Sozialamt / Zwangsarbeit für 150.- /mt.

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  • Batro:

    Schön für Dich!

    Erstens: dass Du Dich 10 Jahre jünger fühlst - das würde ich auch gerne, aber zur Zeit tut mir der Nacken weh, ich kann den Kopf nicht recht drehen, das ganze nennt sich Abnützung, und da fällt es mir schwer, mich jünger zu fühlen.

    Zweitens: dass Deine Familie Dich im Fall, dass es Dir ähnlich gegangen wäre wie Wetziker, Dich aufgenommen und unterstützt hätte. Schön für Dich. War aber natürlich nicht nötig.

    Drittens: ob jemand in eine grössere Wohnung umziehen müsste, wenn ein weiteres Familienmitglied vorübergehend mitwohnen muss - auf so eine Idee würde ich "vorübergehend" gar nicht kommen. Das aber ein zusätzlicher Mitbewohner insgesamt ein gewisses Mass an Mehrkosten verursacht - sei es beim Energieverbrauch, sei es dafür, dass man in der Wohnung etwas umorganisieren muss - wer weiss, vielleicht ein zusätzliches Bett anschaffen muss? - wer weiss. Interessiert mich aber gar nicht.

    Wetziker konnte zu seiner Familie gehen, er wohnt jetzt dort, und zahlt auch einen Anteil Miete, den er von der Gemeinde bekommt. Warum soll ich das beanstanden, wenn es die Gemeinde nicht tut??? Und warum überhaupt sollte ich da etwas anzweifeln? Bin ich sein Richter - und will ich das sein?

    Gibt ja auch genügend andere für diese Rolle :(

    Ellen

  • Ellen

    Ich komme soeben von einem Kollegen, er ist 56 Jahre alt, hat auf Grund von seinem harten Berufsleben Rückenschmerzen und fühlt sich heute Abend wie 100.

    Hätte ich während meinem 50-zig jährigen Berufsleben seine oder vielleicht deine Arbeit erledigen müssen, würde ich mich heute vermutlich auch nicht jünger fühlen als ich bin. Ich hatte als Handwerker mit Meisterdiplom die letzten 35 Jahre das Glück, mehr mit dem Kopf und weniger mit dem Körper arbeiten zu dürfen.

    Dir wünsche ich eine schmerzlose Nacht und eine gute Genesung.

    Batro

  • karhu

    ich hänge mich an Deine Post ran!

    da frage ich mich und wie hatte sich Wetziker sein( Geschäft versichert? )

    Wobei ich ihm ja längst nicht mehr abnehme dass er Geschäftsführer war!

    Zu viel Argumente machen dies für mich jedenfalls unglaubwürdig!

    Sonja

  • Ellen

    seit wann ist ein 44 jähriger ein Jugendlicher, köstlich wie Du Wetziker nennst!

    Kannst sein Alter selber nachlesen, vielleicht denkst auch Du danach etwas weiter!

    Sonja

  • Batro: Danke für die guten Wünsche, die schon gewirkt haben.

    Heute ist es besser als gestern - und wenn es so weiter geht, denke/fühle ich mich auch wieder jünger, und reagiere nicht mehr auf jedes gelegte Ei hier im Forum, fange gleich damit an und ignoriere die letzten beiden Beiträge!

    Wünsche Dir einen schönen Sonntag.

    Ellen

  • Hallo Zusammen

    Nach langer Suche hat mein Mann endlich eine Arbeitsstelle bei der er Vollzeit arbeitet gefunden. Das haben wir unserer Sozialarbeiterin beim Regionalen Sozialdienst und dem Sozialamt mitgeteilt. Nun möchten aber beide Stellen mich dazu zwingen, das ich mich jetzt auch noch um eine Arbeit kümmern soll. Nun frag ich mich schon: Wie soll das gehn? Ich habe zwei kleine Kinder einen Sohn und eine Tochter die ich immer noch Stille. Das ist wieder mal so eine Schikane von unserer Sozialarbeiterin. Das ist ja nicht das erste mal das Sie solche Ideen hat. Wir haben ja schon versucht mit Ihrem Chef zu reden. Blos der sagt das sei seine beste Mitarbeiterin sie mache sowas nicht. Vielleicht weiss jemand von euch wie man sich gegen diese Frau wehren kann. Damit Sie uns nie mehr weder droht, und ständigen Telefonterror macht.

    Liebe Grüsse

    Cat

    Liebe Grü

  • Hallo Cat

    Ich weiss zwar auch nicht in welchem Umfang dich dass Sozialamt, bzw. das RAV zwingen kann arbeiten zu gehen.

    Auf keinen Fall könnten sie es aber wenn du nicht mehr dort gemeldet wärst.

    Deshalb meine Frage: Seit ihr überhapt noch auf diese Unterstützung angeweisen nachdem dein Mann jetzt eine Vollzeitstelle hat? Ansonsten wird sich im Forum sicher jemand finden der dir genauere Auskunft geben kann.

  • Hallo Zusammen

    Ich war lange weg, weswegen ich mich erst jetzt in diese spannende Diskussion einschalte. Trotz meiner wohl ca. 1 jährigen Abwesenheit sehe ich, dass sich nicht wirklich was geändert hat. Ich habe mir die ganze Diskussion durchgelesen und möchte nun noch meine Sicht der Dinge mit euch teilen.

    @ Nike, ich finde doch, dass du dir teilweise selbst wiedersprichst. Du schreibst, dass wenn man sich einmal zu einem sochen Arbeitseinsatz hat zwingen lassen, die gefahr gross ist, dass man wieder und wieder dazu gezwungen wird. An anderer Stelle schreibst du ja selbst, dass die Sozialhilfe für menschen in Not ist. Not ist für mich ein kurzer Zustand, keine über Monate oder Jahre dauernde never ending story.

    Du schreibst von den Risiken des Lebens und im Umkehrschluss von der Langeweile dur Planung. Davon das sich die meisten hier nicht vorstellen können, dass etwas unvorhergesehenes passieren kann. Sicherlich gibt es diese Risiken, aber du weisst so gut wie ich, dass man sich gegen sehr viele versichern kann. Es verlangt niemand, dass für etwas wirklich unvorhersehbares die Verantwortung getragen wird, aber für vorhersehbare Dinge sollte man doch bitte auch die Verantwortung und die entsprechenden Konsequenzen tragen oder nicht? Als ein Beispiel möchte ich hier Kinder anfügen, ist es gegenüber den Mitmenschen nicht auch zumindest fragwürdig wenn ich als vom Staat Abhängiger noch Kinder bekomme oder wenn ich ohne Kinder schon knapp durchkomme, sollte ich dann nicht zuerst meine Situation dahingehend verbessern, dass ich eine realistische Chance habe ohne die Hilfe des Staates durchzukommen?

    Ich finde es ist legitim anderer Meinung zu sein, aber mit deiner Polemik habe ich offen gestanden meine liebe Mühe.

    Liebe Grüsse

    Stefan

  • Hallo zusammen

    Also ich habe hier den thread durchgelesen. Also ich könnte gleich Ko..

    So gibt es doch noch Leute, die glauben auf einem, der hier um Rat fragt und leider auf Sozialhilfe angewiesen ist auch noch alles mögliche unterstellt wird, sodass man das Gefühl bekommen könnte er sei selbst Schuld. Ihr solltet euch wirklich schämen, es nicht über das Niveau eines Kindergartens gebracht zu haben. Die Meisten von euch sind doch tatsächlich auch noch neidisch, dass Wetziker nicht arbeitet und vergönnt ihm auch noch das bisschen Geld, das er von der Sozialhilfe bekommt. Wisst ihr Neidhammel, solches Gebaren legen nur Leute an den Tag, denen die Arbeit eine Last darstellt und eben lieber den Lohn ohne Arbeit kassieren wollen. Bemerkungen wie: " Wir müssen für diese Arbeiten..", "Die sollen für Sozalhife arbeiten müssen.." sprechen dabei für sich. Wie degeneriert muss man sein, dass man Menschen nur noch als Kostenfaktor wahrnimmt. Dabei wird geflissentlich übersehen, dass es auch euch alle treffen kann. Aber nein, dies kann immer nur anderen geschehen, mir doch nicht. Denkt doch mal über euch selbst nach. Falls ihr dies schafft.

    Davon ausdrücklich ausgenommen sind Nike  @lorus  ventrue

    Viel zu wenig für eine solche Flut von Zeilen.

    Gruss

    Robert

  • Hallo

    Dazu würde ich doch gerne auch noch etwas sagen... Dieses "Zwangsprogramm" für Sozialhilfe Bezüger ist mir bestens bekannt. Ich stecke momentan auch in so einem.

    Zum Theme direkt gesagt, die Schmarotzer können doch froh sein dass sie überhaupts etwas bekommen möchte ich nur soviel dazu sagen: Ich bin 38 habe bis vor 2 Jahrer immer gearbeitet und eingezahlt. Hatte teilweise 2 oder 3 Jobs, bedeutet, habe manchmal bis 150% gearbeitet. Vor zwei Jahre konnte ich wegen gesundheitlicher Gründe nicht mehr arbeiten und bin jetzt leider ein Sozialfall geworden. Ich suche fast täglich die Jobseiten ab. Aber ausser Absagen erhalte ich keine Rückmeldung. Bin halt auch nicht mehr so UP TO DATE. Eine Umschulung, Weiterbildung oder eine Auffrischung wird mir nicht bezahlt und eigene finanzielle Mittel habe ich nicht.

    Wie gesagt kenne ich diese Einsätze ebenfalls. Das Sozialamt zwingt Bezüger in meiner Wohngemeinde zu diesen Einsätzen. Bei diesen Einsätzen sind Sicherheitsschuhe (Vorgabe SUVA) pflicht, da wir draussen vorallem im Wald arbeiten müssen. Kleidung und Schuhe, hiess es damals, zur verfügung gestellt. Bis heute habe ich keine Sicherheitsschuhe erhalten, muss in meinen privaten Schuhen (Sommerturnschue) arbeiten! Diese ersetzt mir ja dann keiner!!!

    Ausserdem, trotz Unfall bin ich am ersten Tag dort erschienen (Arzt wollte mich schon damals krank schreiben), habe eigentlich auch Spass an dieser Arbeit, bzw. es sind super Leute in diesem Programm. Seit paar Tagen kann ich nicht mehr arbeiten, weil die Schmerzen zu gross sind und ich schon wieder Notallmässig zum Arzt musste und der mir "befohlen" hat, sofort damit aufzuhören.

    Jetzt droht mir das Sozialamt mit Kürzung, trotz vorhandenem Arztgeugniss. Der Fahrtweg muss ich von meinem Lebensgeld bezahlen, wird nicht übernommen! Verpflegungsspesen erhalte ich keine und meine ruinierten Privatschuhe ersetzt mir auch keiner. Das ist ja sehr sozial!!! Oder?

    Und das mit der Zulage, die es scheinbar geben soll, über diese wird dann irgendwann mal entschieden, ob man sich diese verdient hat. Das bedeutet im Klartext, würde ich mich weigern zu arbeiten und würde eine Strafe (10% Kürzung) erhalten, hätte ich immer noch mehr, als wenn ich arbeite und sämtlich Kosten selber Tragen muss. Da ja noch unklar ist ob es nun dann eine sogenannte Integrationszulage geben wird!! Das ist auch sehr sozial oder?

    Personen, die noch nie in einem slochen Dilemma waren, sorry, können gar nicht richtig mitreden. Denn sie haben keine Ahnung was da wirklich so abgeht... Es gibt viele, die nicht den Wunschberuf "Sozialbezüger" haben!!

  • Hallo

    Etwas verspätet bin auch ich auf diesen Thread aufmerksam geworden, nachdem ich die Beiträge aufmerksam gelesen habe, möchte ich ebenfalls gerne meinen Kommentar abgeben. Da meine Lebensgeschichte hier lediglich dazu dienen würde, die Neugier gewisser voreingenommener Poster zu stillen und den berüchtigten Fingerzeig auf mich zu ziehn, lasse ich meine Vorgeschichte gänzlich aus (nur soviel - ja, auch ich bin eine jener verphönten Sozialhilfeempfängerinnen) und beziehe mich stattdessen erfahrungsgemäss auf jene AIP's (ArbeitsIntegrationsProgramme) die auch ich aus persönlicher Erfahrung kenne.

    ich zitiere meine Sozialhilfeberaterin: "AIP's dienen entweder zu Sanktionszwecken oder als Chance."

    Ersteres dürfte sinnvoll sein, wenn ein Sozialhilfebezüger tatsächlich nachweislich (!) zu faul ist, einer Beschäftigung nachzugehn - m.E. ein geringfügiger Anteil "schwarzer Schafe", welche den Gang zum Amt machen, dennoch stehen sie im Mittelpunkt einer jeden Diskussion, wenns um Thema Sozialhilfe geht. Sozialbetrug wie auch Schmarozertum verurteile übrigens auch ich aufs Schärfste, nicht zuletzt weil ehrliche, bedürftige Menschen durch jene Nutzniesser ins falsche Licht geraten.

    AIP's als Chance zu betrachten fällt mir allerdings etwas schwer, denn sowohl Zahlen, Daten wie auch Fakten widerlegen den Sinn jener Programme, welche Menschen den Weg zurück in den 1. Arbeitsmarkt erleichtern sollen.

    Bis April 2011 wurden diese bis zu 12 Monate dauernden AIP's damit begründet, dem "Sozialfall" einen (Wieder)Einstieg in die ALK zu ermöglichen, womit ihm die Chance geboten wurde, Kurse, Umschulungen, das RAV o.ä. zur Verbesserung seiner beruflichen Situation zu nutzen. Leider jedoch werden nach einer Gesetzesänderung die Arbeitstage jener AIP's nicht mehr angerechnet, so dass dem Sozialhilfeempfänger lediglich die Perspektive bleibt, an Erfahrung zu gewinnen in solchen Projekten - was bei genauerem Hinblick oftmals fragwürdig zu sein scheint.

    Ferner möchte ich zu bedenken geben, dass jene AIP's sowohl die Gemeinde wie auch den Kanton - ebenfalls gestützt auf die Aussage meiner Sozialhilfeberaterin - Fr. 50.-- je Tag und pro Person kosten solle. Wer nicht gänzlich unbegabt ist in Mathe, kann sich selbst ausrechnen, welche Kosten diese Beschäftigungsprogramme verursachen.

    Hinzukommend muss ich meiner Vorposterin Calestra beipflichten, die Fr. 150.-- Integrationszulage reicht nicht aus, um die monatlich Auslagen zu decken, welche dem Sozialhilfeempfänger durch jene Projekte entstehen, so dass ein zusätzliches Jonglieren mit dem knapp bemessenen Budget unumgänglich ist und oftmals zu Einsparungen beim Grundbedarf (Verpflegung ect.) führt.

    Über Sinn und Nutzen der Projekte, über Faulheit, Schmarozertum oder wahre Bedürftigkeit lässt sich sicherlich streiten, nüchtern betrachtet sind AIP's jedoch lediglich weitere Kostenverursacher, bei welcher ausschliesslich die Organisationen profitieren.

    Abschliessend @ all... es ist erschreckend und beschämend, mit wievielen Vorurteilen und Intoleranz Menschen leben müssen, welche (nicht unselten gar unverschuldet) ins Abseits der Gesellschaft geraten, insbesondere in einem Land wie der Schweiz, welche sich in anderen Belangen gegen aussen hin so sozial und engagiert zeigt.

    Dem Threadsteller Wetziker wünsche ich an der Stelle alles Gute und viel Kraft für seinen neuen Job und @ NIKE; um das Klischee zu vervollständigen – Deine Beiträge finde ich inhaltlich Klasse!

  • Bastet, könnte man nicht besser schreiben!!! Wie erwähnt, arbeitete ich wochenlang ohne Sicherheitsschuhe (habe meine eigenen, privaten Schuhe ruiniert), trotz Unfall, bis es nicht mehr ging. (Bin knapp an einer OP vorbeigeschlittert). Als ich vom Doc ein "halbes" OK für den Arbeitseinsatz hatte, vorerst nur auf Probe, habe ich das so an meine Soz weitergegeben mit der Bemerkung, dass auch mein Arzt das so angeordnet hatte, erst sobald Sicherheitsschuhe vorhanden sind. Diese schreibt mir per Mail, ich solle am nächsten Tag um 7.00 bei der Arbeit "antraben", das mit den Schuhen werde sich dann schon ergeben. Darauf habe ich dort angerufen und mitgeteilt, dass ich erst wieder bei der Arbeit erscheine, wenn ich Schuhe habe. Die Läden öffnen ja nicht um 7. Das bedeutet, ich hätte wieder ohne diese Schuhe arbeiten müssen. Und apropos, ist das von der SUVA vorgeschrieben!!! Dann war auch noch das Theme mit den Fahrgeldspesen.... Zuerst hiess es ja, meine privaten, ruinierten Schuhe werden ersetzt (habe ich bis heute nichts erhalten) und es hiess, mit den Fahrspesen gäbe es eine Lösung. Es werde abgeklärt, wieviel ich erhalte. Am Telefon hiess es dann, nein, es werde nichts bezahlt, da es sich um Lokaltarif handle und dieser im Lebensgeld eingerechnet werde. Für privat ist das OK aber nicht wenn man jeden Morgen von A nach B MUSS!!!!! Ich habe mich verweigert, erstens wegen der Schuhe, zweitens wegen den Spesen, welche nebenbei erwähnt nicht durch die sogenannte "Belohnung" abgedeckt werden! Jetzt wurde ich gekürzt um 10% vom Grundbedarf, was (auch) nebenbei erwähnt weniger ist, als die Spesen, die ich gehabt habe. Da soll noch einer sagen, alles geht mit rechten Dingen zu......................

    Ich bin nicht zu faul zum Arbeiten, ich habe mein Lebenlang immer gearbeitet. Aber es muss auch fair sein! Nicht nur gratis Arbeitskräfte die den Scheiss machen (was mir ja gundsätzlich egal ist) und selber noch draufzahlen. Da geht bei mir die Rechnung nicht mehr auf!

  • Bastet: Leider muss ich Ihnen zu 100% recht geben was Ihre Aussage betrifft, bei den Beschäftigungsprogrammen profitiert lediglich der Organisator. Als Arbeitsloser wurde ich Anfang Oktober 2011 für geplante 6 Monate in die Stiftung Wendepunkt in Oftringen gesteckt. Ich war damals in der Logistikabteilung eingegliedert, was gelinde gesagt sehr sehr langweilig war. Von 07:30 bis 16:45 stand man sich mehr die Beine in den Bauch als sonstwas. Während gewisser Zeiten konnte man in die Büroräumlichkeiten gehen, im Internet nach Jobs suchen und Bewerbungen schreiben. Die einzige Person, die dort was taugte war jener Herr, der mein Bewerbungsdossier ein klein wenig modifiziert hat (wenn nur die Schreib- und Flüchtigkeitsfehler nicht gewesen wären). Die anderen waren meiner Meinung nach Quereinsteiger oder ähnliches, jedenfalls nicht mit der Ausbildung und Einstellung den Betroffenen wirklich zu helfen. Im Gegenteil: Da der Anteil der Farbigen dort relativ hoch war und es nicht wenige Damen gibt, die dort ebenfalls beschäftigt sind, kann es ja ab und zu mal vorkommen, dass sich die Frauen belästigt fühlen von deren aufdringlichem Gehabe. "Bist Du verheiratet?", "Hast Du Freund?", "willst Du nicht mich haben?". Dies alles habe ich selbst gehört. Man kam sich vor wie auf einem Bazar, an dem mit Frauen gehandelt wurde. Eine Kollegin von mir wurde dort sogar sexuell belästigt, aber was macht die Stiftungsleitung? Es passiert gar nichts, alles wird unter den Teppich gekehrt. Ich habe einen zweieinhalbseitigen Brief an meine RAV-Beraterin und ans ALK geschickt wegen der Zustände, die dort herrschen, es wurde nicht mal drauf reagiert. Ich habe es dann so gedeichselt, dass man mich nach 3 Monaten rausgeschmissen hat, da ich für eine solche "Firma" nicht arbeiten will.

    Nebenbei bemerkt: Wieso wird immer behauptet, solche Einrichtungen unterstützen den Integrationsprozess, die Tagesstruktur usw.? Für sehr wenige Personen mag das zutreffen. Ich habe mich mal mit einem Angestellten des Wendepunkts unterhalten und auf meine Aussage hin, dass solche Einrichtungen nur dazu da sind, keiner Schwarzarbeit nachzugehen, wurde mir sogar Recht gegeben. Ich war auch schon über 6 Monate ohne Arbeit (auch keine temporäre) und kann guten Gewissens sagen, dass wenn ich wieder was habe, ich innert 3 Tagen wieder voll da bin, da sich der Körper ziemlich schnell (auch mit 43) an die Gegebenheiten anpasst.

  • Calestra: Gewiss liegt einiges im Argen, was die Sozialhilfe betrifft. Meine Lebenspartnerin wollten sie auch ein wenig bescheissen:

    1. Wollten sie nicht die Bruttomiete zu 100% übernehmen.

    2. Der Grundnotbedarf I für sie und ihre 2 Kinder wurde zu tief berechnet.

    3. Man wollte sie zwingen, ihr Auto zu veräussern und eine billige Schrottkiste anzuschaffen.

    Bei den ersten zwei Punkten gingen wir aufs Bezirksamt und beim letzten Punkt sogar bis vor Verwaltungsgericht, bevor sie Recht bekommen hat. Den gesamten vermeidbaren administrativen Quatsch habe ich damals für sie übernommen und offenbar hatte ich die besseren Erklärungen und Begründungen als die Amtsschimmel vom Sozialamt. Recht haben und Recht bekommen sind halt immer noch 2 verschiedene paar Schuhe. Es lohnt sich immer, sich gegen die Behördenwillkür zu wehren (sofern die Fristen gewahrt werden).

  • Ich habe zwar absolut keine Erfahrung mit Sozialhilfe, würde aber trotzdem gerne auch noch meine Meinung sagen.

    Wenn es eine Arbeit wäre wo auch andere Personen ehrenamtlich arbeiten würden, also zb. in einem Tierheim oder vielleicht in einem Brockenhaus oder so, dann fände ich es gerechtfertigt,und man würde wahrscheinlich auch etwas sinnvolles in so einer Arbeit sehen und es vielleicht sogar auch noch gerne tun. Das Sozialamt selber hätte so auch keine unnötigen Kosten.

    Ich persönlich würde so etwas wahrscheinlich auch gerne machen um auch mal wieder beschäftigt zu werden (sollte ich in einer solchen Situation sein).

    Aber bei einer solchen Arbeit wie hier schon beschrieben wurde sieht das für mich als aussenstehende Person als reine Ausnutzung von billiger Arbeitskraft aus.

    Derjenige für den die Arbeit gemacht wird spart viel Geld und der Arbeitende wird ausgenutzt und bekommt dafür praktisch nichts. Opfert seine Zeit in der er sich darum kümmern könnte aus der Sozialhilfe wieder herauskommen zu können.

    Meiner Meinung nach hat das auch nichts mit Faulheit zu tun wenn man dies nicht gerecht findet, sondern es ist auch eine Art erniedrigung für denjenigen der an einem solchen Programm teilnehmen muss.

    Ich finde wenn schon so ein Programm stattfindet sollte man auch was anbieten das Sinn macht.

    Wie eben zb. ehrenamtliche Arbeit für eine Institution die armen Leuten hilft, oder Tieren. Es gibt sicherlich genügend Institutionen die froh um freiwillige Helfer wären und

    es gibt sicherlich auch Leute die eher so eine Beschäftigung machen würden als sich zwingen

    lassen eine billige Arbeitskraft zu spielen.

    Man sollte dann evtl. auch selber wählen dürfen was man machen möchte, damit man

    auch ein klein wenig Freude daran haben kann wenn man bei einem solchen Programm mitmacht.

    Was ich besonders unfair finde ist jemanden als Schmarotzer zu betiteln der mit so einem Beschäftigungsprogramm

    nicht einverstanden ist.

    Wie gesagt, ich finde es uach nicht in Ordnung dass man Sozialhilfebezüger als billige Arbeitskraft ausnutzt und dafür

    dann lächerliche CHF 150.00 vergütet, während dem derjenige für den die Arbeit getan wird sich ins Fäustchen lacht

    weil er ja billige Arbeitskräfte bekommen hat und womöglich dafür auch noch Geld vom Amt bekommt.

    Ganz ehrlich, ich hoffe ja ich komme nie in diese Situation, aber man weiss ja nie, aber ich würde mich genauso

    weigern für 150.00/Monat einer solchen Arbeit nachzugehen.

    Das hat in meinen Augen rein gar nichts mit Beschäftigung zu tun sondern ist reine Ausnutzung.



  • Aber bei einer solchen Arbeit wie hier schon beschrieben wurde sieht das für mich als aussenstehende Person als reine Ausnutzung von billiger Arbeitskraft aus.

    Derjenige für den die Arbeit gemacht wird spart viel Geld und der Arbeitende wird ausgenutzt und bekommt dafür praktisch nichts. Opfert seine Zeit in der er sich darum kümmern könnte aus der Sozialhilfe wieder herauskommen zu können.

    Meiner Meinung nach hat das auch nichts mit Faulheit zu tun wenn man dies nicht gerecht findet, sondern es ist auch eine Art erniedrigung für denjenigen der an einem solchen Programm teilnehmen muss.

    Man sollte dann evtl. auch selber wählen dürfen was man machen möchte, damit man

    auch ein klein wenig Freude daran haben kann wenn man bei einem solchen Programm mitmacht.

    Was ich besonders unfair finde ist jemanden als Schmarotzer zu betiteln der mit so einem Beschäftigungsprogramm

    nicht einverstanden ist.

    Wie gesagt, ich finde es uach nicht in Ordnung dass man Sozialhilfebezüger als billige Arbeitskraft ausnutzt und dafür

    dann lächerliche CHF 150.00 vergütet, während dem derjenige für den die Arbeit getan wird sich ins Fäustchen lacht

    weil er ja billige Arbeitskräfte bekommen hat und womöglich dafür auch noch Geld vom Amt bekommt.

    Ganz ehrlich, ich hoffe ja ich komme nie in diese Situation, aber man weiss ja nie, aber ich würde mich genauso

    weigern für 150.00/Monat einer solchen Arbeit nachzugehen.

    Das hat in meinen Augen rein gar nichts mit Beschäftigung zu tun sondern ist reine Ausnutzung.



    Diese Ausführungen von Amidala teile ich uneingeschränkt.

    @ Wetziker:

    Vom "Sozial"amt hat man kein Fairplay zu erwarten. Immer mehr direkt Betroffene müssen die gleiche unerträgliche Erfahrung machen. Und erleben, wie sich das "Sozial"amt zu einem reinem Repressions- und Unterdrückungsvehikel entwickelt hat. Nicht ohne Grund müssen sich die "Sozial"ämter heute hinter dicken Panzerglasschaltern und Securitaswächtern ein-igeln. Die Menschlichkeit und Würde eines jeden Einzelnen interessiert die Verantwortlichen der "Sozial"hilfe heute nicht mehr, auf den "Sozial"ämtern wird diese Politik dann umgesetzt.

    Es handelt sich dabei um eine schwere gesellschaftliche Fehlentwicklung, wo ganz dringender Korrekturbedarf besteht.

    Mein Rat: Keinesfalls unterkriegen lassen. Es sind Bemühungen für eine menschenwürdige Alternative am laufen. Besondere Erwähnung findet darunter die eidgenössische Volksinitiative für ein bedingungsloses Grundeinkommen (BGE), für welche gegenwärtig Stimmen gesammelt werden, damit diese Initiative vors Volk kommt. Jede Unterschrift zählt.

    Siehe dazu auch das Beitragsthema "Die Zeit ist überreif für das bedingungslose Grundeinkommen (BGE)" hier im Beobachter-Forum "Sozialhilfe".

  • Hahaha also schlimmer als im Kanton solothurn ist es echt nirgends ein verdammter beschiss. ich wohne mit meinem Vater zusammen bzw. muss ich ja fast da ich sonst auf der Strasse leben würde die Zahlen nicht mal ein Teil der Miete habe 350 für den ganzen Monat und damit noch Rechnungen bezahlen Busfahrten und Einkäufe bezahlen usw. Das kann doch nicht sein. Dann denken die ich gehe für 2,2fr pro Stunde arbeiten da können sie mich mal und das ich schon seit 7 verdammten Jahren Lehrstellen und Jobs suche ist wohl komplet egal und das Geld für die Bewerbung sieht man auch nie. Jetzt hat die mafia(Sozialamt) auch noch die Leistungen eingestellt weil ich nicht wie ein Sklave arbeiten gehe. Wie soll ich jetzt noch leben wenn das so weiter geht habe ich ihn einem halben Jahr schon 10000.- Schulden danke für die ganze scheisse. Ich hab mir ja nicht ausgesucht wo ich lebe was kann ich da für wenn die Wirtschaft so am Arsch ist. Auf jeden Fall muss ich ja in der nächsten Zeit klauen und einbrechen wo ich nur kann sonst verhungere oder verdurste ich ja noch in der achso tollen Schweiz. Last euch nur eins gesagt sein irgendwann stehe ich vor eurem Haus und fackle es ab mir reichts auch ich habe eine psychische Grenze irgendwann ist auch da Schluss!!!