Wer hilft bei unerwarteten hohen Tierarztkosten?

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  • Auch wenn ich mich vermutlich ein weiteres Mal unbeliebt mache, dadurch dass ich nur lausiger Sozialschmarotzer bin der nur fordert und nichts tut...

    Kennt jemand eine Stiftung oder ähnliches welche für eine Operation meines Haustiers helfen könnte? Es muss leider operiert werden da es einen Tumor am Bein hat, der aufgegangen ist, das Tier ist ansonsten gesund und munter.

    Leider bringe ich die rund 1'000CHF nicht zusammen, und der Chirurg möchte verständlicher weise nicht gratis operieren.

    Im Amt sagte man mir, man sei nicht für Haustiere zuständig, die alte Beraterin war nicht bereit sich über Stiftungen etc zu kümmern, da sie mich hasste und nur pisakte (erkannte z.B. mein Arzt-Zeugnis nicht an). Die neue Beraterin ist zwar nett und auch sehr gut, versprach zu schauen, doch leider ist sie ganz frisch und hat kaum Zeit da sie noch schulungen durchlaufen muss.

    Kennt zufälligerweise jemand eine Stiftung die helfen könnte? (ev. auch mit einem Vorschuss, den man mit kleinen Raten abstottern könnte)

    Danke im Voraus für alle hilfreichen Tipps und Antworten

  • Hallo Verzweifelt

    Du machst dich bei den meisten Forenteilnehmer sicher nicht unbeliebt, wenn du uns um Hilfe bittest. Dafür ist ja ein Selbsthilfeforum da. Leider gibt es hier Teilnehmer, die überhaupt kein Verständnis für Menschen aufbringen, denen es nicht so gut geht wie ihnen. Aber die sind ja hoffentlich in der Minderzahl, wennauch sehr lautstark.

    Hast du dich schon mal an SOS Beobachter gewandt?

    Gruss und alles Gute, vor allem auch dem Haustier

    lorus

  • Hallo Verzweifelt

    Es spricht für dich, dass du dich gegenüber deinem Tier so pflichtbewusst verhälst!

    Ich hoffe sehr, dass mupli dir behilflich sein kann.

    Evt.hat sonst dein Tierarzt noch eine Stelle wo du dich hinwenden kannst, bestimmt kennt er noch mehr solche Situationen. Auch der örtliche Tierschutzverein könnte eine Anlaufstelle sein.

    Ich wünsche dir, dass du für dich und dein Tier (um was für ein Tier handelt es sich übrigens ?) eine Lösung findest.

    Alles Gute

    Sünneli

  • Hallo mupli,

    nochmals vielen lieben Dank. schön dass es Menschen wie Dich gibt. Gleich am Montag schreibe ich die drei Adressen an.

    Danke Dir :)

    @lorus

    Auf die Idee mit dem SOS Beobachter bin ich noch nicht gekommen, denn ich ging davon aus dass der nur Abonnenten hilft. Danke für diesen Tipp und Deine lieben Worte

    @ Sünneli,

    auch Dir danke für Deine Worte.

    Es handelt sich um eine Katze welche mich seit meiner Kindheit begleitet

  • Verzweifelt

    Ich freue mich sehr für dich, dass du hier so spontan Hilfe bekommen hast. Viel Glück wünsche ich dir auf jeden Fall dabei und ich drücke dir die Daumen, dass du Unterstützung bekommst.

    Menschen,die Tiere lieben, sind für mich positive Menschen! Die Unkenrufe, die dein Anliegen vielleicht einige User starten sollen, darfst du einfach nicht ernst nehmen in diesem Fall.

    Schöne Grüsse, Wurzel

  • Es gibt doch auch kantonale Tierschutzvereine. Oder in einem Tierheim in Deiner Nähe weiss evtl. auch noch jemand etwas.

    Kann mir schon vorstellen, dass es da Möglichkeiten gibt.

    Viel Glück Dir und Deiner Katze :)

  • Hart aber Realität: Es wird sich kaum jemand finden, der die rund 1'000.- übernehmen würde. Da hört die viel gepriesene Tierliebe sehr schnell auf (…).

    Der Tierliebe ungeachtet: es ist denn auch fraglich, ob sich ein Eingriff wirklich lohnt (ausser für den Tierarzt.) Ein Krebsgeschwür kann schnell an einer andern Stelle auftreten und erneut aufbrechen. Ob der Leidensweg dem Büsi nicht erspart werden sollte? Tierliebe kann manchmal auch dahingehend verstanden werden.

    Loslassen ist immer schmerzhaft. Diese Erfahrung blieb mir auch nicht erspart, als ich mich zu Gunsten meiner lieben Hündin der Vernunft beugen musste.

    veritim

  • @veritim

    Sie würden also einem ansonsten völlig gesunden Tier keine 2. Chance geben?

    Sie würden also G'tt spielen und es sterben lassen, ihm die paar Jahre nehmen die es laut Tierarzt noch haben könnte?

    Ein Tierarzt der jahrelang eine leitende Funktion in einer Tierklinik hatte und sich danach selbstständig gemacht hat schaut meines Erachtens nicht nur aufs Geld, zumal er nach dem empfohlenen Tarif behandelt.

    Und ich weiss von anderen, dass er nur Tiere operiert, bei denen er davon ausgeht, dass die Operation etwas bringt, das hat er mir selbst gesagt.

    Tut mir leid, sollte ich zu emotional auf Ihren Beitrag reagiert haben, aber Ihre Beiträge hauen mich immer in ein tiefes Loch, und rufen Gedanken hoch, die kein Mensch haben sollte...

    Wegen der Meinung eines Fremden lohnt es sich nicht sein Leben weg zu werfen...

    Ich wünsche Ihnen trotzdem einen schönen Tag, auch wenn ich Sie nicht mag



  • Kennt zufälligerweise jemand eine Stiftung die helfen könnte? (ev. auch mit einem Vorschuss, den man mit kleinen Raten abstottern könnte)

    Danke im Voraus für alle hilfreichen Tipps und Antworten



    @ Verzweifelt:

    Zuerst freut es mich, dass Sie sich so rührend um ihre Katze kümmern. Wir hatten früher auch einmal 20 Jahre lang ein Büsi, welches quasi zu einem Mitglied der Familie geworden ist und dessen Tod an Nierenversagen uns alle erschüttert hat. Ich kann ihre Gefühle gegenüber dem Tier also gut nachvollziehen.

    Nun dürfte aber jedem Tierhalter bekannt sein, dass im Laufe der Jahre Kosten für die medizinische Versorgung eines Tieres anfallen. Jeder Tierhalter, egal ob Landwirt mit Pferden und Kühen oder Hunde- bzw. Katzenhalter ist also gut beraten, wenn er während der "gesunden" Zeit seiner Tiere etwas an Geld für die "kranken" Tage seiner Lieblinge zurücklegt.

    Jeder Autobesitzer weiss, dass Reparaturen an seiner Blechkutsche immer im dümmsten Moment anfallen und legt in weiser Voraussicht etwas Geld für die Werkstatt und den Service zurück. (Oder er sollte es zumindest zurücklegen...)

    Leider gibt es Krankenkassen für Tiere erst seit kurzer Zeit in der Schweiz, der Tierhalter weiss also, dass er auf einer potentiellen Kostenfalle sitzt und sollte dementsprechend umsichtig handeln. Ein Tier ist schliesslich keine Stereoanlage, wo man eine Reparatur auch einige Zeit hinausschieben kann, wenn man gerade mal knapp bei Kasse ist.

    Wer also für den Fall der Fälle kein Geld zurücklegt, muss sich zumindest den leisen Vorwurf gefallen lassen, nicht gerade sehr weitsichtig gehandelt zu haben.

    Die Suche nach einem externen Geldgeber dürfte sich schwierig gestalten, denn selbst der Landwirt bekommt nicht einfach so Geld, wenn er den Tierarzt braucht, wenn eine seiner Kühe ein Problem hat. Er muss diese Arztkosten auch aus dem laufenden Ertrag seines Betriebes erwirtschaften. Das gehört nun mal zum Geschäfts- bzw. in ihrem Fall zum Lebensrisiko.

    Einen konkreten Lösungsvorschlag für ihr Zahlungsproblem beim Tierarzt habe ich allerdings schon:

    Viele Leute nehmen in so einer Situation einen Kleinkredit auf. Das ist allerdings nicht zu empfehlen, denn die Zinsen sind horrend. Viel billiger ist die Lösung mit dem Steueramt:

    Zahlen sie die tausend Franken, die der Tierarzt fordert weniger an die Steuern ein dieses Jahr. Das Steueramt wird ihnen zwar einen Verzugszins berechnen, aber der ist wesentlich billiger als bei jeder Bank, früher war der Zinsfuss so um die 2%, da sind die Zinsen nicht der Rede wert. Wenn Sie dann dem Steueramt noch einen netten Brief schreiben, können Sie die Ausstände problemlos in Raten abstottern und die Sache löst sich nach einigen Monaten in Wohlgefallen auf ohne dass Sie sich extern helfen lassen müssen. Ist auch besser für das Selbstwertgefühl, denke ich mal.

    Ich wünsche ihrem Büsi auf jeden Fall gute Genesung und ein langes Katzenleben.

    Freundliche Grüsse

    Rolf.

  • Guten Abend Rolf.

    Da ich mich aus persönlichen Gründen dem Forum fortan fernhalten werde, schreibe ich Ihnen nun schnell so.

    Vielen Dank für Ihre verständnisvolle Antwort.

    Den Tip mit den Steuern kann ich leider nicht befolgen, da ich nur Kopfsteuern bezahle. Nach 2 1/2 Jahren diverser Aufrappelungsversuchen habe ich nun kapituliert und , wie von der Fürsorge empfohlen, heute eine IV-Anmeldung ausgefüllt.

    Bevor ich krank wurde, hatte ich zwar nicht viel Geld, denn ich finanzierte mir meine Weiterbildung selber, dennoch immer genügend Geld auf der Seite um allfällige Tierarzt-Besuche und/oder Notfälle bezahlen zu können.

    Dann wurde ich im März 2007 krank, es ging nichts mehr, mir fehlte sogar die Kraft mich bei der Fürsorge zu melden, meine Rücklagen gingen für Katzenfutter und Budget-Nudeln drauf.

    Von daher bin ich leider auf eine Stiftung angewiesen was eine Operation bei meiner Katze anbelangt.

    Für den Halbjährlichen Alters Checkup spare ich jeweils ein halbes Jahr, und muss dann sehr oft trotzdem hungern.

    Ich hoffe Sie verstehen meine Situation, ich habe lange gezögert im Beobachterforum um Rat zu suchen.

    Mit freundlichen Grüssen

  • Verzweifelt

    Wohl kaum schreibe ich einen Beitrag, nur um Ihnen zu gefallen – das wäre falsch und unehrlich. Wenn Sie damit nicht umgehen können, muss ich wohl damit leben, Sie nicht als Anhänger zählen zu dürfen.

    Weder deshalb noch trotzdem - sondern einfach von Herzen - wünsche ich Ihnen alles Gute.

    veritim

  • @ Verzweifelt

    Da hat Veritim natürlich NICHT recht, wenn er sagt:

    "Hart aber Realität: Es wird sich kaum jemand finden, der die rund 1'000.- übernehmen würde. Da hört die viel gepriesene Tierliebe sehr schnell auf (…)."

    Das stimmt so nicht. Wir haben in der Schweiz 2500 Stiftungen, darunter selbstverständlich auch Stiftungen für Tiere. Und die helfen sehr gerne, wenn Not am Tier ist.

    Vielleicht hat Mupli Dir schon helfen können mit Stiftungsnamen, an die Du Dich wenden kannst. Die kannst Du sicherlich mal anschreiben. Aber es gibt noch viele mehr, notfalls kannst Du also auch eine ausserkantonale Stiftung (für Tiere) anfragen.

    Ein Stiftungsverzeichnis findest Du unter http://www.admin.ch.

    Wichtig ist einfach, jeweils die "Bedingungen" bei den Stiftungen durchzulesen, also ob sie vielleicht nur für einen gewissen Kanton zuständig sind, oder ob man selber nur unter einer gewissen Situation sein darf. Da muss man einfach hinschauen, denn es nützt dann ja nichts, seine Gesuche an solche Stiftungen zu schreiben, bei denen man nicht ganz ins Stiftungskonzept passt.

    Aber in der Regel findet man garantiert immer eine oder gar mehrere passende Stiftungen. Du fängst also IM Kanton an, wo Du wohnst, und wenn Du da nichts findest (und nur Absagen bekommst, damit musst Du auch rechnen, aber nimms locker), dann suche weiter bei den ausserkantonalen Stiftungen.

    (Du wirst staunen, für WAS es alles Stiftungen gibt!)

    Das Sozialamt wird halt immer bequemer, wenn es darum geht, zu helfen, und für irgendwas eine Stiftung zu suchen. (Vor wenigen Jährchen haben das die Sozialarbeiter noch mit Freude getan! - Was ja auch bedeutet: Es GIBT also Möglichkeiten! - Ich erlebe das auch immer wieder. Behörden weigern sich heutzutage einfach DA zu helfen, wo es auch Lösungen gäbe!)

    Jedenfalls wünsche ich Dir und Deiner Katze alles, alles Gute. Dir und Deiner Katze wird sicherlich geholfen, Du wirst sehen.

    Und es ist schon richtig, ein Tierarzt weiss, wo sich OP's noch lohnen und wo nicht. Ich habe Katzen gekannt, die haben bis zu dreimal solche Krebs-OP's gehabt, und die wurden sogar über 20 Jahre alt!

    Solche "Senioren"-Katzen sind doch auch herzallerliebst!

    Ich denk an Dich, und melde Dich doch nochmal, um uns dann zu erzählen, wie es der Katze geht, ja?

    Liebe Grüsse

    Nike

  • @ Rolf

    " ... Nun dürfte aber jedem Tierhalter bekannt sein, dass im Laufe der Jahre Kosten für die medizinische Versorgung eines Tieres anfallen. Jeder Tierhalter, egal ob Landwirt mit Pferden und Kühen oder Hunde- bzw. Katzenhalter ist also gut beraten, wenn er während der "gesunden" Zeit seiner Tiere etwas an Geld für die "kranken" Tage seiner Lieblinge zurücklegt..."

    Da hast Du natürlich schon recht. (Wobei grad Katzen zwar ziemlich zäh sind, und eigentlich selten schwere Krankheiten haben). Aber Du hast recht, es wäre für jeden Tierhalter sinnvoll, für "Notzeiten" für sein Tier etwas Geld auf die Seite zu tun.

    Aber hier muss ich halt trotzdem einwenden: Das nützt nichts, wenn Du da z.B. 2000.- auf der Seite hast für "Notzeiten" für Dein Tier, WENN Du bei der Sozialhilfe landest! Die Sozialhilfe nimmt Dir dieses Geld gleich wieder weg, indem es an Deine Lebenskosten "angerechnet" wird. Die Sozialhilfe unterstützt sowas nicht, ... vor allem GLAUBT sie Dir das nicht, dass das Geld für Dein Tier wäre! - Oder sagen wir's mal so: Man wird Dir als Klient sagen: "Also ihr Tier ist ja jetzt noch gesund, sie brauchen die 2000 ja nicht. Wir betrachten diese 2000 als Vermögen, welche sie da auf der Seite haben. Also müssen wir es anrechnen."

    Tja, also geht das nicht. - Allenfalls müsste man eine "Tierversicherung" abschliessen, aber die sind noch ziemlich teuer, und die bezahlt das Sozialamt AUCH nicht. Also hat man - wenn man bei der Sozialhilfe landet - null Rückendeckung für sein Tier. Selbst wenn man WOLLTE, nützt da alles nichts.

    Ist leider so.

    Nike

  • Hallo Verzweifelt

    Überlege dir doch nochmals, ob du dich wirklich aus dem Beo-Forum verabschieden möchtest. Denn das Forum ist ja dazu da, sich gegenseitig zu unterstützen. Vielleicht kannst du dir auch eine etwas dickere Haut zulegen und die Teilnehmer, die dich angreifen, einfach ignorieren?

    Diese dickere Haut wünscht dir

    lorus

  • Nike

    Hallo Nike

    Sag mir doch bitte einmal, welche Sozialhilfe den Betrag von CHF 2'000.00 als Vermögen betrachtet. Aus welcher "Luft" hast du dies gegriffen.

    Auch hier gibt es selbstverständlich entsprechende Listen, die man in jedem Kanton erfragen kann.

    Mit der Aussage, dass ein Haustier für einen Sozialhilfeempfänger als Luxus betrachtet wird (Unkosten) muss ich dir leider zustimmen. Ist mir eigentlich unverständlich, denn es ist erwiesen, dass Haustiere über Einsamkeit hinweghelfen. Es hat noch nie jemand behauptet, dass Gesetze logisch sind.

    Dir liebe Grüsse, Wurzel

  • @wurzel

    Die Gesetze nicht mal so unlogisch, wie sie manchmal scheinen mögen:

    Indem man Haustiere favorisiert, sondert man sich womöglich (noch mehr) von seinen Mitmenschen ab. Oftmals werden solche Menschen in gewisser Weise lebensfremd. Dass das Tier dabei eine therapeutische Rolle spielt, kann sein. Stellt sich dabei aber die Frage vom Ei und vom Huhn….

    Grenzen richtig zu ziehen, ist immer recht schwierig. Es wäre aber ein schlechtes Beispiel, wenn Sozialgeldbezüger Ihre "Freunde" auf Staatskosten behandeln (und durchfüttern) dürften und gleichzeitig allen jenen, die sich Ihren Lebensunterhalt selbst verdienen, ein Haustier vergönnt bleibt: ob aus Kosten- oder Zeitgründen.

    veritim

  • @lorus

    Oftmals versteht man klare, ungeschminkte Stellungnahmen als Angriff: man möchte sich lieber der etwas harten Realität verschliessen. Ob Ignoranz der richtige Ratschlag ist?

    veritim