situation sieht Rechtsprechung vielleicht plötzlich ganz anders aus.

    Also, werter Rolf, denke daran, auch du könntest unverhofft mit dem Gesetz in Konflikt geraten und für Taten gerade stehen müssen, die du im Nachhinein selbst nicht mehr verstehst (bist du Fussballspielbesucher, hast dem Schiri schon den Tod gewünscht, angestachelt vom Nachbarn vielleicht dein Znüni aufs Feld geworfen oder dein Feuerzeug hat dem Spieler xy das Augenlicht gekostet?). Und dann verdienst auch du umsichtige Richter, die die Umstände einer Tat, vielleicht die soziale Herkunft eines Täters bei der Urteilsfindung berücksichtigen.

    Bitte überdenke diese sachlichen Worte.

    ramstein

  • @ramstein

    Was schreibst du hier für einen Unsinn?

    „Wir MISSGÖNNEN uns ja alles und jedes, sind Egoisten und auf unseren Vorteil bedacht.“

    „Als Wohlhabende argumentieren wir, dass dieser soziale Status UNSER VERDIENST ist und die weniger gut gestellten SELBST SCHULD sind, dass sie in der Gosse hocken.“

    „WIR SCHWEIZER haben uns den Wohlstand des Staates gesamthaft verdient, die AUSLÄNDER sind Schmarotzer, die sich nun bei uns einschleichen und partizipieren wollen.“

    Der langen Rede kurzer Sinn: Bist du ein Schweizer?

    Eine kleine Minderheit von solchen Menschen, wie du uns Schweizer hier beschreibst gibt es in jedem anderen Staat auf dieser Welt ebenfalls. Wenn du auch so einer bist, dann schreibe ICH aber schreibe nicht WIR, denn so sind wir Schweizer ganz bestimmt nicht!

  • @ramstein

    Du hast eine kriminelle Tat begangen und beschönigst diese:

    „Aber angenommen, die Folge meines Rechtsüberholens wäre ein schwerer Unfall gewesen mit Todesfolge, z.B. einer ganzen Familie, hätte ich mich der fahrlässigen Tötung schuldig gemacht, wäre für den Tod von vielleicht vier Menschen verantwortlich. Nun liest der Rolf in der Zeitung "verantwortungsloser Rechtsüberholer löscht eine Familie aus", im Artikel wird beschrieben, wie herzig die beiden Kinderchen noch waren, dass auch ein Hündchen dabei war, der Vater gewissenhaft immer nur Gutes getan hat, seine Frau und Mutter der Kinder im siebenten Monat schwanger .... usw.", dann kann ich voraussagen, wie DU REAGIERST: Diesen ramstein muss man einlochen für den Rest seines Lebens,…..“

    Solche herzlosen Zeilen laufen mir kalt den Rücken runter, mehr will ich zu diesem Kommentar nicht schreben!

  • speedy44

    Ich kann deine Stellungnahme überhaupt nicht einordnen und muss deshalb annehmen, dass du nicht verstanden hast, was ich eigentlich sagen wollte:

    Für dich in einfachen Sätzen:

    1.

    Wie gravierend ordnest du das RECHTSÜBERHOLEN auf Autobahnen ein? In USA meines Wissens ist's Normalität, bei uns aber (mir unbegreiflich) verboten mit der Konsequenz, dass aus dreispurigen Autobahnen ein Einzelner eine einspurige machen kann; er fährt einfach konstant ganz links, und hinter ihm werden die Kolonnen länger und länger und länger ... bis einer genug hat, und sich erlaubt, rechts vorbei zu fahren.

    Frage: Ist dies nach deinem Empfinden kriminell?

    2.

    Die Geschichte mit dem Unfall ist selbstverständlich (und aus meinem Verständnis auch eindeutig erkennbar) ein reines Fantasieprodukt und abgefasst im Stile, wie unsere MEDIEN SENSATIONSLÜSTERN und auf der Suche nach Lesern zu schreiben pflegen. Dies ist somit NICHT MEINE, sondern die SPRACHE der MEDIEN ... und die verrät tatsächlich - hierin stimme ich dir zu - Herzlosigkeit.

    Über meine Empfindungswelt möchte ich mich dir gegenüber hier nicht weiter auslassen.

    3.

    Und Ziel meines Beitrags war, Rolf klar zu machen, dass jeder - auch Speedy - allein dass er mit anderen Menschen zu tun hat, Auto fährt usw. mit einem Bein im Gefängnis steckt, keiner sich als Engel sehen kann, der in keiner Lebenssituation etwas Verbotenes zu tun in der Lage ist. Solltest du wirklich noch nie mit dem Gesetz in Konflikt geraten sein - und sei's nur, dass du als Velo- oder Autofahrer einen Stopp missachtet oder bei Rot über den Fussgängerstreifen gewechselt hast (was eben auch zu tödlichen Unfällen führen könnte, wenn's der Teufel will), dann darfst du dich wieder melden. Andernfalls lies einfach meine Beiträge nochmals und versuche ernsthaft, sie zu verstehen.

    ramstein

  • @speedy

    Unzweifelhaft meint Rolf es so, wie er schreibt. Wäre es als Satire gedacht, hätte es meiner Ausführungen und deiner folgenden Unverständnis-Erklärung nicht bedurft.

    ramstein

  • Entweder hast du auch in vorliegendem Fall nicht begriffen, was ich in welcher Form mit meinem Beitrag sagen wollte oder du bist dir gegenüber nicht ehrlich. Wenn du von dir behauptest, Gefühle wie MISSGUNST oder NEID nicht zu kennen, erkläre mir bitte, wieso du andernorts folgendes geschrieben hast

    von speedy:

    "Wir Schweizer sind keine Rassisten und die Deutschen sind bei uns selbstverständlich willkommen, aber nicht in dem Ausmass wie es zurzeit der Fall ist. Kein einziger Kleinstaat auf dieser Welt würde sich freuen, wenn jedes Jahr aus einem Nachbarstaat in der Grössenordnung von einer Stadt Menschen einwandern würden."

    Warum wehrst du dich dagegen, dass beliebig viele und möglichst verschiedenartige Menschen sich das gleiche Recht heraus nehmen wie du, hier, auf diesem "Schweiz genannten Flecken Erde" zu leben, zu lieben, zu arbeiten usw.??

    Warum nicht? - siehst du, du gehst davon aus, dass eben nicht alle das haben dürfen wie du. Und somit MISSGÖNNST du anderen etwas, was du geniesst. Und zwar missgönnst du anderen Dinge des Alltags aus Angst, selbst plötzlich zu kurz kommen zu können, diese Zuwanderer dich einengen, dich beschneiden usw.

    Also, lieber Speedy, hör auf zu behaupten, du seist gerade NICHT EIN SOLCHER wie von mir beschriebener ZEITGENOSSE. Gerade du und deine SVP-Sympathisanten sollten so etwas nicht behaupten, ihr habt mir als Vorlage gedient bei meiner Text-Abfassung.

    ramstein

  • Eben,da liegt das Problem jeder Verbrecher weiss, dass ihm in der ach so liebevollen Schweiz kaum was passiert.Bei schweren Verbrechen event. mit Todesfolge bekommt er ein paar Jährchen Hotel-Knast.Was hat einer in meiner Wohnung zu suchen? Was ist wenn ich ihn überrasche und er nimmt mich oder jemand aus meiner Familie als Geisel? Nee ,in meinem Haus hat keiner was verloren oder er wird abgeknallt.Muss ja nicht gleich ein Todesschuss sein.Wacht doch endlich auf ihr Weicheier.

  • @ramstein

    „Für dich in einfachen Sätzen:…“

    „Und Ziel meines Beitrags war, Rolf klar zu machen, dass jeder - auch Speedy - allein dass er mit anderen Menschen zu tun hat, Auto fährt usw. mit einem Bein im Gefängnis steckt,…“

    Mir brauchst du nicht in einfachen Sätzen erklären zu wollen, was du bisher geschrieben oder nicht geschrieben hast. Nicht alles was in Amerika erlaubt ist, ist auch in der Schweiz erlaubt und im Gegensatz zu dir, halte ich mich an unserer Gesetze und somit stecke ich auch nicht mit einem Bein im Gefängnis. Punkt.

  • @ramstein

    Dir kann ich nur sagen, du bist für mich ein Besserwisser und ich bin ein Parteimitglied der SP und setzte mich hier im Beo-Forum für die Personenfreizügigkeit mit Rumänien und Bulgarien ein!!!

    Wenn ich dir ebenfalls mal in einfachen Worten erklären darf: Mein Schwager ist ein Deutscher, meine Schwägerin eine Österreicherin und meine Frau eine Asiatin. Im Gegensatz zu dir, leiste ich Sozialhilfe in Asien, damit die Familien von meiner Frau nicht aus finanzieller Not heraus ihr Heimatland verlassen müssen. Und du würdest am Liebsten ALLE, ganz besonders alle Akademiker, Mediziner, Ärzte, Lehrer, Professoren, Pflegefachfrauen, Lehrer etc. etc. aus Deutschland in die Schweiz holen, damit unser Staat keine Ausbildungskosten mehr zu tragen hätte.

    Dich weiter zu belehren bringt nichts, denn DU weisst immer schon zum vornherein was ich denke, was ich fühle, was ich bin und was ich nicht bin!!!

  • Hallo Marie

    Grundsätzlich bin ich gegen die Selbstjustiz. Und vom Einsatz von Schusswaffen halte ich nichts. Für das ist unsere Polizei zuständig. Es gibt aber Fälle, in denen man eingreifen muss, oder man ist ein Feigling.

    Vor noch nicht allzu langer Zeit wurde eine alte gehbehinderte Frau von einem jungen Mann am helllichten Tag auf dem Kornhausplatz in Bern zu Boden geworfen. Brutal versuchte er, ihr die Handtasche zu entreißen. Die Frau klammerte sich an die Tasche und schrie laut um Hilfe.

    Und jetzt, das für mich unglaubliche. Mindestens 20 Gäste schauten aus dem etwa 20 Meter entfernten Kornhausrestaurant teilnahmslos zu und unternahmen nichts. Als die Polizei eintraf, war der Mann mit der erbeuteten Tasche verschwunden.

    Ein Fall für unsere Justiz. Das Problem ist nur, so weit ich orientiert bin, wurde der Dieb bis heute nicht gefasst und die alte Frau erlitt nebst Verletzungen einen Schock.

    Ketzerische Frage: Du hast nicht zufällig diese Szene aus dem Kornhausrestaurant mitverfolgt?

    Gruß

    Kobold

  • @speedy

    Auch wenn deine verschiedenen früheren Voten alles andere als sozial klingen, lobe ich dein Engagement gegenüber der Familie deiner Frau.

    Nicht beantwortet hast du meine Frage, wieso du nicht alle Menschen in deren Entwicklung unterstützen magst, so wie eben die Familie deiner Frau. Warum sprichst du dich gleichzeitig dafür aus, Einwanderungen zu begrenzen? Und v.a. ist mir nicht klar, wieso nie gefordert wird (ZUR KLARSTELLUNG, ICH ÜBERNEHME GEDANKENGUT ANDERER, WAS FOLGT, IST MEINEN EMPFINDUNGEN FREMD, ich entwickle weiter, was passieren kann, wenn Gruppen diffamiert werden), LEUTE zur Entvölkerung aus dem Paradies, "unserer Schweiz", AUSZUWEISEN, Platz zu schaffen, Gesindel wie die Arbeitslosen (nicht ich denke so!!), die Kranken und vielleicht auch Alten an die Grenze zu stellen. Jetzt kannst du den Spruch wieder bringen, meine Worte klingten herzlos - jawohl, das tun sie! Sind meine Gedanken aber nur Reaktionen, ein Spiegel für eben dich und viele andere, drücken also NICHT MEIN wirkliches DENKEN aus, sind eure Forderungen im Stile "Ausländer raus" ernst gemeint und wirklich herzlos. Und absolut unverständlich und entsprechend willkürlich finde ich die Unterteilung in INLÄNDER und AUSLÄNDER ... was soll das? Denn nach meinen mittlerweile zahlreichen Erfahrungen aus u.a. diesen BO-Diskussionsforen, wo nach meinem Empfinden zu 80% gegen Ausländer geschrieben wird, wären mir viele Ausländer sympathischer als Leute wie .... und wäre es an mir zu entscheiden, wer RAUS und wer REIN darf, wäre nicht der Schweizer Pass ein Kriterium, sondern eine menschliche, warmherzige Gesinnung, eben das, was man als "das Gute im Menschen" bezeichnet. Hasstiraden kann ich nichts Gutes abgewinnen.

    Im Übrigen geht es mir nicht darum AUSLÄNDER ZU HOLEN, ich störe mich einfach daran, dass eine Menschengruppe, hier WIR SCHWEIZER, anderen etwas VERBIETEN will, Lebensstandards vorenthält, die sie für sich beanspruchen. Damit habe ich Probleme,

    WIR HABEN NICHT DAS RECHT, ANDEREN VORZUSCHREIBEN, WAS SIE ZU TUN HABEN.

    Diesen Satz habe ich die letzten Monate schon so oft formuliert, aber noch keiner von euch Eidgenossen hat mir eine auch nur annähernd plausible Antwort gegeben. Bist du dazu bereit?

    ramstein

  • Kobold

    Du beschreibst die Szene, als hätte sie sich vor deinen Augen abgespielt.

    Frage: Wie hast du reagiert, warst du einer der erwähnten 20 Gäste oder der 21., der zu helfen versuchte? Und wenn du nicht dabei gewesen bist, wie kannst du dir sicher sein, dass es genau so wie von dir beschrieben abgelaufen ist?

    Mangelnde ZIVILCOURAGE ist etwa ähnlich verbreitet wie grosse Sprüche und Forderungen im Stile von "Ausländer raus". Die mit den Wölfen heulen, die einem starken Führer nach marschierenden Rudelmenschen (mindestens 30%, wie sie stets betont hatten) sind eben nicht die wirklich toughen, sie sind als Individuen Hosenscheisser und kompensieren lauthals in Menschenmengen. Wenn ich an die immer wieder sich abspielenden Szenen an Fussballspielen denke wird mir spei-übel, -zig Tausende stehen im Oval, jeder fühlt sich geschützt in der Masse, da machen sie Fäuste, reissen die Klappen auf, treiben sich zu verwerflichen Höchstleistungen, werfen Rauchpetarden, kippen Trams um, werfen Steine, demolieren Züge, verletzen Polizisten (und werden wohl auch vor alten, zufällig im Wege stehenden Omis nicht halt machen, um auf deine Eingangsgeschichte Bezug zu nehmen), finden es sogar noch geil, auch einmal etwas bewegt zu haben ... und sind zuhause wieder die ganz lieben Papis, Mamis, Chefs oder stinknormalen Schweizer.

    Marie F. hat empfohlen, darüber nachzudenken. Diesem Wunsch schliesse ich mich an.

    ramstein

  • Kobold

    Mit meiner Gegenüberstellung von

    1.

    "älteres, weibliches, schutzloses Opfer wird von jugendlich fittem, arglistigen, bösen Kerl niedergerissen und beraubt"

    und

    2.

    "Massen, z.B. Hooligans, liefern sich Schlachten mit möglicher Todesfolge, oder allgemein Menschen, sonst gute und liebe Mitmenschen, vielleicht sogar eure Kinder in entsprechender Gesellschaft, aber eben IN MASSEN auftretend, richten CHAOS an mit für den Einzelnen nicht absehbaren Folgen".

    wollte ich dir aufzeigen, wie relativ eben Gewalt ist und wir uns IRRATIONAL dazu stellen, allein durch geschürte EMOTIONEN Gleiches (Zerstörung, Chaos oder Verletzungen mit Invaliditäts- oder Todesfolge einzelner) nicht mit Gleichem (Einzelopfer von Einzeltäter zu Boden gerissen) vergleichen.

    Ich habe noch nie gelesen - nicht einmal von Rolf - dass man diese an Matches randalierenden Menschen killen (absichtlich gewählter Ausdruck) soll, wir im Alltag bewaffnet rumlaufen müssen, um eben allzeit bereit zu sein. Oder wir sollten (IRONIE) Petarden werfende "Besucher" anstatt mit vermehrt eingesetzten Videokameras an Fussballspielen nicht filmen, sondern gleich weg pusten. Da wird Fussball gespielt, ein kurzes "Piff", ein Arschloch weniger und das Spiel geht weiter. Tönt einfältig, findest du nicht auch - aber wo liegt der Unterschied zu Rolfs Wortmeldung?

    Gesetze und Richter bringen eben in diese Gewalten "Ordnung", versuchen Gleiches mit Gleichem zu vergleichen und zwar möglichst ohne Emotionen, einfach sachlich und - so man den Begriff hier verwenden kann - vernünftig. Denn (Gruss an speedy) mit dem Gesetz in Konflikt kommen kann jeder, keiner ist gefeit davor auszurasten. Medien haben den Auftrag, Emotionen zu schüren, was dann eben zu den völlig verdrehten Beurteilungen führt, wie von dir am Besispiel der älteren, zu Boden gerissenen Frau, wo du verstehen könntest, dass "man" den Täter selbst richtet.

    ramstein

  • ramstein

    Da bringst du aber vieles durcheineder.Die " 30% " die du ansprichst sind bestimmt nicht die Hosenscheisser die an Fussballspielen randalieren,Rauchpetarden werfen und Trams umkippen,Züge demolieren und Steine werfen und alte Omas überfallen.Nee das ist eine andere Kategorie Mensch ,die du meinst.

  • James

    Ich gebe dir Recht, die "30%"-Bevölkerung bzw. Wähleranteil haben direkt mit dem Rest meiner Ausführung wenig bis gar nichts zu tun.

    Was aber beiden "Gruppen" gemeinsam ist,

    auf der einen Seite den sich in einer Mehrheitspartei Wohl-Fühlenden und den Sich-Sagenden "die Mehrheit hat schon Recht, und der - nein "unser" (ist dir Toni Brunners verklärter Blick aufgefallen, wenn er vom Christof spricht?) - Übervater erklärt uns ja klipp und klar, wie was läuft,

    und anderseits den Chaoten innerhalb der grossen anonymen Masse oder auch bei Nacht in kleinen Gruppen, wenn sie Wände besprayen,

    ist der HANG, SICH VERBORGEN ZU HALTEN, ALS EINZELNE NICHT AUFZUTRETEN, sich für etwas einzusetzen den Mut nicht haben und im Kornhauskaffee zuschauen, wie draussen -als wär's am TV zuhause - ein Verbrechen abläuft, so, wie "kobold" dies eben anhand seiner Fallstudie mit grossem Unverständnis quittiert hatte.

    Also, James, sorry für meine verallgemeindernde und wenig differenzierte bzw. klar dargelegte Meinungsäusserung. Ich behaupte also nicht, dass SVP-Sympathisanten gewalttätiger seien als andere Schweizer - aber es sind oft Leute, die vom Nachplappern von Vorgedachtem leben, eben so, wie Chaoten ihr Tun auch nicht hinterfragen (können??, weil zu wenig intelligent??) und blindlings Unrecht tun. Dazu stehe ich, auch wenn ich mir wieder jede Menge Feinde mache - denn ich gehöre KEINER Partei an und denke selbst.

    ramstein