Wollen Sie Kinder?

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  • Ich habe Kinder, erwachsene, sind "gut" geraten, wie man so schön sagt, obwohl ich alleinerziehend war und finanziell fast immer an der

    Grenze! Doch in unserem 'heiligen' Staat Schweiz würde ich heute keine Kinder mehr wollen, da verstehe ich meine Tochter, die lieber studiert (Wirtschaftsrecht/Rechtswissenschaften) und dabei sagt, sie würde sich lieber selbst verwirklichen und sich selber etwas Gutes tun, als sich um Kindergeschrei kümmern (sie war lange Babysitter!) und dabei vom Staat schlecht behandelt zu werden!



  • In unserem 'heiligen' Staat Schweiz würde ich heute keine Kinder mehr wollen, da verstehe ich meine Tochter, die lieber studiert (Wirtschaftsrecht/Rechtswissenschaften) und dabei sagt, sie würde sich lieber selbst verwirklichen und sich selber etwas Gutes tun, als sich um Kindergeschrei kümmern und dabei vom Staat schlecht behandelt zu werden!



    Eigentlich sollte (und dürfte) beides kein Widerspruch sein, aber es ist natürlich wirklich so, dass das Betreuungs- und Bildungssystem der Schweiz absolut dahingehend perfektioniert ist, Mütter entweder von den Fleischtöpfen gut bezahlter Erwerbsarbeit oder von ihren Kindern fern zu halten.

    Ich stehe mit zwei kleinen Kindern (½ und 3½) und noch mehr oder weniger am Anfang des ganz großen Abenteuers stehe und obwohl ich die Entscheidung für Kinder für so ziemlich die beste meines ganzen Lebens halte, bekommen wir das finanziell und zeitlich nur hin, weil wir uns auf eine ganz "traditionelle" Aufgabenteilung geeinigt haben.

  • Ich habe mich auch ganz konkret für Kinder entschieden. Und ich bereue es nicht! Es war auch eine wunderbare, wenn auch als Alleinerziehende, sehr kräftezehrende Zeit! Kinder sind grundsätzlich wirklich wunderbar! Und wenn man es in unserem System schafft, trotz Alleinernährer ohne Alimente mit einem Frauenlohn (weil der Vater und Ex-Ehemann zurück in die Heimat ging ohne sich weiter zu kümmern) noch Zeit zu finden, sich nicht nur um das leibliche, nein, vor allem auch noch um das seelische Wohl der Kinder zu kümmern - das kostet nämlich viel Zeit - was mir immer sehr wichtig war als "leidenschaftliche" Mutter, dann darf man sicher zu Recht auch ein wenig stolz sein! Doch das System hier in der Schweiz lässt nach wie vor zu wünschen übrig. Ausser Alimentenbevorschussung für die Kinder tut der Staat nicht gerade viel für arbeitende Mütter. Auch grössere Firmen sollten sich an geeigneten Betreuungsmöglichkeiten beteiligen (müssen)! Doch in der heutigen Zeit mit Arbeitslosigkeit schert sich doch keine Firma darum, etwas für Mütter zu tun, die bekommen auch andere Arbeitskräfte, die nicht nach Hause springen müssen, weil der Kinderhort um sechs Uhr schliesst und Zuhause noch eine grosse Aufgabe nach der "Arbeit" wartet.

    Ich wünsche allen Müttern, dass es trotz allem in naher Zukunft etwas besser wird als noch vor zwanzig Jahren, als ich mich um Betreuungsmöglichkeiten umsehen musste. Und Dir wünsche ich von Herzen ganz viel Glück und Freude mit Deinen noch zwei kleinen Kindern!

  • Hut ab, kann ich da nur sagen! Alleinerziehend und berufstätig.

    Da bleibt mir aber jedes Meckern über unsere Situation im Halse stecken.

    Ich finde es schön, dass du es trotz der schweren Zeiten nicht bereust und ich wünsche dir sehr, dass du doch auch einmal Großmutter wirst.

  • Hallo zusammen.

    Also ich würde sooooooooooooo gerne Kinder haben. Aber finanziell liegt es einfach nicht drin...

    Ich habe nur einen Teilzeitjob wo ich nicht genug verdiene um vom Sozialamt wegzukommen, mein Freund hat ca 4500 Lohn und muss jetzt bald noch dem Sozialamt Schulden zurückzahlen... :( echt traurig wenn man so einen Kinderwunsch hat, aber sich ihn nicht erfüllen kann...

    Liebe Grüsse

    ventrue

  • Liebe Venture

    Nur aus finanziellen Gründen würde ich nicht auf Kinder verzichten wenn Dein/Euer Wunsch danach so gross ist. Denn mit Kindern verzichtet man für viele Jahre auf ganz Vieles, da kann man sich auch finanziell stark einschränken, wenn es denn sein muss und man es wirklich will. Sowieso liegen Sachen wie Ausgang, auswärts essen etc. anfangs kaum drin. Die Ausgaben für Erstanschaffungen kann man dank Second Hand Ware/Ricardo tief halten zudem gibt es ja auch zahlreiche Stellen, die einem unterstützen und man hat als Familie mit Kindern zahlreiche Vergünstigungen/Unterstützungsangebote.

    Wenn Dein Partner also auch Kinder will dann würde ich nicht darauf verzichten wollen. Du könntest Dir später deswegen vielleicht mal lange Vorwürfe machen.

  • Hallo Peter

    Wir gehen ja jetzt auch nicht in den Ausgang (und wenn dann mal was leckeres Essen, aber auch da geben wir nie mehr als 50.-- aus).

    Gewisse Dinge kann man nicht einschränken (zb Schulden zurückzahlen (mediamarkt oder manor karte), oder auch das Auto meines Freundes das er geleast hat (es ging nicht anders). Ein geleastes Auto braucht eine Vollkasko Versicherung, die ist auch unverzichtbar und er braucht das Auto damit er zur Arbeit kommt (30-40min Arbeitsweg). EIne günstigere Wohnung werden wir wohl niemals finden, denn unsere ist schon recht günstig.

    Fürs Essen/Toilettenartikel brauchen wir ca 600.-- im Monat, was ja schon nicht soo viel ist finde ich. Fleisch liegt jedenfalls nur drin wenns runtergeschrieben ist. Trotzdem bleibt nichts übrig ende Monat was für ein Kind ausreichen würde...

    Liebe grüsse

    Ventrue

  • Liebe Venture

    Als ich Kinder bekam, war ich verheiratet mit einem Mann, der Koch war. Sein Gehalt damals war 2'900 netto. Gearbeitet habe ich anfangs nur Teilzeit, im Restaurant, wo mein Mann gearbeitet hat, dazu einen bis zwei Morgen pro Woche in einer Spielgruppe, nach einer zweijährigen Zusatzausbildung während der Schwangerschaft und anschliessend. Das gab höchstens einen kleinen Zustupf in die Haushaltkasse. Mir war es sehr wichtig, am Anfang, als die Kinder klein waren, bei ihnen Zuhause zu sein. Wie gesagt, ich war und bin eine leidenschaftliche Mutter und wollte wie Sie, auch immer Kinder haben. Hätte ich mir damals über die Finanzen Sorgen gemacht, wäre es wohl nie dazu gekommen.

    Dicker kam es allerdings erst nach der Scheidung, als mein Ex-Ehemann dann eben zurück in sein Heimatland ging und sich nicht mehr gekümmert hat. Von einem auf den andern Tag musste ich mich also für einen 'richtigen' Job umsehen, ebenso um eine Betreuungsmöglicheit für die Kinder. Dass da nämlich nichts Erspartes blieb beim Einkommen meines Mannes versteht sich von selbst. Also stand ich da mit den Kindern - vorerst ohne Job und ohne Geld, Alimente kamen von ihm ja auch keine mehr. Ich fand dann erst einen 50% Job auf meinem angestammten Beruf als Sekretärin/Assistentin und konnte in den kommenden Jahren stetig etwas ausbauen auf 60%, 75%, 80% usw. Trotzdem brauchte ich zusätzlich für fünf Jahre noch ein paar hundert Franken pro Monat Sozialhilfe, eine Schuld, die heute noch besteht und die erst im Jahr 2018 verjährt.

    Du siehst, man kann nicht alles planen, ich hätte am Anfang unserer Ehe nicht im Traum daran gedacht, dass wir die folgenden Jahre ums finanzielle Überleben kämpfen würden. Das hat sich mit der Scheidung und deren Folgen so ergeben. Ich hatte ganz andere Pläne, glückliche Familie usw. Aber erstens kommt es oft anders als man denkt, und dies kann ebenso positiv wie negativ sein. Ich habe gelernt, dass man das Leben nie wirklich planen kann, es kann immer etwas dazwischen kommen, im Positiven wie im Negativen, das weiss man vorher nie!

    Du, resp. Ihr müsst Eure eigene Entscheidung treffen und die wichtigsten Prioritäten für Euch setzen! Dies kann Euch niemand abnehmen. Schlauer ist man sowieso immer erst am Schluss. Trefft Eure Entscheidung mit dem Herzen und dem Kopf, wichtig ist, dass Ihr dazu steht.

    Ich 'alte'

  • Schon wieder.....nochmals......ich 'alte' 54-jährige Frau wünsche Euch viel Glück bei der Entscheidung und in Eurem Leben!!

  • Sagt mal: Findet ihr es nicht abartig und krank, dass man Sozialhilfe zurückzahlen muss?!?!

    Schlimm genug, wenn man zeitweise auf Fürsorge angewiesen ist, dann aber auch noch nachträglich weiter dafür bezahlen zu müssen ist in meinen Augen absolut absurd.

    Hat in der Diskussion eigentlich nichts zu suchen, wurde aber auch als Hinderungsgrund genannt, insofern also …

  • Ich finde es total abartig!

    Ich fände es höchstens richtig, wenn jemand wirklich auf einmal sehr gut verdient, Millionen im Lotto gewinnt oder erbt - aber wie oft kommt das schon vor?

    Menschen, die für längere Zeit von der Fürsorge abhängig waren und dann wieder eine Arbeit finden und verdienen, kommen so nie aus dieser "Beziehung" raus, heisst, die Fürsorge hat sie auch im Nachhinein fest im Griff...

    Ventrue möchte ich auch sagen: Mach das ja nicht, aus finanziellen Gründen - aus irgendwelchen Gründen - auf ein Kind verzichten, wenn du, wenn ihr beide ein Kind möchtet. Ich bin auch schon älter und stelle fest, dass einen solche Dinge (und andere in dieser "Währung", das heisst, Dinge, die man nie wieder ändern/gut- oder rückgängig machen/nachholen kann) einholen und ganz schön beschäftigen können.

  • ventrue

    Ob Kinder oder nicht ist eine Frage. Und da ist dein Wunsch und Sehnsucht so deutlich zu spüren, dass ich es Dir gönnen würde, in guten Rahmen Mutter zu werden.

    Mit welchen Mann ist eine ganz andere Frage.

    Eine so grundlegend lebensverändernde und sehr langfristige Entscheidung wie ein Kind haben, könnte ich mir nicht vorstellen, mit einem Mann tun zu wollen, der in normalen Läden Schulden hat und zeitgleich ein geleastes Auto für unbedingt nötig hält.

    Natürlich kenne ich weder seine noch deine Lebensgeschichte, aber bei diesen Details die Du nennst, weswegen das Geld knapp sei, läuten bei mir alle Alarmglocken.

  • nachdenkerin

    ich hab auch schulden bei manor und mediamarkt ;) und das auto musste sein, da er kein geld hatte um sich ein occassion auto zu kaufen (arbeitslos gewesen und dann ging das alte auto kaputt kurz nachdem er einen neuen job fand und logischerweise kein erspartes hatte).

  • Jeder hat andere Notwendigkeiten. Was dem Einen überflüssig erscheint, ist dem Anderen essentiell.

    Beispiel Auto: Ich hatte fast immer eins. Mein erstes war ein 74er Volvo für 200 Mark. Nach vier Jahren war er tot. Bis zu unserem aktuellen habe ich dann immer Karren für ca. 1000 Euro mit dann ähnlicher Lebensdauer gekauft. Das geht auch in der Schweiz, kosten dann etwa 2000 SFr mit MFK. Man findet die Angebote aber weniger bei Ricardo, sondern eher bei Coop und Migros an den Zettelwänden. Ich würde immer so etwas machen bevor ich mich in einen Leasingvertrag stürze.

    Unsere Möbel sind auch fast alle gebraucht. Es wird im Internet so viel an Abholer verschenkt. Klamotten dito. Expat-Foren sind genial. Wenn die Leute wieder gehen, lassen sie oft ihren ganzen Krempel hier.

    Dafür schaffen wir es nicht unter 2000 im Monat für Essen und Trinken auszugeben. Trotz Aldi und Lidl. Wir haben beide Familie in Norddeutschland und ich auch noch in Südamerika. Da geht viel Geld für Reisen weg.

    Am Geld hängt Vieles und Kinder sind gerade in diesem Land wirklich teuer. Entscheidend ist aber weniger was ihr jetzt habt, sondern eure beruflichen Perspektiven. Wenn ihr keine Perspektive auf Karriere habt, bleibt nur eins: Fortbildung.

    Sonst vielleicht nach F oder D auswandern.

  • Ja, nein, vielleicht? Die­ser Ent­scheid ist ein höchstpersönlicher und muss von jedem El­tern­paar für sich sel­ber ent­schie­den wer­den. So schön es ist, Kin­der zu ha­ben, so her­aus­for­dernd ist es.

  • Hallo Community!

    Ich bin Mutter einer kleinen Tochter (2) und wir haben uns bewusst für ein Kind entschieden. Obwohl ich selbst während dem Studium stark verschuldet war.. Und obwohl mein Mann selbstständig ist und sehr wenig Zeit für sein Privatleben hat.

    Aber wir sind super glücklich so wie es ist und obwohl es sehr schwierig ist da vom Staat nicht viel Rückhalt kommt.

  • Ich kann vollkommen verstehen, dass man sich Sorgen macht, wenn der finanzielle Rahmen nicht passt. Aber oft wächst man doch mit der Situation. Conchita und auch die anderen haben wundervolle Beispiele oder Denkanstöße geliefert. Es muss ja nicht immer ein neues Produkt sein, was man sich zulegt.

    Wir haben uns auch erst letztens etwas gebrauchtes (was eigentlich fast wie neu ist) von Expats erworben.

    Dennoch weiß ich, wie es sich anfühlt, wenn man die Schulden im Nacken hat. Auch meine Frau und ich warten deshalb noch etwas mit dem Kinder kriegen, wissen aber, dass wir definitiv wenigstens eins haben wollen. Ich finde für mich eine Welt ohne Kinder traurig und einsam. Die geben einem so viel zurück, schon alleine mit einem zufriedenen Lächeln oder einem süßen Spruch.

    Wenn man prinzipiell keine Kinder möchte, kann ich es auch verstehen, aber das Geld sollte in der Regel eigentlich nicht der Grund sein, um sich gänzlich dagegen zu entscheiden.

    ventrue: Ich hoffe sehr, dass ihr das in den Griff bekommt.



  • Auch meine Frau und ich warten deshalb noch etwas mit dem Kinder kriegen, wissen aber, dass wir definitiv wenigstens eins haben wollen. Ich finde für mich eine Welt ohne Kinder traurig und einsam. Die geben einem so viel zurück, schon alleine mit einem zufriedenen Lächeln oder einem süßen Spruch.



    Wenn ich darf, gebe ich gerne noch ein paar Anmerkungen dazu:

    Mein Rat: Warten ist OK, aber nicht zu lange. Gerade das Alter der Frau spielt eine entscheidende Rolle bei der Fruchtbarkeit (Optimum ist zwischen 17 und 23, danach geht's bergab).

    Kinder sind toll (in der Tat hat es in den 4 bzw. 1 Jahren für mich eigentlich keinen Tag gegeben, an dem mich die Kleinen nicht irgendwie zum Lachen gebracht hätten und ich habe die Entscheidung nicht ein einziges mal bereut), es ist aber nicht fair, einem Kind die Verantwortung für das eigene Glück aufzuladen. Es gibt viele Tage, an denen sie nicht nur lieb und süß sind.

    Auf jeden Fall toi, toi, toi dass es bald mit den Rahmenbedingungen passt!

    conchita dixit



  • oder auch das Auto meines Freundes das er geleast hat (es ging nicht anders). Ein geleastes Auto braucht eine Vollkasko Versicherung, die ist auch unverzichtbar und er braucht das Auto damit er zur Arbeit kommt (30-40min Arbeitsweg).



    Warum musste es denn ein geleastes Auto sein? Es dürfte längstens bekannt sein, dass Autoleasen keine Notlösung ist. Schon gar nicht für jemand mit Finanziellen Problemen.

    Auf dem Occasionsmarkt gibt es jede Menge Autos für wenig Geld. Auch Autos mit 200.000 Km sind heutzutage immer noch sehr gut. Für 3000 Fr. bekommt man gute Occasionen. Wichtig ist einfach, dass man von Autos etwas versteht und wenn nicht hat jeder einen Freund, Bekannten oder den TCS um das Auto zu begutachten.

    Das neue geleaste Auto von Deinem Freund ist eher ein Statussymbol für ihn oder für Euch beide? Ist es nicht soooo?