Sozialamt / Zwangsarbeit für 150.- /mt.

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  • Nike

    Deine Vorwürfe an uns Klein- und Durchschnittsverdiener sowie IV- und AHV-Rentner/innen mit EL sind happig und dürfen nicht unwidersprochen hingenommen werden.

    Deine verbale Hetze gegen alle, auch gegen jene die jeden Steuerfranken zuerst nicht nur hart sondern sehr hart verdienen oder zum Teil sogar vom Mund absparen müssen bevor sie diesen an unseren Sozialstaat abliefern können, schadet nicht zuletzt auch deinen Klienten und Klientinnen.

    Ganz besonders Kleinverdiener müssen um ihre Existenz kämpfen damit sie nicht auf Sozialhilfe angewiesen sind und genau das willst du nicht wahr haben. Ich zitiere dich: >Da bekommt man den Eindruck, dass in Wahrheit die Arbeiter alle die Armen sind, ... und gar nicht die Sozialhilfebezüger, die um ihre Existenzen kämpfen müssen!
    Ich habe dir schon in einem anderen Thread gesagt, dass du meiner Meinung nach von der gesamten Materie Sozialhilfe und Nothilfe wenig verstehst und somit als Leiterin einer Selbsthilfegruppe am falschen Platz bist.

    Du bringst immer und immer wieder zwei ganz unterschiedliche Hilfeleistungen durcheinander. Sozialhilfe ist bei uns in der Schweiz –im Gegensatz zur Nothilfe- kein Grundrecht, wo alle in der Schweiz wohnhaften oder lebenden Personen Anspruch auf diese Hilfe haben.

    Auch deine Behauptung, Sozialhilfeempfänger/innen müssten pro Monat mit 1‘900 Fränkli überleben ist absolut unrichtig. Erstens sind das keine Fränkli, sondern hart verdiente und von vielen zum Teil mit Not und Mühe erarbeiteten und ersparten Franken.

    Zweitens beziehst du -bewusst oder unbewusst- sämtliche zusätzliche Hilfeleistungen die Sozialhilfeempfänger/innen im Notfall zusätzlich erhalten nicht in deine Kalkulation mit ein.

    Eine Zahnsanierung von einem Sozialhilfeempfänger kann uns Steuerzahler/innen schnell mal 10‘000 Franken und mehr kosten. Hinzu kommt bei vielen oft noch eine ganze Wohnungseinrichtung von der Schlafzimmerlampe bis zum Stuhl, Tisch, Schrank und Bett etc. etc. Aber solche Kleinigkeiten sind für dich halt nur ein par Fränkli oder ein par Batzen.

    Batro



  • Nike

    Sozialhilfe ist bei uns in der Schweiz –im Gegensatz zur Nothilfe- kein Grundrecht, wo alle in der Schweiz wohnhaften oder lebenden Personen Anspruch auf diese Hilfe haben.



    Stimmt so nicht. Sozielhilfe ist in der Schweiz sehr wohl ein Grundrecht mein lieber Batro.

    Ich bin ja ein sehr gemässigter Mensch und und ich glaube ich kann zu recht sagen dass es mir auch nicht passt von Sozialhilfe zu leben. Ich habe alles erdenkliche getan um schnell wieder eine Stelle zu bekommen und dies hat ja auch geklappt.

    Ich finde aber was du hier rauslässt ist eine Ohrfeige für jeden Sozialhilfebezüger. Du generalisierst alle welche Sozialhilfe beziehen. Als ob ALLE es lustig finden auf der faulen Haut zu sitzen. Warst DU schon mal in dieser Situation? Nein, das kann dir ja nicht passieren. Unschuldig schon gar nicht denn du bist ja ein gutbürgerlicher fleissiger Schweizer.

    Ich kann verd*** nochmal nix dafür dass ich 3 Jahre lang zwischen 12 uns 16 Std. gearbeitet habe um meine Firma aufzubauen und nochweniger dass der wütende Mob mein Geschäft niederbrannte. Ich finde es eine unerhörte Frechheit wie du über mich herziehst. Dein überhebliches auftreten gegenüber mir zeugt nicht grad von sehr viel Intelligenz.

    Ende Diskussion.

    Gibt es hier keine Moderatoren?

  • Wetziker

    Nicht alles was ich hier geschrieben habe, hat deine Situation betroffen. Von dir stört mich, dass du nicht bereit bist für 150 Franken zusätzliche Sozialhilfe pro Monat an einem von deiner Wohngemeinde organisierten Programm teilzunehmen.

    Das Grundrecht auf Sozialhilfe bei uns in der Schweiz kann man SO interpretieren wie du oder eben SO wie ich. Zwischen Sozialhilfe und Nothilfe besteht ein grosser Unterschied, und das Grundrecht auf Sozialhilfe ist bei uns Nothilfe. Diese wird allen Menschen gewährt. Zum Beispiel wenn jemand die Sozialhilfe verliert, weil er oder sie sich nicht an die ihm auferlegten Pflichten gehalten hat oder für Asylsuchende Menschen.

    >Die Sozialhilfe in der Schweiz ist eine öffentlich-rechtliche Sozialleistung, die im System der sozialen Sicherheit die Funktion einer Mindestsicherung des untersten Auffangnetzes innehat. Die Sozialhilfe erlaubt mittellosen Menschen, ein menschenwürdiges Dasein nach dem Kriterium des soziokulturellen Existenzminimums zu ermöglichen. Dies entspricht einem weiten Spektrum von der sogenannten Nothilfe für abgewiesene Asylbewerber bis zu einem breiten Band an Leistungen, welches für alle übrigen Aufenthalter in der Schweiz einen weiten Leistungskatalog umfasst….
    Und dieser weitere Leistungskatalog ist kein Grundrecht. Sonst würde jede Asylsuchende und jeder Asylsuchender bei uns in der Schweiz statt in einer einfachen Militär- Unterkunft so wie du jetzt in einem Zimmer mit Küche wohnen. Auch hätte dir deine Wohngemeinde nicht mit Leistungskürzungen der Sozialhilfe drohen dürfen, wenn das Grundrecht auf Sozialhilfe so wäre, wie du und Nike diese hier interpretieren.

    Noch ein Wort zu deinem Vorwurf über meine fehlende Intelligenz. Man sollte andere nie für dümmer halten als man selber ist.

    Batro

  • Zitat von Wetziker

    Verfasst am: 26. 02. 2012 [14:32]

    Wetziker

    Topics: 1

    Beiträge: 3

    Es wird ja immer Bunter!! Jetzt bin ich schon ein "Jugentlicher"

    Na Danke fürs kompliment!! Ich bin 44 und Dipl. Engineer (Elektronik)

    Ich glaub ich hab erwähnt dass ich ein Geschäft in England mit 3 angestelltenhatte!? Ein Jugentlicher würde so etwas wohl kaum zustande bringen. Mich erstaunt dass offenbar viele hier nur das Lesen was sie eben Lesen wollen und Dinge welche die eigene Meinung zu diesem Thema obstruktieren könnten, werden einfach ignoriert. So entstehen Gerüchte welche am Ende zu Beschuldigungen und Beschimpfungen führen, meine Damen und Herren! Ich muss doch

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    Wetziker

    allein dieser Abschnitt Deiner Post macht für mich unglaubwürdig dass Du je eine Firma geleitet hast!

    Sollte Dein Alter stimmen, so frage ich mich ernsthaft, wieso hast Du nie in eine Arbeitslosen Kasse einbezahlt, in Deinem Alter

    kannst Du Dich nicht mehr rausreden, nie mit der Arbeitslosigkeit gerechnet zu haben!

    Nein, ich nehme Dir nichts mehr ab!

    Sonja

  • Sonja, Du regst Dich über das Falsche auf.

    Als Selbständiger hätte Wetziker auch in der Schweiz nicht die Möglichkeit, Arbeitslosengeld zu beziehen.....da wird es in England nicht anders sein, nämlich dass man nicht in die Arbeitslosenkasse einzahlt.

    Aber Deine Idee klingt gar nicht so schlecht: könnten Selbständig erwerbende sich in die Arbeitslosenkasse einkaufen, stünden sie besser da und müssten im Notfall nicht zum Sozialamt.

    Gruss

    Ellen

  • @ Batro

    Es wäre ja nicht das erste mal, dass Du mir recht geben müsstest, mein lieber Batro, nachdem Du vorher selbst völlige Fehlinformationen gegeben hast.

    Grundsätzhlich möchte ich nur ungern mit Dir diskutieren, da Du gerne mal alles, was ich aufführe, als falsch interpretierst. So ist's etwas mühsam, überhaupt eine Diskussion zu führen. Auch ein "heruntermachen" von wegen "Fehl am Platz für eine Selbsthilfegruppe"^oder ich würde "Hetze machen" ist hier absolut unpassend - und auch nicht gerade freundlich - bei einer Diskussion.

    Auch grundsätzlich Sozialhilfebezüger, die hier posten und eine Frage stellen, gleich immer zu kritisieren, zu benörgeln, ihnen Fehler vorzuhalten und sie gar als Lügner zu bezeichnen (man glaubt ihnen ja nie gerne was) ... ist sehr unfreundlich. - Leider aber nichts Neues hier.

    (@ Beobachter) - Keine Ahnung, warum sowas nicht auch in eine "Nettiquette" gehören müsste. - Das wäre in etwa ähnlich, wie wenn jeder Ausländer, der hier postet, jeweils gleich kritisiert, benörgelt usw. wird. Da hätte man als Forumbetreiber doch sicherlich auch was dagegen, nicht wahr? - Aber gut, mit Ausländern muss man nach Gesetz ja eben freundlich sein, ... bei den Sozialhilfebezügern gibt's so ein Gesetz halt noch nicht ... !

    Aber naja, ... dafür habt Ihr ja mich, die nette Nike!)

    :)

    Also, Batro, erst mal zu Deinem Satz:

    " ... Deine verbale Hetze gegen alle, auch gegen jene die jeden Steuerfranken zuerst nicht nur hart sondern sehr hart verdienen oder zum Teil sogar vom Mund absparen müssen bevor sie diesen an unseren Sozialstaat abliefern können, schadet nicht zuletzt auch deinen Klienten und Klientinnen..."

    Ich mache keine Hetze gegen Steuerzahler, jetzt übertreibs mal nicht wieder. Ich bin schliesslich selber AUCH Steuerzahler, hm? Und ich habe damit auch meine Mühe. Aber ich - im Gegensatz zu Euch Nörglern hier - bin richtig froh, dass meine Steuergelder auch an die ARMEN gehen, sprich Sozialhilfebezüger! Das scheint MIR nämlich tausendmal nützlicher zu sein, ... als - wie schon gesagt - die Steuergelder an die olle städtische Weihnachtsbeleuchtung oder sonst was Überflüssiges oder Nebensächliches hinzublättern.

    Jawoll.

    Zudem: Meine Worte sollen zum Denken anregen, ... aber grundsätzlich geht ja eh niemand wirklich darauf ein. Sagt mir nämlich keiner, WAS er denn lieber mit seinen Steuergelderchen bezahlen will, nicht wahr?

    Zudem wiederhole ich es hier auch nochmals: Es gibt noch so manche Sozialhilfebezüger, die VOR dem Bezug von Sozialhilfe AUCH ihre Steuern bezahlt haben. Die "finanzieren" sich also gewissermassen selber. - Ich weiss, Batro, dass Du aber auch DA gerne trotzdem nörgelst, nicht wahr? (Du erinnerst Dich schon noch an den letzten Thread, oder?) Ja, es sind halt ALLE Sozialhilfebezüger so schlecht und schlimm für Dich.

    " ... Du bringst immer und immer wieder zwei ganz unterschiedliche Hilfeleistungen durcheinander. Sozialhilfe ist bei uns in der Schweiz –im Gegensatz zur Nothilfe- kein Grundrecht, wo alle in der Schweiz wohnhaften oder lebenden Personen Anspruch auf diese Hilfe haben..."

    Not ist Not. - Natürlich steht das im Grundrecht.

    Es geht hier nicht darum, wie man's interpretiert, sondern um Fakten.

    Mach Dich mal kundig. So wie Du's hier an Wetziker erklärst, könnte man meinen, nur die Ausländer und Asylanten seien notbedürftig. Und Schweizer seien nie in Not.

    In Not bist du, sobald du für deine Existenz nicht mehr alleine oder selber aufkommen kannst. Wenn das keine Not sein soll, wenn man dann zur Sozialhilfe gehen muss, ... was soll es DANN sein?

    Ah, Du meinst, da sind sie eben ALLE bloss Schauspieler, oder sie lügen? Das sei gar keine Not, schliesslich sind sie sowieso alle bloss zu faul?

    So denkst Du doch, nicht wahr? Und darum meinst Du, könntest Du auch bei allen Sozialhilfebezügern hier nörgeln und sie kritisieren?

    Mach Dich kundig, Batro. Ich habe keine Lust, Dir jedes Detail zu erklären, ... weil Du mir ja sowieso nicht glaubst.

    " ... Auch deine Behauptung, Sozialhilfeempfänger/innen müssten pro Monat mit 1‘900 Fränkli überleben ist absolut unrichtig. Erstens sind das keine Fränkli, sondern hart verdiente und von vielen zum Teil mit Not und Mühe erarbeiteten und ersparten Franken..."

    Nein, es ist durchaus richtig. Zumal in unserem Kanton. Für eine Einzelperson. In diesen 1900.- Fränkli ist Miete und KK inbegriffen, jaja.

    Ach ja, übrigens: Die Krankenkassenprämie ... ist KEINE Sozialhilfeleistung!

    Mach Dich mal kundig.

    Und ich nenn's "Fränkli" ... weil's durchaus so WENIGE sind!

    Herzig wenige Fränkli.

    " ... Zweitens beziehst du -bewusst oder unbewusst- sämtliche zusätzliche Hilfeleistungen die Sozialhilfeempfänger/innen im Notfall zusätzlich erhalten nicht in deine Kalkulation mit ein.

    Eine Zahnsanierung von einem Sozialhilfeempfänger kann uns Steuerzahler/innen schnell mal 10‘000 Franken und mehr kosten..."

    Nein, ich beziehe diese Zusatzleistungen nicht mit ein, weil sie NICHT Standard sind. Zudem hast Du hier eben keine Ahnung, wie SCHWER es ist, bei der Sozialhilfe überhaupt etwas unter "Zusatzleistung" zu bekommen. In der Regel heisst es bei der Sozialhilfe grundsätzlich zuerst mal NEIN.

    Also jetzt stell Dich nicht so an, mein Gott, Deine Steuergelderchen werden schon SEHR SORGFÄLTIG an die Sozialhilfebezüger verteilt, okay? - Also keine Panik!

    Was die Zähne betrifft ... so ist dies halt eine uuuuuralte Geschichte. Die weiss halt kaum jemand noch - Du wohl auch nicht - wenn man sich nicht wirklich mit der Armutsgeschichte in der Schweiz beschäftigt.

    Das ist also ein uraltes Ding. Das Prinzip lautet da: Die SCHWEIZ HAT KEINE Armen! - So, und woran erkennt man denn die ARMEN? - An ihren Zahnlücken, genau!

    Damit man den Schein wahren kann, und man diese Armen nicht gleich erkennen oder sie überhaupt sehen kann, so hat man sich da dann schon vor vielen Jahren auch bemüht, dass man diesen Armen wenigstens den Zahnarzt bezahlt. - Macht doch ein besseres Bild, für die Schweiz, nicht wahr? Wenn da alle Leutchen mit schönen Zähnen herum hüpfen!

    Das ist also ein uralter Zopf. - Heute denkt man da schon noch so, aber eben auch noch viel weiter, denn jeder weiss, dass schlechte Zähne auch auf die ganze Gesundheit negativen Einfluss haben können.

    Aber auch hier wieder ein Trost für Dich - da Du Dir ja Deine Steuergelderchen so sehr ans Herz drückst - : Die Sozialhilfe bezahlt immer nur das Billigste und Nötigste bei einem Zahnarzt. Nach SUVA-Tarif.

    Ich weiss auch, dass einzelne Zahnärzte sich manchmal auch schon mal weigern, Sozialhilfebezüger überhaupt zu behandeln, weil sie diese dann so billig behandeln MÜSSEN. - Aber das ist Insiderwissen.

    Schöne Sache, nicht wahr? - Naja, man kann's ja anscheinend verstehen, weil JEDER um seine Existenz ja kämpft! - Wer dann am meisten darunter leidet, ... kann man sich ja ausrechnen. - Also ganz sicher nicht der Zahnarzt!

    " ... Hinzu kommt bei vielen oft noch eine ganze Wohnungseinrichtung von der Schlafzimmerlampe bis zum Stuhl, Tisch, Schrank und Bett etc. etc. Aber solche Kleinigkeiten sind für dich halt nur ein par Fränkli oder ein par Batzen. ..."

    Auch hier übertreibst Du wieder, weil Du einfach nicht die Realität kennst. - Ich habe schon unzählige Sozialhilfebezüger kennen gelernt, ihre Situation kennen gelernt, ... und darunter - das ist eher SO zu betonen - sind SEHR VIELE, die noch NIE eine Zusatzleistung beansprucht haben!

    Jetzt freu Dich doch mal, über diese tolle Nachricht, hm?

    Hättest Du nicht so gedacht, nicht wahr? Ja da siehst Du, wie schnell Du Dich irren kannst. - Vor lauter Angst und Panik über Deine Steuergelderchen!

    Ja, manchmal kann man sich gewisse Dinge auch einfach nur EINBILDEN, ... weil man einfach immer nur so NEGATIVE Dinge über Sozialhilfebezüger in den Zeitungen liest! Ja da merkt man kaum noch, wie sehr man da "manipuliert" wird für ein Denken, welches gar nicht der wirklichen Wahrheit entspricht ...

    Also, Batro, Du, der Du Dir Deine Steuergelderchen so sehr ans Herz drückst: Habe ich Dich etwas beruhigen können?

    Aber um doch noch kurz beim Thema zu bleiben:

    Sagt hier wieder mal keiner was dazu, über diese Firmen, die KEINEN Lohn geben, bzw. die Sklavenarbeit anbieten?

    Sagt hier keiner was dazu, dass die Sozialhilfebehörden Freude darüber haben, weil sie so unzählige Klienten mit Zwang "versorgen" können, und noch was dafür bezahlen?

    Ihr wisst doch, das Prinzip und die Regel lautet, dass ein Sozialhilfebezüger von der Sozialhilfe WEG kommen sollte! Und dass dies die meisten Sozialhilfebezüger auch WOLLEN. - Aber so - mit diesen Beschäftigungs-Sklaven-Projekten funktioniert das eben nicht, im Gegenteil. Mit diesen Sklavenlohn-Firmen BINDET die Sozialhilfe ihre Klienten noch weiterhin an sich!

    (Es ist übrigens durch Studien auch belegt, dass diese Programme kontraproduktiv für Sozialhilfebezüger sind. Und die Sozialämter wissen das auch, aber ... ihnen fällt eben nichts Gescheiteres als Lösung ein.)

    Also jeder von uns hat die Wahl, zu entscheiden, ob er solche Sklavenlohn-Firmen und Projekte unterstützt, oder auch nicht.

    Ich persönlich sage klar Nein dazu. - Und Ihr alle JA?

    Nike

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    ... Hinzu kommt bei vielen oft noch eine ganze Wohnungseinrichtung von der Schlafzimmerlampe bis zum Stuhl, Tisch, Schrank und Bett etc. etc. Aber solche Kleinigkeiten sind für dich halt nur ein par Fränkli oder ein par Batzen. ...

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    Ich denke von 10'000 Sozialhilfebezügern ist vielleicht einer (1) darunter welcher wirklich Möbel in diesem Umfang braucht. Die meisten bezüger kommen von der Arbeitslosigkeit in diese Situation und hatten vorher ja schon eine Wohnungseinrichtung.

    Ich könnte mir nur vorstellen das soetwas bei leuten vorkommt bei welchen das Haus komplett niederbrennt und sie alles verlieren.

    Mir hat man gesagt dass nur das Allernötigste bezahlt wird und alles aus dem Brockenhaus. Der Sozialberater kommt da mit und sagt was ich bekomme etc.

    Ich werd das aber ohnehin nicht in anspruch nehmen da ich im moment bei meinen Eltern lebe bis ich meine neue Stelle jetzt im Mai antreten kann. Nicht ideal aber was solls.

    Im übrigen bekomme ich pro Monat 528.- Franken Lebensunterhalt und 400.- für die Miete an meine Eltern.

    KK ist bezahlt und auch da musste ich die billigste nehmen. (250.- bei comparis gefunden) Also mit den 528 franken muss ich Essen, Kleider kaufen, Handyrechnung bezahlen und eben was so anfällt. Nicht gerade einfach.

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    ... Hinzu kommt bei vielen oft noch eine ganze Wohnungseinrichtung von der Schlafzimmerlampe bis zum Stuhl, Tisch, Schrank und Bett etc. etc. Aber solche Kleinigkeiten sind für dich halt nur ein par Fränkli oder ein par Batzen. ...

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    Ich denke von 10'000 Sozialhilfebezügern ist vielleicht einer (1) darunter welcher wirklich Möbel in diesem Umfang braucht. Die meisten bezüger kommen von der Arbeitslosigkeit in diese Situation und hatten vorher ja schon eine Wohnungseinrichtung.

    Ich könnte mir nur vorstellen das soetwas bei leuten vorkommt bei welchen das Haus komplett niederbrennt und sie alles verlieren.

    Mir hat man gesagt dass nur das Allernötigste bezahlt wird und alles aus dem Brockenhaus. Der Sozialberater kommt da mit und sagt was ich bekomme etc.

    Ich werd das aber ohnehin nicht in anspruch nehmen da ich im moment bei meinen Eltern lebe bis ich meine neue Stelle jetzt im Mai antreten kann. Nicht ideal aber was solls.

    Im übrigen bekomme ich pro Monat 528.- Franken Lebensunterhalt und 400.- für die Miete an meine Eltern.

    KK ist bezahlt und auch da musste ich die billigste nehmen. (250.- bei comparis gefunden) Also mit den 528 franken muss ich Essen, Kleider kaufen, Handyrechnung bezahlen und eben was so anfällt. Nicht gerade einfach.

  • Wetziker

    niemand hat behauptet, das das Leben einfach sei. Auch nicht für jene, die nicht von der Sozialhilfe leben.

    Ich denke es sollte jedem Bürger das Ziel sein, dem Staat – das heisst also seinen Mitbürgern – so wenig wie möglich zur Last zu fallen. Da ist Bescheidenheit durchaus angebracht.

    Hinweis: nebst der monetären Hilfeleistung generieren Sie auch ein wenig administrativen Aufwand, der ebenfalls mit Steuergelder bezahlt werden muss. Den betrag von 1‘178.- / Monat erhalten Sie zudem steuerfrei.

    Immerhin wäre unter diesem Aspekt ein Zustupf von 150.- monatlich doch recht angenehm.

    Ihre Vermutung betreffend das Verhältnis 1:10‘000 ist Schöndenken in Reinstform.

    velvet

  • Was ob all dem Wortschwall in diesem Thread vergessen wurde, ist, dass Sozialhilfe kein Geschenk ist.

    Sobald der Bezüger von Sozialhilfe finanziell wieder auf eigenen Beinen steht, wird er die bezogenen Beiträge zurückzahlen müssen. Jung, ohne Schulden und Verpflichtungen, mit Aussicht auf Arbeit wird Wetziker wahrscheinlich ab dem ersten Zahltag in die Rückzahlungspflicht genommen.

    Drum weiss ich gar nicht, ob Wetziker das mit der "Sklavenarbeit" wirklich richtig verstanden hat. Ich schätze, dass die Gemeinde im Gegenzug für die geleistete Arbeit mindestens auf einen Teil der Rückzahlung verzichtet.

    Im Übrigen ist mir Wetzikers Gang aufs Sozialamt schon nicht ganz plausibel. In seiner Situation hätte ich versucht, zum Beispiel mit den Eltern auf privater Ebene eine Lösung zu finden: Vorübergehend auf der Tasche der Eltern liegen, gleichzeitig einen Aushilfsjob annehmen und nach und nach die Schulden bei den Eltern wieder abstottern, wäre meine Lösung gewesen. Wäre zwar nicht so bequem gewesen wie der Weg aufs Sozialamt, hätte mir jedoch die Selbstverantwortung und Selbstbestimmung über mein Leben erhalten und mir das Schikanieren von der Behörde erspart und hier die Chuttleputzete im Forum.

  • Nike

    Nike schrieb: >Auch ein "heruntermachen" von wegen "Fehl am Platz für eine Selbsthilfegruppe"^oder ich würde "Hetze machen" ist hier absolut unpassend - und auch nicht gerade freundlich - bei einer Diskussion.
    Irgendwie mag ich dich und irgendwie nicht. Du bist –aus meiner Sicht- von Kopf bis Fuss gegenüber allen Sozialhilfebezüge/innen zu sozialdenkend eingestellt und glaubst, ich und alle anderen müssten das auch sein. Im weiteren glaubst du, wir alle sollten mit unseren Steuerfranken alles bezahlen was du und deine Klienten für Richtig empfindest. Wenn ich nicht deine Meinung vertreten kann, weil ich anders ticke als du, rufst du auch hier indirekt die online Redaktion dazu auf, meine Postings in diesem Thread zu zensurieren. Ein Forum lebt von der Meinungsvielfalt und nicht von einem Einheitsbrei. Wenn du alles –dein Einkommen und dein Vermögen- mit Sozialhilfeempfänger teilen willst ist das deine Sache, meine ist es nicht. Weil ich das nicht will, habe ich ein Recht dazu, mich gegen dein gewünschtes Giesskannensystem bei der Sozialhilfe als Gegenpol zu äussern. Ich habe mir während meinen 50-zig Jahren Berufsleben ein kleines Vermögen für mein jetziges Alter zusammengespart und zu dem will ich Sorge tragen, damit, wenn ich später mal in ein Alters- oder Pflegeheim eintreten muss, meine Pflege- Kosten ohne zusätzliche Sozialhilfe bezahlen kann.

    Du kennst als Leiterin einer Selbsthilfegruppe die Sozial-Gesetze sowie auch die Richtlinien der SOKO aus dem FF. Dass ich dich für diesen Posten trotzdem als ungeeignet halte, hat somit nichts mit deinem Wissen zu tun, sondern weil du indirekt alle Hilfesuchenden dazu aufmunterst, keine, wie du es nennst, Sklavenarbeit zu verrichten. Ich hingegen bin der Meinung, man müsste alle unter 50-zig Jährigen, die Sozialhilfe beziehen zwingen können, jede angebotene Tätigkeit auszuüben und an Programmen, die von den Gemeinden organisiert werden teilzunehmen.

    Natürlich kosten solche Wiedereingliederungsversuche ins Arbeitsleben viel Geld, aber auf Dauer kommt es die Gemeinden billiger jemand ans arbeiten zu gewöhnen, als ihm bis zur ordentlichen AHV-Pensionierung Sozialhilfe zu bezahlen.

    Nike schrieb: >Auch grundsätzlich Sozialhilfebezüger, die hier posten und eine Frage stellen, gleich immer zu kritisieren, zu benörgeln, ihnen Fehler vorzuhalten und sie gar als Lügner zu bezeichnen (man glaubt ihnen ja nie gerne was) ... ist sehr unfreundlich. - Leider aber nichts Neues hier.
    Auch ich glaube Wetziker nicht mehr, dass er ein Geschäftsmann ist, dem der Mob in England seine Firma vernichtet hat. Ein Geschäftsmann würde nie und nimmer von heute auf morgen bei einem Sozialamt Hilfe suchen müssen, damit er zwei bis drei Monate ein Dach über dem Kopf und etwas zum Essen hätte. Hinzu kommt, obschon er gratis bei seinen Eltern wohnen kann, bezieht er 400 Franken pro Monat Wohngeld vom Sozialamt und das finde ich absolut nicht OK.

    Nike schrieb: >(@ Beobachter) - Keine Ahnung, warum sowas nicht auch in eine "Nettiquette" gehören müsste. - Das wäre in etwa ähnlich, wie wenn jeder Ausländer, der hier postet, jeweils gleich kritisiert, benörgelt usw. wird. Da hätte man als Forumbetreiber doch sicherlich auch was dagegen, nicht wahr? - Aber gut, mit Ausländern muss man nach Gesetz ja eben freundlich sein, ... bei den Sozialhilfebezügern gibt's so ein Gesetz halt noch nicht ... !
    Nicht ich, sondern Wetziker hat gegen die Netiquette in diesem Thread verstossen, indem er meine Intelligenz in Frage stellt. Und dir fällt nichts Besseres ein, als das online Beo-Forenteam zu rügen, weil sie meine Postings nicht kommentieren oder löschen.

    Nike schreib: >Zudem: Meine Worte sollen zum Denken anregen, ... aber grundsätzlich geht ja eh niemand wirklich darauf ein. Sagt mir nämlich keiner, WAS er denn lieber mit seinen Steuergelderchen bezahlen will, nicht wahr?
    Doch ich sage dir das, aber vermutlich wirst du jetzt gleich wieder das Forenteam dazu aufrufen meine Postings zu löschen: Ich möchte, dass man die Sozialhilfe für junge Menschen auf ein absolutes Minimum reduzieren würde und mit dem gesparten Geld, die von den Polizeiorganen geforderten zusätzlichen 1500 Stellen für Polizeibeamte bewilligen würde.

    Nike schreib: >(Du erinnerst Dich schon noch an den letzten Thread, oder?) Ja, es sind halt ALLE Sozialhilfebezüger so schlecht und schlimm für Dich.
    Wenn jemand ab 50+ unverschuldet seinen letzten Arbeitsplatz nach 30 Jahren harter Arbeit verliert und danach schon nach kurzer Zeit sich aus finanziellen Gründen bei einem Sozialamt anmelden muss, ist das für mich eine absolute Selbstverständlichkeit. Wenn jemand aber, wie z.B. ein Geschäftsmann, der behauptet er hätte null Franken in der Tasche in die Schweiz zurückkehrt und bei den Eltern wohnen kann Sozialhilfe bezieht, ist das für mich unverständlich. Wenn er sich zusätzlich in einem Forum über seine Wohngemeinde beschwert, weil er für zusätzliche 150 Franken an einem von der Gemeinde organisierten Arbeitsprogramm teilnehmen sollte, dann hält sich mein persönliches Mitleid gegenüber dieser nur fordernden Person innerhalb von einer bestimmten Grenze.

    Nike schrieb: >In Not bist du, sobald du für deine Existenz nicht mehr alleine oder selber aufkommen kannst. Wenn das keine Not sein soll, wenn man dann zur Sozialhilfe gehen muss, ... was soll es DANN sein?
    In Not ist man erst, wenn einem die eigene Familie nicht unterstützen kann oder nicht unterstützen will. So und nicht anders haben meine Eltern mich und meine sechs Geschwister das gelehrt und vorgelebt.

    Nike schreib: >Ich weiss auch, dass einzelne Zahnärzte sich manchmal auch schon mal weigern, Sozialhilfebezüger überhaupt zu behandeln, weil sie diese dann so billig behandeln MÜSSEN. - Aber das ist Insiderwissen.
    Das glaube ich dir nicht. Wenn es aber trotzdem wahr sein sollte, dann wäre das eine Story für den Beobachter.

    Nike schreib: >Also jeder von uns hat die Wahl, zu entscheiden, ob er solche Sklavenlohn-Firmen und Projekte unterstützt, oder auch nicht. Ich persönlich sage klar Nein dazu. - Und Ihr alle JA?
    Und ich persönlich sage ganz klar JA. Aus eigener Erfahrung weiss ich, dass es viele Menschen gibt, nicht nur Sozialhilfeempfänger, mit denen ein Arbeitgeber über lange Zeit hinweg auf Grund ihrer Arbeitsleistung kein Geld verdienen kann.

    Batro

  • Zitat von Batro

    Wenn jemand ab 50+ unverschuldet seinen letzten Arbeitsplatz nach 30 Jahren harter Arbeit verliert und danach schon nach kurzer Zeit sich aus finanziellen Gründen bei einem Sozialamt anmelden muss, ist das für mich eine absolute Selbstverständlichkeit. Wenn jemand aber, wie z.B. ein Geschäftsmann, der behauptet er hätte null Franken in der Tasche in die Schweiz zurückkehrt und bei den Eltern wohnen kann Sozialhilfe bezieht, ist das für mich unverständlich. Wenn er sich zusätzlich in einem Forum über seine Wohngemeinde beschwert, weil er für zusätzliche 150 Franken an einem von der Gemeinde organisierten Arbeitsprogramm teilnehmen sollte, dann hält sich mein persönliches Mitleid gegenüber dieser nur fordernden Person innerhalb von einer bestimmten Grenze.

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    Batro

    mit 50+ und 30 Jahren Arbeit hinter sich, so denke ich sollte

    ein/eine Angesstellter/te doch zur Überbrückung Erspartes

    haben.

    Wer natürlich nur für den Moment denkt, der /die wird schnell

    zum Sozialfall!

    Wieviel Schweizer/innen fahren ein Auto, obwohl es absolut nicht in ihr Budget passt!

    Mit unserem dichten ÖV Netz erreicht Herr und Frau Schweizer oft schneller den Arbeitsplatz, als im täglichen Stau mit dem Auto!

    Sonja

  • @ velvet

    " ... Ich denke es sollte jedem Bürger das Ziel sein, dem Staat – das heisst also seinen Mitbürgern – so wenig wie möglich zur Last zu fallen. Da ist Bescheidenheit durchaus angebracht..."

    Es ist immer sehr einfach, Bescheidenheit von anderen zu erwarten, während man es selbst nicht als Vorbild lebt. Man MEINT immer, das sei doch ein Klacks zu schaffen, aber wenn man es dann selber so leben muss, gehen einem dann durchaus die Augen auf.

    Wenn es nach Euch ginge - wie Sonja S. hier schreibt:

    " ... mit 50+ und 30 Jahren Arbeit hinter sich, so denke ich sollte

    ein/eine Angesstellter/te doch zur Überbrückung Erspartes

    haben. - Wer natürlich nur für den Moment denkt, der /die wird schnell zum Sozialfall! ..."

    so müsste ein jegliches Menschenleben vorausblickend detailgenau eingefädelt und eingeplant werden. Nichts darf mehr dem Zufall überlassen sein, nichts dem Risiko des Lebens.

    Man dürfte nicht mehr heiraten (weil man ja geschieden werden könnte und danach zum Sozialfall wird), man dürfte sich nicht mehr selbständig machen und was Neues im Ausland probieren (weil's ja schiefgehen könnte, und man dann Sozialhilfe beziehen müsste), man dürfte auch keine Kinder mehr bekommen (weil's ja irgendwann zu eng werden könnte finanziell, und man dann bei der Sozialhilfe landen kann), man dürfte keinesfalls Single sein und alleine leben (weil man dann als Sozialhilfebezüger ein BISSCHEN mehr Geld zum überleben bekommt, da man ja alles alleine bezahlen muss, und das dem Steuerzahler ja zu teuer ist), und man dürfte auch keinesfalls krank werden und sich bei der IV anmelden (weil man dann das Risiko eingehen muss, bis zum IV-Entscheid - was Jahre dauern kann - zur Sozialhilfe gehen zu müssen, um zu überleben). - Und so weiter. Da gibt es noch zahlreiche Beispiele.

    Ihr seht, da kann man in einer gewissen Situation des Lebens sein, ... landet man dann bei der Sozialhilfe, scheint man IMMER selber SCHULD zu sein, schein man IMMER etwas falsch gemacht zu haben.

    Man habe zu wenig vorgesorgt, zu wenig voraus gedacht, zuwenig Selbstverantwortungsgefühl, zu wenig Mitverantwortung für seine Mitbürger, sprich Steuerzahler, ja, man habe sich zu wenig bemüht, zu wenig dies und zu wenig das! - Man findet doch immer irgend etwas, um dem anderen eine Eigen-Schuld zuzuschieben.

    Aber dass das Leben völlig komplex, kunterbunt, risikoreich und manchmal auch ganz schön verrückt sein kann, ... das vergesst man dabei gerne mal.

    Dabei solltet Ihr doch auch wissen: Wer Risiken im Leben eingeht, kann entweder Gewinnen oder Verlieren. Doch wer erst gar KEINE Risiken eingeht, ... der hat grundsätzlich schon verloren.

    So ist halt das Leben.

    Und was die Bescheidenheit betrifft: Darunter versteht eh jeder etwas anderes. Grundsätzlich kann schliesslich auch jemand mit einem Einkommen von Fr. 7000.- im Monat nach seiner Ansicht nach völlig "bescheiden" leben, wenn er meint, er bezahle ja immer brav seine Steuern, mache nur einmal im Jahr Ferien, und besässe nur ein billiges Auto. - Da kann er durchaus AUCH darüber jammern, weil er da so "sparen" muss, der Arme. - Im Grunde genommen hat er aber null Ahnung, wie GUT es ihm in Wirklichkeit geht.

    Und wenn dann so jemand noch darüber lästert über die "bösen Sozialhilfebezüger", die ja von SEINEN Steuergeldern leben, und wenn er fordert, dass die gefälligst NOCH WENIGER zum Leben haben sollen, und dass die NOCH Bescheidener sein sollen (als er selbst!),... dann frag ich mich wirklich gerne mal, auf welchem Planeten der eigentlich lebt!

    @ Batro

    Da hat's sich wieder mal bestätigt, warum ich nicht gerne mit Dir diskutiere:

    " ... Wenn ich nicht deine Meinung vertreten kann, weil ich anders ticke als du, rufst du auch hier indirekt die online Redaktion dazu auf, meine Postings in diesem Thread zu zensurieren..."

    Du hast ein bisschen einen völligen Übertreibungs-Tick, hm? Ich habe nirgendwo den Beo dazu aufgefordert, DEINE Postings hier zu ZENSURIEREN!

    Also wirklich, das kann jetzt ja wirklich jeder hier nachlesen.

    Wahrscheinlich verstehst Du halt nur jenes gerne so, wie Du es gerne verstehen WILLST?

    " ... Ein Forum lebt von der Meinungsvielfalt und nicht von einem Einheitsbrei..."

    Das ist richtig, da hast Du recht.

    Und jetzt musst Du Dir mal vorstellen, wenn ICH nicht hier wäre, ... wie langweilig es hier für Euch Nörgler allesamt doch wäre! Ihr hättet ja alle die gleiche Meinung, über die "bösen Sozialhilfebezüger", nicht wahr?

    Schau; ich versuch's Dir zu erklären:

    Grundsätzlich posten hier nie gerne Sozialhilfebezüger. Weil sie jedesmal kritisiert, auch angegriffen, benörgelt und als "Schmarotzer" verschrien werden. Das ist absolut unschön und auch unfreundlich. Es zeugt auch vom Unverständnis mancher User hier, die da die Sozialhilfebezüger so gerne kritisieren. - Du eingeschlossen.

    Das ist im Grunde genommen kein Vorwurf von mir. Denn ich weiss, dass Ihr's nicht wissen KÖNNT, wie es ist. - Aber genau aus diesem Grunde erklär ich's Euch ja, oder bringe hier die Sicht der "anderen Seite", die durchaus AUCH ihre Berechtigung hat. Sie ist in der Regel immer ehrlich gemeint. Aus der Verzweiflung heraus. Denn da IST Verzweiflung, ob Ihr's nun wahrhaben wollt oder nicht. Während Ihr glaubt, der Betreffende sei sicherlich faul oder berechnend, oder er lüge, oder er sei zu wenig bescheiden, ... hat ER ganz andere Probleme. Ihm nützt da kein wenn und aber, ihm nützt da kein "ja hättest du doch und wärst du doch", er IST da einfach jetzt in dieser Situation, wo ihm keine andere Möglichkeit offensteht. (Z.B. so selbstverständlich zu erwarten, dass die eigenen Eltern da finanziell einem erwachsenen Sohn helfen könnten, ist unrealistisch, wenn man die finanziellen Verhältnisse der Eltern gar nicht kennt.)

    Ich kann da jeweils immer nur sagen, es BRINGT nichts, Vorwürfe hier zu machen, und hohe Erwartungen (von wegen Bescheidenheit) hinzustellen, wenn man SELBER noch einen Job hat und es einem einigermassen gut geht. Das wirkt überheblich, rechthaberisch, erzieherisch und entwürdigend.

    (Das tut dann die Behörde schon selbst, das könnt Ihr Euch also hier sparen.)

    Meine Beiträge sollen Euch zum nachdenken anregen, damit Ihr Euch in "die andere Seite" ein bisschen "eindenken" könnt. Denn Ihr wisst ja sicherlich, dass reine und dauernde Vorurteile anderen gegenüber auch verheerenden Schaden bei ihnen anrichten können.

    Also, auch wenn's bei mir immer so klingt, als wäre ich da "über-sozial" den Sozialhilfebezügern gegenüber, das ist mir völlig wurscht. Ich weiss schon, von was ich rede.

    " ... Nicht ich, sondern Wetziker hat gegen die Netiquette in diesem Thread verstossen, indem er meine Intelligenz in Frage stellt..."

    Nun, Du hast ihn aber eben auch zuerst kritisiert. Was erwartest Du also? Er verteidigt sich nur, WEIL man ihm nicht glaubt, WEIL man nur nörgelt, ihn kritisiert, ... und schau mal ganz an den Anfang des Threads, wie da jemand gleich wieder mit dem Wort "Schmarotzer-Welt" geschumpfen hat!

    Ich find's völlig okay, dass er sich da wehrt.

    Genau das meinte ich an den Beo formuliert. Nicht explizit DU, oder DER oder DIE, ... sondern grundsätzlich: Wenn da ein Sozialhilfebezüger postet, bekommt er sogleich Kritik und Genörgel hier. Grundsätzlich.

    DAS ist sicherlich nicht Netiquette! Und das wäre vielleicht durchaus möglich, in irgend einer Form in der Netiquette-Regelung genauer auszuformulieren.

    " ... Doch ich sage dir das, aber vermutlich wirst du jetzt gleich wieder das Forenteam dazu aufrufen meine Postings zu löschen: ..."

    Ich wiederhole es nochmals, ich habe das Forenteam NICHT dazu aufgerufen, Deine Postings zu löschen.

    Ich bin schliesslich auch DIR gegenüber sehr sozial-denkend.

    " ... Ich möchte, dass man die Sozialhilfe für junge Menschen auf ein absolutes Minimum reduzieren würde ... "

    Nur die Jungen? - Warum kritisierst Du dann so den Wetziker? Der ist erwachsen, und scheut sich nicht, in seinem Alter in der Not halt noch bei seinen Eltern unterzukommen. (Und die sind ja auch sehr nett, dass sie ihn überhaupt aufnehmen, findest Du nicht auch?) Da ist er also so bescheiden, und riskiert es, so WENIG - wie die Jungen eben - von der Sozialhilfe zu bekommen! - Er könnte es ja auch ganz anders machen, und sich sofort eine eigene Wohnung suchen. Dann müsste er seine Eltern nicht belasten, ... nur die Sozialhilfe müsste mehr bezahlen. (also sprich: die armen Steuerzahler!).

    Also ihm mal was Nettes zu sagen, oder ein Lob, wäre ja auch mal angebracht, nicht wahr?

    Nike



  • Zurückgekommen bin ich nachdem mein Geschäft in London im letzten Sommer vom wütenden Mob niedergebrannt wurde und ich gerade genug Geld hatte um meine 3 Angestellten auszuzahlen. Danach hat es mir gerade noch gereicht meine 7 sachen in die Schweiz zu schicken und zurück zu kehren weil ein wiederaufbau finanziel unmöglich gewesen wäre.



    Ich verfolge jetzt diesen Thread schon geraume Zeit und versuche, mich in die verschiedenen Standpunkte hineinzuversetzen.

    Bei allem Verständnis frage ich mich aber doch, ob es zu verantworten ist von einem Geschäftsinhaber mit drei Angestellten, einfach so weder eine Feuerversicherung, noch eine Betriebsausfallversicherung zu haben. Meines Wissens gibt es solche Versicherungen in jedem zivilisierten Staat.

    Mit einer angemessenen Versicherungsdeckung im Rücken wäre ein Wiederaufbau eines Geschäftes doch sicher möglich gewesen.

    @ Wetzikers Klagen über die Zumutbarkeit von Sozialhilfemassnahmen sind das Eine, aber über seine drei Angestellten, welche durch den Brand wohl auch ihre Stelle verloren haben, verliert er kein Wort. Wie geht es denen? Ein Arbeitgeber hat doch wohl auch eine gewisse soziale Verantwortung gegenüber seinen Arbeitnehmern, denke ich mal.

    So ganz nebenbei wäre es sicherlich auch interessant zu wissen, weshalb denn ausgerechnet sein Geschäft niedergebrannt wurde. Das hat ja sicher auch einen Hintergrund. In welcher Branche ist oder besser war der Betrieb angesiedelt, dass ein Wiederaufbau nicht in Frage kommt?

    Vielleicht erfahren wir ja bei Gelegenheit die ganze Geschichte...

    Rolf.

  • Ich richte hier meine Meinung nun bewusst nicht an Nike persönlich, weil ich keine ellenlange Diskussionen anzetteln will, in der Nike’s Diskussionsstil sich über Seiten hinträllert. Mag sein, dass dies nicht gerade der vollendeten Netiquette entspricht – ich werd‘ damit leben müssen.

    Dass vor allem Sozialbezüger sich durch ihre Beiträge super verstanden fühlen, in denen Nike’s Worte sie trösten, aber auch, indem ihnen nach ihrer Meinung geredet wird, kann durchaus verstanden werden. Es darf sogar angenommen werden, dass sie ihre mütterlichen Worte zu Gunsten der Sozialbezüger auch genau so fühlt.

    Sobald aber kritische Worte aufkommen, wird’s brenzlig für Nike. Da kann man postwendend zeigefingerhebende Floskeln wie hm…, gell…, Nörgler, usw. lesen. Mit Aussagen wie: „…weil ich weiss, dass Ihr das nicht wissen könnt…“ und ähnlicher, beleidigender und zugleich beschämend überheblicher Unterstellungen setzt sie sich selbst auf einen Thron, den sie bei andern nur zu gerne rügt. Alsdann werden Geschichten fantasiert vom sparsamen Gutverdienenden, der bescheiden lebe und ob seiner Bescheidenheit sein Glück nicht erkenne (usw. usf.).

    Derartige Beiträge machen eine Debatte auf vernünftiger und angenehmer Ebene eher unmöglich – schade.

    velvet



  • So ganz nebenbei wäre es sicherlich auch interessant zu wissen, weshalb denn ausgerechnet sein Geschäft niedergebrannt wurde. Das hat ja sicher auch einen Hintergrund. In welcher Branche ist oder besser war der Betrieb angesiedelt, dass ein Wiederaufbau nicht in Frage kommt?



    Wenn ich mich recht entsinne (bitte um evtl. Korrektur) wurden bei den Ausschreitungen in Nordlondon wahllos Liegenschaften niedergebrannt, Geschäfte geplündert usw. Ob dafür irgendeine Versicherung aufkommt oder ob die Folgen sozialer Unruhen ausgeschlossen sind, weiss ich nicht. Ich frage mich aber, ob nicht der britische Staat, der ja mit seiner verfehlten Sozialpolitik an der Sache nicht ganz unschuldig ist, haftbar gemacht werden sollte. Schon damals habe ich nicht verstanden, warum diese perspektivlosen Jugendlichen ausgerechnet im eigenen Viertel plünderten und brandschatzten. Warum gingen sie nicht in die City, ins Westend?

    Wetziker wird uns sicher gerne die näheren Umstände schildern.

  • Ich weiss ja nicht, ob Wetziker motiviert ist, unsere Neugier zu befriedigen - natürlich bin ich auch interessiert, die ganze Geschichte zu erfahren, aber eigentlich hat er bereits genug mitgeteilt und: Seine Frage war einfach und klar, und was er wissen wollte, konnte er sich aus den z.T. endlosen Beiträgen heraus klauben: von der Gemeinde her ist die Massnahme berechtigt, es gibt Gründe, warum auf Sozialhilfeempfänger ein gewisser Druck ausgeübt wird, nicht immer zu ihrem Nachteil, und die 150.- Franken Entschädigung sind zu verstehen als zusätzlich zur Sozialhilfe. Es sind also nicht Fr. 150.- für eine 50% Tätigkeit. Sobald er wieder Arbeit hat, hört dies auch auf – so viel weiss er selbst.

    Aber nun zu den sonstigen Beiträgen, in den er z.B. zum

    untätigen Jugendlichen gestempelt wurde - sonst wünscht man sich ja noch so gerne, jünger zu wirken als man ist - aber hier?

    Warum muss er sich rechtfertigen dafür, dass sein Geschäft niedergebrannt wurde und er nicht die Mittel hatte, es wieder aufzubauen? Nicht jeder hat ein gutes Polster.....und wer weiss was ihn die Aufgabe seines Geschäftes noch dazu gekostet hat.

    Und hat er kein Mitleid und trägt Verantwortung für seine früheren Angestellten? Woher wissen wir das wohl?

    Um ihm zu unterstellen, dass er wohl selbst verantwortlich sei für das Niederbrennen seines Geschäftes? Aber Hallo!

    Was könnten wir denn noch alles in ihn hinein projizieren - was lauert da noch alles in unserem tiefsten Inneren?

    Und das er von der Gemeinde 400 Franken für Miete an seine Eltern bekommt wird ihm zum Vorwurf gemacht - wieso? Wie kommt hier jemand dazu, davon auszugehen, dass seine Eltern diese Miete nicht brauchen.....Und ist immer noch die kostengünstigere Variante gegenüber einer eigenen Wohnung - oder nicht?

    Und zurückzahlen muss er ohnehin, was er von der Gemeinde ja nur vorgeschossen erhält - ist doch so, dass Sozialhilfe zurückgezahlt werden muss, sobald wieder ein entsprechendes Einkommen generiert wird - oder??

    Also - über war regen wir uns auf?

    Über unsere Engstirnigkeit, Kleinlichkeit, Intoleranz - wäre wohl sinnvoller.

  • Ellen

    Ellen schrieb: >Und das er von der Gemeinde 400 Franken für Miete an seine Eltern bekommt wird ihm zum Vorwurf gemacht - wieso? Wie kommt hier jemand dazu, davon auszugehen, dass seine Eltern diese Miete nicht brauchen.....
    Ich will dir kurz erklären, wieso ich ihm diesen Vorwurf gemacht habe:

    Glaubst du wirklich im Ernst, die Eltern von Wetziker seien von heute auf morgen in eine grössere Wohnung umgezogen, die dementsprechend 400 Franken mehr kostet, damit sie ihrem Sohn für zwei drei Monate ein Zimmer untervermieten können?

    Wie kommst du auf die Idee, ihr mittelloser Sohn, der von der Sozialhilfe leben muss, sollte seinen Eltern Wohngeld bezahlen, weil diese es nötig haben könnten? Glaubst du vielleicht, die leben ebenfalls von der Sozialhilfe?

    Batro

  • Ellen

    Und noch ein Nachtrag zum Alter, dieses Posting stammte ja auch von mir:

    Man ist nur so alt wie man sich fühlt.

    Ich bin 67 Jahre alt und fühle mich wie 57-zig. Als ich gleich alt wie Wetziker war, habe ich mich persönlich noch jung und voller Tatendrang gefühlt und ich hätte mich in seinem Alter und in seiner Situation ganz bestimmt nicht bei bei einem Sozialamt angemeldet.

    Meine Eltern, meine Geschwister und meine Kollegen hätten mir damals mit Sicherheit für kurze Zeit einen gratis Schlafplatz mit Verpflegung zur Verfügung gestellt, bis ich eine bezahlte Tätigkeit gefunden hätte.

    Batro