Ich will keine Antidepressiva, Psychiater ist aber nicht einverstanden.

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  • Ich bin seit 3 Jahren in der IV-Abklärung und auch in Therapie wegen Borderline und Posttraumatischer Belastungsstörung, Depression, Esstörung. etc.

    Im Moment wird noch das Asperger-Syndrom abgeklärt, also ob Asperger oder Borderline.

    Es gibt immer schon ein Thema was mich sehr stört. Halt die Antdidepressiva. Zwei Psychiater wollten mir unbedingt Antidepressiva verschreiben, habe mich zu Anfangs geweigert aber dann doch genommen. Die Nebenwirkungen waren sehr stark, Schlaflosigkeit, Gewichtszunahme, schwere Menstruationsstörungen. Ich wollte die Medikamente nicht mehr.

    Mein Psychiater hat auf Verlangen der IV nun einen Bericht verfasst in dem steht ich sei nicht Compliant gegenüber Medikamenten und das er mich ständig versucht davon zu überzeugen.

    Bei einem Telefon mit der Pro Mente sana sagten sie mir das könne Probleme geben mit der IV und das der Psychiater nicht hinter mir steht in dieser Sache. Die IV werde sehr warscheinlich Auflangen machen wegen Medikamenten plus Blutkontrolle.

    Ich habe Panik, schon aufgrund meiner Esstörung hab ich immer Angst zuzunehmen und auch die Menstruationsstörungen und Schlafsstörungen waren nicht ohne. Wenn ich das dem Psychiater mitgeteilt habe hatte er kein Verständnis dafür und meinte "das ist halt so damit müssen sie leben" Geholfen haben die Medis aber nicht wirklich ausser den Nebenwirkungen.

    Ich hab Angst das die IV mich zwingt dazu, es ist sogar regelrechte Panik die ich davor habe :( Ich nehme ja einen haufen anderer Medikamente wie Benzos, Schlaftabletten etc. Das hilft mir viel mehr als die ADs. Was soll ich denn jetzt tun?

  • Ziam

    Die IV kann dich nicht zwingen Medikamente einzunehmen, aber du wirst –so glaube ich wenigstens- keine IV-Rente erhalten, wenn du gegen deine psychische Erkrankung keine Medikamente einnehmen willst. Die IV kann bei dir keine Ausnahme machen. Würden sich alle Psychischkranken weigern, antidepressive Medikamente einzunehmen, dann würden sehr viele mit der gleichen Krankheit solche Medikamente wegen den Nebenwirkungen wie du sie hier beschreibst ebenfalls verweigern. Du musst lernen mit diesen Nebenwirkungen zu leben. Blutproben werden bei dir über eine gewisse Zeit verlangt um sicher zu sein, dass du die Medikamente auch wirklich einnimmst.

    Nicht alle psychischkranke Menschen müssen ein ganzes Leben lang psychisch krank bleiben. Dank neuen Medikamenten und dem neunen Gesetz „Eingliederung vor Rente“ kann vielen Menschen geholfen werden, sich im Berufsleben wieder einzugliedern oder wieder ins Berufsleben zurückzukehren.

    Batro

  • Ja schon, aber ich bin ja nicht wegen Depressionen bei der IV, sondern wegen der Borderline oder dem Asperger (was ja noch abgeklärt wird) Die Depression ist bei mir halt als Nebendiagnose dazugekommen durch die Lebensumstände.

    Mein Probleme kann man nicht durch Medikamente "heilen". Schön wäre es wenn das gehen würde, aber Medikamente verändern halt kein Verhalten.

    Die Medikamente helfen ja auch nicht, die Depressionen bleiben einfach bestehen und werden sogar teilweise mehr. Die Nebenwirkung macht die Esstörung schlimmer etc. Ich finde das ist nicht zumutbar halt, es soll ja helfen nicht noch mehr krank machen oder nicht?

  • Ziam

    Auch wenn du es nicht wahrhaben willst, Medikamente können das “Verhalten“ von einer Person verändern.

    Du musst selber entscheiden was du willst und was du nicht willst. Wenn dir zwei Psychiater unabhängig von einander empfehlen, Antidepressive Medikamente einzunehmen, können diese Empfehlungen nicht falsch sein. Wenn du nur deine Grundkrankheit ohne deine Depression ärztlich behandeln lassen willst, wird dir auch kein Psychiater behilflich sein eine IV-Rente zu bekommen. Denke mal darüber nach, ob du wirklich mehr über deine Krankheit weist und welche Medikamente dass dir helfen und welche dir mehr Schaden als Nutzen zufügen könnten, als Psychiater/innen mit einer jahrelangen Ausbildung und jahrelanger Erfahrung bei verschiedenen Patient/innen mit demselben Krankheitsbild wie sie das bei dir festgestellt haben.

    Batro

  • Hallo Ziam,

    ich verstehe dein Problem... Nein, eigentlich hast du zwei!

    Als erstens fehlt dir zur Zeit noch der richtige Arzt dem du vertrauen kannst und der dich ernst nimmt und zum anderen solltest du jetzt gezwungener Masen ein Medikament nehmen das dir nicht bekommt, aber von der I.V. verlangt wird.

    Ich hatte bei meinem Sohn mal eine ähnliche Situation mit dem Ritalin. Die I.V. verlangte es, ansonsten hätte er nicht in die Sonderschule gedurft, meinem Sohn hat das aber überhaupt nicht gut getan, es hat ihn so sehr verändert, dass man meinen konnte er sei ein "Zombie".

    Leider sah das der damalige Arzt nicht so, er verlangte das er trotzt den Nebenwirkungen Ritalin weiter nehmen musste. Ich habe darauf hin das Medikament heimlich abgesetzt, es dem Arzt nicht mitgeteilt und mir aber so schnell als möglich einen neuen Arzt gesucht von dem ich erfahren habe, dass er in dieser Hinsicht auch Kritisch dachte und somit mich und mein Sohn andersweitig Behandelte so das er nicht mehr unter diesen schlimmen Nebenwirkungen zu leiden hatte.

    Was kostet es dich jetzt ja zu den Antidepressiva zu sagen und es zur Zeit nicht zu nehmen? Du streitest gegen Windmühlen und es bringt dir nichts. Mach dich lieber auf den Weg und suche dir den geeigneten Arzt. Aber vergiss nicht, bei den Ärzten ist es wie bei den Prinzen..., man muss zuerst viele Frösche Küssen bevor man auf einen Prinz stösst. ;)

    Bevor sich jetzt jemand aufregt.., Ritalin ist kein schlechtes Mittel, nur vertragen es nicht alle.

  • Ziam,

    Benzos sind auch Antidepressiva (AD), mit denen hast Du also keine Probleme?? Ist irgendwie unlogisch. Zudem ist es schwer, von Benzos wieder loszukommen.

    Du solltest Deinen Tablettenkonsum koordinieren. Hat irgendein Arzt den Überblick, was Du alles zu Dir nimmst?

    Ich verstehe Deine Bedenken gegenüber AD´s . Ich hasse die Dinger. Trotzdem können sie in gewissen Situationen sinnvoll sein. Eine wichtige Frage finde ich: Welches AD würdest Du am besten vertragen, zeigt bei Dir am wenigsten Nebenwirkungen.

    Hubert

  • Hm also ich vertrage Benzos auch nicht wirklich. Benzos sind Tranquilizer keine Antidepressivas. Sie haben andere Nebenwirkungen wie Gedächnisverlust, Gefühlslosigkeit oder auch Depression.

    Ich hatte bis jetzt kein Antidepressiva das ich vertragen habe, darum schreibe ich das ja. Ich bin sehr leicht vom Gewicht her, also untergewichtig und habe das Gefühl selbst die niedrigste Dosis eines Medikamentes ist zuviel für mich.

    Der Arzt meint halt das ich nur durch die Medikamente behandelbar wäre, was aber unlogisch ist weil ich noch aggressiver wurde und mich noch mehr in mich zurückgezogen habe. Das war besonders bei Fluoxetin (Prozac) der Fall. Aber mein Psychiater nahm mich nicht ernst und meinte nur "ja das bilden sie sich nur ein, seine andere Patienten zeigen gute Erfolge mit dem Medikament, nur Sie nicht"

    Er kann mich doch nicht mit anderen vergleichen! Die sind sicher viel schwerer wie ich und einfach anders im Gehirn und mit dem Stoffwechsel auch mit ihren Problemen etc.

    Ich hatte einfach das Gefühl ohne diese Medis kann ich viel klarer denken und meine Probleme schneller und effizienter lösen. Mein Psychiater aber meint, es wäre besser "wie benebelt zu sein um Abstand von den Problemen zu bekommen" Das will ich aber nicht, ich will keinen Abstand ich will sie lösen..auch wenn es schwierig bis undmöglich ist aber da helfen Medikamente eben doch nicht wirklich, sie sind keine Wundermittel die die Persönlichkeit eines Menschen heilen können!

  • Antidepressiva ist fast immer falsch. Nützt eigentlich nur der Pharma-Industrie.

    Mühsam ist halt, dass die IV scheinbar nicht davon ausgeht, dass es bei manchen psychischen Belastungen keine Hilfe gibt. Z.B.: Wie soll eine Pille gegenwärtig Probleme lösen, die durch eine Situation in der Vergangenheit ausgelöst wurden?

  • Thema

    Die richtigen Medikamente helfen vielen, die tiefe innere Traurigkeit nach einem oder gleich mehreren schweren Schicksalsschläge so zu lindern, dass man diese psychisch kranken Menschen Monate später, oder bei einigen vielleicht ein par Jahre später, wieder ins Erwerbsleben eingliedern kann.

    Natürlich werden immer innere Narben zurück bleiben, aber auch psychische Wunden können heilen. Und wenn diese Wunden nicht heilen und man alles was geschehen ist nicht verarbeiten kann, dann lernt man mit der Zeit solche Schicksalsschläge im Kop zu verdrängen.

    Einmal psychisch krank heisst nicht, dass man bis ans Lebensende psychisch krank bleiben muss. Aus diesem Grund finde ich es richtig, dass die IV verlangt, dass solche Medis eingenommen werden müssen, bevor eine IV-Rente wegen dieser Krankheit ausbezahlt wird.

    Batro

  • Marga

    Ganz egal was der Beobachter über dieses Thema schreibt, ich bleibe aus eigener Erfahrung bei meiner obigen Meinung.

    Ich habe den aller schwersten Schicksalsschlag erleben müssen, den Eltern überhaut erleben können. Das kann nur jemand nachvollziehen, wo das Gleiche oder etwas Ähnliches so wie ich persönlich erlebt hat. Danach war ich traumatisiert und am Boden zerstört, habe angefangen Alkohol im Übermass zu trinken was mir kurzfristig geholfen hat. Nach zwei Jahren war ich Alkoholkrank. Nur mit eisernem Willen konnte ich mich ohne Fremde Hilfe von diesem Teufelszeug befreien.

    Ein par Jahre später ist meine Frau nach langer Leidenszeit an Krebs verstorben und meine psychische Erkrankung hatte sich wieder in voller Wucht zurückgemeldet. Aus Erfahrung wusste ich, dass Alkohol auf Dauer keine Lösung sein kann, sondern dass sich damit die ganze Situation nur noch verschlechtert. So ging ich für kurze Zeit in eine psychiatrische Klinik um die richtigen Medikamente zu finden und diese einzustellen. Die Medikamente, die mir von einem guten Psychiater verschrieben worden waren haben mir geholfen wieder „gesund“ zu werden und mich im Arbeitsleben wieder einzugliedern.

    Batro

  • Ziam,

    Du hast Recht, Benzos gelten nicht als AD, sondern als Tranquilizer. Ich habe sie fälschlicherweise in den gleichen Topf geworfen. Man gibt sie auch gerne während der Zeit, bis die AD wirken.

    Ich persönlich habe vor Benzos einen Heidenrespekt da ich schon selber erfahren habe, wie gut und schnell sie manchmal wirken können -- direkt unheimlich. Bei Benzos gibt es eine "hohe Einnahmebereitschaft", man nimmt sie gerne, deshalb verdienten einige von ihnen auch den Beinamen: "mothers little helpers".

    Wie geht es Dir ohne Benzos?

    wie benebelt zu sein um Abstand von den Problemen zu bekommen".



    Du hast das richtig erkannt, man nennt das den "schmerzdistanzierenden Effekt".

    "Wir wissen nicht genau was es ist, aber mit den AD kümmert es Dich erstmal weniger."

    Das will ich aber nicht, ich will keinen Abstand ich will sie lösen..



    Du schriebst von starken Nebenwirkungen. Du könntest diese von einem Arzt bestätigen lassen, bestätigen dass Du deshalb die Medis nicht nehmen kannst.

    Steht eigentlich nicht auf fast jedem Medikamenten Beipackzettel, dass man das Medikament absetzen sollte, wenn man starke Nebenwirkungen spürt?

    Ich kann Deine Situation nicht beurteilen, was mich aber daran stört, ist, dass man Dich zum Kosum von Medikamenten zwingen will, die Du offensichtlich nicht nehmen willst. Da läuft etwas falsch in Deiner Behandlung.

    Eine Frage noch: Was erhofft man sich eigentlich davon, dass Du diese Medikamente nimmst?

    Hubert

  • Mu

    Guter Vorschlag von dir, ich kann diesen nur unterstützen. Es gibt so viele verschiedene neue und gute Medikamente die nur in einer Klinik eingestellt werden können. Auch ich habe das erste Medi nicht vertragen. Dieses hat mir aufs Gehör geschlagen und ich musste es deshalb absetzen.

    Beim zweiten habe ich eine unvorstellbare trockene Mundschleimhaut sowie Schwindelanfälle bekommen.

    Beim dritten war ich dermassen müde geworden, dass ich nur noch schlafen wollte.

    Wirklich geholfen hat mir nach vielen Monaten erst das vierte Medikament wo ich eingenommen habe. Allerdings mit der Nebenwirkung von einer massiven Gewichtzunahme. Nach ca. 5 Jahren konnte ich dieses Medikament ohne Entzugserscheinung wieder absetzen. Meine Gewichtzunahme von 25 Kilo während der langen Zeit, verursacht durch dieses Medikament, ist danach innerhalb von ca. zwei Jahren ebenfalls wieder auf mein ursprüngliches Normalgewicht gesunken.

    Batro

  • Schlimm, dass man Menschen dazu zwingt Medikamente einzunehmen, obwohl diese oftmals vieles verschlimmern oder andere Effekte auslösen. Mein Vater ist gestorben, weil man ihm diese scheiss Psychopharmaka angedreht hat. Es wäre bloss ein Burn Out gewesen. Eine Auszeit hätte ihn wieder gesund gemacht. Aber man hat ihm Medis gegeben, welche ihn erst wirklich psychisch und physisch krank gemacht haben.

    Dabei gäbe es gute Methoden, um eine psychische Erkrankung zu bekämpfen. Nur leider wird dies in den Medien immer wieder so schlecht gemacht, dass es sich nicht durchsetzen kann. Als auch noch meine Mutter gestorben war, fiel ich in Depressionen. Dank einer umstrittenen Organisation bin ich innerhalb eines Jahres aus diesen Depressionen heraus gekommen. Gekostet hat mich das ganze zwei Kurstage und ca. 120.-. Kein einziges Medikament habe ich eingenommen!

  • @ Batro

    Ja ich glaube es dir, das es dir geholfen hat. Aber deine Probleme sind ganz andere als meine, man kann zwei Menschen nicht vergleichen miteinander.

    Ich wurde von Drogensüchtigen Eltern geboren, meine Mutter nahm Heroin auch während der Schwangerschaft. Schon als Baby bin ich fast gestorben, musste zwangsernährt werden.

    Danach wurde ich schwer vernachlässigt, geschlagen und später auch sexuell misshandelt (nicht von meinen Eltern)

    Zu der körperlichen Gewlt kam auch noch viel psychische, aber darauf gehe ich jetzt nicht ein.

    Das ganze dauerte 21 Jahre lang, also die Gewalt, sexuellen Übergriffe und so weiter.

    Schlussendlich hat sich meine Persönlichkeit sehr verändert, ich wurde paranoid, sehe in jedem Menschen gleich gefahr, habe mich selber verletzt, wurde aggressiv und auch ein wenig gewalttätig. Jeder Chef kündigte mir den Job.

    Somit wurde ich auch depressiv. Weil ich dachte ich sei eine Looserin, die nie was auf die Reihe bekommt, nicht mal arbeiten oder eine normale Freundschaft.

    Die Antidepressiva haben vielleicht meinen Verstand so vernebelt das ich nicht mehr so sehr depressiv war (aber nur minimal) aber die aggressionen, paranoidität etc blieb und wurde sogar stärker, je nach Antidepressiva.

    Was ich damit sagen will, in einzelnen Schicksalschlägen wie evtentuell bei dir über die man selber nicht wegkommt denke ich helfen die Antidepressiva, aber wenn man 21 Jahre lang dauernd Stress ausgesetzt ist (was sich sicher viele nicht vorstellen können) dann verändert sich die Persönlichkeit und die kann man einfach mit den Medis nicht wieder zurückverändern.

    Das was mir helfen würde wäre Verhaltenstherapie oder etwas in die Richtung, aber mein Psychiater gibt mir halt nur dei Medis weil er sich davon erhofft das wenn ich weniger depressiv bin einfach zu therapieren bin (er meint ich sei unzugänglich und die Medis würden mich öffnen und mir die Paranoia nehmen)

    Ich möchte halt die Dinge aus eigener Kraft angehen, sozusagen an den Wurzeln packen. Ich möchte auch nicht mehr so viel zunehmen da ich stolz bin auf mein leichtes Untergewicht da ich sehr diszipliniert esse. Irgendwie versteht der Psychiater das nicht. 25 Kilo zuzunehmen wäre für mich ein wirklicher Grund zum durchdrehen, weil ich hatte das schon mal wegen der Pille und da haben mich alle ausgelacht und "Schweinebacke" "Riesentitte" und weiss ich was genannt. vorher war ich superschlank. Sowas würde mich fertig machen. Ich bin nicht eitel, aber mag eine solche Zeit nie wieder erleben. Man kennt mich einfach so mit 42 Kilo bei 160cm und das soll auch so bleiben.

  • Ziam

    Es ist nicht so, dass ich dir nicht glauben kann, aber meine Meinung als Laie hätte bei der IV genau so wenig Gewicht wie deine. Helfen kann dir nur ein Psychiater oder eine Psychiaterin mit einem Gutachten an die IV, in dem ein Befund über deine Krankheit und deren bisherigen Krankheitsverlauf durch die verordneten Medikamente ausführlich beschreiben wird. Wenn du dich aber weigerst Medikamente einzunehmen, kann weder ein Psychiater noch eine Psychiaterin einen Antrag auf eine IV Rente für dich so aufsetzen, dass du mit deiner Krankheit in ein Krankheitsbild der IV hineinpassen würdest, das dich berechtigen könnte eine IV-Rente zu erhalten.

    Rein rechtlich gesehen ist die Sache glas klar: Solange du keine Gefahr, weder für dich selbst noch für andere bist, darf dich niemand zwingen auch nur ein einziges Medikament zu schlucken oder es dir zu spritzen.

    Wenn du die Einnahme von Medikamenten auch in Zukunft verweigerst, wirst du nie eine IV-Rente erhalten, weil du nicht beweisen kannst, dass Medikamente dir gesundheitlich mehr Schaden als Nutzen zufügen könnten.

    Batro

  • Hallo Ziam

    Immer noch kein "Bock" auf einer stationären Aufenthalt ???

    Wenn Du primär Borderline bist, mit X- Nebendiagnosen,wusste ich nicht was, im Bezug auf IV-Anmeldung sonst anraten....

    Eigentlich weis ich, dass die x-Vorschläge und Unterstützungen (Versuche) ihnen/Dem, der Bordi persönlich nichts bringen werden!

    Dein "Werdegang mit so viele Leiden seit der Geburt" tuen mir echt Leid. Niemand kann es verstehen, auch wenn er nur ein Teil davon erlebt hat.

    Tut mit so Leid für dich, Ziam!

    Die IV fonktionniert auf anderen Basis/Basen (Oder und auch mit anderen Besen. Smile)...

    > Erkundige dich über die aktuellen Gutachten.

    Falls Vorentscheid der IV mit negativem Bescheid auf Beruflichen Massnahmen und Rente (ev. nur, wie aktuell 1/4 Rente max.) empfehle ich dir einen Anwalt zu nehmen.

    Du kennst sicher Deinen Anspruch im Bezug auf "Kostenlosen Rechtsvertretung bei deiner Gemeinde"

    Es wird ein weiteren längeren Weg sein.

    > Viel Kraft!

    Die anderen Teilnehmer geben Dir Antwort, meinen es gut, wie ich auch...

    Bon weekend an tutti. mu

  • Wieso kein Bock? Mein Psychiater meint nicht das ich stationär gehen sollte... Ich weiss nicht einmal für was das gut sein soll...

    Von "kein Bock" hat hier niemand was erwähnt (???)

    Aber warum meinst du würdest du mir das anraten stationär zu gehen wegen der IV-Anmeldung?

    Mein Freund hat auch Persönlichkeitsstörungen und war nie in einer Klinik, die IV wollte es ihm anraten aber sein Psychiater meinte es tut ihm nicht gut. Und trotzdem hat er nach gescheitertem Integrationsprogramm Rente.

    Klinik ist nicht jedem zu empfehlen, das entscheidet der Arzt in der Regel ob das hilft oder nicht und meiner meinte dazu das ich nicht muss. Was soll ich denn dazu noch sagen? Ich verstehe halt nicht ganz was du damit Aussagen wolltest.

  • Ziam



    Wieso kein Bock? Mein Psychiater meint nicht das ich stationär gehen sollte... Ich weiss nicht einmal für was das gut sein soll...



    Vielleicht könnten dir die „richtigen“ Psychiater in der „richtigen“ Klinik behilflich sein, dass du zu einer IV-Rente kommst und dass es dir nach einem Klinikaufenthalt psychisch besser gehen könnte. Mehr dazu im nachfolgend eingefügten Link, aus dem ich noch schnell einen kurzen aber wichtigen Ausschnitt hier rein kopiere:

    >Nach monatelanger Suche fand Rita C. jene Hilfe, die ihre Tochter brauchte: in der Klinik Littenheid. Diese bietet speziell für Jugendliche eine Therapie an, die sich bei erwachsenen Patienten bewährt hat. Die sogenannte Dialektisch-Behaviorale Therapie fördert Verständnis und Akzeptanz der Borderline-Patienten für ihre Krankheit, vermittelt ihnen aber auch Strategien, um Veränderungen zu erzielen.
    http://www.beobachter.ch/leben…angen-in-extremgefuehlen/

    Batro