Während der Ausbildung von zu Hause ausziehen - wer wird mich unterstützen?

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  • Hallo zusammen =)

    Bin neu hier und weiss nicht genau ob ich im Richtigen Forum bin. Aber ich versuchs einfach mal.

    Ich bin 18 Jahre alt und möchte von zu Hause ausziehen. Meine Eltern sind beide IV-Fälle und ich halte es psychisch nicht mehr aus zu Hause. Was ich alles durch die Krankheit sehe und erlebe ist mir zu viel. Deshalb habe ich mich dazu entschlossen auszuziehen. Aber da ich erst nächstes Jahr meine Ausbildung beginne. (Entweder eine richtige Lehre oder eine schulische Ausbildung mit Stipendium) kann ich mir eine eigene Wohnung, Versorgung, Rechnungen etc nicht leisten.

    Wird mich das Jugendamt oder das Sozialamt finanziell untersützen?? Meine Eltern können mir nicht helfen da sie selber kaum etwas haben. Sie sind ja beide arbeitsunfähig und bekommen eine minimale IV - Rente.

    Ich möchte nicht in eine Wohnbgemeinschaft. Mein Freund würde evt. mit mir zusammenziehen damit die Kosten niedriger sind. Würde das gehen oder ist mein Plan unsinn??

    Vielen Dank für die Antworten!!

    Liebe Grüsse

    Lola123

  • hallo lola

    frag doch mal unverbindlich auf dem sozialamt nach. oder vielleicht hat es in deiner gegend eine beratungsstelle. bei uns heisst das sozialberatungszentrum. die arbeiten unabhängig vom sozialamt und kostet nichts.

    die können dir schon weiterhelfen, sei es mit infos und budgetberatung.

    alles gute

    jelenka

  • Hallo Lola123

    Finanziell musst du dir keine Sorgen machen. Deine Eltern sind IV-Rentner und somit erhalten sie für dich eine IV-Kinderrente.

    Wenn du aus Gründen, die ich mehr als nur gut verstehen kann von zu Hause ausziehen möchtest, kannst du bei der Sozialversicherungsanstalt von deinem Wohnkanton beantragen, dass dir die IV-Kinderrente auf dein privates Konto ausbezahlt wird.

    Im Weiteren hast du Anrecht auf Ergänzungsleistungen zur IV-Kinderrente plus eine ganze Palette von zusätzlichen Sozialleistungen. Zum Beispiel auf die Krankenkassenprämien Rückvergütung etc. etc.

    Kurz zusammengefasst: Du hast finanziell gesehen dieselben Rechte wie IV-Rentner oder IV-Rentnerinnen.

    Das sind pro Jahr max. 13‘200 Franken Wohngeld. Sofern die Wohnung billiger sein sollte selbstverständlich nur die effektiven Wohnkosten. Wenn du z.B. mit deinem Freund gemeinsam eine Wohnung mietest und diese pro Monat 1‘600 Franken Mietzins kostet, bekommst du nur 800 Franken und nicht 1‘100.

    Im Weitern bekommst du etwas mehr als 19‘000 Franken pro Jahr für die Lebenskosten. Wenn dein Freund bei dir wohnt, sinken in einem Zweipersonenhaushalt auch die Lebenskosten und dementsprechend bekommst du auch weniger Geld via Ergänzungsleistungen für diese Kosten.

    Würdest du zu Beispiel deinen Freund heiraten und er wäre ebenfalls in Ausbildung oder arbeitslos, hättest du sogar Anrecht auf höhere Wohnkosten (max. 15‘000 Franken) und auf höhere Ergänzungsleistungen für die Lebenskosten, so dass ihr zwei denselben Betrag zur Verfügung hätten, wie jetzt deine Eltern, vorausgesetzt, dass ihre Wohnung ebenfalls pro Jahr 15‘000 Franken kostet.

    Es macht keinen Sinn, dass ich dir hier alles ganz genau im Detail und auf den Franken genau ausrechen und erkläre und dadurch diesen Thread fülle.

    Am besten ist, wenn du mit dem Amt, das nicht in jedem Kanton Sozialversicherungsanstalt heisst Kontakt aufnimmst und dich dort beraten lässt. Welches Amt in deinem Wohnkanton zuständig ist, können dir deine Eltern auf Grund vom Schreiben mit der Verfügung von ihren IV-Renten sagen.

  • Nachtrag und Korrektur:

    Du schreibst, was ich erst jetzt beim zweiten Mal durchlesen bemerkt habe: >Aber da ich erst nächstes Jahr meine Ausbildung beginne.>

    Meine obigen Angaben sind erst gültig, ab dem Tag an dem du deine Ausbildung beginnst und längstens bis zum Abschluss von deiner Erstausbildung, oder wenn diese länger dauert bis zu deinem 25-ten Altersjahr.

    Wenn du erst in einem Jahr deine Ausbildung beginnst, erwartet man von dir, dass du in der Zwischenzeit eine bezahlte Tätigkeit ausübst um deine Lebenskosten selber zu bezahlen. Wenn das nicht möglich ist -aus welchen Gründen auch immer- müsstest du dich beim Sozialamt von deiner Wohngemeinde anmelden, so wie dir das Jelenka empfohlen hat.

    Das Problem ist, die Sozialhilfe müsstest du später evtl. an das Sozialamt von deiner Wohngemeinde zurückbezahlen.



  • Bin neu hier und weiss nicht genau ob ich im Richtigen Forum bin. Aber ich versuchs einfach mal.



    Du bist hier im richtigen Forum. Vor Dir haben in diesem Forum schon viele Leute Fragen zum Thema Sozialleistungen oder Unterhaltsansprüchen von Kindern gegenüber Ihren Eltern gestellt.



    Ich bin 18 Jahre alt und möchte von zu Hause ausziehen. Meine Eltern sind beide IV-Fälle und ich halte es psychisch nicht mehr aus zu Hause. Was ich alles durch die Krankheit sehe und erlebe ist mir zu viel. Deshalb habe ich mich dazu entschlossen auszuziehen.



    Da Du das nicht erwähnst, nehme ich an, dass Du selbst nicht invalid bist und keinen eigenen Anspruch auf eine Invalidenrente hast.



    Aber da ich erst nächstes Jahr meine Ausbildung beginne. (Entweder eine richtige Lehre oder eine schulische Ausbildung mit Stipendium) kann ich mir eine eigene Wohnung, Versorgung, Rechnungen etc nicht leisten.



    Was hast Du denn bis jetzt gemacht? Warst Du bis jetzt in der Schule (z.B. im Gymnasium)? Warum wirst Du erst nächstes Jahr Deine Ausbilung (richtige Lehre oder schulische Ausbildung) beginnen? Bist Du bis dahin noch in der Schule? Was machst Du in der Zeit, bis der Du nächstes Jahr Deine Ausbildung beginnst? Diese Fragen sind wichtig, da manche Tätigkeiten (bestimmte Fremdsprachenaufenthalte, Praktikum beim späteren Lehrbetrieb) dazwischen, was den Anspruch auf eine Kinderrente der IV beginnt auch als "Ausbilung" gelten und manche nicht. Wenn Du wenn Du 18 bist nach dem Ende der Schule bis zum Beginn der Ausbildung nächstes Jahr eine Tätigkeit machst, die nicht als "Ausbildung" gilt, haben Deine Eltern während dieser Zeit keinen Anspruch auf eine Kinderrente der IV mehr. Erst wenn Du mit einer Tätigkeit beginnst, die als "Ausbildung" gilt, haben Deine Eltern dann wieder einen Anspruch auf eine Kinderrente der IV bis zum Ende Deiner Ausbildung bzw. maximal bis Du 25 Jahre alt bist.



    Wird mich das Jugendamt oder das Sozialamt finanziell untersützen?? Meine Eltern können mir nicht helfen da sie selber kaum etwas haben. Sie sind ja beide arbeitsunfähig und bekommen eine minimale IV - Rente.



    Haben Deine Eltern je einen Antrag auf Ergänzungsleistungen zur IV-Rente gestellt? Ob Sie einen Anspruch auf Ergänzungsleistunen zur IV-Rente haben hängt von der Höhe Ihres Einkommens (Invalidenrente der IV, Invalidenrente der Pensionskasse, Kinderrente der IV, Zinserträge, etc.) und Ihres Vermögens und bestimmer Ausgaben wie der Höhe Ihrer Miete inklusive Nebenkosten ab. Weisst Du ob Deine Eltern Ergänzungsleistungen zur IV-Rente erhalten?

    Primär trifft Deine Eltern gemäss dem Familienrecht im Zivilgesetzbuch die Pflicht für Deinen Unterhalt aufzukommen. Wenn ein Kind bei seiner Volljährigkeit noch keine angemessene Ausbildung hat, haben die Eltern, soweit es ihnen nach den gesamten Umständen zugemutet werden darf, für seinen Unterhalt aufzukommen, bis eine entsprechende Ausbildung ordentlicherweise abgeschlossen werden kann (Art. 277 ZGB).

    http://www.admin.ch/ch/d/sr/210/a277.html

    Wenn Deine Eltern die Voraussetzungen für einen Anspruch auf Ergänzungsleistungen zur IV erfüllen, werden die Kosten für Deinen eigenen Haushalt, sofern Deine Eltern Anspruch auf eine Kinderrente der IV haben, über Ergänzungsleistungen zur IV finanziert.



    Im Weiteren hast du Anrecht auf Ergänzungsleistungen zur IV-Kinderrente



    Diese Auskunft ist FALSCH. Ein volljähriges Kind, dessen Eltern Anspruch auf Kinerrente der IV haben, hat KEINEN eigenen Anspruch auf Ergänzungsleistungen zur IV. Die Berücksichtigung des Kindes bei der Berechnung der Ergänzungsleistungen beruht auf dem Anspruch der rentenberechtigten Eltern auf Ergänzungsleistungen zur IV.

    Ich zitiere aus der Wegleitung des Bundesamts für Sozialversicherungen über die Ergänzungsleistungen zur AHV/IV Ranziffer 2220.01 auf Seite 35: "Kinder, für die eine Kinderrente ausgerichtet wird, haben keinen eigenen EL-Anspruch. Die Berücksichtigung des Kindes bei der EL-Berechnung beruht auf dem EL-Anspruch des rentenberechtigten Elternteils."

    Randziffer 3143.01 Seite 54: "Lebt das Kind nicht bei den Eltern oder lebt es bei einem Elternteil, der nicht rentenberechtigt ist und für den auch kein Anspruch auf eine Zusatzrente der AHV besteht, so ist die EL für das Kind gesondert zu berechnen, sofern der rentenberechtigte Elternteil Wohnsitz und gewöhnlichen Aufenthalt in der Schweiz hat. Andernfalls besteht kein EL-Anspruch."



    Kurz zusammengefasst: Du hast finanziell gesehen dieselben Rechte wie IV-Rentner oder IV-Rentnerinnen.



    Das ist FALSCH. Ein allfälliger Anspruch von Lola123 die Kosten Ihres eigenen Haushalts über Ergänzungsleistungen zur IV finanziert zu bekommen, hängt vom Anspruch Ihrer Eltern auf die Kinderrente zur IV ab. Sobald Lola123 die Anspruchsvoraussetzungen für eine Kinderrente der IV nicht mehr erfüllt (z.B. keine Ausbildung macht oder diese abgeschlossen hat) ist auch der Anspruch auf Ergänzungsleistungen zur IV zur Finanzierung der Lebenskosten in einem eigenen Haushalt weg.



    Im Weitern bekommst du etwas mehr als 19‘000 Franken pro Jahr für die Lebenskosten. Wenn dein Freund bei dir wohnt, sinken in einem Zweipersonenhaushalt auch die Lebenskosten und dementsprechend bekommst du auch weniger Geld via Ergänzungsleistungen für diese Kosten.



    Es ist FALSCH, dass Lola123, wenn Sie in einer eigenen Wohnung wohnt und ihr Freund zu ihr in die Wohnung zieht dann weniger als den Lebensbedarf für eine alleinstehende Person von jährlich 19'210 Franken erhält. Das Zusammenleben mit einem Freund gilt laut der Wegleitung des Bundesamts für Sozialversicherungen über die Ergänzungsleistungen zur AHV/IV nicht als Leben in häuslicher Gemeinschaft. Ein Freund ist weder ein Elternteil, noch Pflegeeltern, noch ein Grosselternteil, noch eine Tante noch ein Onkel. Solange Lola123 nicht Ihren Freund heiratet hat Ihr Freund gegenüber Lola123 keine Verpflichtung für den Unterhalt von Lola123 aufzukommen. Bei den Ergänzungsleistungen ist dies eben anders als bei der Sozialhilfe. Wenn man versucht den Pauschalbetrag für den Lebensbedarf bei ihr zu kürzen, sollte gegen eine derartige Verfügung eine Einsprache eingereicht werden und auf die Wegleitung über Ergänzungsleistungengen zur AHV/IV des Bundesamts für Sozialversicherungen verwiesen werden.

    Randziffer 3143.02 Seite 55: "Lebt das Kind in häuslicher Gemeinschaft, ist der Lebensbedarf für Kinder zu berücksichtigen."

    Randziffer 3142.03 Seite 55: "Als in häuslicher Gemeinschaft lebend gelten Kinder, die mit mindestens einem Eltern-, Pflegeeltern- oder Grosselternteil, einer Tante oder einem Onkel zusammenleben."

    Randziffer 3143.04 Seite 55: "Lebt das Kind nicht mehr in einer häuslichen Gemeinschaft, ist der Lebensbedarf für Alleinstehende zu berücksichtigen."

    Randziffer 3143.05 Seite 55: "Leben zwei oder mehrere Kinder, die eine Kinderrente beziehen, zusammen aber nicht in häuslicher Gemeinschaft, ist der Lebensbedarf für Kinder zu berücksichti-gen. Vorbehalten bleibt in solchen Fällen der Nachweis, dass dem Kind Unterhaltskosten erwachsen, die den Betrag für den allgemeinen Lebensbedarf für Kinder übersteigen und deshalb die Anwendung des Betrages für Alleinstehende rechtfertigen."



    Ich möchte nicht in eine Wohnbgemeinschaft. Mein Freund würde evt. mit mir zusammenziehen damit die Kosten niedriger sind. Würde das gehen oder ist mein Plan unsinn??



    Solange Deine Eltern einen Anspruch auf eine Kinderrente der IV und auf Ergänzungsleistungen zur IV haben, sollte sich das ausgehen, wenn die Wohnung nicht allzu teuer ist.

    Zusätzlich wird bei der Berechnung der Höhe der Ergänzungsleistungen bei den anerkannten Ausgaben ein Pauschalbetrag für die Grundversicherung der Krankenversicherung berücksichtigt.



    Das sind pro Jahr max. 13‘200 Franken Wohngeld. Sofern die Wohnung billiger sein sollte selbstverständlich nur die effektiven Wohnkosten. Wenn du z.B. mit deinem Freund gemeinsam eine Wohnung mietest und diese pro Monat 1‘600 Franken Mietzins kostet, bekommst du nur 800 Franken und nicht 1‘100.



    Die Anrechnung nur der Hälfte des Mietzinses inklusive der Nebenkosten, wenn der Freund in die Wohnung zieht gilt nur grundsätzlich, wenn jeder von Euch die gleiche Anzahl der Zimmer benutzen darf.

    Randziffer 3231.04 Seite 62: "In Sonderfällen, z.B. wenn eine Person den grössten Teil der Wohnung für sich in Anspruch nimmt, kann je nach den Verhältnissen eine andere Aufteilung vorgenommen werden." Wenn also ein Untermietvertrag aufgesetzt wird und entweder Lola123 der Mieter ist, der einen Teil der Wohnung an den Freund untervermietet oder der Freund der Miete ist, der einen Teil der Wohnung an Lola123 vermietet und im Untermietvertrag geregelt ist wer welche Zimmer nur alleine benutzen darf und welche Zimmer gemeinsam benutzt werden dürfen, ist eine Berücksichtigung von mehr oder weniger der Hälfte der Gesamtmiete inlusive Nebenkosten bei den Ergänzungsleistungen zur IV möglich.

    Randziffer 3143.06 Seite 55: "In der Berechnung des Kindes, das in häuslicher Gemeinschaft lebt, kann höchstens das Mietzinsmaximum für Alleinstehende berücksichtigt werden. Leben mehrere Kinder in derselben Gemeinschaft, ist für alle Kinder zusammen nur einmal das Mietzinsmaximum für Alleinstehende zu berücksichtigen. Für die Mietzinsaufteilung ist dabei Rz 3231.03 zu beachten."

    Randziffer 3143.07 Seite 55: "Lebt das Kind nicht in häuslicher Gemeinschaft, ist das Mietzinsmaximum für Alleinstehende zu berücksichtigen."



    Am besten ist, wenn du mit dem Amt, das nicht in jedem Kanton Sozialversicherungsanstalt heisst Kontakt aufnimmst und dich dort beraten lässt. Welches Amt in deinem Wohnkanton zuständig ist, können dir deine Eltern auf Grund vom Schreiben mit der Verfügung von ihren IV-Renten sagen.



    Das Amt das auf der Verfügung über die IV-Rente der IV der Eltern steht, ist nicht unbedigt das Amt, das für Ergänzungsleistungen zur IV zuständig ist. Wenn Die Eltern Ergänzungsleistungen zur IV-Rente beziehen, können Sie auf der Verfügung über die jährliche ERGÄNZUNGSLEISTUNG zur IV-Rente sehen, welches Amt diese Verfügung erstellt hat. Dieses Amt ist dann auch für einen Antrag auf getrennte Berechnung der Ergänzungsleistungen für die Eltern und für Lola123 zuständig, wenn Lola123 aus der Wohnung ihrer Eltern auszieht. Im Kanton Zürich sind zum Beispiel die Gemeinden für die Ergänzungsleistungen zur AHV/IV zuständig. Allerdings haben manche Gemeinden im Kanton Zürich die Durchführung der Ergänzungsleistungen zur AHV/IV der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich übertragen.

    Lola123 sollte zuerst sagen, was sie bis zum Beginn der Ausbildung vorhat, damit man beurteilen kann ob Ihre Eltern dadurch bis zum Beginn der Ausbildung das Recht auf eine Kinderrente der IV verlieren. Eventuell wäre es sicherer die Ausbildung ohne Unterbruch nach dem Ende der Schule zu beginnen, wenn Lola123 ein möglichst rasches Ausziehen aus der Wohnung ihrer Eltern wichtig ist.

    Lola123 sollte sich beim für Ergänzungsleistungen zur AHV/IV zuständigen Amt erkundigen BEVOR sie aus der Wohnung ihrer Eltern auszieht und einen Mietvertrag oder untermietvertrag für eine eigene Wohnung unterschreibt und sich beim Amt auf ihr Recht auf Beratung gemäss Artikel 27 ATSG berufen. Lola123 kann als Beispiel eine Anzeige für eine zu vermietende Wohnung mitbringen, auf der man die Höhe der Miete und der Nebenkosten sieht.

  • Danke viel mal für die schnellen, ausführlichen Antworten.

    Also wenn ich das richtig verstanden habe bekommen ich :

    Wohngeld : ca 1100.- pro Monat

    Lebenskosten : ca 1583.- pro Monat

    ?

    Kurz auf die Frage was ich in den letzten Jahren gemacht habe und wo ich im Moment stehe.

    Ich habe nach meinem Schulabschluss (2010) 2 Jahre lang halbtags den Haushalt geschmissen, alles zu Hause erledigt und meine Eltern (gegen Ihren Willen, sie wollten immer das ich eine Ausbildung mache) unterstüzt. Nebenbei habe ich Bewerbungen für eine Lehrstelle geschrieben und gejobbt. Aber da ich psychisch am Ende war (bin) , konnte ich mich nie richtig auf die Lehrstellen suche konzentrieren. So habe ich leider nie das richtige Gefunden. Zudem wollte ich ja unbediengt das KV machen. Umso schwerer eine Lehrstelle zu finden.

    Da ich aus meinem Leben unbediengt etwas machen möchte und auch psychisch wieder stabli werden möchte, besuche ich demnächst einen Psychiater und habe auch beruflich gute Aussichten. Ich fange im Sommer 2013 evt. wenn alles klappt eine Ausbildung zur Büroassistentin an oder sonst besuche ich ab Februar 2014 die KV-Schule in Zürich. Dafür bräuchte ich aber dann auch ein Stipendium.

    Im Moment arbeite ich als Pferdefachfrau. (80%). Dort verdiene ich 350.- was ich, nach der IV und Sozialamt, meinen Eltern geben müsste.

    Was mir noch Sorgen bereitet ist aber das viele Geld das ich vom Kanton, Gemeinde oder sonst wem annehme. Ich fühle mich nicht wohl dabei sehe aber nur diese Lösung.

    Meine Eltern sind zwar IV-Rnetner, bekommen aber monatlich nur 800.- von der IV, keine EL, und keine Kinderrente. Wir kämpfen seit gut 5 Jahren. Mittlerweile leben wir vom Sozialamt was uns ziemlich schämt.

    Mein Vater war jahrelang Chauffeur und hat dadurch jetzt starke Rückenprobleme. Er kann kaum mehr laufen und leidet unter ständigen Schmerzen. Meine Mama hat Lupus. Ihr geht es aber besser als meinem Vater. Sie sind keine Simulanten aber die IV verweigert trotzdem Geld.

    Also auf meine Eltern oder die Kinderrente kann ich nicht zählen wenn ich ausziehen möchte. Invalide bin ich nicht. Ich bin kerngesund.

    Ich werde mich heute noch bei der Jugendberatungsstelle melden und einen Termin vereinbaren. Nur ich habe ein wenig Angst das sie mich gleich wieder wegschicken oder das geredet wird wenn ich mir alles vom Kanton bezahlen lasse. Mich selber stört es ja auch, aber es gibt für mich keine andere Lösung. Oder ich sehe keine andere Lösung...

    Also theoretisch sollte es klappen mit einer eigene Wohnung und unterstützung in den nächsten 3 Jahren?

    Nochmals vielen Dank für die schnelle und gute Hilfe!!

  • Ich war mir bewusst, dass sich hier Krethi und Plethi noch melden wird.

    In gewohnter Art und Weise , so auch hier, versucht der User Sozialhilfeberater mich in sämtlichen Threads wo ich jemand eine Auskunft erteile, lächerlich zu machen.

    Aus meiner Auskunft an Lola123 geht klar und deutlich hervor, dass ich ihr keine Auskunft gegeben habe, wie viel ihre Eltern als IV-Kinderrente plus Ergänzungsleistungen erhalten oder erhalten würden, wenn sie weiterhin bei ihnen wohnen würde.

    Ich habe sie klar und deutlich beraten wie es ist, wenn sie von zu Hause auszieht oder wie es ist, wenn sie mit ihrem Freund zusammen eine Wohnung mietet.



    Wenn du erst in einem Jahr deine Ausbildung beginnst, erwartet man von dir, dass du in der Zwischenzeit eine bezahlte Tätigkeit ausübst um deine Lebenskosten selber zu bezahlen. Wenn das nicht möglich ist -aus welchen Gründen auch immer- müsstest du dich beim Sozialamt von deiner Wohngemeinde anmelden, so wie dir das Jelenka empfohlen hat.



    Allein schon aus diesem Auszug geht klar und deutlich hervor, dass ich sie nicht falsch beraten habe, sondern ihr glasklar gesagt habe, dass sie keinerlei Anspruch auf eine IV-Kinderrente oder irgendwelche Ergänzungsleistungen zu dieser Rente hat, solange sie nicht in Ausbildung ist.

    Bei der Wohnungsmiete dasselbe.

    Ich habe ihr gesagt (geschrieben) dass sie Anrecht auf eine max. Wohnungsmiete von jährlich 13‘200 Franken hat. Sollte sie aber mit ihrem Freund gemeinsam eine Wohnung mieten, ihr nur 50% von den effektiven Mietkosten (max. 1‘100 Franken pro Monat) via EL bezahlt würden.

    Um zu behaupten dass auch diese Auskunft von mir falsch sei, kommt der Sozialhilfeberater und beratet die Hilfesuchende nicht zwingend zu ihren Gunsten sondern evtl. sogar zu ihren Ungunsten.

    Wenn sie zusammen mit ihrem Freund eine 3 ½ Zi- Wohnung mietet die z.B. 1‘600 Franken Mietzins pro Monat kostet und sie für sich nur ein Zimmer beanspruchen würde, würden ihr selbstverständlich via Ergänzungsleitungen nicht 800 Franken pro Monat bezahlt sondern nur ca. 500 Franken. Würde sie aber behaupten, ihr Freund belege nur ein Zimmer und somit hätte sie Anrecht auf den max. Mietzins von 1‘100 Franken würde das SVA das nicht glauben und auch nicht akzeptieren. Es dürfte wohl jedem normal denkendem Mensch klar sein, dass sich zwei liebende in einer WG-die Mietkosten je zur Hälfte teilen und den gesamten Wohnraum gemeinsam nutzen.

    Die einzige Korrektur vom Sozialberater die richtig ist, ist, dass ihr die Lebenskosten von ca. 19‘000 Franken pro Jahr nicht gesenkt werden, wenn sie mit ihrem Freund zusammen lebt.

    Zum Rest vom ganzen Bla Bla wo mir unterstellt wird, dass meine Angaben nicht richtig seien die richtig sind, will ich gar nicht darauf eintreten.



  • Also wenn ich das richtig verstanden habe bekommen ich :

    Wohngeld : ca 1100.- pro Monat

    Lebenskosten : ca 1583.- pro Monat



    Maximal 1'100 Franken monatlich für die Miete und die Mietnebenkosten

    Pauschale 1'601 Franken monatlich für die allgemeinen Lebenskosten (für eine alleinstehende Person)

    + Pauschale, die dem Durchschnitt der Krankenversicherungsprämie für die Grundversicherung entspricht

    Davon wird grundsätzlich Dein Einkommen abezogen.

    Aber Achtung diese Zahlen gelten nur, wenn ein Anspruch auf Ergänzungsleistungen zur IV besteht.



    Was mir noch Sorgen bereitet ist aber das viele Geld das ich vom Kanton, Gemeinde oder sonst wem annehme. Ich fühle mich nicht wohl dabei sehe aber nur diese Lösung.



    Wenn Ihr es schafft, dass Deine Eltern eine Kinderrente der IV und Ergänzungsleistungen zur IV bekommen, musst Du Dir keine Sorgen machen. Ergänzungsleistungen zur IV müssen genauso wie eine normale IV-Rente im Gegensatz zu Sozialhilfe später nicht zurückbezahlt werden.

    Die Pauschale für die allgemeinen Lebenskosten bei der Sozialhilfe ist deutlich tiefer als die Pauschale für die allgemeinen Lebenskosten bei den Ergänzungsleistungen. Zudem kann je nach Wohnsitzgemeinde bei der Sozialhilfe die maximal anerkannte Miete inklusive Nebenkosten tiefer als bei den Ergänzungsleistungen sein.

    In welchem Kanton bzw. welcher Gemeinde lebst Du? Hast Du Dir schon die kantonalen rechtlichen Vorschriften angeschaut, ob Du Anspruch auf ein Stipendium hättest?



    Im Moment arbeite ich als Pferdefachfrau. (80%). Dort verdiene ich 350.- was ich, nach der IV und Sozialamt, meinen Eltern geben müsste.



    Musstest Du eine Lehre machen und in eine Berufsschule gehen um "Pferdefachfrau" zu werden oder hast Du das einfach bei der Arbeit gelernt (ich nehme an da geht es um Stelle ausmisten, Pferde striegeln, Pferde füttern, Pferde bewegen, wenn ihre Besitzer keine Zeit haben diese zu bereiten, etc.)? Ich frage das, um einschätzen zu können, ob Du noch keine richtige Erstausbildung (im Sinne einer Lehre, einer Schule mit Maturität und anschliesenden Hochschul- oder Fachhochschulstudium, etc.) hast.



    Ich habe nach meinem Schulabschluss (2010) 2 Jahre lang halbtags den Haushalt geschmissen, alles zu Hause erledigt und meine Eltern (gegen Ihren Willen, sie wollten immer das ich eine Ausbildung mache) unterstüzt. Nebenbei habe ich Bewerbungen für eine Lehrstelle geschrieben und gejobbt.



    Deine Eltern hatten recht. Es ist wichtig, dass Du eine Ausbildung machst, nach der Du ein Einkommen erzielen kannst, mit dem Du selbst für Deinen Lebensunterhalt aufkommen kannst.



    Zudem wollte ich ja unbediengt das KV machen.



    Das KV ist eine sehr gute Ausbildung. Danach hast Du gute Jobaussichten. Zudem gibt es danach sehr viele Zusatzausbildungen, welche Du neben der Arbeit machen kannst. Du könntest, wenn Du einen Arbeitgeber findest, für den das kein Problem ist, parallel zur KV-Lehre in die Berufsmaturitätsschule gehen und danach sogar ein Fachhochschulstudium machen.



    Umso schwerer eine Lehrstelle zu finden.



    Hast Du schon geschaut ob auch die Gemeindeverwaltungen, die kantonalen Verwaltungen bzw. deren Betriebe (Verkehrsbetriebe, etc.) oder Sozialversicherungsanstalten einzelne Lehrstellen für KV-Lehrlinge anbieten? Vielleicht bieten auch Vereine für Behinderte und Invalide in ihren Büros KV-Lehrstellen an.



    Meine Eltern sind zwar IV-Rnetner, bekommen aber monatlich nur 800.- von der IV, keine EL, und keine Kinderrente. Wir kämpfen seit gut 5 Jahren. Mittlerweile leben wir vom Sozialamt was uns ziemlich schämt. Mein Vater war jahrelang Chauffeur und hat dadurch jetzt starke Rückenprobleme. Er kann kaum mehr laufen und leidet unter ständigen Schmerzen. Meine Mama hat Lupus. Ihr geht es aber besser als meinem Vater. Sie sind keine Simulanten aber die IV verweigert trotzdem Geld.



    Wie meinst Du das? Bedeutet das, dass nur Dein Vater eine IV-Rente bekommt und Deine Mutter keine IV-Rente bekommt? Hat Dein Vater auch keine Kinderrente der IV für Dich bekommen als Du noch unter 18 Jahre alt warst? Was ist der Invaliditätsgrad von Deinem Vater laut der Verfügung über seine IV-Rente? Was für eine Teilrente der IV bekomment er (ganze Rente, halbe Rente, etc.)? Wenn Dein Vater einmal eine Kinderrente der IV für Dich erhalten hat, mit welcher Begründung wurde die Kinderrente eingestellt oder abgelehnt (Erreichen des 18. Lebensjahres ohne noch in einer Ausbildung zu sein?)?

    Wenn der Vater oder die Mutter von der IV nur als teilinvalid oder als gar nicht invalid eingestuft werden, kann bei der Berechnung des Anspruchs auf Ergänzungsleistungen zur IV-Rente ein fiktives Einkommen angerechnet werden, das man angeblich erhalten könnte, wenn man im Rahmen der Restarbeitsfähigkeit arbeiten würde. Es sollte aber möglich sein die Anrechnung dieser fiktiven Einkommens zu verhindern, wenn Dein Vater bzw. Deine Mutter je 10 bis 12 Bewerbungen auf offene Stellen pro Monat nachweisen können und zeigen können, dass Ihnen niemand eine Stelle geben möchte.



    Also theoretisch sollte es klappen mit einer eigene Wohnung und unterstützung in den nächsten 3 Jahren?



    Irgendeine Lösung über die Ergänzungsleistungen zur IV, über kantonale Stipendien oder über Sozialhilfe wird sich hoffentlich finden lassen.

  • Ich wohne im Kanton St.Gallen. Ich habe das Recht auf ein Stipendium. 9000.- Pro Jahr Schulgeld.

    Nein ich mache ein Praktikum als Pferdefachfrau. Eine Schule oder Lehre war nicht nötig da ich ja auch nur den Praktikumslohn bekommen. Ich habe noch keine richtige Ausbildung gemacht. Die würde ich ja erst im Sommer 2013 beginnen.

    Die KV-Lehre ist wirklich eine gute Lehre. Ich habe auch vor nach, oder während, der Ausbildung die BM in Soziales zu machen.

    Ja ich habe auch schon auf meiner Gemeinde, im BIZ und in der RAV nachgefragt. Niemand wollte mir helfen eine Lehrstelle zu finden.

    Mein Vater hat für mich in der Schulzeit 400.- Kinderrente bekommen. Danach nichts mehr da sie mich nicht unterstüzen wollten. Obwohl ich mich um eine Lehrstelle und um Arbeit bemüht habe. Er bekommt eine Teilrente.

    Mein Vater bekommt eine IV-Rente von 800.-. Meine Mutter nichts. Obwohl sie Lupus hat finden sie das sie 100% arbeiten kann. Sie bemüht sich um Stellen findet aber keine.

  • Hallo Lola123

    Bravo, du bist unter finanziell sehr schwierigen Familienverhältnissen aufgewachsen und jetzt wo du Volljährig bist, willst du dein Leben in die eigenen Hände nehmen und eine Ausbildung absolvieren.

    Ein Bravo gebührt auch deinen Eltern, die dich immer unterstützt haben, damit du dir eine Lehrstelle suchst!

    Du bist auf dem richtigen Weg und du wirst es schaffen!

    Bist du 100% sicher, dass dein Vater oder deine Mutter oder so wie du schreibst beide eine IV-Rente beziehen?

    Oder ist es vielleicht so, dass dein Vater oder deine Mutter (oder beide) seit fünf Jahren um eine IV-Rente kämpfen, bis Dato aber noch keine erhalten haben?

    Diese Vermutung von mir beruht darauf, weil ich es mir nicht anders erklären kann, warum sie keine Ergänzungsleistungen erhalten, vom Sozialamt leben müssen und früher, bis zu deinem 16-ten Lebensjahr, keine IV-Kinderrente für dich erhalten haben.

    Wenn dem so wäre wie ich jetzt auf Grund von deinen neuen Angaben vermute, wären sämtliche bisherigen Beratungen von mir wie auch vom Sozialhilfeberater falsch und du würdest keine IV-Kinderrenten und auch keine Ergänzungsleistungen erhalten. Anrecht auf diese Hilfe hättest du erst dann, wenn deinen Eltern eine IV-Rente zugesprochen würde.

  • Mein Vater bekommt 50% IV Rente und meine Mutter keine.

    Aber das Jugendamt/Sozialamt sollte mich doch auch unterstzützen wenn meine Eltern keine EL oder Kinderrente oder sonst was bekommen. Denn Sie können mich Finanziell nicht unterstützen. Oder liege ich da falsch?

    Danke für deine Bravos =) Ich bin selber auch sehr Stolz auf meine Eltern und mich.

  • Hallo Lola123

    Danke für deine Antwort.

    Ich warte jetzt erst mal ab, was dir der User Sozialhilfeberater auf Grund der neuen Situation empfiehlt, bevor ich dir weitere Auskünfte erteile.

    Ich habe einfach keine Lust, zu jedem Wort wo ich schreibe nochmals Stellung zu beziehen um richtigzustellen, dass ich von ihm wissentlich oder unwissentlich falsch interpretiert worden bin.

  • Ja das Sozialamt müsste Dich auch mit Sozialhilfe unterstützen, wenn Du von zu Hause ausziehst. Diese Lösung ist aber nicht die beste Lösung, da Du die Sozialhilfe später zurückzahlen musst, wenn Du später mehr Einkommen oder Vermögen hast.

    Die bessere Lösung wäre es, wenn Dein Vater Ergänzungsleistungen zur IV-Rente beantragt. Ergänzungsleistungen zur IV müssen später nicht zurückgezahlt werden und bieten einen höheren Pauschalbetrag für den allgemeinen Lebensbedarf als bei der Sozialhilfe.

    Um Deine Situation beurteilen zu können, bräuchte ich:

    1) Die Begründung in dem Brief oder der Verfügung mit dem der Anspruch auf Kinderrente eingestellt wurde.

    2) Deine Auskunft ob Dein Vater je einen Antrag für Ergänzungsleistungen zur AHV gestellt hat. Wenn ja, brauche ich die Begründung in der Verfügung mit dem sein Anspruch auf Ergänzungsleistungen zur IV-Rente für Eure Familie abgelehnt wurde. Dort müsste eine Berechnung mit den einzelnen angerechneten Einnahmen und den einzelnen anerkannten Ausgaben enthalten sein.

    3) Wenn Dein Vater nie einen Antrag auf Ergänzungsleistungen zur IV-Rente gestellt hat, brauche ich die Einnahmen Deines Vaters und Deiner Mutter, das Vermögen und die Schulden laut der letzten Steuererklärung Deiner Eltern und die Höhe der Monatsmiete inlusive der Nebenkosten Deiner Eltern. Hast Du noch minderjährige Geschwister, die bei Deinen Eltern wohnen? Sind Deine Eltern sonst noch gegenüber irgendjemanden Unterhaltspflichtig?

    Wenn gegen die Verfügungen eine Einsprache und gegen einen Einspracheentscheid eine Beschwerde erhoben wurde, brauche ich auch den Einspracheentscheid und das Urteil des kantonalen Sozialversicherungsgerichts um mir die Begründungen darin anzuschauen. Wenn Du einen Scanner hast, kannst Du diese Dokumente als PDF-Dateien oder sonstige Dateien einscannen und mir eine private Nachricht schicken. Dann schicke ich Dir als private Nachricht meine E-Mailadresse. Du kannst mir auch Kopien per Post schicken oder Du kannst, wenn es nur wenig Text ist auch versuchen den Inhalt (ausser dem Namen Deiner Eltern) hier im Forum abzutippen.

    Wenn der Anspruch Deines Vaters auf Ergänzungsleistungen zur IV-Rente in der Vergangenheit abgelehnt wurde, vermute ich, dass das deshalb war, weil man bei der Berechnung der Höhe der Ergänzungsleistungen zu keinem Überschuss der anerkannten Ausgaben über die anrechenbaren Einnahmen kam, weil man Deinem Vater ein hypothetisches Erwerbseinkommen angerechnet hat, weil er nur teilinvalid ist und, dass man Deiner Mutter ein hypothetisches Erwerbseinkommen angerechnet hat, weil sie laut der IV nicht invalid ist. Einschliesslich dieser hypothetischen Erwerbseinnkommen übersteigt wahrscheinlich das anrechenbaren Einkommen Deiner Eltern die anerkannten Ausgaben, womit kein Anspruch auf Ergänzungsleistungen besteht.

    Wie ich erwähnt habe, muss man dies aber nicht einfach hinnehmen, sondern kann die Anrechnung dieses fiktiven Einkommens verhindern, in dem man sich beim RAV (regionalen Arbeitsvermittlungszzentrum) anmeldet und jedes Monat ausreichend (10 bis 12) Stellenbewerbungen auf konkrete offene zumutbare Stellen nachweist.

    Randziffer 3424.05 auf Seite 83 der Wegleitung des Bundesamts für Sozialversicherung über die Ergänzungsleistungen zur AHV/IV hält fest:

    "Insbesondere darf der EL-beziehenden Person kein hypo-thetisches Einkommen angerechnet werden, wenn eine der nachstehenden Voraussetzungen erfüllt ist:

    – Die versicherte Person findet trotz ausreichender Ar-beitsbemühungen keine Stelle. Diese Voraussetzung gilt als erfüllt, wenn die Person beim RAV zur Arbeitsvermittlung angemeldet ist sowie qualitativ und quantitativ ausreichende Stellenbemühungen nachweist;

    – Die versicherte Person bezieht Taggelder der Arbeits-losenversicherung;

    – Der Ehegatte der versicherten Person müsste ohne deren Beistand und Pflege in einem Heim platziert werden;

    – Die versicherte Person hat das 60. Altersjahr vollendet."

    Dies ist für Deinen Vater als teilinvaliden IV-Rentner mit einer Teilrente der IV relevant.

    Randziffer 3482.03 auf Seite 100 der Wegleitung hält fest:

    "Nicht invaliden Ehegatten ist jedoch kein hypothetisches Einkommen anzurechnen, wenn eine der folgenden Vor-aussetzungen erfüllt ist:

    – Der nicht invalide Ehegatte oder die nicht invalide Ehegattin findet trotz ausreichender Arbeitsbemühungen keine Stelle. Diese Voraussetzung gilt als erfüllt, wenn die Person beim RAV zur Arbeitsvermittlung angemeldet ist sowie qualitativ und quantitativ ausreichende Stellenbemühungen nachweist;

    – Die versicherte Person bezieht Taggelder der Arbeits-losenversicherung;

    – Die EL-beziehende Person müsste ohne den Beistand und die Pflege des nicht invaliden Ehegatten oder der nicht invaliden Ehegattin in einem Heim platziert werden.

    Die Haushaltführung für den Ehegatten oder Kinder er-laubt es dagegen nicht, auf die Anrechnung eines hypo-thetischen Einkommens zu verzichten."

    Dies ist für Deine Mutter, die keine IV-Rente bezieht und deshalb als "nichtinvalid" gilt relevant.

    Dein Vater und Deine Mutter müssten sich also beide beim RAV anmelden und müssten jedes Monat 10 bis 12 Bewerbungen auf offene zumutbare Stellen nachweisen und einen neuen Antrag auf Ergänzungsleistungen zur IV-Rente stellen. Dann muss die kantonale Durchführungsstelle für Ergänzungsleistungen zur AHV/IV in Deinem Kanton Deinen Eltern Ergänzungsleistungen zur IV-Rente zahlen, weil Sie solange Deine Eltern jeden Monat 10 bis 12 Bewerbungen auf offene zumutbare Stellen nachweisen können, kein hypothetisches Erwerbseinkommen bei Deinen Eltern anrechnen können. Dann übersteigen die anerkannten Ausgaben wieder die verbleibenden anrechenbaren Einnahmen und Deine Eltern haben dann einen Anspruch auf Ergänzungsleistungen zur IV.

  • Hallo Lola123

    Ich empfehle dir dringend, leite keine Dokumente von deinen Eltern an den User Sozialhilfeberater weiter. Du kennst diesen Mann nicht, ich kenne ihn ebenfalls nicht und im Netz muss man vorsichtig sein.

    Er bietet hier in diesem Forum Hilfe an, versucht mich zur Schnecke zu machen indem er mir jeden Satz und jedes Posting so verdreht, wie z.B. hier weiteroben mit den Wohnkosten etc.

    Danach behauptet er, meine Auskunft sei nicht richtig. Klar sind dann meine Auskünfte alle falsch, wen man er sie anderes interpretiert als was ich geschrieben habe.

    Nachdem er bei Hilfesuchenden den Eindruck erweckt hat, er könnte ihnen weiterhelfen, bietet er diesen Hilfe gegen Bezahlung an. Das kann man in mehreren Threads im Beo-Forum nachlesen.

    Diesen Vorschlag wird er dir ganz bestimmt ebenfalls unterbreiten, sobald er die Unterlagen von deinen Eltern eingesehen hat.

    Er ist wütend auf mich, weil ich ihm die Kundenwerbung in diesem Forum vermassle!

    Ich bin der Auffassung, dass es für Hilfesuchende die hier im Forum keine befriedigende Auskunft von den User und Userinnen erhalten besser ist, wenn sie sich direkt an den Beobachter-Beratungsdienst wenden statt an den User Sozialhilfeberater.

    Du hast hier eine gute Beratungen vom Sozialhifeberater wie auch von mir als Laie erhalten und deine Eltern sind ganz bestimmt nicht so unwissend, dass sie jetzt nicht wissen wie sie vorgehen müssen, damit sie später vielleicht Anrecht auf Ergänzungsleistungen haben.

    Ganz wichtig ist, dass dein Vater und deine Mutter sich per sofort als arbeitslos beim RAF anmelden und Stellenbewerbungen schreiben. Dasselbe empfehle ich auch dir, denn nur mit einem Praktikumslohn kannst du deine Lebenskosten nicht bezahlen und wenn du Sozialhilfe beziehen musst, müsstest du diese später zurückbezahlen.

    Sobald dein Vater und deine Mutter Anrecht auf Arbeitslosentaggeld haben, haben beide sowieso bis auf weiteres kein Anrecht auf Ergänzungsleistungen zur IV-Rente von deinem Vater.

    Um das zu wissen braucht man keine Dokumente, wie sie der Sozialhilfeberater von dir anfordern möchte.

  • Ich danke euch beiden für die Auskunft. Meine Fragen sind soweit alle gedeckt und mein nächster Schritt wird der Gang zur Jugendberatung sein. Alles andere sehen wir dann.

    Ihr habt mir wirklich geholfen =)

    Und, lieber Sozialversicherungsberater, ich werde dir keine Persönlichen Daten schicken da ich dich nicht kenne. Trotzdem danke für die grosse Hilfe!

    Somit ist das Thema hier für mich abgehackt.

    Ich wünsche euch alles gute!

  • Hallo Lola123

    Für mich abschliessend kann ich mich hier nur wiederholen, was ich Dir weiter oben bereits geschrieben habe, Du bist auf dem richtigen Weg und aus meiner Sicht machst Du alles richtig.

    Deinen lieben Eltern und ganz besonders Dir wünsche ich ganz viel viel Glück, einfach nur das Beste für die Zukunft.

    Lg. snoopy44



  • Ich empfehle dir dringend, leite keine Dokumente von deinen Eltern an den User Sozialhilfeberater weiter. Du kennst diesen Mann nicht, ich kenne ihn ebenfalls nicht und im Netz muss man vorsichtig sein.



    Ich habe Lola123 lediglich ein Angebot gemacht, dass ich den Sachverhalt mit den Unterlagen (übrigens gratis) überprüfen kann, damit ich beurteilen kann, warum Ihren Eltern der Anspruch auf Ergänzungsleistungen verweiger wurde. Ohne diese Angaben kann es nämlich ausser der Anrechnung eines hypotetischen Erwerbseinkommens diverse andere Gründe geben, warum Ihre Eltern keinen Anspruch auf Ergänzungsleistungen haben (z.B. wenn die Eltern Ausländer sind und die Karenzfristen noch nicht erfüllt haben).



    Er bietet hier in diesem Forum Hilfe an, versucht mich zur Schnecke zu machen indem er mir jeden Satz und jedes Posting so verdreht, wie z.B. hier weiteroben mit den Wohnkosten etc.

    Danach behauptet er, meine Auskunft sei nicht richtig. Klar sind dann meine Auskünfte alle falsch, wen man er sie anderes interpretiert als was ich geschrieben habe.



    Ich bin die Verleumdungen von snoopy44 leid. Wenn er sich nicht hinter der Anonymität verstecken würde, hätte er längst eine Klage wegen Verleumdung am Hals. Leider ist es notwendig, die Antworten von snoopy44 zu korrigieren, wenn diese falsch sind oder nur dann zutreffen, wenn definitiv sicher ist, dass ein bestimmter Sachverhalt vorliegt. Dies ist wichtig um Hilfesuchende vor falschen oder möglicherweise falschen Auskünften von snoopy44 zu schützen.



    Nachdem er bei Hilfesuchenden den Eindruck erweckt hat, er könnte ihnen weiterhelfen, bietet er diesen Hilfe gegen Bezahlung an. Das kann man in mehreren Threads im Beo-Forum nachlesen.

    Diesen Vorschlag wird er dir ganz bestimmt ebenfalls unterbreiten, sobald er die Unterlagen von deinen Eltern eingesehen hat.



    Das ist eine Lüge! Es ist bei diesem Forum sehr einfach sich sämtliche Beiträge anzeigen zu lassen, die eine Person gemacht hat. Es ist also auch einfach zu sehen, dass hilfesuchende Personen hier gratis Antworten bekommen haben um sich selbst helfen zu können. Um eine seriöse Auskunt geben zu können, welche rechtlichen Auswirkungen bestehen, muss man zuerst seriös den Sachverhalt ermitteln um dann die darauf anwendbaren Rechtsvorschriften nennen zu können. Wenn jemand den Sachverhalt nicht umfassend schildert oder sich unklar ausdrückt, muss man als seriöse Fachperson eben nachfragen, bevor man vorschnell und sich selbst überschätzend irgendeine falsche Auskunft gibt. Ich habe hier auch schon empfohlen sich direkt bei Ämtern Auskünfte geben zu lassen. Wenn jemand sich mit den Antworten nicht selber helfen kann oder will, steht es jedem frei sich selbst Hilfe und Beratung zu holen wo er will. Wenn jemand sich nicht selbst helfen kann oder will und will, dass ich zeitraubende Arbeiten wie das Verfassen von detailliert begründeten Einsprachen oder Beschwerden mache, umfangreiche Akten in Akteneinsichten bei Behörden durchführe, etc. dann verlange ich dafür selbstverständlich ein Honorar, da auch ich auf ein Einkommen angewiesen bin. Auch die Pro Senectute weiss das und würde von mir nie verlangen, dass ich gratis arbeite, wenn sie mich einer hilfesuchenden Person aus meiner Region empfiehlt. Da sämtliche schweizer Gesetze, Verordnungen und die Wegleitungen des Bundesamts für Sozialversicherungen sowie die Urteile des Bundesgerichts im Internet leicht auffindbar sind und ich immer die Rechtsvorschriften, auf die ich mich stütze, klar nenne, ist es leicht zu überprüfen, dass es die zitierten Rechtsvorschriften gibt und was dort drinnen steht.



    Er ist wütend auf mich, weil ich ihm die Kundenwerbung in diesem Forum vermassle!



    Das ist eine Lüge! Snoopy44 kennt micht nicht und masst sich an zu wissen, was meine Absichten odert was meine Gefühle sind.



    Ich bin der Auffassung, dass es für Hilfesuchende die hier im Forum keine befriedigende Auskunft von den User und Userinnen erhalten besser ist, wenn sie sich direkt an den Beobachter-Beratungsdienst wenden statt an den User Sozialhilfeberater.



    Da hier Meinungsfreiheit herrscht, kann snoopy44 diese Meinung haben. Ich bin der Meinung, dass die rechtlichen Kenntnisse von snoopy44 völlig unzureichend sind und man sich auf die Auskünfte von snoopy44 nicht verlassen sollte. Zudem macht es mir Sorgen, dass man snoopy44 Beistandschaften für Rentner anvertraut, da diese besonders auf Hilfe einer Person mit seriösen Kenntnissen der sozialversicherungsrechtlichen Rechte und Pflichten der Rentner angewiesen sind.



    Du hast hier eine gute Beratungen vom Sozialhifeberater wie auch von mir als Laie erhalten und deine Eltern sind ganz bestimmt nicht so unwissend, dass sie jetzt nicht wissen wie sie vorgehen müssen, damit sie später vielleicht Anrecht auf Ergänzungsleistungen haben.



    Schon wieder wilde Vermutungen von snoopy44. Weder ich noch snoopy44 kennen die Eltern und bis jetzt ist, da der Sachverhalt noch nicht umfassend abgeklärt ist, noch immer nicht klar, ob diese einen Anspruch auf Ergänzungsleistungen haben oder nicht und ob und was man tun muss, damit die Eltern einen Anspruch auf Ergänzungsleistungen haben werden.



    Ganz wichtig ist, dass dein Vater und deine Mutter sich per sofort als arbeitslos beim RAF anmelden und Stellenbewerbungen schreiben.



    Sollten die Eltern Ausländer sein und die für den Anspruch auf Ergänzungsleistungen nötige Aufenthaltsdauer (Karenzfrist) in der Schweiz noch nicht erfüllt haben, hilft Ihnen das wenig. Sollten die Eltern zu viel Vermögen haben oder Ihnen ein Vermögen, auf das Sie in der Vergangenheit verzichtet haben angerechnet haben und Ihnen so ein hohes fiktives Einkommen aus (zumutbarem) Vermögensverzehr angerechnet werden, hilft Ihnen das wenig.

    RAV schreibt sich übrigens mit V und nicht mit F. Die RAF ist die Royal Airforce oder die Rote Armeefraktion. Das RAV ist das Regionale Arbeitsvermittlungszentrum.



    Sobald dein Vater und deine Mutter Anrecht auf Arbeitslosentaggeld haben, haben beide sowieso bis auf weiteres kein Anrecht auf Ergänzungsleistungen zur IV-Rente von deinem Vater. Um das zu wissen braucht man keine Dokumente, wie sie der Sozialhilfeberater von dir anfordern möchte.



    Woher will snoopy44 wissen ob der Vater und die Mutter überhaupt einen anspruch auf Arbeitslosenentschädigung haben? Hat er abgeklärt ob diese innerhalb der Rahmenfrist die nötigen Beitragszeiten erfüllt haben? Hat snoopy44 abgeklärt, ob diese überhaupt als vermittlungsfähig gelten? Nein das weiss snoopy44 nicht, weil er das alles nicht abgeklärt hat. Sollten die Eltern längere Zeit arbeitslos sein, haben sie wahrscheinlich keinen Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung.