Tochter mit 16 schwanger

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  • Seid gegrüsst

    Meine Tochter ist 16 Jahre alt und erwartet jetzt im August ein Baby. Den Namen des Vaters will sie uns partout nicht nennen.

    Meine Frau (70%) und ich (100%) sind beide berufstätig. Meine Frau hat lange Zeit nicht gearbeitet, um die Kinder zu betreuen. Erst als diese etwas älter waren, hat sie wieder mit der Arbeit begonnen. Nun hat sie die Möglichkeit, ihren Job auszubauen, wieder voll einzusteigen und hat auch recht gute Aufstiegsmöglichkeiten.

    Unsere Tochter beendet im Sommer die Schule, danach kommt das Kind zur Welt. Die Tochter stellt sich nun auf den Standpunkt, dass sie gleich nach der Geburt ihre Lehre (Malerin) beginnen möchte und meine Frau könne dann zuhause das Baby hüten.

    Grundsätzlich bin ich ja auch der Meinung, dass meine Tochter wegen des Babys nicht auf eine Ausbildung verzichten muss, verstehe aber auch meine Frau, die gerade jetzt nicht ihre Arbeitsstelle aufgeben möchte, um wieder Kinder zu hüten. Sie sagt, wenn sie danach wieder in ihren Beruf einsteigen möchte, dann sei sie zu alt, um noch einmal "durchzustarten".

    Vielleicht muss ich noch dazu sagen, dass wir auf ihren Verdienst zwar nicht zwingend angewiesen sind, dieser aber nach jahrelangem Sparen unserer Haushaltkasse schon gut tut.

    Wie ihr also vielleicht sehen könnt, stecken meine Frau und ich in einem echten Dilemma. Einerseits wollen wir die Tochter nicht im Stich lassen, andererseits hat sie uns ja auch nicht gefragt, ob wir nochmal Ersatzeltern werden möchten.

    Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht?

  • Anregung zum überdenken:

    wie wär's, wenn Eure Tochter sich erst einmal - z.B. 1 Jahr lang - selbst um ihr Kind kümmeren würde? Ich kann mir gut vorstellen, dass sie aufgrund ihres Alters gar noch nicht weiss, was da auf sie zukommt. Und mit Eurer (grundsätzlichen) Unterstützung könnte sie in diese neue Rolle hineinwachsen. Und dann nach einem Jahr die Lehre anfangen - bis dahin hättet Ihr alle Zeit zu überlegen, wie es dann weiter gehen soll.

    Ach und übrigens: wenn sie ihr Kind im August bekommt, gilt erst einmal der sogenannte Mutterschutz: das heisst, dass ein Arbeitgeber sie erst einmal gar nicht beschäftigen darf......

    dies spricht evtl. ohnehin für einen späteren Lehrbeginn.

    Ellen

  • kenwood04

    Kurz zusammengefasst verstehe ich dein Posting so. Meine 16 jährige Tochter ist schwanger und sie hat uns nicht gefragt, ob wir nochmals Ersatzeltern werden möchten. Nach der Geburt von unserm Enkelkind will sie eine Lehre machen und meine Frau will wieder voll ins Berufsleben einsteigen.

    Meine Meinung ist: Eure Tochter braucht jetzt eine Mutter die zugunsten von ihrem Kind auf ihre eigene berufliche Karriere verzichtet. Auch wenn du es vielleicht nicht wahrhaben willst, du und deine Frau sind am Dilemma, -wie du das nennst- nicht unschuldig. Wieso ich so denke, brauche ich dir ganz bestimmt nicht zu erklären.

    Du und deine Frau sind ohne wenn und aber verpflichtet, für eure Tochter mindestens so lange zu sorgen, bis sie eine Lehre abgeschlossen hat, damit sie später nicht von der Sozialhilfe irgendeiner Wohngemeinde leben muss.

    Auch andere Eltern unterstützen ihre Kinder, bis diese eine Erst-Ausbildung abgeschlossen haben. Ich durfte –wie viele andere Eltern auch- meine Tochter bis 23-zig und meinen Sohn bis 25-zig zu Hause mit Kost und Logies unterstützen und finanziell mithelfen ihre Studiums zu finanzieren.

    Eure Tochter hingegen wird voraussichtlich schon im Alter von 20-zig Jahren ihre Lehre als Malerin abgeschlossen haben und verdient während der Lehre einen Lehrlingslohn. Hinzu kommen noch Kinderzulagen und Kinderalimente die der Vater von diesem Kind bezahlen muss, oder wenn dieser nicht bezahlen kann, ein Sozialamt bevorschussen wird.

    Deiner Frau kann ich nur sagen, es ist nie zu spät wieder ins Berufsleben einzusteigen und voll durchzustarten.

    Im Weiteren kann ich dir und deiner Frau aus eigener Erfahrung noch folgendes mit auf euren weiteren Lebensweg geben: Denkt immer daran, Geld und Erfolg im Beruf machen nicht glücklich. Sorgt lieber auch finanziell noch ein par Jahre dafür, dass es euerer Tochter und eurem zukünftigen Enkelkind gut geht, bis dass sie für sich und ihr Kind ohne eure finanzielle Hilfe leben kann.

    Ich würde alles, sogar mein eigenes Leben hergeben, wenn ich dadurch meinen durch einen Unfalltot verstorbenen Sohn wieder ins Leben zurückholen könnte. Aus diesem Grund kann ich eure Sorgen wegen einer schwangeren minderjährigen Tochter absolut nicht verstehen.

    Den Vorschlag von Ellen, weil eure Tochter dieses Jahr ohnehin keine Lehre beginnen kann, ihr und deiner Frau Zeit lassen und nichts überstürzen finde ich sehr gut.

    Batro

  • kennwood04

    verstehe ich richtig, Eure 16 jährige Tochter wird diesen Sommer Mutter.

    Sie nimmt ohne Euch zu fragen an, dass die Grosmutter die

    ganzen Mutterpflichten übernehmen wird?

    Von mir kommt da ein dickes NEIN, jeden Stein vom Weg zu wischen nutzt Eurer Tochter nichts!

    Haltet Familienrat, sitzt zusammen und versucht eine Lösung zu finden die für Euch drei stimmig ist!

    Mein Patenkind hatte damals sehr grosses Glück, auch sie hat ihren ersten Knaben mit 16 Jahren geboren.

    Sie konnte am Wohnort die Lehre als Verkäuferin absolvieren,

    wohnte mit dem Baby bei ihren Eltern im grossen Haus, durch den Tag haben sich ihre Mutter und wenn immer es nötig war,

    die Grosmutter um den Kleinen gekümmert.

    Doch Nachts da musste sie selber klar kommen, denn so wurde abgemacht, der Kleine muss spüren wehr seine leibliche Mutter ist

    und die Tochter hatte Verantwortung zu lernen!

    Heute ist mein Patenkind mit dem Kindsvater verheiratetet, ein zweites Kind hat sie einige Jahre später geboren.

    Unterdessen wurde das Haus umgebaut, so dass eine grosse Zweitwohnung entstand, dort wohnt die junge Familie in Miete.

    Ich hoffe für Euch dass es der Tochter klar wird dass sie den Kindsvater benachrichtigen muss, das Kind hat ein Recht darauf,

    sie wird ja hoffentlich nicht denken dass Papa und Mamma

    auch noch die Kosten für ihren Nachwuchs übernehmen!

    Machts gut!

    Sonja

  • Als Grosseltern würde ich mich auch nicht gleich freudig auf die neu auferlegten Pflichten stürzen. Ich würde vielleicht meine eigene Zeit anders verbringen wollen.

    Verstehe ich Dich richtig, dass es darum geht, ob Deine Frau ihren Job aufgibt, und sich um das Kleine kümmert?

    Was würdest denn Du aufgeben, welches Opfer würdest Du bringen, damit Du Dich um das Baby zu kümmern könntest?

    Ich kann verstehen, dass Deine Frau nicht begeistert ist, und Du rechnest bereits aus, dass man auf ihren Verdienst verzichten könnte, scheinst ihren Einsatz bereits zu planen.

    Zudem: Wenn Deine Tochter glaubt, dass ihr Leben, ihr Ausbildungsplan unverändert wie geplant weiter verläuft, irrt sie sich. Sie stellt sich auf den Standpunkt .... was für ein Standpunkt? Es ist ihr Kind und sie übernimmt dafür Verantwortung.

    Sie will eine Malerin Lehre beginnen und danach wahrscheinlich arbeiten. Und Deine Frau soll in der Zwischenzeit auf Jahre hinaus das Kind hüten?

    Ihr solltet auf eine Beratungstelle gehen und Euch beraten lassen.

  • Hallo zusammen

    Vielen Dank für eure Postings.

    Ellen:

    Wir haben uns nun mit dem zukünftigen Lehrbetrieb in Verbindung gesetzt und meine Tochter könnte auch im Sommer 2013 noch mit ihrer Lehre dort beginnen. Vielen Dank für den Input mit dem Mutterschutz.

    Batro:

    Ja, unsere Tochter hat uns nicht gefragt, ob wir noch einmal ein Baby haben wollen, das hat sie ganz alleine entschieden und auch alleine gemacht! Wir haben drei Kinder grossgezogen, die Älteste ist nun bereits 24, der Mittlere ist 21 und die Jüngste wie gesagt 16 Jahre alt. Meine Frau und ich haben der Kinder zuliebe viel zurückgesteckt und auch finanziell den Gürtel immer eng geschnallt, damit es den Kindern an nichts fehlte. Verzeih mir, wenn ich für dich vielleicht etwas direkt genug formuliere: Ja, wir haben keine Lust mehr, noch einmal von Vorne anzufangen, wir wollen nun endlich geniessen, dass die Kinder nicht mehr so viel Betreuung brauchen und auch wieder mal was für uns tun. Du darfst das als egoistisch anschauen, das ist dein Recht. Vielleicht würde ich an deiner Stelle auch so denken, wenn ich ein Kind verloren hätte, was mir wirklich aufrichtig leid tut für dich.

    Sonja S. und Hubert:

    Ja, du hast das richtig verstanden. Unsere Tochter war der Ansicht, dass wir das Baby an ihrer Stelle gross ziehen werden und sie dann weiter Party machen kann. Wir sind nicht grundsätzlich dagegen, dass wir sie mit dem Baby unterstützen. Aber so wie sie sich das vorstellt, sind wir (nach einigen Diskussionen in den letzten paar Tagen) definitiv nicht bereit. Wir haben ihr vorgeschlagen, dass sie selbstverständlich weiterhin bei uns wohnen kann und wir sie auch finanziell unterstützen. Wenn die älteste Tochter auszieht, was bereits seit Monaten geplant ist, wird dann auch ein Zimmer für das Kleine frei. Aber wir sind zum Entschluss gekommen, dass meine Frau ihren Job, den sie sehr liebt, nicht kündigen wird, um zuhause wieder ein Baby zu betreuen und zu erziehen. Hätten wir vier Kinder gewollt, dann hätten wir vier gemacht. Wir werden uns nun nach weiteren Lösungen umsehen, das Baby tagsüber zu betreuen, sind aber gerne bereit, unserer Tochter unter die Arme zu greifen. Im Sinne von Grosseltern, nicht von Ersatzeltern. Unsere Tochter wird lernen müssen, für sich und ihr Kind Verantwortung zu übernehmen. Und auch der Vater des Baby's (dessen Namen sie uns immer noch nicht sagen möchte) wird vielleicht seinen Teil dazu beitragen wollen? Ich denke, zusammen werden wir das Kind schon schaukeln.

    Viele Grüsse, Kenwool

  • Hallo kenwood04

    Hoppla, da habt ihr aber eine wirklich verzwickte Situation, die es zu lösen gilt.

    Ich kann dich verstehen. Auch ich habe 2 Kinder gross gezogen und wenn ich mir vorstelle, ich müsste noch einmal von vorne anfangen, dann würde ich vermutlich auch erst Mal vor Schreck erblassen.

    Wie ich deinen Zeilen entnehme, seid ihr zwar sehr wohl bereit, eure Tochter zu unterstützen, lese aber auch daraus, dass deine Tochter es sich dann doch sehr einfach machen wollte, indem sie euch den kleinen Zwerg einfach mal ungefragt aufs Auge drückt?

    Hier bin ich auch der Meinung, dass das so nicht geht und muss Batro widersprechen, dass ihr als Eltern ohne Wenn und Aber für eure Tochter respektive ihr Kind da zu sein habt. Es ist mit Sicherheit Niemandem gedient, wenn deine Frau ihren Beruf aufgibt und wiederwillig zu Hause ein Baby versorgen muss, für das eigentlich die Tochter zu sorgen hätte. Und ich bin auch ganz klar der Meinung, dass deine Tochter spätestens nach der Geburt Verantwortung zu übernehmen hat, wenn sie denn bei der Zeugung des armen Wurmes schon keine wahrgenommen hat. Oder warum ist sie schwanger geworden?

    Hubert hat es auf den Punkt gebracht: Sucht doch mal eine Familien-Beratungsstelle auf. Ich bin mir sicher, dass ihr eine Lösung finden werdet, die für euch Alle stimmen wird. Wichtig dabei ist natürlich, dass es dem Baby an nichts fehlen wird. Das sollte an erster Stelle stehen.

    Viel Glück euch Allen - die Suppe wird mit Sicherheit nicht so heiss gegessen, wie sie gekocht wurde.

    LG, Max I.Mumm

  • Max I. Mumm schrieb:

    „Und ich bin auch ganz klar der Meinung, dass deine Tochter spätestens nach der Geburt Verantwortung zu übernehmen hat, wenn sie denn bei der Zeugung des armen Wurmes schon keine wahrgenommen hat. Oder warum ist sie schwanger geworden?“

    Warum? Weil man mit 16. noch Spass am Sex hat und nach 100%-igem Verantwortungsbewusstsein in diesem Alter zu schreien, ist gar ein bisschen viel verlangt. Mir ist eine Mutter mit 16 wesentlich sympathischer, als eine mit 66!

    Es ist übrigens die Natur, die es so eingerichtet hat, dass auch schon 14-jährige schwanger werden können, aber eben, wir wenden uns ja tagtäglich gegen die Natur, mit allen nur erdenklichen Mitteln.

    Es ist nun ca. 39 Jahre her, seitdem die Freundin meines Bruders, beide auch 16, schwanger geworden war. Heute ist das Kind ein erwachsener erfolgsorientierter Mann. Meine oder ihre Eltern hatten den Kleinen damals nicht gross gezogen. Und trotzdem hatten sie viel Unterstützung geleistet, halt mehr im Hintergrund, die Verantwortung inkl. Arbeit jedoch bei den Eltern belassen.

    Es gab damals schon Mutter-Kind-Heime, das Wort Heim kling etwas negativ, ist es aber nicht. Das hat nichts mit abschieben oder verstossen zu tun, dort können junge Mütter sehr gut lernen, was Verantwortung für das Kind zu haben und Planung des eigenen Lebens mit Kind heisst, ohne sich dann lediglich auf die Eltern verlassen zu können. Die jungen Mütter müssen sich untereinander absprechen, wer bei den Kindern bleibt, geht jemand zur Arbeit oder zur Party. Weil die Mütter dort alle in der gleichen Situation sind, lernen sie voneinander und sie lernen rasch.

    Ich würde ihnen auch nicht empfehlen, dass sie das Baby anstelle ihrer Tochter aufzuziehen, solange sie daheim wohnen bleibt, solange spürt ihre Tochter selber noch das Gefühl in sich, Kind sein zu können. Sie ist es ja schliesslich auch, gegenüber ihnen. Dass sich ihre Tochter den für sie leichtesten Weg aussuchen möchte, ist doch auch menschlich. Ich kenne weitaus ältere Leute, die auch nicht viel Eigenverantwortungsgefühl aktivieren, solange sie jemanden haben, der vollumfänglich für sie sorgt und einsteht.

    Es hat bestimmt einen Grund, warum sie nicht erzählen möchte, wer der Vater des Kindes ist. Je mehr sie an ihr „rumstürmen“, desto weniger wird sie sich öffnen. Lassen sie doch dieses Thema mal ruhen, vielleicht kommt sie dann plötzlich von sich aus darauf zu sprechen. Auch dieses Bewusstsein zu erkennen, wie wichtig es ist den Vater zu benennen, würde sie ev. von anderen Mitbetroffenen im Mutter-Kind-Heim lernen.

    Alles Gute und Kopf hoch, das wird schon…..

    Lg Jazz

  • bin nicht mit allem einverstanden!

    Doch, das Baby hat von Geburt auf das Recht zu "wissen" wer

    sein Vater ist!

    Dann: für einen Teil des Unterhaltes muss der Vater aufkommen,

    ist er im Alter der werdenden Mutter, so wird die Wohngemeinde

    erst mal für den Unterhalt aufkommen.

    Später sobald der Kindsvater verdient wird das Geld, sofern er

    über sein Existenzminimum verdienen wird, den geschuldeten

    Teil wieder holen!

    Die werdende Mutter ist noch so jung, dass sie sich natürlich

    ihre Zukunft mit Kind noch nicht vorstellen kann, doch sie wird

    langsam in die Verantwortung hineinwachsen!

    Sonja

  • Ist schon etwas dumm gelaufen wenn die 16-jährige Tochter schwanger ist. Aber es ist nun mal passiert und kann allen Eltern so gehen.

    Auch mit 16 sollte deine Tochter von Anfang an selbst für ihr Kind sorgen. Auch wenn ihr sie dabei unterstützt muss sie selbst die Mutterrolle einnehmen.

    Du hast geschrieben sie könne die Lehre auch ein Jahr später antreten, damit stehen die Chancen für sie ja nicht schlecht. Warum sollte deine Frau auch den Job für ihren Enkel aufgeben um der Mutter eine Lehre zu verschaffen - das funktioniert einfach nicht und wäre auch unfair. Sie muss jetzt Verantwortung übernehmen und auch lernen mit ihrem Geld klar zu kommen.

    Dabei wird ihr früh genug klar werden das sie die finanzielle Unterstützung der leiblichen Vaters braucht. Gib ihr etwas Zeit, ihr wird nichts anderes übrig bleiben!



  • Den Namen des Vaters will sie uns partout nicht nennen.



    Ganz so einfach ist das natürlich nicht. Falls ein Vater bei einer ausserehelichen Geburt das Kind nicht anerkennt, wird die zuständigen Vormundschaftsbehörde eine Beistandschaft gemäss Art. 309 ZGB errichten, die die Vateschaft muss zwingend geregelt werden. Falls die Mutter sich weigert, den Namen des Vaters zu nennen, wird diese während zweier Jahre fortgeführt.

    Da eure Tochter noch minderjährig ist und somit die elterliche Sorge nicht ausüben kann, wird die zuständige Vormundschaftsbehörde einen Vormund für das Kind bestellen. Es ist durchaus möglich, dass ein Grosselternteil das Amt des Vormundes übernimmt.

  • Hallo kenwood04

    So ein paar Gedanke meiner Seite, wenn ich mich erlauben darf:

    1. Ein Zwischenjahr mit dem Kind wäre gut. Lehrbeginn voraussichtlich im Sommer 2013.

    2. Mit 16 sollte sie auch Anrecht auf Mutterschaftsbeiträge ab Geburt, den ersten 9 Monaten haben. (> Sich bei der Gemeinde oder dem Sozialdienst erkundigen). Ein Anrecht, keine Sozialhilfe.

    3. Kontakt mit der VB schon jetzt aufnehmen? Sie werden sowieso involviert. (Siehe: Beistand, eher Vormund für das Kind). Das erste mal, ohne Tochter, danach sicher mit ihr ... und ihrem Kind.

    4. Mal beim http://www.mutterkindwohnen.ch schauen. Ein paar "Institutionen" bitten die Forderung Mutter/Kind und gleichzeitig die Ausbildung der jungen Mutter. Dies ist mit Kosten verbunden , so etwa wie Fr. 300.-/350.- am Tag. Dies kann praktisch nur mit dem Involvieren der VB stattfinden. (Die Gemeinde sollte die Kosten übernehmen).

    Dies wird, gemäss eurem Schreiben über der Tochter, ihr nicht ganz passen. Aber es wäre eine andere und reale Perspektive.

    Ihr Tochter ist noch sehr jung, scheint zurzeit nicht nachvollziehen zu können, welche Konsequenzen auf eurem Leben und dem Leben des Kindes später ausgelöst werden.

    Ihr seid wohlwollend und habt klare Positionen. Das ist schön!

    Ihre Tochter soll ihre Schwangerschaft, wenn möglich, unbeschwert geniessen.

    Informiert euch und sucht Beratung. Ihr= Eure Tochter und ihr als Eltern. (Spezialisierte SD, VB, Internet).

    Also Schritt für Schritt, wie in vielen Situationen.

    > Viel Glück und FG

    mu

  • Hi,

    also mich würde es eher stutzig machen, warum sie partout nicht sagen möchte, wer denn der Vater des Kindes ist. Habt ihr eine Idee, ob eure Tochter einen Freund hat/hatte? Vielleicht gibt es zwischen ihr und dem Kindsvater einen großen Altersunterschied, weshalb sie sich nicht darüber zu sprechen traut.

  • Ich glaube, das ist die Situation, wo der Zusammenhalt einer Familie auf die Probe gestellt wird. Von allen beteiligten, versteht sich.

    Letztlich kann es nur um das Wohl des Kindes gehen. Aber es ist zu schaffen, soviel ist auch klar, auch wenn es nicht einfach ist.

  • Also ich würde mir auch überlegen ob sie falls möglich ist, die Lehre vlt auch sogar um 1,5 Jahre verschieben sollte, so dass sie übernächsten Februar erst mit ihrer Lehre anfangen würde...

    In dieser Zeit könnte sie sich zum einen die Verantwortung über ihr Kind bewusst werden und zum anderen sich Klar werden ob der Beruf als Malerin wirklich das richtige ist, den sie bis zu ihren Lebensende ausüben möchte!

    Denn gerade wenn sie jetzt schon ein Kind hat, wird es schwer später einfach so den Job zu wechseln und noch etwas komplett neues anzufangen!

    Aber auch die Situation von deiner Frau kann ich wirklich verstehen! Deshalb würde ich sie auf keinen Fall dazu drängen die Ersatzmama zu spielen, denn die Mama sollte schon eure Tochter sein!

    Ich wünsche euch sehr viel Glück und hoffe, dass ihr uns regelmäßig auf den Laufenden haltet und wir euch bei den einen oder anderen Problem weiterhelfen können werden!

  • Hallo an Alle

    In der Zwischenzeit hat sich einiges getan. Wir alle besuchen gemeinsam eine Familienberatung, die uns auch wirklich gut weiterhilft. Viele Fragen haben sich zwischenzeitlich geklärt.

    Meine Tochter wird frühestens im Sommer 2013 mit ihrer Lehre beginnen, in der Zwischenzeit kümmert sie sich um das Kind. Danach schauen wir weiter. Eine Mutter/Kind Einrichtung war auch mal kurz das Thema - dies scheint meiner Tochter sogar irgendwie noch zu gefallen. Aber entschieden ist noch nichts.

    Auch wenn sie sich dazu entschliesst, bei uns wohnen zu bleiben, werden wir evtl. (zusätzlich zu uns) noch eine externe Lösung der Betreuung in Betracht ziehen.

    Im Grossen und Ganzen hat sich die Situation doch ziemlich entspannt und der Bauch meiner Tochter rundet sich ;)

    Mamu: Du hattest recht. Der Vater ist tatsächlich einiges älter, übernimmt jedoch ebenfalls Verantwortung. So sieht es zumindest im Moment aus.

    Nun hoffen wir, dass sich alles zum Guten wendet. Ich danke euch für all eure Feedbacks.

    LG, kenwood

  • Es freut mich zu hören, dass ihr alle euch einigermaßen mit der Situation anfreunden konntet. Jetzt hoffe ich für euch, dass ihr die Situation erst einmal genießen könnt und euch alle zusammen auf das neue Familienmitglied freut.

  • ich kenne eure familienverhältnisse und euren umgang miteinander nicht, aber ich finde es ziemlich heftig wie selbstverständlich, so lese ich es herraus, eure tochter davon ausgeht, daß ihr euch um das Kind kümmert. Scheinbar ist sie sich ihrer verantwortung noch nicht recht bewußt

  • Vielleicht haben die Eltern des Vaters auch ein Recht zu erfahren, dass sie Grosseltern werden.

    Anscheinend sind diese schon im Pensionsalter (wenn der Papa älter ist als die Tochter).

    Vielleicht hüten diese das Enkelkind auch ab und zu!



  • Seid gegrüsst

    Meine Tochter ist 16 Jahre alt und erwartet jetzt im August ein Baby. Den Namen des Vaters will sie uns partout nicht nennen.

    (...)

    Unsere Tochter beendet im Sommer die Schule, danach kommt das Kind zur Welt. Die Tochter stellt sich nun auf den Standpunkt, dass sie gleich nach der Geburt ihre Lehre (Malerin) beginnen möchte und meine Frau könne dann zuhause das Baby hüten.

    (...)

    Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht?



    Das Baby ist jetzt da?

    Und wie ist die Geschichte weitergegangen. Das wäre doch noch spannend zu wissen, denke ich ...

    Gruss