Wer bezahlt Hilfsmittel?

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  • Gestern habe ich den Swiss-Trac und meinen neuen, knallgelben Rolli abgeholt und zuerst einmal die"grosse Verladeübung" gemacht, Kombi sei Dank. Nach einer kurzen Instruktion ging es dann nach Hause, wo ich mich zuerst einmal psychisch auf die neue Situation einstellen musste, in Zukunft mehr sitzend als gehend unterwegs zu sein.

    Heute hat mir dann meine Frau mitgeteilt, dass Sie dringend noch neue Schuhe brauche (typisch Frau...) und sie deshalb gerne ins Shoppingzentrum fahren wolle.

    Ich erfülle ja gerne frauliche Wünsche, aber diesmal habe ich darauf bestanden, mitzukommen, mit dem Hintergedanken, im Konsumtempel mein neues Gespann gleich einmal auszuprobieren.

    So sind wir denn zu zweit losgezogen, ich habe im Parkhaus die "grosse Verladeübung" rückwärts wiederholt und ich habe es tatsächlich geschafft, ohne irgendwo anzurempeln oder kleine Kinder über den Haufen zu fahren, den Migros unsicher zu machen. Zu Anfang hatte ich zwar ein etwas mulmiges Gefühl dabei, aber nach einer Wartezeit am Schuhgestell hatte ich den Eindruck, dass mein Sitzkomfort wesentlich höher war als das Stehen mit kaputten Beinen all die Jahre vorher. Vor allem hatte ich keinerlei Schmerzen während des Einkauftrips, was vorher mit Krücken völlig anders war.

    Fazit: gewöhnungsbedürftig am Anfang, aber die Rollibeschaffung ist für meine Mobilität ein grosser Fortschritt.

    Der nächste Test ist dann mit dem Öffentlichen Verkehr angesagt. Nun ich lasse mich überraschen.

    Dummerweise hat mir die Abgabestelle das Futteral für die Verlade-Rampenschienen nicht geliefert, das muss nachbestellt werden. Auch einen zweiten Radsatz mit Mountain-Bike-Reifen für den Rolli werde ich noch bestellen (kostet aber ein Vermögen!) Hat den Vorteil, dass man im Falle eines Plattfusses am Rolli gleich die Räder auswechseln kann, auch wenn man auf Waldwegen unterwegs ist, sind robuste Pneus ein Vorteil. Der zweite Radsatz wird natürlich von der IV nicht bezahlt, aber man gönnt sich ja sonst nichts... Manche Leute haben schliesslich auch zwei Autos...

    Sobald die definitive Abrechnung der Abgabestelle eingetroffen ist und die IV auch alles abgerechnet hat, werde ich dann mit einem letzten Eintrag diesen Blog schliessen. Inzwischen mache ich noch ein paar Photos vom (gekaufen) Occasions-Swiss-Trac, den ich nun nicht mehr brauche und stelle ihn ins Ricardo.

    Andy

  • Ich bins doch noch mal...

    In Sachen Rollstuhl hat sich jetzt noch ein kleines bauliches Problem herauskristallisiert:

    Der Zugang zu unserer Liegenschaft weist leider zwei Treppenstufen auf, welche ich gerne eliminieren bzw. umgehen/umfahren möchte.

    Heute habe ich Besuch gehabt von einer Gartenbaufirma, welche auch Weganlagen und Umbauten von bestehenden Wegen macht. Natürlich machen die das nicht gratis, ist ja klar. Meine Frage nun: Kann es sein, dass die IV auch an eine Rampe einen Kostenbeitrag leistet? Mit dem Swiss-Trac komme ich nämlich sonst nicht bis in meine Wohnung und an die Steckdose ran.

    Die zwei Treppenstufen gehören meinem Nachbarn und mir je zur Hälfte. Kann ich den Nachbarn zwingen, einer Eliminierung der Stufen zuzustimmen, quasi als Notwegrecht? Andernfalls müsste ich die Rampe quer über mein Blumenbeet vor dem Haus bauen, was ästhetisch etwas suboptimal ist und eine höhere Steigung der Rampe bewirkt. Dafür wäre dann alles auf meinem eigenen Grund und Boden und ich müsste niemanden fragen.

    Zweite Frage: Vor dem Haus befinden sich drei Besucherparkplätze und ein kleiner offener Veloabstellplatz. Ich möchte nun gerne den Veloabstellplatz in einen Behindertenparkplatz für mein Auto umwandeln, da praktisch nie irgendwelche Velos dort abgestellt sind, weil jeder Velobesitzer direkt innerhalb der Siedlung bis zu seiner Haustür fährt. Die Parzelle mit den Parkplätzen ist gemeinsames Eigentum von 20 Hausbesitzern. Ich gehe davon aus, dass es für die Umwandlung in einen Behindertenparkplatz die Zustimmung der Miteigentümer braucht. Braucht es hiefür die Zustimmung ALLER Miteigentümer oder nur ein qualifiziertes Mehr?

    Kann man damit rechnen, dass die IV für den Bau des Behindertenparkplatzes ebenfalls einen Beitrag spricht, oder müssen solche Umbauten aus dem eigenen Sack berappt werden? Die Miteigentümer kann ich damit natürlich nicht belasten, denn der Parkplatz dient ausschliesslich mir.

    Falls es hier unter den Forenlesern einen Experten hat, der sich mit Baurecht im Kanton ZH auskennt, ich bin für jeden Tip dankbar.

    Grüsse aus der Hitze!

    Andy

  • Beitrag aus dem Sommerloch:

    Das Gesuch an die IV betreffend Rollstuhlrampe und Behindertenparkplatz ist raus und wurde auch prompt bestätigt. Gleichzeitig habe ich eine Kopie an die SAHB in Brüttisellen geschickt, worauf ein Experte meinen Vorgarten besichtigt und vermessen hat.

    Es hat sich nun herauskristallisiert, dass ich mein Blumenbeet opfern werde, dafür führt die Rampe nicht über das gemeinsame Grundstück unserer Gemeinschaft, somit muss ich auch niemanden um Erlaubnis fragen. Das erspart mir unliebsame Diskussionen, im Stil von "seit wann braucht der jetzt einen Rollstuhl" etc.

    Der Experte von der SAHB meinte, die Finanzierung der Rampe stelle kein Problem dar, hingegen finanziere die IV generell keine Parkplätze, womöglich noch mit Überdach. Somit hat sich der Parkplatz auch erledigt und ich werde weiterhin meinen Platz in der Tiefgarage nutzen. Dafür brauche ich aber zukünftig einen Treppenlift, an dem sich aber weder die IV noch die AHV beteiligen werden. Die IV vertritt hier scheinbar die Ansicht, dass, wer nicht mehr Treppen steigen kann, sich eine eingeschossige Wohnung suchen soll.

    Ich habe aber nicht im geringsten im Sinn, mein abbezahltes Häuschen, in dem ich sozusagen gratis wohne, gegen eine teure Mietwohnung zu tauschen. Da kommt mir ein Lift billiger. Ich lasse mir bei Zeit und Gelegenheit mal Offerten von in- und vor allem ausländischen Lieferanten machen. So lange eine Sozialversicherung bezahlt, ist man quasi gezwungen, einheimische Lieferanten von Hilfsmitteln zu berücksichtigen, aber wenn es auf die eigene Kappe geht, berücksichtige ich gerne das billigere Ausland. Die SAHB hat mir bereitwillig eine Adresse aus Stuttgart vermittelt.

    Apropos Offerten: Eine Gartenbaufirma aus Zürich hat meinen Vorgarten vermessen und Photos gemacht für das Projekt "Rollstuhlrampe" Die Kosten betragen rund CHF 8000.-, dies entspricht ziemlich genau dem Kostenrahmen, welcher die IV gemäss Experte SAHB erfahrungsgemäss zu bezahlen gewillt ist.

    Aber genug der Zahlenspiele. Hier noch etwas aus dem touristischen Sektor:

    Während der Sommerferien habe ich mich mitnichten an den Teutonengrill in Rimini begeben, um mich an der Sonne braten zu lassen. Das ist mir denn schon etwas zu trivial.

    Dafür habe ich meinen brandneuen Rollstuhl samt Swisstrac ins Auto verladen und bin nach Teutonien gefahren, um etwas "Kultur" reinzuziehen. Im Hinterkopf hatte ich natürlich auch die Probe aufs Exempel in Sachen Rollstuhltauglichkeit von Hotels und Museen etc.

    Erste Etappe war das Eisenbahnmuseum in Nürnberg. Sehr schön ausgestattet, an der Kasse bekommt man unaufgefordert gleich einen Schlüssel für den Rollstuhl-Lift zur Fahrzeughalle. In den normalen Lift zu den Obergeschossen passt mein Gespann nicht rein, dafür hilft einem das sehr zuvorkommende Personal gerne beim Weg zum Warenlift, der gross genug ist. Das Personal der Ausstellung verständigt auch gleich die Kollegen, so dass der Weitertransport in die nächst höhere Etage gewährleistet ist. Das Museum ist uneingeschränkt zu empfehlen.

    Zweite und dritte Etappe waren die beiden Zwillingsmuseen in Sinsheim und Speyer. Wenn man dort die Ausstellungen sieht, fällt einem glatt die Kinnlade bis ans Knie herunter. Ich verzichte hier bewusst auf eine Aufzählung, denn sonst würde ich heute abend nicht mehr fertig mit Schreiben. Kurz zusammengefasst: Alles was rollt, fährt, fliegt oder schwimmt ist da ausgestellt. So z.B. eine komplette Maybach-Auto-Sammlung, welche bei Liebhabern alter Autos wohl feuchte Täume auslöst. In Speyer steht so ganz nebenbei ein kompletter Jumbo-Jet, eine Antonow 22, ein Seenot-Rettungskreuzer und nicht zuletzt ein komplettes U-Boot der deutschen Marine im Garten, so ganz nach dem Motto: Hier wird nicht gekleckert, hier wird geklotzt. Die Frage stellt sich zwangsläufig angesichts der riesigen Teile: Wie um Himmels Willen haben die diese Sachen überhaupt vor Ort gebracht? Hotel war direkt neben dem Museum in Speyer, rollstuhlgängig via Hintereingang.

    Die vierte Etappe führte mich ins Saarland, nach Völklingen, nicht weit von Saarbrücken. Dort gibt es ein komplettes Stahlwerk mit sechs Hochöfen zu besichtigen, welches im Zuge der deutschen Stahlkrise zugemacht wurde, aber dann nicht abgebrochen sondern als Museum und Weltkulturerbe hergerichtet wurde. Beim Besuch des riesigen Geländes gewinnt man den Eindruck, die Belegschaft sei nur eben mal in die Pause gegangen, denn alles ist so geblieben, wie es am letzten Betriebstag hinterlassen wurde. In der Schweiz gibt es ja keine grössere Schwerindustrie, umso imposanter ist es für den Besucher, einmal eine Eisenhütte zu besichtigen, auch wenn diese nicht mehr in Betrieb ist. Gesamteindruck: Alles gross, riesig und rostig. Der Rundgang durch das Gelände misst sieben Kilometer. Hier hat sich mein Rolli und der Swiss-Trac bestens bewährt, denn ohne mein Gespann wär eine Komplettbesichtigung nicht möglich gewesen. Das ganze Gelände ist rollstuhlgängig inklusive diverser Lifte.

    Dummerweise bin ich irgendwo, vermutlich an einer Rillenschiene eines Gleises mit einem Lenkrad des Rollis hängen geblieben und es hat mir den Vollgummipneu von der Felge gewürgt. An der Eingangskasse habe ich mir dann zwei Schraubenzieher ausgeliehen und versucht, den kleinen Gummipneu wieder auf die Felge zu wuchten, was mir aber nicht gelang. Am Autoparkplatz habe ich dann den "Gelben Engel" vom ADAC bestellt (Pannenhilfe). Gottlob hatte ich den ETI-Schutzbrief vom TCS bei mir. Der Pannenhelfer hat dann eine geschlagene Stunde geübt mit dem verd... Rad, aber mit Hilfe von stabilen Arbeitshandschuhen und etwas Schmierfett klappte es schliesslich doch und der Vollgummipneu sass wieder auf der Felge. Ansonsten wäre die Reise dort beendet gewesen. Der Mann hat sich wahrlich ein dickes Trinkgeld verdient.

    Für die fünfte Etappe, welche mich nach Lothringen führen sollte, war ich nun rund zwei Stunden zu spät und ich habe deshalb im Hotel angerufen, um mitzuteilen, dass ich nach 18 Uhr anreisen werde. Da hat mich dann beinahe der Schlag getroffen, als mir das Hotelpersonal mitteilte, man habe gar keine Reservation für mich. Angesichts der Tatsache, dass es das einzige Hotel im Umkreis von 20 km war, klang diese Mitteilung ziemlich beunruhigend. Zum Glück hat sich dann die Sache geklärt, als ich erwähnte, dass ich das einzige rollstuhlgängige Zimmer reserviert habe. Trotzdem bin ich dann mit ziemlich Herzklopfen nach Kédange sur Canner gefahren. Hübsches kleines Hotel, mitten im Niemandsland, dummerweise voll belegt mit Hundebesitzern aus den Niederlanden, welche ihre Tiere im Ort in eine Hundeschule zur Jagdausbildung brachten, was eine gewisse Lärmbelästigung mit sich gebracht hat. Ansonsten gespiesen buchstäblich wie Gott in Frankreich.

    Am nächsten Morgen Fahrt zur Museumsfestung "Hackenberg" der Maginotlinie. Diese Festung wurde nicht in grössere Kampfhandlungen beim Angriff der Deutschen Wehrmacht auf Frankreich verwickelt und ist deshalb weitgehend unbeschädigt. Die Festung besteht aus rund zehn (!) Kilometern Stollen, wovon etwa ein km mittels einer Stollenbahn besichtigt werden kann. Oberhalb der Stollen sind diverse Bunker mit Geschützen, Minenwerfern und Maschinengewehren sowie Beobachtungsglocken im Gelände verstreut. An einem Bunker ist das Zwillingsgeschütz betriebsbereit zu besichtigen. Die Hub-Vorrichtung der Panzerdecke über dem Geschütz ist eine französiche Spezialität, welche das Geschütz in eingefahrenem Zustand praktisch unangreifbar machte. Vorführung von innen und anschliessender Aussenbesichtigung via Notausgang.

    Auch hier wieder eine äusserst zuvorkommende Behandlung behinderter Besucher. Den Swiss-Trac musste ich wegen der nicht vorhandenen Verlademöglichkeit in die Stollenbahn am Eingang zurücklassen, aber der Rollstuhl wurde die gesamte Strecke, welche die Besucher zu Fuss ausserhalb des Zuges zurücklegen mussten, vom deutschsprachigen Führer geschoben.

    Es finden Führungen (Dauer 2 1/2 Stunden, Temperatur in der Festung 12 Grad) in französischer, englischer und deutscher Sprache statt. Die deutschsprachige Führung ist jeweils um 14.30h. Für historisch Interessierte eine gute Gelegenheit, sich einmal die Informationen direkt vor Ort zu beschaffen.

    Am Ende der Führung hat sich dann eine erneute Panne an meinem Rolli gezeigt. Das linke Lenkrad wackelte. Eine Befestigungsschraube hatte sich losgerüttelt. Zum Glück hat der Hersteller des Rollstuhls an solche Sachen gedacht und unter dem Sitz eine kleine Werkzeugtasche mit einem Inbus-Schlüssel-Sortiment angebracht. Also kurz den Rolli auf den Kopf gestellt und die lose Schraube wieder angezogen und gut war. Fazit: Immer wieder alle Schrauben nachziehen nach Fahrten ins Gelände.

    Am nächsten Tag bin ich dann (alles auf Nebenstrassen) wieder in Richtung Schweiz gefahren, sehr befriedigt von der Museumstour. Diese Museen hatte ich mir nämlich schon seit Jahren vorgenommen, aber mit meinen kaputten Beinen war es schlicht unmöglich. Mein Rolligespann hat es mir aber ermöglicht, all diese Museen in einer Woche zu besuchen.

    Fazit: Ein Rolli ist keine Schande, wer nicht mehr laufen kann, sollte sich den Umstieg wirklich überlegen, anstatt sich weiterhin als Fussgänger zu quälen.

    Besonders bei längeren Gehstrecken (Völklingen!) ist der Rolli plus Swiss-Trac ein Muss für mich.

    Das war (wieder einmal) ein ziemlich langer Beitrag, die Redaktion des Forums möge mir verzeihen, aber vielleicht ergibt sich daraus für den einen oder anderen Leser eine Idee für einen Ausflug an einem verlängerten Wochenende oder über eine Ferienwoche. N.B. Autokilometer rund 1000, Dauer der Exkursion eine Woche.

    Andy

  • Ist doch gerne geschehen. Reiseberichte teile ich gerne, vielleicht nützt es ja dem einen oder anderen, der auch Ideen sucht für Ausflüge. Die IV ist natürlich im Moment ein heisses Kapitel für mich. Am 9.9. erreiche ich das AHV-Alter und dann ist das Kapitel IV abgeschlossen. Dann gehöre ich versicherungstechnisch gesehen zum alten Eisen...

    Vielen Dank auch für die Rückmeldung, so weiss ich wenigstens, dass ich nicht nur für den Papierkorb schreibe...

    Andy

  • Die ganze vorletzte Woche hatte ich die Gartenbaufirma vor dem Haus, was sich vor allem darin geäussert hat, dass ich keinen Morgen ausschlafen konnte (ich bin ein ausgesprochener "Eulentyp", der abends lange auf ist, aber am Morgen kaum aus den Federn kriechen kann), denn die Arbeiter begannen jeden Tag punkt sieben Uhr mit ihrer Arbeit.

    Zuerst wurde das bestehende Blumenbeet mitsamt dem Humus abgebaut, dann kamen die hochkant liegenden Eisenbahnschwellen (Stützen des Bodens gegen das Beet) sowie die überzähligen Zementsteine und Stellriemen raus. Links und rechts wurde ein kleiner Graben ausgehoben und hohe rosarote Stellriemen einbetoniert. Dazwischen eine Unterlage aus Bergschotter, welcher zuerst gestampft und anschliessend mit rosaroten Quadersteinen belegt wurde. Neckischerweise war natürlich noch die vertikale Röhre samt Deckel zum Wasserschieber der Hauszuleitung im Wege, welches auch noch etwas im Niveau angepasst werden musste. Letztendlich wurden die Fugen noch verfüllt und das Ganze vibriert, damit sich später keine Setzungen mehr ergeben.

    Anstelle des Blumenbeetes habe ich jetzt einen kleinen dreieckigen, spitz zulaufenden Steingarten, welcher mit rotem Porphyrsteinschotter zwischen dem neuen Wege und dem bisherigen Zugangsweg angefüllt ist. Darin befinden sich noch vier versenkte Töpfe mit verschiedenen pflegeleichten Pflanzen.

    Das Ganze sieht supergut aus und ich kann jetzt mit dem Rollstuhl samt vorgespanntem Swiss-Trac direkt bis vor die Haustüre fahren, neben welcher ich selber eine Aussensteckdose montiert habe für das Ladegerät des Swiss-Trac.

    Ein grosses Lob der Firma STAUB-Gartenbau aus Zürich, welche die Arbeit absolut perfekt erledigt hat.

    Von der Invalidenversicherung habe ich mittlerweile auch die schriftliche Ablehnung des Gesuchs um einen Behindertenparkplatz erhalten. Nun, damit kann ich leben, das war auch zu erwarten. Scheinbar gehören Parkplätze nicht zu den Hilfsmitteln im IV-Katalog. Jetzt warte ich nur noch auf die Rechnung des Gartenbauers, dann ist die ganze Angelegenheit paletti.

    Und für alle diejenigen, welche immer wieder über die angebliche Bürokratie unserer Invalidenversicherung schimpfen: Ich habe da im Laufe der letzten rund zwanzig Jahre, wo ich schon Kunde der IV bin, ganz etwas anderes erlebt. Stets wurde ich zuvorkommend und korrekt behandelt und die ganze Geschichte mit Abklärungen und Berentung sowie Hilfsmittel etc. wurde genau nach Gesetz und Verordnungen gehandhabt. Ich denke, das muss auch einmal gesagt sein. Letzten Monat habe ich nun die allerletzte IV - Rentenzahlung erhalten und bin jetzt AHV - Rentner.

    Mit diesem letzten Eintrag beende ich diesen Thread über die Bezahlung von Hilfsmitteln. Ich hoffe, dass meine Beiträge auch anderen Leuten, welche sich in einer ähnlichen Situation befinden, hilfreiche Tips gegeben haben.

    Andy

  • Warum werden von ic-Faens Statistiken und massive Auffaelligkeiten immer ausgeblendet:

    Eine IV-Rente bekommt jeder zehnte Auslaender, aber nur jeder 25ste Schweizer. Bei der Spitzennationalitaet ist es gar jeder Vierte! Die Auslaenderrate ist Europaspitze, die Schweizerrate figuriert weit im Schwanz.

    Ein kosovarischer Student bezog eine IV-Vollrente wegen geistiger Vollnvaliditaet. Das hinderte ihn nicht daran, im Buergerkrieg nicht nur haertesten Frontkampfdienst zu leisten, sondern auch militaerische und gar bis in hoechste Kreise politische Karriere zu machen. Ob der Typ inzwischen entrentet wurde, ist bestgehuetetes Amtsgeheimnis, derweil Schweizerbuerger mit fraglichen IV-Leistungen ohne Unschuldsvermutung von der Vierten Gewalt wie Saeue durchs Dorf getrieben werden....