EU-Beitritt Schweiz?

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Am 17. Dezember 2023 werden wir das Beobachter-Forum abstellen und alle Beiträge unwiderruflich löschen.

Die Details zum Entscheid und den entsprechenden Thread finden Sie hier.

  • Hallo liebe Schweizer, ihr könnt, so wie ihr euer Land regiert, gar nicht der EU beitreten !

    Der bilaterale Weg, ist der Einzige, welcher funktioniert, und hat sich, auch wenn er beschwerlich ist, in der Vergangenheit bewährt.

    Wenn ihr unbedingt beitreten wollt, dann müsst ihr eure stärksten Volksrechte abschaffen, Initiative und noch viel mehr das Referendum !

    ( oder alle übrigen EU-Mitglieder bauen ihre Staatsform auf die "Direkt-Demokratie" à la Schweiz um [ die Völker würden schon wollen; die Regierungen nicht ])

    Stellt euch einmal vor, die Schweiz wie sie jetzt ist, wäre Vollmitglied der EU. - In Brüssel wird ein Gesetz, bindend für alle Mitglieder beschlossen. In der Schweiz wird von Gegnern das Referendum ergriffen, in der nachfolgenden Volksabstimmung wird das Gesetz abgelehnt ! - Wie soll denn das jetzt funktionieren?? - Dürfte die Schweiz bei ihrem demokratischen Volksentscheid bleiben, wäre das Rosinenpicken ! - Wenn nicht, wo sind dann die demokratischen Volksrechte??

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    Die Schweiz darf nicht beitreten!

  • Es gibt gute Gründe für einen Beitritt zur EU und gibt gute Gründe dagegen. Ist es nicht wie in einer Ehe, wo es immer auch zu Schwierigkeiten kommt und man trotzdem Probleme anpacken und lösen muss? Nur mit dem Unterschied, dass man vor einer Ehe, die mit grosser Sicherheit auftretenden Probleme nicht sehen will, während man vor einem Beitritt zum Staatenbund nur Probleme sehen will.

    Die Tendenz zur Globalisierung bzw. Europäisierung wird sich in Allem weiter verstärken, ob wir das nun schätzen oder nicht. Wir können versuchen uns dagegen zu stemmen so lange und so gut es geht. Nur werden wir Gefahr laufen, uns mehr und mehr ausserhalb der Konkurrenz zu bewegen und irgendwann nicht mehr auf gleicher Augenhöhe mit den Mitgliedstaaten kommunizieren und mithalten zu können. Das fehlende Interesse der EU an weiteren bilateralen Abkommen ist ein Fingerzeig in diese Richtung. Die Konsequenzen daraus spüren wir heute noch nicht, aber sie werden eine immer grössere Bedeutung bekommen.

    Wenn ich höre: es geht uns ja gut auch ohne Beitritt, oder sogar: ein Beitritt kommt überhaupt nicht und nie in Frage, so kann man damit wohl ohne zu überlegen seiner derzeitigen politischen Überzeugung treu bleiben, aber mehr nicht. Die Schweiz wird vermehrt in Situationen kommen, wo man uns vorhalten wird: wenn die Schweiz nicht mitziehen will ist das ihre eigene Wahl, aber dann werden wir uns auch nicht mehr lange weiter mit der Schweiz auseinander setzen wollen. Wir müssen uns entscheiden: wollen wir mit wehenden Fahnen an einer Welt, wie sie in 10 bis 20 Jahren aussehen wird, vorbeisegeln oder wollen wir uns mit den Schwierigkeiten eines Beitritts, im Zusammenhang mit unserem gegenwärtigen Schweizer System konstruktiv auseinander setzen.

    Wenn wir der EU nicht aus eigenem Antrieb beitreten werden, könnte das bedeuten, der EU einst beitreten zu müssen, einfach weil es ohne Beitritt irgendwann keinen Sinn mehr machen würde. Ohne Beitritt bliebe uns vielleicht der Sonderstatus erhalten, alle Gesetzte, Rechte und Pflichten eines Mitgliedstaates automatisch übernehmen zu dürfen oder zu müssen, ohne offiziell Mitgliedstaat der EU zu sein. In Bezug auf einzelne Verträge ist das ja heute schon der Fall und es wird in diese Richtung weitergehen. Darauf werden wir eher wenig Einfluss haben. Man könnte argumentieren: es kommt sowieso wie es kommen muss, mit oder ohne Beitritt! Ob’s uns ohne zufriedener macht, würden die Historiker beurteilen müssen.

    Europäische Union: 27 europäischen Staaten (500 Mio Einwohner).

    USA: 50 teilsouveräne Gliedstaaten (gut 300 Mio).

    Budesrepulik Indien: 28 Budesstaaten (1170 Mio).

    Volksrepublik China: (1330 Mio).



    Schweiz: föderalistischer Bundesstaat, 26 Gliedstaaten (ca. 8 Mio).

    anderreuss

  • Es ist sicher kein Zufall, dass sich die Schweiz im Moment um gute Handelsbeziehungen in Asien bemüht. Dort geht es aufwärts und die Schweiz will und muss sich ja irgendwo anhängen, denn aus eigener Kraft wird sie sich in Zukunft nicht mehr finanzieren können (siehe "Der dritte Weg").

    Doch auch mit einem EU-Beitritt lassen sich die Nachteile der Kleinheit der Schweiz nicht beseitigen. Die Schweiz muss wachsen, sowohl finanziell wie auch bezüglich Einwohnerzahl, wenn sie als Nation überleben will. Doch um finanziell zu wachsen, muss man etwas verkaufen können und um "personell" zu wachsen, bräuchte man Platz.

    Das Grundproblem der Schweiz ist also ihre Kleinheit. Zu klein, um aus eigener Kraft zu existieren und zu gross, um wie Lichtenstein ein Nischendasein zu führen.

    Die Zeiten der grossen Geldzuflüsse in die Schweiz, mit Hilfe derer die Schweizer Banken der Schweizer Wirtschaft grosszügige Kredite gewähren konnte, sind vorbei. Und somit sind auch die daraus folgenden Steuereinnahmen nicht mehr zu erwarten.

    Das Kartenhaus bricht zusammen und die Wahrheit kommt ans Licht: 100 Jahre auf Kosten der Nachbarn in Saus und Braus gelebt!

    Gruss

    Patrick Bieri

  • hallo prbi

    wo leben dann die neuen Einwohner in Zukunft? Müssen wir uns auf ein Leben wie in den Grossstädten von China einstellen. Überbevölkerung ohne Ende?

    Die, die bisher in ,Saus und ;Braus gelebt haben werden es wahrscheinlich weitertun, nur wir ,Unterhunde, werden die Folgen davon tragen! Gruss Louise

  • hallo louise

    Mein Vorschlag ist eben "Der dritte Weg", also die Aufteilung der Schweiz und Integration der drei Sprachregionen in Deutschland, Frankreich und Italien. So wären wir nicht mehr so klein, sondern Teil von drei grossen Nationen.

    Im wirtschaftlichen Bereich gibt es übrigens ein gutes Beispiel, dass dieser Weg funktionieren kann. Die Swiss ist heute ein Teil der Lufthansa, bringt darin sehr gute Resultate und blieb trotzdem "unsere" Fluggesellschaft. Klappt perfekt!

    Was ändert sich an mir als Mensch, wenn ich neu ein Deutscher oder ein Franzose wäre? Nichts. Ich bleibe der, der ich bin.

    Gruss

    Patrick Bieri

  • hallo prbi,

    Scheinbar ist Gadaffi nicht der Einzige der so denkt.

    Eigentlich schade, das klingt alles sehr traurig für unser Heimatland. Ich sage bewusst HEIMATLAND! Weil nach diesen Aufteilungen ist wohl Schluss damit. Wir haben den Mund zu halten und die Steuern zu bezahlen und werden von einer zentralisierten Regierung ,gemanagt,. Na toll! Schöne Aussichten für die nächste Generation! Louise

  • Hallo Louise

    Gerade um die Aussichten für die nächste Generation geht es letztlich! Nur das zählt eigentlich, nämlich ob es ihne gut oder schlecht gehen wird. Die Nationalität spielt dabei überhaupt keine Rolle.

    Glücklich ist glücklich, in Frankreich, in Deutschland, in Italien. Und Liebe ist Liebe, auf der ganzen Erde. Also bloss kein falscher Stolz, das bringt nichts.

    Gruss

    Patrick Bieri

  • hallo prbi,

    eins muss ich sagen, du bist ein fleissiger und hartnäckiger Forumteilnehmer. Deine Beiträge sind interessant, provokativ und intelligent geschrieben. Man merkt,dass du dich viel mit politischen Themen beschäftigst. Man kann mit dir einig sein oder nicht spielt ja keine Rolle. Wer weiss ob du nicht recht hast mit der Aufteilerei unseres Landes solange es noch unseres ist.

    Übrigens in welche Landesteile mit den Exjugoslawen, Türken, Iraner, Portugiesen, Tamilen usw.? Louise

  • hallo louise

    Ja, dem Forum tut es vielleicht gut, wenn jemand wenigstens zeitweise etwas "dran bleibt". Das ist hier sonst so ein unsinniges Geschwafel auf ziemlich tiefen Niveau. Eigentlich seltsam, da der Beobachter doch eine recht kluge Zeitschrift ist?

    Nun, die Aufteilung der Schweiz hätte zumindest den Vorteil, dass wir dann nicht mehr so alleine da stehen würden. Die Welt hat längst bemerkt, dass die Schweiz ein ewiger Profiteur ist. Das geht auf Dauer nicht gut.

    Die Ausländer in der Schweiz bleiben natürlich dort, wo sie sind. Sie sind ja dann auch nicht mehr in der Schweiz.

    Gruss

    Patrick Bieri



  • hallo louise

    Mein Vorschlag ist eben "Der dritte Weg", also die Aufteilung der Schweiz und Integration der drei Sprachregionen in Deutschland, Frankreich und Italien. So wären wir nicht mehr so klein, sondern Teil von drei grossen Nationen.

    Im wirtschaftlichen Bereich gibt es übrigens ein gutes Beispiel, dass dieser Weg funktionieren kann. Die Swiss ist heute ein Teil der Lufthansa, bringt darin sehr gute Resultate und blieb trotzdem "unsere" Fluggesellschaft. Klappt perfekt!

    Was ändert sich an mir als Mensch, wenn ich neu ein Deutscher oder ein Franzose wäre? Nichts. Ich bleibe der, der ich bin.

    Gruss

    Patrick Bieri



    Also ich für meinen Teil halte davon gar nichts, da ich Schweizerin (Eidgenossin) bin und auch gern bleiben will. Ich will nicht plötzlich Deutsche oder Französin sein (Deutsche sowieso NUR über meine Leiche!), am ehesten noch Italienerin aber eben, am liebsten soll die Schweiz, Schweiz bleiben!

    Blocher muss wieder in den Bundesrat, eindeutig, denn dann geht es wieder bergauf mit der Schweiz, denn er hat die Einwanderung ein bisschen eingedämmt und seit unsere 3 Frauen im Bundesrat herrschen, gehts immer mehr bergab...

    Es ist zum davonrennen...

  • Wohin willst Du denn davon rennen? Ins Ausland?

    Blocher in den Bundesrat. Ja genau. Bloss weiss ich nicht, wen ich dann mehr bedauern soll: den Blocher oder die drei Frauen??

    Gruss

    Patrick Bieri

  • ventrue

    Ich habe mir erlaubt, einige Deiner Beiträge in anderen Themen zu lesen, zum Beispiel bei "Kirchenaustritt". Du scheinst zur selben Riege zu gehören wie l.e.

    Sicher darf man auch mal etwas direkte Worte gebrauchen, doch "containen" sollte man woanders.

    Gruss

    Patrick Bieri

  • Hallo louise, du schreibst u. A. " ...die Aufteilung unseres Landes...."

    Wenn du ein paar von meinen früheren Kommentaren gelesen hast, dann musst du bemerkt haben, dass ich eigentlich immer "UNSER" Land in Anführungszeichen geschrieben habe. - Das sollte bezeugen, dass es schon eine ganze Zeit lang leider nicht mehr "unser" Land ist!

    Es wurde von "unseren" skrupellosen Politikern schon vor Jahren sehr billig verscherbelt! - So ist es nicht verwunderlich, wenn ich in Anbetracht der Kommentare eines gewissen prbi, mich ehrlich schäme, eine solche Schweiz meinen Nachkommen zu Übergeben.

    Die heutige Lage zwingt mich zu schreiben, dass ich froh bin, schon so alt zu sein. Desshalb muss ich "unseren" Schweizverschleuderen nicht mehr lange zu sehen.

    Ich wünsche dir eine frohe und schöne Woche. Ticino

  • Na ja, diese Frage kommt immer wieder hoch, ob wir der EU beitreten sollen oder nicht. Aus heutiger Sicht der Dinge nein, es gibt weder ein Stände noch ein Volksmehr.

    Vorderhand müssen wir draussen bleiben, vermutlich wird die nächste Generation über einen EU-Beitritt befinden müssen. Bis jetzt fuhr die CH mit dem Fernbleiben gewiss nicht schlecht. Die ganze Finanzaffäre um GR/E/P war alles andere als eine Empfehlung dem Klub in Brüssel beizutreten. Wie lange die CH noch mit bilateralen Verträgen mit Brüssel so weitermachen kann, steht zur Debatte. Persönlich sehe ich die viel grössere Gefahr in der ständigen Abwertung des Euros gegenüber dem CH-Franken für den Werkplatz. Wie lange können wir noch durchhalten? Bis der Euro 1:1 zum CH Franken steht? Oh, je das wäre dann in der Tat der Supergau für unsere Wirtschaft und den Tourismus. Wir könnten vielleicht sogar eines Tages gezwungen werden, der EU beizutreten, weil sonst die Industrie kaputt geht und Touristen aus der EU der CH fernbleiben- zu teuer! Keine rosigen Aussichten für die CH, am Horizont dräuen schwarze Gewitterwolken aus Brüssel. Weder das Volk noch der Bundesrat hat eine passende Antwort parat, eine ziemliche konfuse Lage, unübersichtlich. Eine Prognose, wie es herauskommen könnte wenn, kann heute niemand zuverlässig fällen. Guter Rat ist sehr teuer, vorderhand sehe ich kein Patentrezept in Sicht. Brüssel lauert wie die Katze vor dem Mauseloch, bis wir herauskriechen müssen?