Im Ausland günstig einkaufen?

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  • Fakt ist, dass die Mehrheit der Bevölkerung auf ihr Geld achten muss. Will heissen, kalkulieren muss, um über die Runden zu kommen.

    Wohnt man nun grenznah, ist es doch völlig verständlich, wenn man einige Kilometer Fahrt in Kauf nimmt um einen Einkauf zu tätigen, der qualitativ dem hiesigen Angebot absolut gleichwertig ist.

    Und es ist auch verständlich bei nicht grenznah wohnenden Personen, wenn diese bei grossen Anschaffungen ins Nachbarland fahren, um einige hundert Franken zu sparen.

    Appelle von heimischen Wirtschaftsverbänden oder Händlern werden daran nicht wirklich viel ändern können.

    Jeder von uns muss mit seinen Möglichkeiten leben und mit seinen Einkünften sein Leben so gut wie möglich auf die Reihe bringen.

    Und was die Argumente mit den Löhnen betrifft. Da appellieren Arbeitgeber an die Arbeitnehmer, benutzen aber ihrerseits die Möglichkeiten der PFZ und ersetzen Schweizer Arbeitnehmer durch billigere Arbeitnehmer aus dem Ausland. Oder "optimieren" ihre Arbeitsabläufe. Wie der stark vom Einkaufstourismus betroffene Detailhandel. Da führt man das Self-Scanning ein, um sich die Lohnkosten für einen grossen Teil der jetzt noch beschäftigten Kassiererinnen sparen zu können. Diese, vielfach noch Frauen im mittleren Alter, werden anderswo kaum mehr eine Arbeitsstelle bekommen.

    "Im Ausland günstig einkaufen" ist eine komplexe Angelegenheit. Um die Problematik zu entschärfen braucht es noch viele Diskussionen und die Bereitschaft aller Involvierten, auch Kompromisse eingehen zu wollen und können.



  • Hallo Mato

    Du hast ja nicht unrecht - Fleisch etc. kauft man nicht in einem EU Land. Zwar ists s billiger, aber die Tiere werden 1000te Kilometer durchs EU Land gekarrt bevor sie geschlachtet werden. Das brauche ich nicht. Auch Gemüse und Früchte kaufe ich da nicht ein, Teigwaren sind schlechter als bei uns genauso wie Eier. Aber alles Verbrauchsmaterial wie Waschmittel, Shampoo, Seifen, Windeln, Kindermilch, Putzsachen etc. kaufen auch wir immer wieder im grenznahen Ausland ein. Wieso soll ich fürs gleiche Produkt hier das 2-, 4-, 5-fache zahlen ?

    Zum Italiener - da gibt es solche und solche. Auch in D gibt es richtige Pizzas ohne Edamer und umidentifizierbare Belagsware. Und richtig Steinhäuser wo ich für ein Menu rund 20 Franken zahle statt 45 ! Und wo wir dabei sind Weine in Restaurants - bei uns ein Billigfusel für 40 CHF/Flasche für rund 15 CHF in D.



    Es ist nur meine Erfahrung gewesen, es ist eben nicht alles Gold was glänzt. Grundsätzlich bin ich der Meinung, das gewisse Qualität gerade bei Lebensmittel einen Preis haben muss. Klar der Fast Food und Fertigmenü Junkie wird in Deutschland natürlich sehr Glück sein, soll der gleich auswandern?

    Wir haben Schützzölle das sollte man einfach nicht vergessen. Man schützt Weinhändler und vorallem die Bauern.

    Grundsätzlich sind hohe Preise in der Schweiz politisch so gewollt. Jeder Büezer der hier jammert sollte beim nächsten

    Wahlen jemand nach Bern wählen, der gegen diese Zölle ist.



  • Hallo Mato

    Du hast ja nicht unrecht - Fleisch etc. kauft man nicht in einem EU Land. Zwar ists s billiger, aber die Tiere werden 1000te Kilometer durchs EU Land gekarrt bevor sie geschlachtet werden. Das brauche ich nicht. Auch Gemüse und Früchte kaufe ich da nicht ein, Teigwaren sind schlechter als bei uns genauso wie Eier.



    Was soll diese Herabwürdigung von ausländischen Lebensmitteln?

    Sie wissen nicht, ob ein Tier tausende Kilometer transportiert wurde, bevor es geschlachtet wurde. Es gibt auch in der EU unterschiedliche Tierhaltungsmethoden und es gibt auch dort Tiere, die in der Region aufgewachsen und geschlachtet wurden. Auch dort wird aufgezeichnet, ob das Tier nach einer bestimmten tierfreundlicheren Tierhaltungsmethode gehalten wurde (diverse Freiland- und Bio-Label). Jeder der sich über Fleisch aus der EU aufregt sollte sich einmal beim Bundesamt für Veterinärwesen anschauen wie tief die Schweizer Mindeststandards für Tierhaltung sind, was die pro Tier und die Art des Bodens auf dem das Tier stehen und seine Notdurft verrichten muss, anbelangt. Auch Gemüse und Früchte können hier mit Pestiziden gespritzt werden um Schädlinge zu vernichten und den Ertrag zu maximieren.

    Man muss sich eben auf der Verpackung oder beim Händler informieren, egal ob es sich um in- oder ausländische Lebensmittel handelt.

    Die Schweiz gehört zu den Ländern mit den weltweit höchsten Landwirtschaftssubventionen. Diese könnten durchaus auf das tiefere Niveau der Landwirtschaftssubventionen der EU abgesenkt werden und mit einem Agrarfreihandelsabkommen mit der EU die Zölle auf Landwirtschaftsprodukte abgeschafft werden. Parteien wie die FDP oder die SP setzen sich da für Wettbewerb und tiefere Preise für Konsumenten ein. Parteien wie die SVP oder die CVP handeln da eher als Lobby der Bauern, welche den Bauern ein möglichst hohes Einkommen durch staatliche Subventionen und künstlich hohe Preise durch einen Schutz vor ausländischer Konkurrenz über Zölle zuschanzen wollen. Die Hotels und Restaurants, die ohnehin unter dem starken Franken und hohen Kosten zu leiden haben, wären dankbar, wenn sie durch eine Abschaffung der Zölle auf Landwirtschaftsprodukte und mehr Wettbewerb die Lebensmittel günstiger einkaufen könnten.

    Es gibt einen sehr hohen Anteil an Biobauern in Österreich, welche nach dem EU-Beitritt im Wettbewerb gut bestehen können. Letztendlich entscheidet der Konsument was er essen möchte und wie viel er dafür bezahlen möchte.

  • Mamu.. noch mal zur ursprünglichen Frage...

    Einkaufen im nahen Deutschland ist bei vielen Produkten wirklich lohnenswert.. Zum einen wegen dem zurzeit immer noch günstigen Kurs, zum anderen aber vor allem wegen der Mehrwertsteuer, die in Deutschland 19 % beträgt. Da wir Beträge bis 300 CHF einführen können ohne SchweizerMWST zu zahlen, bekommen wir die ganzen 19 % vergünstigt. Das heisst.. im Laden beim einkaufen an der Kasse sagen "bitte ein Ausfuhrzettel".. Die Dame füllt dann so ein Teil aus wo die MWST sep. ausgewiesen ist. Mit diesem Formular an der Grenze.. am deutschen Zoll abstempeln lassen (schauen nach "Ausfuhr"), dann über die Schweizer rollen, sich zu Hause freuen ab dem günstigen Einkauf und beim nächsten Einkauf den gestempelten Ausfuhrzettel wieder mitnehmen und an der Kasse abgeben.. Die 19 % MWST bekommt man dann zurückerstattet. Die Ausfuhrzettel sind ca. 3 - 6 Monate, manchmal auch ein Jahr gültig. Sind Einkäufe grösser als 300 CHF gilt das selbe Prozedere, doch hier muss am CH-Zoll angegeben werden, was eingekauft wurde. Dann muss man die CH-MWST wieder zahlen, was so um die 8 % ist.. - Achtung auch wegen Mengen.. von Fleisch, Öl, Alkohol etc... Entsprechende Infos am CH-Zoll verlangen.

    Internet-Einkauf via Deutschland.. Da ich grenznah wohne habe ich in Deutschland eine Postadresse... Diese können über Postämter erstellt werden und sollten nichts kosten. Pakete können dann dahin gesendet werden, was vielmals viel günstiger ist, wie wenn sie in die CH geschickt werden und nebst den teuren Postgebühren noch zusätzlich Zollgebühren anfallen. Lasse ich mir das Paket nach Deutschland senden fallen die Versandgebühren weg und ich muss höchstens bei meiner Postadressen-Stelle 1-2 Euro Umtriebsgebühren zahlen. Geschickte Ware nach Deutschland hat jedoch nicht den Anspruch der MWST-Rückerstattung.. aber dafür der MWST-Zahlung am CH-Zoll, wenn der Betrag höher ist als erlaubt.

    Ich wohne direkt an der Grenze... Mir fällt auf, dass wir Grenznahen vor allem Food einkaufen, dann alle Drogeriemärkte stürmen und natürlich auch im Modebereich und Möbel Schnäppchen kaufen.. Einkaufen im nahen Deutschland oder Österreich ist also je nach Produkt lohnenswert..

    .. und ja.. natürlich immer den nahen Hofladen beglücken, die Handwerker im Dorf, die Migros oder Coop im Städtchen.. Doch wenn die Geldbörse brennt.. dann ist Einkaufen im Umland eine echte Alternative.. Auch vor allem weil es in den Städten wirklich tolle günstige Shops gibt.

  • Oftmals ist ja nicht der Preis entscheidend, sondern sein Budget, welches man im Hinterkopf hat, wenn man sich etwas nach Mass anfertigen lassen will, findet man einfach keinen Betrieb welcher dies herstellen kann.

    Wir wollten uns spezielle Stufenmatten für unsere Wendeltreppe anfertigen lassen. So kontaktierten wir logischerweise zuerst das ortsansässige kleine Bodenbelagsunternehmen im Wohnort, welcher sich alles gründlich anschaute und ausgemessen hatte. Nach wenigen Minuten sagte er, in den nächsten 5-6 Tagen telefoniere er uns wegen den Mustern und der Richtpreis sei gegen 2'000 Franken. Meiner Meinung nach eigentlich OK, obwohl mein Nachbar zwar meinte, dieser Betrieb sei eine Apotheke !

    Es vergingen etwa 3 Wochen und in seinem Geschäft kam immer der Anrufbeantworter. Langsam bekam ich Zweifel, ob der wirklich dies ausführen kann.

    Telefonisch kontaktierte ich auch unseren früheren Bodenverleger mehrmals, welcher aber nach mehrerer Anrufen meinerseits immer zu beschäftigt war auf zahlreichen Neubauten.

    So fragte ich eine Firma in Zürich an. Ein junger "taffer" Teppichspezialist hat nicht nur alles ausgemessen, sondern sogar einige Muster mitgebracht. Dieser wollte zwar gleich gegen Cash unseren antiken Nomadenteppichaus aus Afghanistan welcher an der Wand hängt abkaufen. Sein Angebot war zwar verlockend. Er rief mich noch 1 x deswegen an. Das Unternehmen handelt auch in Europa mit Raritäten und mein Bauchgefühl sagt mir heute noch, dass die Firma mit Sitz in Zürich sicher seriös ist. Nur ein Angebot weder mündlich noch schriftlich habe ich bis heute nicht erhalten.

    Endlich rief mal unsere Nr. 1 aus unserem Wohnort an, tya unser gewünschte Material werde nicht mehr hergestellt sagte er. Gut hat mir die Nr. 2 aus Zürich ein paar Muster hinterlassen, welche sogar von einer grossen Firma in der Schweiz vertrieben werden. Unser Mann vom Ort fiel fast aus den Wolken als ich ihm die Produkte sagen konnte. Habe dann nichts mehr gehört.

    Via Internet fragte ich dann 3 deutsche Firmen an. Alle haben innert 2 Tagen zurück geschrieben. Eine Firma schrieb, dass sie die Produktion solcher massgeschneiderten Stufenmatten vor ein paar Jahren eingestellt hätten. Gaben mir aber dann eine gute Adresse ennet der Schweizer Grenze an, mit welchen ich dann Kontakt aufnahm.

    Das erste Mal als wir dort vor der Türe standen, fragte ich mich ob wir wohl richtig sind, bei diesem noblen luxeriösen Unternehmen ? Die Inhaberin hat uns ausgezeichnet beraten und nebenbei erwähnte sie, dass sie noch einen Produktionsbetrieb in Österreich hätten.

    Bis unser Wunschprodukt fertig war, hat es etwa 2 Wochen gedauert. Es hat am Schluss alles bis in das kleinste Detail gepasst. Mit meinem Nachbar zusammen konnten wir es an einem Nachmittag verlegen.

    Erstaunt und erfreut war ich, als nach einer Woche die Inhaberin per E-Mail nachfragte ob alles in Ordnung gewesen wäre.

    Das man sich eine so grosse Mühe gab bei unserem betragsmässigen "Kleckerliauftrag" hätte ich nie erwartet.

    Ob es billiger oder teurer in D war, kann ich heute gar nicht richtig sagen. Bestimmt waren wir dort nicht das letzte mal.

  • Hilti, Sie mit Ihrer Einstellung tun mir nur leid. Und sie sollen schon über 60 sein? Sie sind aber eine sehr unreife Person mit einem kleinen Horizont.

    1. Nicht alle haben das Glück wie Sie, 15'ooo Fr. zu verdienen.

    2. Ich garantiere Ihnen, hätte Sie nur 5000 Fr. im Monat zur Verfügung, würde Sie der Erste sein, der nach Deutschland fährt mit dem Auto

    3. Heutzutage kann man noch so studieren, sich weiterbilden etc. und trotzdem beruflich nicht weiterkommen. Die Konkurrenz wird immer grösser, es gibt immer mehr Leute, die gleich gut ausgebildet sind und noch besser.

    4. Die Firmen sparen auch auf Kosten der Mitarbeiter, Kunden etc. Wieso soll ich also als Normalbürger nicht sparen dürfen?

    5. Wegen Ihrem Nationalstolz: Sie müssen demfall keine Ferien mehr im Ausland machen und den Ländern dort ihr Geld schenken

    Nein wirklich, ich kann nur noch den Kopf schütteln ab solchen Leuten. Gott sei Dank habe ich in meinem Umfeld nicht solche beschränkte Menschen.

  • PS Hilti, will Ihnen nicht zu nahe treten nochmals, aber ich habe Ihre Beiträge wieder gelesen, oder besser gesagt: ich habe es versucht.

    Was ich mich jetzt frage ist: sind Sie evtl. Analphabet? Sie beherrschen nicht mal die deutsche Grammatik und behaupten, Finanzchef zu sein?

    Und falls Ihre Grammatik doch besser ist, und sie einfach keine Lust hatten, Ihre Beiträge vorher kurz nochmals zu kontrollieren, da möchte ich nicht wissen, was für eine Arbeit Sie als "Finanzchef im Spital" leisten.

    Wenn Sie Finanzchef sind, dann bin ich Neurochirurgin im US Zürich.



  • Oftmals ist ja nicht der Preis entscheidend, sondern sein Budget, welches man im Hinterkopf hat, wenn man sich etwas nach Mass anfertigen lassen will, findet man einfach keinen Betrieb welcher dies herstellen kann.



    wenn natürlich die familie 2 autos, 2 x im jahr dick in die ferien gehen will... dann muss natürlich schon deutscher billig food her. in der schweiz muss niemand nach deutschland einkaufen gehen. viele leute wollen den fünfer und das weggli.

    in deutschland gibt es fast jede woche eine neue story über lebensmittel skandale und betruge / schuld: die geiz ist geil mentalität!

    gerade am montag auf rtl:

    Günter Wallraff und seine „Undercover Reporter“ waren bei Burger King. Die Arbeitsbedingungen bei dem Fast-Food-Riesen sind zum Teil fragwürdig – besonders bei der Hygiene.

    Anfang Monat:

    Die Firma Dujardin Foods hat tiefgefrorenen Brokkoli zurückgerufen. Das Gemüse sei zum Teil mit Chlorat verunreinigt. Der Brokkoli liegt unter anderem bei Rewe in der Kühltheke.

    Bio Betrug:

    Ein Landwirt aus Niedersachsen hat in großem Stil Geflügel aus konventioneller Tierhaltung unter dem sogenannten Neuland-Gütesiegel verkauft, das eine besonders artgerechte Tierhaltung verspricht. Die „Zeit“ berichtet, der Mann habe gegenüber der Zeitung eingeräumt, jahrelang konventionell gehaltene Mastvögel eingekauft, geschlachtet und als Neuland-Geflügel verkauft zu haben. Er sei der wichtigste Neuland-Geflügellieferant und habe damit Hunderttausende Euro verdient, heißt es in dem Bericht. Es sei ein Einzelfall, bei dem möglicherweise „kriminelle Energie und Raffgier“ eine Rolle gespielt hätten, teilte Neuland in einer Stellungnahme mit, ohne den Betrugsvorwurf direkt zu bestätigen. Der Landwirt habe Ende 2013 gekündigt. Es sei zu einem Zerwürfnis gekommen, nachdem Neuland mit seinen Trägerverbänden beschlossen habe, „nur noch langsam wachsende Rassen einzusetzen“. Neuland wird vom Deutschen Tierschutzbund, dem Bund für Umwelt und Naturschutz und der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft getragen.

    Käse:

    Das Unternehmen Bergpracht Milchwerk ruft wegen Bakterien mehrere Käseprodukte zurück. Betroffen seien jeweils die 150-Gramm-Packungen von „Bioland Bio Hofkäse“ und „Unsere Heimat Hofkäse“ sowie der „Bioland Bio Hofkäse“, teilte das Unternehmen aus Tettnang am Bodensee (Baden-Württemberg) mit.

    Der Rückruf umfasse alle Chargen. Zunächst hatte das Unternehmen nur Produkte mit einem bestimmten Mindesthaltbarkeitsdatum zurückgerufen. Nach Absprache mit der Veterinärbehörde wurde der Rückruf ausgeweitet.

    Die Packungen könnten Listerien enthalten. Das Bakterium kann grippeähnliche Symptome oder Durchfall verursachen. Verbraucher können die Produkte gegen Erstattung des Kaufpreises zurückgeben, auch ohne Vorlage des Kassenbons.

  • mato: Das ist jetzt das zweite Mal, dass Sie hier Stimmung gegen das Einkaufen im Ausland machen und die deutschen Lebensmittel schlechtreden.

    Einzelfälle, bei denen bestimmte höhere Standards für biologisch erzeugte Lebensmittel oder für artgerechtere Haltung nicht eingehalten werden oder sonstwelche Probleme gegeben hat gibt es in jedem Land. Das bedeutet aber nicht, dass die Lebensmittel in Deutschland allgemein gesundheitlich schlechter wären als jene in der Schweiz. Schweizer Lebensmittel sind wegen der viel höheren Landwirtschaftssubventionen und dem wegen mangelndem Wettbewerb viel höheren Preisniveau für von Bauern eingekaufen Waren und Dienstleistungen (z.B. Landmaschinen, Krankenversicherungsprämien, etc.) viel teurer als Lebensmittel aus Deutschland.

    Die Bauernlobby gaukelt hier den Konsumenten vor, dass es angeblich darum geht sicherzustellen, dass im Ernstfall ausreichend Lebensmittel in der Schweiz produziert werden könne, baut aber zum Teil das Futter für die Tiere nicht in der Schweiz an, sondern importiert ausländisches Tierfutter das auf Feldern im Ausland (zum Beispiel in Südamerika) produziert wird. Auch viele andere für die Produktion von Lebensmitteln benötigte Waren wie Landmaschinen oder der Diesel für die Landmaschinen für die Ernte werden aus dem Ausland importiert. Zudem darf man Gemüse frisch fröhlich als Schweizer Gemüse und als aus der Region für die Region bezeichnen, wenn die Setzlinge für die Pflanzen (also die kleinen Pflanzen) im Ausland gezüchtet werden und diese dann nur in der Schweiz eingesetzt werden und später geerntet werden.

    Wer sparen muss oder schlicht und einfach günstigere Lebensmittel kaufen möchte, der hat jedes Recht im Ausland einzukaufen.

  • @SVB

    Die CH Bauern kann man kritisieren , aber auch Deutsche und EU Bauern werden subventioniert. Fakt ist auch das wir in der Schweiz

    fast keine Skandale haben. Die Unterstellungen von Ihnen finde ich nicht Seriös.

    Möglich sind die Dumpingpreise in D nur, weil diese auf Kosten der Produzenten, Lieferanten und schließlich der ArbeiterInnen ausgetragen werden.

  • Auch bei uns gibt es immer wieder dieselben Diskussionen. Ich bin, insbesondere bei bestimmten Produkten, dafür, dass man wenn möglich in der Schweiz einkaufen geht. Bei anderen Produkten sind die Preisdiskrepanzen aber so hoch, dass ich mir als Schweizer ver...äppelt vorkomme, wenn ich diese in der Schweiz einkaufe. Damit meine ich v.a. Hygiene-Artikel.

    Anyway. Bei uns sorgt es immer wieder für Diskussionen. Sei dies mit der Partnerin oder mit Freunden. Daher habe ich mir erlaubt, mal eine kleine Umfrage dazu zu erstellen, so hat man wenigstens mal eine Übersicht über die allgemeine Meinung: www.pupoll.com/de/polls/was-haltet-ihr-davon-wenn-schweizer-regelmaessig-im-ausland-einkaufen-2014-4-30

    Bin gespannt was herauskommt.

    BG FW



  • @SVB

    Die CH Bauern kann man kritisieren , aber auch Deutsche und EU Bauern werden subventioniert.



    Fakt ist, dass die Landwirtschaftssubventionen der Schweiz im weltweiten Vergleich zu den Ländern mit den höchsten Landwirtschaftssubventionen gehören und Fakt ist, dass die Landwirtschaftssubventionen in der Schweiz massiv höher als die Landwirtschaftssubventionen in der EU sind.



    Die Unterstellungen von Ihnen finde ich nicht Seriös.

    Möglich sind die Dumpingpreise in D nur, weil diese auf Kosten der Produzenten, Lieferanten und schließlich der ArbeiterInnen ausgetragen werden.



    Diese unbewiesenen Unterstellungen von Ihnen finde ich nicht seriös. Schauen Sie sich einmal an wie hoch die Löhne sind welche die Schweizer Bauern ihren ausländischen Hilfskräften bezahlen. Und dann schauen Sie sich einmal die Marktanteile der Grossverteiler Migros und Coop in der Schweiz an und schauen Sie sich an welchen Einkaufspreis diese den Bauern bezahlen und wie hoch der Verkaufspreis im Supermarkt ist.

    Möglich sind die überrissenen Preise für Schweizer Lebensmittel, weil Wettbewerb durch mit tieferen Landwirtschaftssubventionen hergestellte ausländische Lebensmittel durch Importzölle und mengenmässige Importquoten behindert wird und den Schweizer Bauern viel höhere Landwirtschaftssubventionen bezahlt werden. Dadurch werden unrentable zu kleine Bauernhöfe durch Subventionen und Staatseingriffe künstlich am Leben erhalten anstatt, dass diese an Nachbarn verkauft werden und zu rentableren Hofgrössen zusammen gelegt werden können.



  • gerade am montag auf rtl:

    Günter Wallraff und seine „Undercover Reporter“ waren bei Burger King. Die Arbeitsbedingungen bei dem Fast-Food-Riesen sind zum Teil fragwürdig – besonders bei der Hygiene.



    Ich habe die sehr interessante Sendung von Günter Wallraff auch gesehen und kann mich @ Mato nur anschliessen: Nie wieder Burger King! Wenn man die Preise eines Burgers bei Burger King (und dasselbe gilt auch für McDonald) in den USA, dem Herkunftsland aller Burgerbratereien und in der Schweiz vergleicht, löscht es einem schon beim Preis ab. Addiert man noch die Hygiene, kommt einem buchstäblich das grosse Kotzen. Wenn eine Küchenhilfe zuerst die WC reinigen geht und anschliessend mit blossen Händen die Burgerplätzchen auf dem Blech plaziert, wundert es einen nicht, dass die Abklatschtests auf Bakterien bei Burger King miserabel ausgefallen sind. Ich habe einmal nach dem Genuss eines Vanilla-Shakes von Mc Donalds in Volketwil so richtig Dünnpfiff gehabt, das hat mir gereicht. Seither mache ich um alle Hamburgerbuden einen weiten Bogen.

    Apropos Fleisch: Die Berichte über Gammelfleischskandale in Deutschland kommen wohl nicht von ungefähr. Meine Familie hat früher auch während unserer Ferien im grenznahen Deutschland bei Lidl eingekauft. Aber auch da sind wir auf die Nase gefallen. Ein vorverpacktes und mariniertes "Zigeunersteak" entpuppte sich nach der Zubereitung als absolutes Gammelfleisch. Der Schluss lag nahe, dass das Verfalldatum nach hinten "korrigiert" worden und die schlechte Qualität unter einer dicken Schicht Marinade versteckt worden ist. Lidl ist deshalb ebenfalls auf meiner "Sperrliste" gelandet.

    Ich bezahle bei meinem spärlichen Fleischkonsum im Zweifelsfalle lieber etwas mehr und hole die Ware vom örtlichen Migros. Da bin ich mir wesentlich sicherer über die Qualität und sollte doch einmal eine Reklamation fällig sein, ist der Weg dorthin etliches kürzer als nach Deutschland.

    Interessant ist auch die Verflechtung von der Burger King - Muttergesellschaft in den USA als Lizenzgeber, über die deutsche GmbH, welche die einzelen Bratereien betreibt und deren Eigentümer, welche die Gewinne nach den Virgins Islands transferieren. Sollte sich infolge einer Lebensmittelvergiftung einmal ein Todesfall ergeben, hat der Betreffende Pech gehabt. Er kann Forderungen weder beim Lizenzgeber in den USA noch bei der Holding auf den Virgin Islands geltend machen, sondern lediglich bei der GmbH, wo scheinbar nach deutschem Recht die Forderung auf 50'000.- limitiert ist. Nur schon so eine verquere Konstruktion widert mich an!

    Andy

  • Für diejenigen die es interessiert, die akutellen Ergebnisse der von mir erstellen Umfrage http://www.pupoll.com/de/polls…sland-einkaufen-2014-4-30 lautet:

    A) Für mich absolut in Ordnung: 60%

    B) Gelegenheitskäufe ok, aber nicht regelmässig: 35%

    C) Völlig daneben, als Schweizer kauft man in der CH: 5%

    Leider erst 20 Stimmen. Also nicht wirklich repräsentativ... aber kommt vielleicht noch.

  • Ich sehe daran kein Problem. Wir können doch überall einkaufen wo wir wollen, wenn es günstiger ist, dann auch im Ausland. Man muss ja auch mal an sein Geld denken und nicht immer nur an die Gesellschaft. Leben ja nicht mehr im Jahr 1910 und tragen Trachtenmode.



  • Habe mal eine grundsätzliche Frage verdient Ihr Euer Gehalt oder Monatslohn auch im Ausland, dann dürft Ihr auch im Ausland einkaufen.

    Gruss Hilti



    Was macht es für einen Unterschied, ob ein Geschäft oder ich selber die Waren importieren? Mein Arbeitgeber hat genügend Ausländer angestellt. Dies kann man auch der Lohnabrechnung entnehmen. 5400 Fr ausbezahlt. Soweit mir bekannt ist, liegt der Schweizer Durchschnittslohn für Männer bei 6000 Fr netto.

    Dies interessiert weder die Versicherungen, noch den Vermieter.

  • Gestern hatte ich mal wieder ein erfreuliches Erlebnis, welches für den Einkauf bei uns spricht:

    Bei Migros sind zur Zeit Mineralwasser und Milch in Aktion. Deshalb das Einkaufswägeli hoch beladen aus dem Laden gerollt und über die Rampe unterwegs zum Behindertenparkplatz. Am Übergang von der Rampe zum Parkplatz an der Trennfuge hängengeblieben und -Klatsch- fliegt die 12-er-Packung Milch auf die Strasse und durch den Aufprall ergiesst sich der Inhalt von 6 Packungen auf den Asphalt. Dumm gelaufen, man hätte vielleicht auf die Fuge achten können... Nichtsdestotrotz zurück in den Laden und um Austausch des 12-er-Paketes Milch gebeten.

    Un nun, hört her, Leute:

    Kein Motzen, keine hässigen Kommentare von wegen besser aufpassen und so... "Holen Sie sich eine neue Packung!" Auf meine schüchterne Frage, was denn die sechs ausgelaufenen Packungen kostet täten, kam der Kommentar: "Ist schon gut!"

    Die Chefin vom Laden holte anschliessend die Blumenbrause und spülte die Milchpfütze auf dem Parklatz in den nächsten Gully.

    So etwas nenne ich absolut guten Kundendienst und souveränes Vorgehen im Falle einer vom Kunden verursachten Panne. So etwas merkt sich der Kunde und kauft gerne wieder dort ein, auch wenn er vielleicht bei der Konkurrenz ennet der Grenze im Einzelfall billger zur Ware kommt. Für mich selber ist aber das Gesamtbild entscheidend.

    Übrigens: Der Behindertenparkplatz wurde erst kürzlich auf externe Anregung hin, von der Migros, der die Liegenschaft gehört, markiert. Da die Baubewilligung für diese Liegenschaft noch aus der Zeit vor Inkrafttreten des Behindertengleichstellungsgesetzes stammt, bestünde eigentlich keine Verpflichtung für so etwas. Wie das Beispiel zeigt, werden von der Migros aber Anliegen von behinderten Kunden ernst genommen. Ist auch nicht bei jeder Ladenkette selbstverständlich.

    Andy