Rav und Sozialdienst Umgang mit Menschen

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  • Hallo zusammen,

    Ich hatte heute einen Termin mit meiner Rav und Sozialhilfeberaterin. Die 2 Damen haben mir das Gefühl gegeben, dass sie nur auf mir rumhacken wollen… die folgenden Dinge sind im Gespräch gefallen:

    - Direkter Kostenvorwurf an mich gerichtet

    - Vorwurf der fehlenden Motivation und Mitarbeit

    - Unterstellung auf Schwarzarbeit

    - Druck aufbauen

    - Menschenverachtende Behandlungsweise und Behördenwahnsinn

    - In sozialer Hinsicht vollkommen inkompetentes Beratungspersonal

    - Beanstandung meiner schriftlichen Bemühungen bei der Stellensuche

    - Direkte Drohung auf Kürzung der Leistung

    - Die vermeintlich Zumutbare Arbeit in einen Rahmen fällt, der sich mit meinem Gesundheitsprofil in keiner Weise deckt ( Polyarthritis )

    - Arbeitseinsatz der sich in keiner Weise für meine berufliche Zukunft als hilfreich erweist oder mich als Stellensuchende weiter bringt

    - Gratis Arbeitskraft für die Gemeindebetriebe um die Sozial Ausgaben des Amtes zu decken

    - Diskriminierung meiner Person

    - Vorwurfsvolle Haltung gegenüber meiner Hilfesuche

    - Meine Abhängigkeit vom Sozialamt als willentlich darstellt

    - Das nicht Weiterkommen in beruflicher Hinsicht auf persönliches Desinteresse und Faulheit zurück führt

    - Scheinbar mit Genuss weiter Druck auf meine sowieso instabile psychische Verfassung auszuüben

    - Ihre persönliche Situation mit der Meinen in Vergleich stellt, obwohl das zwei verschiedene Leben und grundunterschiedliche finanzielle Verhältnisse sind

    - Meiner sowieso schon vorhandene Lebenskrise mit menschenverachtendem Verhalten Nachdruck verleiht

    Was meint ihr so dazu? Habt ihr Tipps was man dagegen machen kann?

    Jetzt wollen die vom Sozialdienst mich auch noch in den Wald schicken um dort was auch immer für Arbeiten zu machen, obwohl ich körperlich nicht dazu in der Lage bin (was auch von meinem Arzt attestiert wird und ist).

    Gruss ventrue

  • Wenn Ihr Arzt Sie 100% krank schreibt, müssen Sie nicht länger an irgendwelchen Einsatzprogrammen teilnehmen oder Bewerbungen schreiben.

    Statt sich auf einem übersättigten Arbeitsmarkt zu bewerben empfehle ich Ihnen sowieso eine erneute IV Anmeldung. Viele Sozialhilfeempfänger denen man anfangs eine IV-Rente verweigerte, bekommen sie nach 1 Jahr psychisch zermürbender Sozialhilfe problemlos zugesprochen. Genau darauf zielt die repressive Behandlung nämlich ab.

  • Hallo ventrue

    Mit Deiner unangenehmen Erfahrung stehst Du nicht alleine da. Unzählige Beiträge hier im Beobachter-Forum zum Thema "Sozial"hilfe legen ein beklemmendes Zeugnis davon ab, dass die "Sozial"hilfe in Wirklichkeit ein pseudo-sozialer Repressions- und Schikaneapparat von vorgestern ist, der mit einer modernen Schweiz, welche sich gerne als Hüterin der Menschenrechte und humanitären Traditionen versteht, schlecht zusammenpasst.

    60% (!) Nichtbezugsquote sprechen jedenfalls Bände und wer die Methoden der "Sozial"hilfe aus persönlicher Erfahrung etwas genauer kennt, weiss, dass diese die Privatsphäre und die verfassungsmässigen Bürgerrechte der Armutsbetroffenen mit beiden Füssen tritt, Tendenz zunehmend.

    http://www.haelfte.ch/index.ph…ems/Nichtbezugsquote.html

    Ein aktueller Beitrag in der NZZ unter dem Titel "Die Methode Zuckerbrot und Peitsche" beschreibt etwas das "Anreizsystem" und ist für Betroffene wie Nicht-Betroffene gleichermassen lesenswert. Der Artikel fragt gleich selber "Wie tauglich sind Zuckerbrot und Peitsche, um soziales Verhalten zu steuern?"

    http://www.nzz.ch/wissen/bildu…t-und-peitsche-1.18150894

    AvenirSocial, Sektion Bern bemerkt richtig: „Unser soziales Netz hat neue und grosse Löcher“, siehe dies und noch vieles mehr im Beitrag "Halbierung der Armut eine Illusion" von Oswald Sigg:

    http://www.haelfte.ch/index.ph…ems/Halbierung_Armut.html



  • Jetzt wollen die vom Sozialdienst mich auch noch in den Wald schicken um dort was auch immer für Arbeiten zu machen, obwohl ich körperlich nicht dazu in der Lage bin (was auch von meinem Arzt attestiert wird und ist).



    Erkundigen Sie sich um was für Arbeiten es im Wald geht. Wenn man Ihnen auf dem Sozialamt diese Auskunft nicht geben kann, verlangen Sie die Telefonnummer des dortigen Arbeitgebers damit dieser Ihnen Auskünfte über den Inhalt der Arbeit geben kann. Sagen Sie sowohl dem Sozialamt als auch diesem Arbeitgeber im Wald vorher, dass Sie Polyarthritis also Entzündungen in den Gelenken haben. Sobald Sie den Inhalt der Arbeit wissen weil man Ihnen diesen mitgeteilt hat oder sie bereits einen Tag dort gearbeitet haben, lassen Sie sich von Ihrem Arzt ein Arztzeugnis geben, in dem dieser begründet warum Sie für diese Art von Tätigkeiten auf Grund Ihrer Krankheit arbeitsunfähig sind. Ein allgemeines Arztzeugnis, dass nicht genau sagt zu welchen Arten von Tätigkeiten nicht fähig sind, hilft nicht viel. Reichen Sie eine Kopie des Arztzeugnisses auf dem Sozialamt ein und lassen Sie sich den Empfang dieses Arztzeugnisses schriftlich bestätigen. Dann können Sie mit dieser Bestätigung später beweisen, dass das Sozialamt den Inhalt des Arztzeugnisses gekannt hat.

    So einfach wie es sich Schwarzrose mit dem Arztzeugnis vorstellt ist das nicht. Das Sozialamt kann nämlich das Arztzeugnis anzweifeln und kann sie zu einem vom Sozialamt ausgewählten Arzt schicken damit dieser ein weiteres Arztzeugnis macht. Falls die das machen sollten sie dort hin ihre ärztlichen Unterlagen insbesondere Bilder von Untersuchungen mitnehmen damit dieser andere Arzt diese Informationen hat und es schwerer hat diese Informationen zu ignorieren.

    Bestreiten Sie sämtliche Vorwürfe der RAV- und der Sozialhilfeberaterin und sagen Sie in ruhigem, höflichem aber bestimmtem Ton, dass Sie sich Unterstellungen, fehlender Motivation, fehlender Mitarbeit, schwarz zu arbeiten und einer willentlichen und somit absichtlichen Abhängigkeit vom Sozialamt verbitten. Teilen Sie denen mit, dass Sie gegen allfällige unberechtigte Sanktionen auf Grund von unbewiesenen Vorwürfen den Rechtsweg beschreiten werden.



  • Ich hatte heute einen Termin mit meiner Rav und Sozialhilfeberaterin. Die 2 Damen haben mir das Gefühl gegeben, dass sie nur auf mir rumhacken wollen…



    hallo ventrue,

    mir ist nicht einmal klar, bei wem du den termin hattest. solange du arbeitslosen-taggelder beziehst, brauchst du kein soz.-amt und in der regel landet man erst in der sozialhilfe, wenn man ausgesteuert ist, also keinen anspurch mehr auf taggelder hat. das mag sich vielleicht jetzt ein wenig "tüpfli-schiesseris" anhören, aber mich würde echt interessieren, was es im detail mit diesem termin auf sich hatte.

  • @just me

    doch, oben habe ich es ja geschrieben, ich hatte einen termin mit meiner rav beraterin und meiner sozialhilfe beraterin. ich bekomme sozialhilfe und war auch auf dem rav angemeldet (Pforte Arbeitsmarkt).

    Sozialversicherungsberater

    Dass ich Polyarthritis habe, weiss der Sozialdienst, aber irgendwie habe ich das Gefühl die nehmen mich nicht ernst. Es wäre egal was für Arbeit ich ausführen müsste, da ich draussen in der Kälte wäre und ich durch dies Schmerzen bekommen werde, wodurch ich dann wieder Methotrexat nehmen müsste, was gewisse Nebenwirkungen hat, die ich nicht nochmal eingehen will...

    Weiss hier jemand was mir das Sozialamt für Sanktionen geben kann? Habe irgendwo was von 15% vom Grundbedarf kürzen gelesen? Oder ist es noch mehr?

    Vielen Dank und Gruss ventrue





  • Ich hatte heute einen Termin mit meiner Rav und Sozialhilfeberaterin. Die 2 Damen haben mir das Gefühl gegeben, dass sie nur auf mir rumhacken wollen…



    hallo ventrue,

    mir ist nicht einmal klar, bei wem du den termin hattest. solange du arbeitslosen-taggelder beziehst, brauchst du kein soz.-amt und in der regel landet man erst in der sozialhilfe, wenn man ausgesteuert ist, also keinen anspurch mehr auf taggelder hat. das mag sich vielleicht jetzt ein wenig "tüpfli-schiesseris" anhören, aber mich würde echt interessieren, was es im detail mit diesem termin auf sich hatte.



    @just_me: Erstens kann man auch beim Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum als arbeitslos gemeldet sein um deren Stellenvermittlungsdienstleistungen in Anspruch zu nehmen ohne, dass man Anspruch auf Taggelder der Arbeitslosenversicherung von der Arbeitslosenkasse hat (z.B. weil man bereits ausgesteuert ist weil man bereits die maximale Anzahl an Taggeldern in der Rahmenfrist bezogen hat). Die Sozialämter erteilen manchmal die Auflage sich beim RAV anzumelden und dort seine Stellenbewerbungen kontrollieren zu lassen damit die Sozialämter nicht selbst die Stellenbewerbungen kontrollieren müssen.

    Zweitens ist es möglich einen Anspruch auf Taggelder der Arbeitslosenversicherung und gleichzeitig auf Sozialhilfe zu haben. Da die Taggelder der Arbeitslosenversicherung tiefer als der letzte Lohn sind, ist es möglich, dass die Taggelder der Arbeitslosenversicherung nicht ausreichen um die laufenden Ausgaben für sich und seine Familie zu bezahlen. Vor allem, wenn man vorher wenig verdient hat, ist es also möglich neben den Taggeldern auch einen zusätzlichen Anspruch auf Sozialhilfe zu haben damit die Einnahmen insgesamt reichen um die Ausgaben zu decken.



  • Sozialversicherungsberater

    Dass ich Polyarthritis habe, weiss der Sozialdienst, aber irgendwie habe ich das Gefühl die nehmen mich nicht ernst. Es wäre egal was für Arbeit ich ausführen müsste, da ich draussen in der Kälte wäre und ich durch dies Schmerzen bekommen werde, wodurch ich dann wieder Methotrexat nehmen müsste, was gewisse Nebenwirkungen hat, die ich nicht nochmal eingehen will...



    Es hängt davon ab, ob ein Arzt in einem Zeugnis bestätigt, dass Sie (ohne Methotrexat und mit Methotrexat) nicht fähig sind die Ihnen angebotene Art von Tätigkeit zu verrichten.



    Weiss hier jemand was mir das Sozialamt für Sanktionen geben kann? Habe irgendwo was von 15% vom Grundbedarf kürzen gelesen? Oder ist es noch mehr?



    Die erste mögliche Sanktion, wenn Sie kein Arztzeugnis haben, das bestätigt, dass sie unfähig sind diese Art von Tätigkeiten zu verrichten, ist eine Kürzung des Grundbedarfs um maximal 15 %. Sollten Sie mehrfach Ihnen angebotene Arbeiten ablehnen, ohne dass Sie mit Arztzeugnissen belegen können, dass Sie gesundheitlich nicht fähig sind diese Arbeiten zu verrichten, kann Ihnen im Extremfall die Sozialhilfe komplett gestrichen werden.

    Wenn Ihnen die Sozialhilfe gekürzt wird, verlangen Sie eine rechtsmittelfähige Verfügung und reichen Sie das in der Rechtsmittelbelehrung der Verfügung erwähnte Rechtsmittel ein und reichen Sie gemeinsam mit dem Rechtsmittel das Arztzeugnis oder eine Beschreibung der Nebenwirkungen des Medikaments (idealerweise eine Beschreibung Ihres Arztes). Wenn in der Verfügung drinnensteht, dass einem Rechtsmittel gegen diese Verfügung die aufschiebende Wirkung entzogen wird, müssen Sie in dem Rechtsmittel beantragen, dass die aufschiebende Wirkung wiederhergestellt wird.

  • hallo ventrue und sozialversicherungsberater,

    jetzt habe ich verstanden wie das möglich ist. tut mir leid, dass ich da zuerst ein dickes brett vor dem kopf hatte. :)

    die einzige möglichkeit wird wohl wirklich der gang zum arzt sein. gibt es eventuell eine neutrale person, die dich zu solchen terminen begleiten könnte?

  • Hallo

    Hier geht man immer vom "Bösen" des RAV oder Sozialamtes aus. Das ist grundsätzlich schon mal die falsche Einstellung.

    Die Bemerkung, dass der Arbeitsmarkt übersättigt sei, kann ich eigentlich nicht nachvollziehen. Ich bin und war (mit meinen rund 53 Jahren) noch nie Arbeitslos, hatte noch nie probleme Arbeit zu finden. Habe halt auch Arbeiten angenommen, die nicht grad meinen Qualifikationen entsprochen haben. Sicherlich ist es nicht grad die Idealvariante, Jemanden in den Wald zu schicken, wenn er ein Arztzeugnis hat und Gelenkprobleme. Es gibt oder gäbe auch noch andere Arbeiten, die für die Gelenke sogar noch "heilend" sein könnten.

    Hier muss einfach mal "verstanden" werden, dass das RAV und auch die Sozialämter jeden Tag mit "Faultieren" zu tun hat. Es dürfte kaum einfach sein, diese korrekt "auszusondern". Ich nehme mal an, dass keiner der hier Schreibenden in der Lage wäre, Diese zu erkennen. Und vorallem... Es ist sogar schwer solchen Personen tatsächlich Sanktionen aufzuerlegen.

    Also bitte - Einfach fair bleiben und den korrekten Weg gehen.

    Sie können einfach auf dem Amt nachfragen, sich erkundigen... und das halt regelmässig und aktiv. Sie werden sehen, wenn Sie aktiv sich auf dem Amt melden, wird man erkennen, dass Sie wollen und Ihnen dann auch "Helfen". Doch eines ist einfach klar. Helfen muss JEDER SICH SELBST. Jeder der glaubt auf dem Amt alles schön "Vorgekaut" zu bekommen, muss oder darf sich dann nicht wundern, wenn der Mitarbeiter im Amt dann irgendwann "schlechte Laune" hat, was grundsätzlich auch nicht in Ordnung ist. Es ist da angestellt und sollte neutral handeln. Und oder.... auch wir haben unsere "schlechten Tage".

    Also - Aktiv werden - Nachfragen - Eigeninitiative zeigen und schon geht es Ihnen besser.

    PS: das soll kein persönlicher Angriff auf irgend eine Person hier sein. Aber soll dem Verständnis der zwischenmenschlichen Beziehung auf die Beine helfen. Denkt mal darüber nach....

  • doedl Wir haben 10% Arbeitslose im Land und durch die PFZ bzw. Bevölkerungswachstum werden es laufend mehr. Viele gutbezahlte Stellen im Land befassen sich damit Arbeitsprozesse im Niedriglohnsektor zu rationalisieren (und nicht etwa mehr Stellen zu schaffen).

    Ich nenne das Modernisierung. Wenn wir also soweit sind, dass pro Stelle 250-300 Bewerbungen eingehen, wirds glaube ich Zeit die Beschäftigung an diese Entwicklung anzupassen.

    Haben Sie sich schonmal gefragt, warum nicht längst über eine länderübergreifende Arbeitsreduktion debattiert wird? Bei den ganzen Einsparungen & Kriminalisierung von Armut gehts in erster Linie doch nicht um die Normalisierung des Staatshaushalts.

  • Woher die 10% stammen ist mir noch nicht ganz klar. Mir sind im 2. Quartal etwas über 4% bekannt. Über die Ausgesteuerten (und deren Gründe) möchte ich hier mich nicht auslassen. Was aber auch nicht diese 10% ergeben würden.

    Wenn man natürlich glaubt, nur den Job tun zu wollen, den man sicher "erhoft" oder wünsch, ist der Arbeitsmarkt sicherlich ausgetrocknet. Denn viele der Jobs, die man vor 30 Jahren noch hatte, wurden "eliminiert" oder gibts nicht mehr. Dies hat jedoch auch ohne Schwarzmalerei mit anderen Dingen noch zu tun. z.B. gibt den Job einfach nicht mehr (wie z.B. Küfer, Hufschmied usw.). Daraus sind heute neue andere Jobs entstanden. Halt eben Jobs die ein höheres Fachwissen erfordern.

    Und wer glaubt heute mit 20ig eine Arbeit tun zu können, die er mit 65ig auch noch tut, lebt irgenwo hinter dem Mond. Das war vielleicht vor 100 oder 60 Jahren noch so. Jobs sind heute wie Artikel. Sie entstehen und verschwinden. Und wer nicht nicht "anpasst" sich weiterbildet oder auch umdenkt wird im Arbeitsamt stehen, die Stellen durchsehen und sagen "der Markt ist ausgetrocknet".

    Was aber interessant ist an Ihrer Aussage, dass grad die Arbeitgeber das gleiche sagen. Der Markt ist ausgetrockent. In unserer Branche kämpft man mit allen Mitteln, sich die Mitarbeiter "abzuwerben"... oder wartet am Firmentor auf Jene, die gekündigt haben. Was aber so auch voll "schi...* ist. Die Qualität des Mitarbeiters lässt massiv nach. Man ist um JEDEN froh, der überhaut noch da ist und bleibt. Man behält sogar Jene, die man besser entlassen würde, weil sie nur maulen, meckern, nörgeln, die anderen Mitarbeiter damit ärgern. Und schlussendlich noch ein voll "schei..." Arbeit abliefern. Und man behält sie trotzdem... Die verbleibenden könnten das Volumen gar nicht machen, das zu bewältigen ist.

    Damit sind wir bei effektiven Knackpunkt - Es gibt zu wenige qualifizierte Mitarbeiter und zuviele, die sich auf Ihren "Lorbeeren" der letzten Jahre ausgeruht haben. Sich nicht weiterentwickelt haben und denken, man kommen so schon durch bis man pensioniert ist.

    Ich sag's nochmals - nicht meckern und stänkern was die Andern falsch tun oder nicht für mich tun. Nur Jeder für sich kann entscheiden ob er Vermittlungsfähig bleibt oder nicht. (damit wären wir in der Ausgesteuertendiskussion)



  • doedl Wir haben 10% Arbeitslose im Land und durch die PFZ bzw. Bevölkerungswachstum werden es laufend mehr. Viele gutbezahlte Stellen im Land befassen sich damit Arbeitsprozesse im Niedriglohnsektor zu rationalisieren (und nicht etwa mehr Stellen zu schaffen).



    Es stimmt nicht, dass die Arbeitslosigkeit in der Schweiz 10 % beträgt. Anstatt einfach eine Behauptung zu machen, wäre es für sorgfältige Menschen auch möglich gewesen ein Link auf eine offizielle Quelle zu liefern. Dass die Arbeitslosigkeit durch die PFZ (Personenfreizügigkeit) steigt ist eine gänzlich unbewiesene Behauptung.

    http://www.bfs.admin.ch/bfs/po…blank/key/einleitung.html

    Die Erwerbslosenquote gemäss ILO (International Labor Organization) im Jahresdurchschnitt war lediglich 4,2 %.

    http://www.bfs.admin.ch/bfs/po…y/unterbeschaeftigte.html

    Wenn man Personen, welche eine Teilzeitstelle haben also Arbeit haben aber gerne mehr arbeiten möchten, sogenannte Unterbeschäftigte dazunimmt waren das im Jahresdurchschnitt 2012 insgesamt 10,5 %.

    Unterbeschäftigte sind aber keine "Arbeitslose", denn Unterbeschäftigte haben Arbeit und hätten einfach gerne mehr Arbeit.



    Wenn wir also soweit sind, dass pro Stelle 250-300 Bewerbungen eingehen, wirds glaube ich Zeit die Beschäftigung an diese Entwicklung anzupassen.



    Arbeiten Sie in einer Personalabteilung und zählen Sie ständig die Anzahl der eingehenden Bewerbungen pro offener Stelle? Sie haben überhaupt keine verlässliche Datengrundlage für diese wilde Behauptung.

    Das hört sich alles nach Propaganda an.

  • Wenn ich eine offene Stelle beim RAV melde, oder diese inseriere, wollen die vom RAV, aber auch Zeitungen und Internetportale, die Anzahl Bewerbungen wissen, für deren Erhebung und Statistik.

    Das sind keine wilden Behauptungen, sondern müssen verlässliche Daten für Statistikzwecke und Erhebung sein. Davon hängt wiederum das Vorgehen von RAV, Bund und Wirtschaft ab. Oder sollte es zumindest.

  • doedl Was die 10% angeht:

    145'000 3,7 % Arbeitlose bzw. Stellensuchende, welche eine Leistung der ALV beziehen

    50'000 1,3 % Ausgesteuerte Arbeitslose bzw. Stellensuchende (von insgesamt +/- 250'000 Sozialhilfeempfängern)

    200'000 5,1 % Arbeitslose Bezüger einer IV-Wiedereingliederungsmassnahme

    Total: 395'000 10,1 % Arbeitslose bzw. Stellensuchende in der Schweiz im Juni 2010

    Sie bringen das Argument mit Weiterbildungen und Anpassung. Dem Markt fehlt es aber an nichts. Zudem möchte ich noch anfügen, dass nicht alle über den notwendigen IQ oder das Talent verfügen, sich einem ständig verändernden Markt anzupassen. 2/3 der Schweiz sind zu „dumm“ um eine Matura zu machen, mal etwas salopp gesagt. Mich eingeschlossen. Nur stehen uns Dummen nicht 2/3 an Arbeitsplätzen für Dumme gegenüber. Angebot & Nachfrage.

    Sozialversicherungsberater

    Das mit den Bewerbungen habe ich Ihnen im Thema Grundeinkommen erklärt. Die Zahlen stammen wie gesagt aus Absagebriefen, sind also „Fakt“ und gemäss RAV- und Sozialhilfeberatern „heute völlig normal“.

    memo

    Echt? Arbeitgeber die eine offene Stelle melden, müsen dem RAV nachher die Bewerbungszahl nennen?



  • Das Wort "Propaganda" kommt von einigen Leuten ja schnell.

    ...

    Sicher nicht viel anders in der Schweiz. Viele ehemaligen ausgesteuerten Arbeitslosen müssen vom Sozialgeld leben.



    Das könnte so sein. Wie viele Sozialhilfebezieher aus gesundheitlichen Gründen arbeitsfähig sind und arbeiten wollen, wissen Sie aber nicht. Sie sind also auf Vermutungen und reinen Glauben angewiesen.



    Würde man diese zu den Arbeitslosen dazu zählen, wäre die Arbeitslosen-Statistik weit über 10 Prozent.



    Das ist eine reine Behauptung, für welche Sie keinen Beweis haben.

    Haben Sie sich schon einmal geschaut wie die Statistiken erhoben werden?

    http://www.bfs.admin.ch/bfs/po…/03/03/blank/data/00.html

    Haben Sie schon einmal gehört, dass manche Sozialämter die Auflage an Sozialhilfebezieher erteilen sich beim Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum RAV) als arbeitslos zu melden und dort die Stellenbemühungen kontrollieren zu lassen?

    Da die Erwerbslosenquote laut ILO auf der Schweizerischen Arbeitskräfteerhebung beruht und diese auf eine telefonischen Befragung einer Stichprobe von rund 105'000 Interviews beruht. Selbstverständlich können darin auch ausgesteuerte Arbeitslose und Sozialhilfebezieher enthalten sein.

    http://www.bfs.admin.ch/bfs/po…des_personnes/anhang.html

    http://www.bfs.admin.ch/bfs/po…uisse_sur/uebersicht.html

    Die Erwerbslosenquote gemäss ILO liegt bei 4,2 %.

    http://www.bfs.admin.ch/bfs/po…e/index/themen/03/03.html

  • Besten Dank an die Redaktion.

    Es ist so oder so nur noch eine "Wortklauberei" mit Zahlen um sich geworfen. Dies obwohl ich eigentlich in einem viel früheren Voting bereits vermerkt habe, dass (nun in anderen Worten) grundsätzlich keine Rolle spielt wieviele Arbeitslose usw. Faktum ist, dass es Arbeitsstellen hat für Jene die Arbeiten wollen, sollten und könnten. (Hier sei speziell nochmals erwähnt, dass Jene mit "Gebrechen, Gesundheit" nicht können bei meiner Aesserung ausgeschlossen sind. Dies ist oder wäre eh wieder ein anderes Thema: "Wann, ist man wie stark gesundheitlich Eingeschränkt für diese oder jene Arbeit."

    Grundsätzlich sollte man halt erst das ALV. IV und Sozialwesen kennen, bevor man hier Votet. Oder zumindest sich erst mal "Fachkundig" machen. Und dazu gehört auch das Verständnis, dass man Aepfel und Birnen nicht mischen sollte, wenn man einen guten Apfelkorn haben will. Sonst erhält man einen günstigen und qualitativ "schlechteren" Obstbrannt... Und wir wollen ja nicht, dass unsere Qualität in der Schweiz sinkt, sondern steigt, somit müssen wir Aepfel und Birnen getrennt halten. Ist das nun sachlich, klar und verständlich so?

    SoLong

  • Ein Dankeschön an die Online-Redaktion für das Zurücksetzen des Threads.

    Es ging nämlich plötzlich nicht mehr ums Thema "RAV und Sozialdienst Umgang mit Menschen" sondern "Forum und Umgang mit Netiquette". Sinnigerweise ging es zwar nach wie vor um unwürdiges Verhalten gegenüber Mitmenschen...

    Nur unter der Bedingung, dass jede/r jeder/m mit der Achtung und dem Respekt begegnet, wie er dies für sich selber wünscht, sind konstruktive, spannende Diskussionen möglich. Auch Wertschätzung inform eines Dankes für tolle Tipps gehört ins gleiche Kapitel, finde ich...

    Auf dass wieder Ruhe einkehren möge im Forum

    grüsse ich alle

    Regentropfen

  • Heute war übrigens ein Artikel im Wirtschaftsteil des Tages-Anzeigers über die Unterschiede zwischen der Arbeitslosenquote des Staatssekretariats für Wirtschaft (SECO) und zwischen der Erwerbslosenquote gemäss ILO welche auch von der OECD benutzt wird.

    Mit welcher Methode die Erwerbslosenquote gemäss ILO (International Labor Organization) erhoben wird und welche Arten von Personen (zum Beispiel Ausgesteuerte Langezeitarbeitslose) nach dieser Methode darin enthalten sind, kann man unter denn zwei von mir angegebenen Links nachlesen.

    Im französischsprachigen Dokument über die Methode zur Erhebung der Erwerbslosenstatistik gemäss ILO steht BIT für Bureau International de Travail (= ILO) und ESPA für die Schweizerische Arbeitskräfteerhebung.

    Die Arbeitslosenstatistik des SECO unterscheidet zwischen Arbeitslosen und Stellensuchenden. Wie man auf Seite 5 und Seite 6 sehen kann, besteht die Arbeitslosenzahl aus ganz Arbeitslosen und teilweise Arbeitslosen. Auf den Seiten 10, 11 und 12 sieht man wie die Stellensuchenden definiert sind bzw. wie diese erhoben werden und wer als stellensuchend gilt.

    http://www.amstat.ch/seco/pres…/201309_Pressedoku_de.pdf

    Wenn man glaubt, dass das Bundesamt für Statistik bzw. der Bundesrat in der Demokratie und dem Rechtsstaat Schweiz fälscht (also an eine Verschwörung des Staats glaubt), kann man sich die Mühe sparen dies nachzulesen, weil man ja ohnehin im vorhinein als Vorurteil nicht daran glaubt. Ich vertraue den Statistiken des Bundesamts für Statistik. Ich lese aber nach, mit welcher Methode diese erhoben wurden und was nach der Definition der jeweiligen Statistik darin enthalten ist und was nicht.

    Dieser Thread hat eigentlich mit Fragen von ventrue begonnen und wurde dann später anstatt einfach auf die Fragen von ventrue zu antworten für allgemeine politische Propaganda und allgemeine Meinungen, wie einfach oder nicht einfach es ist, eine Stelle zu finden, wenn man möchte, instrumentalisiert. Ich hoffe, dass in diesem Thread jetzt wieder auf die Fragen von ventrue eingegangen wird und allgemeine politische Diskussionen und Werbung für Volksinitiativen künftig im Politikforum stattfinden.