ein Ja zum Service public

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  • Als ehemaliger SRG-Mitarbeiter erstaunt mich der grösste Anteil der Forumbeiträge. Die wirklich teuren Sendungen sind aufwändig produzierte Unterhaltungssendungen wir "Musikantenstadel"

    und diese finanziert die SRG bloss mit, zu einem geringen Teil, proporzional zum Zuschauerpotenzial. Dann folgen Informationssendungen, weil sehr Personalaufwändig. Gerade hier sind Einsparungen kaum mehr möglich. Auslandkorrespondenten werdfen mit ARD, oder ZDF geteilt, Videobeiträge mit Equipen vor Ort gedreht, meist mut mit einem Kameramann, welcher auch noch für den Ton verantwortlich ist, Einbussen in der Tonqualität werden bewusst in Kauf genommen, Sparpotenzial ist wichtiger. Auch in bei der Innland-Berichterstattung wird gespart bis zur Schmerzgrenze: Einpersonen Videoteams sind die Regel, Ton- und Beleuchtungsmitarbeiter fehlen, das bedingt hohe Arbeitsbelastungen für die Teams bei sehr moderaten Löhnen. Festangestellte Mitarbeiter gibt's bald keine mehr, aus Kostengründen.

    Welche Sendungen gestrichen werden sollten ist Ansichtssache jedes einzelnen Zuschauers und wird zum grössten Teil nach Einschaltquoten bestimmt, ausser bei bewusst geführten Minderheitensendungen, wie zum Beispiel Kultur-Beiträge, welche Thenmenbedingt kleine Einschaltquotenn verzeichnen, aber von der Konzessionserteilung her gesendet werden müssen.

    Zurecht will ich meinen, den auch Minderheiten sind zu pflegen und nicht nicht nur in den Medien.

    Mehrheiten-Sendungen können gesponsort werden und sollen dies auch. Für Minderheiten-Sendungen aller Arten braucht es den Service public, auch für Programme der Bevölkerungsminderheiten im Tessin und in der Romandie, für Radio und Fernsehen.

    Darum ein überzeugtes Ja zur SRG.

  • "ein Ja zum Service public" (Tango45)

    Oh mein Gott, wenn ich solche Beiträge lese, dann denke ich, der Medienlandschaft mangelt es an Konkurrenz.

    Ich möchte nicht persönlich werden, aber der Auftrag der Eidgenossenschaft lautet anders. SRG SSR idée suisse hat keine Auftrag für die Monopolisierung zu sorgen. Idée Suisse hat mehrere TV-Sender sowie X-Radiosender in Betrieb genommen, um lästige Konkurrenten den Senderplatz streitig zu werden.

    SRG SSR idée suisse verdrängt lokale Anbieter wie Radio und TV, um mit Steuergeldern die Bossen an der Spitze der SRG zu finanzieren. Hier sage ich einfach Stopp! Ich würde sehr gerne den Lokalsendern einen Beitrag aus der Besteuerung zusprechen.

    Was sagte neulich der Beni Thurnherr? Im Sinne, wenn einige Reporterinnen im Ausland herumreisten, kostet es der SRG SSR idée Suisse wohl kaum 1% Einahmegebühren.

    Wenn Beni Thurnheer und der Deal oder No Deal Moderator R. Kilchsperger sowie andere Grossverdiener mal offen legen würden, wie viel Swisslos für die Korruption bezahlen würden, dann wüsste der Konsument, wie viel eingespart werden könnte.

    Ob Deal or No Deal, der Konsument kann nicht dealen. ;)

  • Endlich bringt es mal jemand auf den Punkt: Der Service Public bringts!

    Die SRG ist wohl die einzige Sendeanstalt in der Schweiz, die neutral und ausgewogen über alle Belange berichtet und dies notabene in vier Landessprachen und flächendeckend. Die Privatsender haben alle keine Pflicht zur flächendeckenden Versorgung und zur Ausgewogenheit. (Tele Blocher z.B. kann man ja wohl nicht als ausgewogen betrachten...)

    Über die Programmgestaltung kann man in guten Treuen verschiedener Meinung sein, aber die politische und allgemeinbildende Wissensvermittlung ist ein Faktor, der bei allen Privatsendern sträflich vernachlässigt wird.

    Wenn ich da z.B. Tele Züri vergleiche: 10 Minuten Kurzfutter zu Beginn jeder Stunde, dann jede Menge Trailer, Werbung, wieder Trailer, nochmals Werbung, dann eine halbe Stunde Blabla mit den immer gleichen Studiogästen, dann wieder Trailer und Werbung, und das jede Stunde wiederholt, da wird mir kotzübel. Auf solchen Stuss wie Badewassertemperatur und Pollenbericht kann ich getrost vezichten, das ist keine klassische journalistische Information mit Relevanz.

    Da ist mit die Tagesschau , 10 vor 10, die Rundschau, Einstein etc. wesentlich lieber, da zahle ich gerne meine Konzessionsgebühren dafür.

    Die SRG braucht den Vergleich mit ARD und ZDF nicht zu scheuen, was die Qualität betrifft, auch unter dem Aspekt, dass die deutschen Sender nur in einer Sprache und für ein wesentlich zahlreicheres Publikum senden und somit finanziell in einer komfortableren Situation sind.

    Was mich hingegen grausam nervt, sind die endlosen Werbeunterbrecher. Von mir aus könnte man Werbung am Fernsehen sowieso glatt verbieten. Ich selber zappe jedenfalls spätestens nach zwei Sekunden immer weg, sobald Werbung kommt. Dass es auch ohne Werbung geht, zeigen Sender wie ARTE oder 3SAT.

    Auch in technischer Hinsicht sind die öffentlichrechtlichen Sender besser als die privaten.

    Der Privatsender RTL z.B. bringt es nicht fertig, sein Zeitsignal um 18.45h so zu senden, dass die Zeitanzeige auch stimmt. Eine Ungenauigkeit von sechs Sekunden ist die Regel. Das Zeitsignal der Tageschau von ARD, SRG und HEUTE von ZDF stimmen hingegen auf die Zehntelsekunde genau. Wer als Rundfunkanstalt ein Zeitzeichen ausstrahlt sollte vom Gesetzgeber dazu verpflichtet werden, dafür zu sorgen, dass die Zeitangaben auch stimmen, wenn sie beim Empfänger ankommen.

    Auch Signalausfälle der Privatsender sind nicht selten. Die SRG ist gehalten, für die Alarmierung der Bevölkerung in Krisenfällen rund um die Uhr Bereitschaft zu haben. Die privaten Rundfunksender lassen praktisch alle in der Nacht vorbereitete Konserven laufen und kein Mensch nimmt im Studio im Alarmfall die Telephone ab., weils billiger kommt. Die Alarmbereitschaft ist eben auch ein Teil des Service Public.

    Klar stören mich die Gebühren, jedesmal wenn die Rechnung kommt, ärgere ich mich. Aber andererseits, hätten wir keine Gebühren, würde die Werbeflut ins unermessliche steigen. Von dieser Warte aus betrachtet, bin ich eher für Gebühren, nur sollten diese einkommensabhängig und damit sozialer sein als die heutigen Haushaltpauschalen, aber auch hier gibt es wohl verschiedene Ansichten.

  • Mehr Gebühren?

    Nein - auf keinen Fall!

    Die SRG ist völlig aufgebläht. Sie sollte ihren Auftrag erfüllen und nicht mehr.

    Wie?

    - die zweiten Programme der 3 Sender aufheben und ersetzen durch einen einzigen Film/Theater/Kunst-Kanal 3-sprachig a la ARTE.

    - Sport aus den eliminierten 2.Programmen nur noch auf SSF

    - TPC privatisieren bzw verkaufen

    - World Radio auflösen

    - DRS4 News auflösen

    - SF Info auflösen

    Viel Spass beim Abbau!

  • Die SRG ist wohl die einzige Sendeanstalt in der Schweiz, die neutral und ausgewogen über alle Belange berichtet und dies notabene in vier Landessprachen und flächendeckend. Die Privatsender haben alle keine Pflicht zur flächendeckenden Versorgung und zur Ausgewogenheit.

    Da ist mit die Tagesschau , 10 vor 10, die Rundschau, Einstein etc. wesentlich lieber, da zahle ich gerne meine Konzessionsgebühren dafür.



    So neutral ist die SRG leider nicht immer, vorallem politisch gesehen flimmert das linke Gedankengut der Journalisten gerade vor Abstimmungen leider zu oft durch. Das sollte bei einem solchen Sender eben gerade nicht sein.

    Aber all die Informationssendungen und Reportagen finde ich schon wertvoll. Auch das Internetangebot. Ich lade mir oft Podcasts runter die ich mir dann spaeter anschaue.

    Und so gesehen werden wir andernorts viel groeber abgezockt.

  • Vorsicht mit "links" und "rechts"

    Das sind wohl die persönlichen Beurteilungen eines jeden Medienkonsumenten, welche viel über dessen eigenen Standpunkt verraten und keine Qualifikation eines Medienunternehmens darstellen. Entscheidend ist einerseits ob die Fakten stimmen, andererseit, ob zum Ausdruck gebrachte Meinungen Dritter ausgewogen dargestellt sind und zwar nicht nur in der Quantität, sondern auch in der Qualität. Journalisten sind hier auf die Mitwirkenden angewiesen. Zudem: ist ein Interviewpartner gleich links, wenn er gegen die Herabsetzung des Mindestumwandlungssatzes bei Altersrenten ist, welcher deren Kürzung zur Folge hat und einem grossen Teil von Rentner das Einkommen schmälert, oder ist er deswegen rechts einzustufen, weil er feststellt, dass zu risikoreich angelegtes Kapital nun einfach fehlt, um damit Renten auszahlen zu können? Ganz so einfach sind doch Beurteilungen journalistischer Leistungen vielleicht doch nicht, Betroffenheit und Emotionen spielen da all zu gerne mit, verständlicherweise.

    Die SRG bemüht sich um eine faktisch korrekte, umfassende Berichterstattung, was ihr meistens gelingt, und wenn vielleicht ausnahmsweise einmal nicht, wird gleich deren Reduktion oder gar deren Abschaffung gefordert. Würden die selben Kriterien bei vielen privaten Medien angewendet, könnten einige Medienanbieter von der Bildfläche verschwinden - und die Meinungsvielfalt würde dadurch nicht grösser. Eventuellen Fehlleistungen zum Trotz, niemand soll verschwinden, Vielfalt ist wünschenswert und wichtig. Übrigens Zeitungen brauchen keine Konzession, nur elektronisch Medien.

  • Hallo Tango

    Ich will dir ganz konkrete beispiele aufzeigen. Um die Minarett Abstimmung herum haeuften sich beitraege und reportagen um rechtschaffende Muslime und arme ausgeschaffte muslime. Dasselbe schon fruher zu den einbuergerungsabstimmungen etc.

    SF DRS nimmt da immer eine besondere Position ein und das meine ich mit linkslastig.

    Ich finde staatsfernsehen sollte politisch neutral sein.

  • Von wegen: "links"

    Wer Hinweise auf geltendes schweizerisches, europäisches und internationales Recht als "linkslastig" bezeichnet oder glaubt dieses ignorieren zu dürfen, sollte seinen politischen Standpunkt vor seiner Medienschelte überprüfen. Auch Herr Berlusconi klagt über eine "grosse Anzahl linker Richter", obschon diese von seiner Regierungsmannschaft eingesetzt wurde.

    Und Staatsfernsehen? Die SRG ist quasi ein "Verein", eben eine öffentlich-rechtliche Gesellschaft mit einer Trägerschaft, bei welcher einjeder mitwirken kann. Sie wird mit Konzessionsgeldern finanziert und teils mit TV-Werbung und nicht mit Steuergeldern. Steuergelder hingegen werden mitunter unsinnigerweise auch für die Folgen von umgesetzten Initiativen verwendet, welche jeden Rechts widersprechend, staatspolitische Beschwerden verursachen. Ein aufmerksames verfolgen der Radio- und TV-Beiträge zu diesem Thema hätte deren Annahme durch das Volk vielleicht verhindern können ebenso wie einige aussenpolitische Unannehmlichkeiten.