Holzspielwaren vom BEA-Katalog stammen aus Indonesien

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  • Hallo.

    Meine Freundin hat für unsere Tochter beim BEA-Verlag ein Holzeisenbahnset gekauft. Dieses Set enthält sehr viele Teile zu einem besonders günstigen Preis, was mich stutzig machte. Nach einer kurzen Internetrecherche fand ich heraus, dass diese Holzeisenbahn und viele andere Holzspielsachen aus dem BEA-Katalog in Indonesien bei der Firma «Mentari Toys» hergestellt werden. Das beunruhigte mich, da Indonesien ja bekannt dafür sein soll, Regenwald illegal zu roden. Auf der Packung übrigens steht kein Herkunftsland – z.T. ist sogar auf den kleineren Packungen ein Schweizerkreuz abgebildet, aber von einem Herstellungsland steht nirgends etwas.

    Weiss hier jemand, ob das Herkunftsland eine Produktes auf der Packung deklariert werden muss? Eigentlich dachte ich, das müsse sein – auf meine Mailanfrage bei BEA bekam ich dazu aber keine Antwort. Auch nicht auf meine Frage, ob ihnen bekannt sei, ob ihre Spielsachen garantiert nicht aus Raubhölzern hergestellt werde.

    Zu dem Schweizerkreuz auf der Packung meinten sie bloss, dass es sich dabei um SBB-Lizenzen handle, weshalb das Schweizerkreuz darauf gerechtfertigt sei. Allerdings bin ich mir auch da nicht sicher, ob das so stimmt, denn meiner Meinung nach, wird man so in die Irre geführt und glaubt, das Produkt stamme tatsächlich aus der Schweiz.

    Wie ist eure Meinung dazu? Kann man den BEA-Verlag irgendwie dazu bringen, dass sie ihre Packungen anpassen müssen?

    Cosmonaut

  • Ich schaue immer nach wenn ich wissen will was wo hergestellt wurde. Ein Bildli mit einer Schweizerflagge sagt eben nicht aus dass das Produkt Swiss made ist.

    Gelogen wird halt immer mehr, schliesslich weis der Produzent und Verkäufer ganz genau was sie machen können um das Produkt unter die Leute zu bringen

    Eine Weitere Vermarktungslüge ist die Swiss Army Watch, wenn ich jeweils in Brasilien die Menschen aufklären muss das ihre Stolz gezeigte Swiss Army Watch nichts mit der Swiss Army zu tun hat, die Uhr eine Billig Uhr ist und möglicherweise aus Hong Kong stammt, bekomme ich wegen der durch die Aufklärung verursachte Entäuschung manchmal ein schlechtes Gewissen.

    Heute gillt die Regel, wenn auf dem Produkt nicht eindeutig geschrieben wird woher es stammt, dann ist es sicher das der Verkäufer kein Interesse hat dies wegen dem zu hohen Preis zu verraten.

    Auch Mercedes kann sich nicht damit brüsten das wichtige Fahrzeugteile echte Billigteile aus China sind va. Ersatzteile und dafür auch noch Mondpreise verlangen.

  • Ja das Beispiel mit den Swiss-Army-Produkten war mir bekannt. Ich schaue immer auf das Herstellungsland wenn ich etwas kaufe, da ich «Made in China»-Verweigerer bin.

    Doch möchte ich wissen, ob das Herstellungsland in der Schweiz nicht generell deklariert werden muss und ob das Schweizerkreuz nicht für Produkte die in der Schweiz hergestellt sind, vorbehalten ist. Das Reglement dazu wurde ja erst vor kurzem erneuert.

  • zu dem Preis bekommt man nichts mehr im Heimatwerk. Ich finde es nicht tragisch, wenn Indonesier auch Arbeit haben mit Spielwarenherstellung.

    Die Spielwaren von BEA-Verlag finde ich preiswert und gut.

  • Ach herrjeh, das ist nicht das Problem. Würden sie die Spielwaren denn auch kaufen, wenn sie wüssten, dass diese aus wild gerodetem Tropenholz hergestellt werden? Und sie finden es auch überhaupt nicht bedenklich, dass die Eisenbahnverpackungen mit Schweizerkreuz versehen werden, um die Käufer in die Irre zu führen?

    Ich schon.

  • Hallo cosmonaut,

    "Eisenbahnverpackungen mit Schweizerkreuz versehen werden, um die Käufer in die Irre zu führen?"

    schau dich doch mal um, sehr viel wird aus Fernost importiert, die Verpackungen glänzen oft mit dem Schweizer Kreuz.

    Das ist absolut nicht in Ordnung und der Staat täte gut dran, das mal genauer zu untersuchen.

    Zum Thema: Es wird immer mehr gelogen

    C..P wirbt so sehr mit der Umwelt, wie die sich auch dafür einsetzen mit dem CO2 und soweiter, dafür stammen sehr viele Waren aus dem Non-Food-Bereich aus fernen Ländern, ich hatte mal eine Packung Schrauben gekauft, Made in China, es gibt ja hier in der Schweiz keine Schraubenfabriken, oder wenigstens im angrenzenden Ausland, wo die Transportwege kürzer wären.

    so wird das Volk halt verarscht

  • "Ich schaue immer auf das Herstellungsland wenn ich etwas kaufe, da ich «Made in China»-Verweigerer bin." (cosmonaut)

    Was? ;)

    Befindest du dich in einer Fantasiewelt oder hast du Wahnvorstellungen? Ich gebe dir Beispiele:

    Schraube deinen Computer auf und guck mal nach wie viele Teile "made in china" sind. Bei der Batterie deines Handies steht vielleicht finished in Korea, aber wahrscheinlich made in China. (Das "finished" bezieht sich dann auf den Aufkleber, die Kontrolle oder weiss der Gugus was.) Was hast du zu Weihnachten geschenkt? Ich hoffe nichts Billiges, sondern Rosenthalgeschirr, die aus Tschechien? kommen, teure Unterwäsche von einem CH-Hersteller stammen, die von Osteuropa designed und produziert wurden. Sogar namhafte Schweizer Präzisionmaschinen werden mit immer wie mehr Teilen von China bestückt. Fährst du Auto? Ist das ein Oldtimer? Wenn nicht, dann schau mal die Kabelstränge, Schaltplatten, Lichter etc. an, wahrscheinlich made in china. :)

    Wieso hast du etwas gegen made in china? Lebst du völlig autark so wie in Sowjets Zeiten?

  • Ähm, hier wäre die Rede von Spielsachen. Spielsachen die nicht mit dem Herkunftsland deklariert werden und illegal mit dem Schweizerkreuz werben. Zudem besteht der Verdacht, dass sie aus illegal gerodetem Tropenholz hergestellt werden. Wolltest du uns dazu etwas mitteilen, erdling?

  • cosmonaut

    Da hätte Deine Freundin im Geschäft besser auf die Packung sehen sollen, jetzt nützt es Dir nichts mehr, Du machst Dir nur Sorgen!

    Ein andermal vor dem Kauf darauf achten, dann könnt ihr

    dies vermeiden!

    Grüss Dich, Sonja

  • Hallo

    Es gibt durchaus Indizen dafür ob ein Artikel in der Schweiz oder Asien produziert worden ist - einer davon ist der Preis. Kostet der Artikel ein Mehrfaches als ein Konkurrenzprodukt ist es vermutlich zumindest teilweise Made in CH.

    In Asien produziert wird ja heute fast alles - sogar typische Afrikanische Handwerksprodukte und Kunstwerke. Die afrikanischen Händler kaufen diese in China in grossem Masse ein und verkaufen Sie dann in Afrika und Europa als traditionelle Handwerkskunst.

    Man muss halt schon eingestehen, dass für viele Produkte Schweizer Herstellung gar nicht mehr realisiserbar ist, da der Artikel zu teuer wird.

    Ein weiteres Beispiel sind ja Kuhn Rikon Pfannen etc. inkl Schweizerkreuz - ebenfalls produziert in Asien.

    Willkommen im zeitalter der Globalisierung.