Artikel bestellt, nicht abgeholt, Rechnung erhalten

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  • Ich hatte bei Fust in einer Filiale telefonisch einen Mixer bestellt, der nicht vorrätig war. Der Artikel wurde im Lager angefordert und 4 Tage später habe ich einen Anruf erhalten der Artikel sei eingetroffen. In der Zwischenzeit habe ich denselben Artikel als Geschenk erhalten. Die Person hat den Artikel in einem anderen Geschäft erstanden. Natuerlich brauche ich den Artikel nicht mehr. Ich hatte dem Verkaeufer von Fust das so mitgeteilt und mich auch sehr entschuldigt am Telefon. Er ist sehr wütend geworden am Telefon und hat aufgelegt. Heute, zwei Wochen spaeter habe ich eine Rechnung erhalten über CHF 800.- fuer den Artikel, den ich nicht abgeholt habe. Muss ich die Rechnung bezahlen? Ich bin mir bewusst, dass die Sache sehr unschön gelaufen ist.

  • Hallo

    Also ich bin der überzeugung, dass du ihn nicht bezahlen musst. Schließlich hast du ja keinen Kaufvertrag unterschrieben und dann ist da ja noch die 14 Tage Rückgabe in der du den Artikel sowieso einfach ohne Begründung wieder bringen kannst. Ansonsten schreib doch mal an das Verbraucherforum, die wissen immer Rat.

    LG



  • Schließlich hast du ja keinen Kaufvertrag unterschrieben und dann ist da ja noch die 14 Tage Rückgabe in der du den Artikel sowieso einfach ohne Begründung wieder bringen kannst. Ansonsten schreib doch mal an das Verbraucherforum, die wissen immer Rat.



    Keine Ahnung von Verträgen? Auch schon davon gehört, dass auch mündlich abgeschlossene Verträge gültig sind? Und von 14 Tagen Rückgaberecht faseln... Und wer soll das "Verbraucherforum" sein??? Man sollte nur von Dingen schreiben, von denen man eine Ahnung hat! Schon im römischen Recht hies es: "pacta sunt servanda!" (Verträge sind bindend)

    @ Simone

    Rein rechtlich gesehen sitzt wohl Fust am längeren Hebel. Aber wenn Sie sich direkt an die Zentrale (Direktion) wenden und darlegen, dass der Schenkende sehr wohl ein Gerät gekauft hat und nie die Absicht bestand, zwei Geräte zu erwerben, würde es mich sehr wundern, wenn Fust auf der Erfüllung des Vertrages beharren wird.

    Gruss

  • Hallo Simone

    Du hast aber gute Freunde, die dir aus heiterem Himmel einen Mixer im Werte von CHF 800. — schenken.

    Nun zu Fust:

    Hast du den Mixer wirklich bestellt? Ist Fust ein Versandhaus, bei dem man etwas telefonisch bestellt und es dann geliefert bekommt?

    Bei Fust fragt man in einem Laden oder telefonisch nach einem gewünschten Artikel. Hat Fust den Artikel im Sortiment aber nicht in der Filiale, wird der Verkäufer die interne Datenbank nach der Verfügbarkeit des Artikels abfragen. Findet er ihn im Lager oder in einer anderen Filiale, wird er ihn gerne von dort bestellen und dem potentiellen Käufer weiter schmackhaft machen. Kommt es zum Kauf, so gibt’s wahrscheinlich Provision oder ähnliches. Ist beim potentiellen Käufer aus irgendwelchen Gründen in der Zwischenzeit das Interesse am Artikel geschwunden und die beste Verkäuferkunst kann es nicht mehr wiederbeleben, so wird dieser Artikel zu den anderen des Fust-Sortiments ins Regal gestellt und wieder zum Kauf angeboten. Interessiert sich ein Kunde in irgendeiner Fust-Filiale erneut für den Artikel, so fängt das Spiel von neuem an und wiederholt sich, bis der Artikel verkauft ist.

    Du hast den Mixer nicht bestellt. Man kann bei Fust nicht bestellen.(Der Verkäufer hat ihn in die Filiale bestellt.) Du hast ihn auch nicht bekommen oder abgeholt. Somit musst du ihn auch nicht bezahlen.

    Das ist meine „Bauchmeinung“!

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    Ich freue mich auf jede konstruktive Meinung von dir.

    Insbesondere auf jene der ehrlich-witzigen und/oder kritisch-konstruktiven Art.

  • Deine Bauchmeinung ist falsch. Es ist genau so wie J. schreibt Simone hat einen mündlichen Vertrag abgeschlossen und muss den nun erfüllen.

    OR Art. 184

    A. Rechte und Pflichten im Allgemeinen

    1 Durch den Kaufvertrag verpflichten sich der Verkäufer, dem Käufer den Kaufgegenstand zu übergeben und ihm das Eigentum daran zu verschaffen, und der Käufer, dem Verkäufer den Kaufpreis zu bezahlen.

    http://www.kaufrecht.ch/kaufvertrag-abschluss/

    Aber ich denke auch, dass wenn man mit Fust spricht die kulant sein werden und dem Mixer zurücknehmen, das ist jedoch reiner Goodwill, Fust ist dazu nicht verpflichtet.

    Barbara_M

  • @alle

    Fust verkauft nicht so seine Produkte. Es ist nicht, dass Geschäftsmodell von Fust. Da ist Fust ein Fehler unterlaufen. Jemand hat die Rechnung nicht gestoppt.

    Fust wird die Rechnung stornieren. Das hat aber nichts mit Kulanz zu tun. Kulant ist Simone, wenn sie sich bei Fust übers Gebaren des Verkäufers nicht beschwert.

    Zum angeblichen Kaufvertrag:

    Falls ein Kaufvertrag zustande kam – was ich weiterhin verneinen würde – so hat Simone sich mit dem Telefonat davon zurückgezogen oder von mir aus mitgeteilt, dass sie ihn nicht erfüllen werde (/kann). In dieser Situation muss Fust alles unternehmen um den Schade zu minimalisieren (z.B. den Artikel wiederverkaufen) und Simone muss für den nicht mehr vermeidbaren Schaden aufkommen. Da das Verkaufen von im Laden stehenden Artikel ein Geschäft von Fust ist, wird kein Schaden entstehen und Simone braucht sich keine Sorgen zu machen.

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  • Hallo Maxtech

    Es heisst aber "können umgetauscht werden" sprich der Mixer kann gegen einen anderen Mixer umgetauscht werden. Und nicht etwa gegen Bargeld. Evtl. ist Fust so kulant und gibt Gutscheine.

    Mit der telefonischen Bestellung ist durchaus ein mündlicher Kaufvertrag zustanden gekommen. Problematisch wird die Beweislage, allerdings liegt wahrscheinlich noch das Mail vor in dem die Kundin sagt, dass sie den Mixer nicht mehr braucht weil sie bereits einen gekriegt hat.

    Fußt kann hier darauf bestehen, dass der Mixer auch genommen und bezahlt wird. Denn einfach nicht mehr wollen geht hier nicht, auch ein Verkäufer hat Rechte, nicht nur der Kunde.

  • @Simone

    nein ich würde nichts bezahlen, denn Du hast keinen Kaufvertrag

    unterschrieben!

    Ich vermute dass der Verkäufer genau desswegen recht laut wurde, er weiss ja dass der Fehler bei ihm liegt!

    Fust hat keinen ersichtlichen Beweis für Deinen Auftrag!

    Schick die Rechnung zurück versehen mit der kurzen Begründung

    dass sich das erledigt hat!

    Lieben Gruss

    Sonja. S.

  • Peter_69

    Simone hat sich per Telephon bei Fust entschuldigt, ebenfalls

    auf diese Art den Mixer bestellt!

    Nirgends schreibt sie von einer E-Mail!

    Sonja



  • nein ich würde nichts bezahlen, denn Du hast keinen Kaufvertrag

    unterschrieben!



    Ich bin jetzt hier schon der 4. der schreibt, dass auch mündliche, nicht unterschriebene Kaufverträgre bindend sind.

    Und auch telefonisch gemachte Kaufverträge. Sonst gäbe es ja nicht die Probleme mit am Telefon überrumpelten "Kunden", die unfreiwillig zu einem Kaufvertrag gedrängt wurden.

  • Es ist schon so, dass auch ein mündlicher Kaufvertrag gilt. Die Fragestellerin bestreitet ja auch nicht, eine Bestellung (Kauf) getätigt zu haben. Und in der Schweiz gilt für "normale" Kaufverträge: gekauft ist gekauft.

    Nun weigert sich die Käuferin, den Kaufgegenstand entgegenzunehmen. Sie wird also vertragsbrüchig.

    Hier ist also einmal das Fehlverhalten der Käuferin, andererseits sehe ich auch ein Fehlverhalten des Verkäufers.

    Wenn Fust auf die Erfüllung des Kaufvertrages besteht, hätte der Verkäufer die Käuferin in "Annahmeverzug" setzen müssen und ihr eine angemessene Frist für das Abholen des Kaufgegenstandes setzen müssen. Erst nach Ablauf dieser Frist hätte Fust auf Erfüllung des Kaufs bestehen können und den Kaufpreis einfordern dürfen.

    Jetzt hat der Verkäufer ungehalten reagiert, ist laut geworden und hat das Gespräch (Verhandlung über die Erfüllung des Kaufvertrags) vorzeitig mit dem Auflegen des Telefons beendet. Ich bin der Meinung, dass dieses Verhalten unmöglich als Annahmeverzug, als Fristsetzung an die Käuferin zum Abholen der Ware, interpretiert werden kann. So reagiert für mich jemand, der die Schnauze voll hat und seinerseits auf die Erfüllung des Kaufvertrags verzichtet.

    Ich bin darum der Meinung, dass die Fragestellerin die Rechnung nicht bezahlen muss.

  • Ich habe vor zirka 2 Jahren einen PC bei Fust gekauft. Das Gerät war im Katalog als Aktion ausgeschrieben. Ich habe eine Filiale angerufen und nach dem Gerät gefragt. Der Verkäufer stellte fest, dass es genau noch zwei Geräte in der Schweiz gibt. Er schlug vor, eines der Geräte in seine Filiale zu bestellen. Ich sagte ihm, dass ich das Gerät, bevor ich mich für den Kauf entscheide, sehen will. Er war sofort damit einverstanden und sah kein Problem darin. Ich habe das Gerät schliesslich gekauft. Ich weiss also nicht, ob sich der Verkäufer vielleicht nicht auch so verhalten hätte wie jener bei Simone. Aber ich bin sicher, dass er damit nicht durchgekommen wäre. Ich habe keine Bestellung aufgegeben und keinen Kaufvertrag – auch nicht in mündlicher Form – abgeschlossen. Ähnliches ist kürzlich bei Interdiscount geschehen, als ich mich nach einem Drucker erkundigte. Ich habe auf das Angebot des Verkäufers, das Gerät von einer anderen Filiale überführen zu lassen, verzichtet. Ich wusste bereits mit ziemlicher Sicherheit, dass ich ein anderes Gerät kaufen werde. Ich wollte nicht unnötigen Aufwand verursachen. Aber auch da wäre das Ganze weder Bestellung noch Kaufvertrag gewesen, dies bestätigte mir auch dieser Verkäufer.

    Warum sollte es bei Simone anders gewesen sein?

    Was hätte sie gemacht, wenn das Gerät von Anbeginn im Laden gewesen wäre? Hätte sie es bestellt? Oder hätte sie es reservieren lassen und dann in die Filiale gefahren, um da sich für oder gegen den Kauf zu entschieden?

    Simone soll also einen Kaufvertrag abgeschlossen haben, nur weil Fust das gewünschte Gerät nicht im Laden gehabt hat?

    Nein, das kann es nicht sein! Als Simone das erste Mal bei Fust anrief, wollte sie nach der Verfügbarkeit des Geräts fragen nicht das Gerät bestellen oder kaufen. Hätte sie das Gerät kaufen wollen, hätte sie es im Online-Shop von Fust bestellt.

    Es gibt weder Bestellung noch Kaufvertrag! Oder Simone muss uns die Geschichte noch ausführlicher schildern.

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  • Noch einige Anmerkungen:

    Ich habe den Mixer telefonisch bestellt in einer Filiale, da er im Geschäft nicht vorrätig war. Es ist ein ganz neues Modell. Online konnte man ihn zu dem Zeitpunkt nicht bestellen. Der Verkaeufer hatte sich freundlicherweise bereit erklärt im Computer nachzuschauen und ihn für mich anzufordern.

  • Hallo Simone

    Du schreibst von einem Geschäft und einer Filiale. Sind das zwei verschiedene Filialen? Wohin hast du den Mixer „bestellt“? In eine der Filialen? Zu dir nach Hause?

    Bei mir haben die Verkäufer auch im Computer nachgeschaut und mir angeboten, den Artikel mit der nächsten Verteilung in die Filiale zu ordern. Ich selber bin aber überzeugt, nichts bestellt zu haben. Ich habe bloss mein Kaufinteresse für den Artikel kundgetan.

    Hast du wirklich „bestellt“?

    Noch einmal, hättest du den Mixer, wenn er im Geschäft, in das du angerufen hast, vorhanden und es in deiner nähe gewesen wäre, bestellt oder reservieren lassen?

    Fust ist ein Grossverteiler bzw. gehört einem Grossverteiler (COOP) und der verschiebt seine Ware dort hin, wo er glaubt, sie verkaufen zu können. Mit deinem Kaufinteresse hast du sein Verkaufinteresse geweckt, darum hat er den Mixer in die von dir gewünschte Filiale verschoben - war in einen Fällen auch so. Ein Kaufinteresse ist aber noch keine Bestellung und schon gar nicht ein Kaufvertrag.

    Was mich noch interessierte: Warum konnten sie dir die Rechnung zu stellen? Hast du deine Adresse angegeben? Falls ja, aus welchem Grund?

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  • Cyberblue

    Ich habe gleich gehandelt wie Simone und habe NICHT BESTELLT.

    Warum?

    @Simone

    Das lag auf der Hand! Fust blieb nichts anderes übrig. Super, dein Fall ist erledigt!

    @alle

    Ist Kulanz ein Unwort? Was bedeutet Kulanz?

    Kulanz bedeutet gegenüber dem Schwächeren, dem Fehlbaren, dem Schuldigen zuvorkommend sein. Kulanz beinhaltet daher auch: Schuldzuweisung und Schuld-von-sich-Weisung.

    Kulanz bedeutet nicht: Eigene Kulanz dem Gegenüber suggerieren, um Schwächen in den eigenen Reihen zu vertuschen und um sich einer Entschuldigung zu entziehen.

    So sollte man seinen König nicht behandeln...

    Ach, du armer König!

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  • C-O-R-A du bist auf dem Holzweg.

    C-O-R-A schreibt: "Ich sagte ihm, dass ich das Gerät, bevor ich mich für den Kauf entscheide, sehen will"

    Simone schreibt: "Ich hatte bei Fust in einer Filiale telefonisch einen Mixer bestellt....."

    Findest wirklich, dass das ist "gleich gehandelt" ist?

    Es ist doch wohl ein meilenweiter Unterschied ob man anruft und sagt, ich bestelle das Gerät Soundso, oder wenn man schon am Telefon sagt, dass man das Gerät vor dem Kauf anschauen will.

    Wieso ist Kulanz ein Unwort? Deine Definition ist schräg

    http://de.wikipedia.org/wiki/Kulanz

    Wenn du der Ladenbesitzer wärst und für einen Kunden ein Gerät bestellt (und somit auch die Rechnung dafür bezahlt hättest) was würdest du dann dem Kunden sagen der vom Kauf nichts mehr wissen will?

    LG B._M.