Trennung: Wie kann ich aus dem Mietvertrag raus?

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  • Hallo, evtl. kann mir hier jemand weiterhelfen? Mein Mann und ich haben uns vor kurzem getrennt. Am 01.10.14 werde ich in eine neue Wohnung ziehen, er würde gerne im Haus verbleiben. Dieses haben wir vor knapp 2 Jahren mit einem 5-Jahres-Vertrag gemietet (beide haben unterschrieben). Jetzt ist es so, dass er finanziell nicht in der Lage sein wird die Kosten zu tragen (arbeitslos). Die Vermieter möchten den Vertrag logischerweise nicht auf ihn alleine übertragen. D.h. jetzt für mich, dass ich solidarisch hafte und im dümmsten Fall für die ganzen Kosten aufkommen muss. Dies kann ich aber nicht (ich muss die neue Wohnung ja auch noch bezahlen). So wie ich meinen Mann kenne, wird er nicht freiwillig kündigen bzw. ausziehen. Er weiss ja das ich zahlen muss und für ihn ist es optimal so.

    Muss ich jetzt jahrelang seine Kosten weiter tragen oder habe ich eine andere Möglichkeit? Ich bin für jede Hilfe dankbar!

  • Hallo

    Das Sinnvollste wäre wohl den Vertrag des Hauses aufs en nächstmöglichen Termin zu künden oder falls Dein Mann nicht mitmacht sich vom Vermieter künden lassen. Danach dem Budget entsprechend eine kleine, günstige Wohnung mieten. Du wirst vermutlich nicht drumrum kommen Deinen Mann zumindest teilweise mitzufinanzieren.

    Ich würde mal alles zusammenstellen und einen Beratungstermin beim Sozialdienst Deiner Wohngemeinde machen. Da kannst Du sicher erste hilfreiche Tipps kriegen.

  • Hallo Haeckse

    Kündigen könnt ihr diesen Mietvertrag nur wenn alle drei Vertragspartner -der Vermieter, dein Mann und du- mit dieser ausserordentlichen Kündigung einverstanden sind.

    Wenn der Vermieter und/oder dein Mann nicht einverstanden sind diesen Vertrag auf Grund von unvorhergesehenen Ereignissen -Zerrüttung der Ehe- aufzulösen empfehle ich dir keinen Mietzinsanteil mehr an diese Wohnung zu bezahlen. Wenn der Vermieter regelmässig die Mietzinse durch ein Betreibungsamt einfordern muss, wird er schon nach wenigen Monaten diesen Mietvertrag wegen ausstehenden Mietzinsen kündigen.



  • Hallo Haeckse

    Kündigen könnt ihr diesen Mietvertrag nur wenn alle drei Vertragspartner -der Vermieter, dein Mann und du- mit dieser ausserordentlichen Kündigung einverstanden sind.

    Wenn der Vermieter und/oder dein Mann nicht einverstanden sind diesen Vertrag auf Grund von unvorhergesehenen Ereignissen -Zerrüttung der Ehe- aufzulösen empfehle ich dir keinen Mietzinsanteil mehr an diese Wohnung zu bezahlen. Wenn der Vermieter regelmässig die Mietzinse durch ein Betreibungsamt einfordern muss, wird er schon nach wenigen Monaten diesen Mietvertrag wegen ausstehenden Mietzinsen kündigen.



    Das ist ja woh die mieseste Masche die man machen kann.

    Der Vermieter kann doch nichts dafür, dass die Mieter sich getrennt haben. Nun soll er das auch noch ausbaden.....

    Einzige Lösung: Nachmieter suchen und so schnell wie möglich raus aus dem Mietvertrag. Aber sicher nicht auf Kosten des Vermieters

  • Eine weitere Möglichkeit wäre, Ersatzmietende zu finden.

    Für den Vermieter wäre es kurzfristig zwar bequem, würdest Du einfach den ganzen Mietzins tragen, was ja dein vertraglichen Pflicht ist. Mittel- und langfristig, jedoch, wird er auch auf einen Problem sitzen, falls es Dir gar nicht mehr gelingt. Du auch, weil der Schuld an ihn ganz klar ist.

    Da könntest Du dem Vermieter darauf aufmerksam machen, dass es zwar deine Absicht ist, korrekt zu handeln, dass aber irgendwann, im Rahmen der finanzielle Änderungen die Eure Scheidung mit sich bringen, vielleicht gar nicht [mehr] tragbar ist. Und wenn Du ihm gleich auch eine oder noch besser zwei Personen/Parteien als ErsatzmieterInnen vorschlägst, entlässt er Euch vielleicht aus dem Vertrag. Will dein Mann dann nicht einwilligen, würde der Vermieter vielleicht eine Kündigung seinerseits in Betracht nehmen.

    Allerdings müsstest Du (und/oder der Vermieter) abklären, in wie fern eine Kündigung aus solchen Gründen überhaupt zulässig ist. Ansonsten könnte dein Mann vielleicht eine Kündigungsschütz bewirken, und dann hättet Ihr den Mietvertrag für viel länger.

    Beim http://www.mieterverband.ch/ könntest Du Dich, und beim Hauseigentümerverband der Vermieter sich, beraten lassen. Falls Du beim Mieter- und Mieterinnenverband schon Mitglied bist, sogar gratis.

    Auf jeden Fall würde ich Dir empfehlen, keinen neuen Mietvertrag zu unterschreiben, (für Dich ab 01.10.2014) bevor Du den rechtlichen Weg aus dem Bestehende gefunden hast.



  • Das ist ja woh die mieseste Masche die man machen kann.

    Der Vermieter kann doch nichts dafür, dass die Mieter sich getrennt haben. Nun soll er das auch noch ausbaden.....

    Einzige Lösung: Nachmieter suchen und so schnell wie möglich raus aus dem Mietvertrag. Aber sicher nicht auf Kosten des Vermieters



    Das ist keine miese Masche. Zu einer solchen würde ich niemals jemandem Raten aber es ist die einzige Möglichkeit für diese Frau -wenn auch mit einem grossen finanziellen Verlust für sie wie auch für ihren Vermieter- aus diesem lanjährigen Mietvertrag auszusteigen wenn weder der Vermieter noch der Mann von Haeckse bereit sind diesen aufzulösen.

    Der Vermieter kann diesen langjährigen Mietvertrag nur auf Grund von ausstehenden Mietzinszahlungen kündigen und sonst ist er an diesen Vertrag gebunden.

    Wenn diese Frau dem Vermieter klar macht, dass sie finanziell nicht in der Lage ist jahrelang sich an den Mietzinskosten für ihren Mann, der weiterhin in der Wohnung bleiben will zu beteiligen wird er Verständnis für dieses unschöne Vorhaben zeigen.

    Wenn der Mann nicht bereit ist aus dieser Wohnung auszuziehen nützt es auch nichts einen Nachmieter zu suchen.

    Verträge sind da um diese einzuhalten und nicht um diese Grundlos zu brechen, das gilt für den Vermieter wie auch für die Mieter und somit sind dem Vermieter, weil der Mann in der Wohnung bleiben will, die Hände gebunden selbst wenn er dieser Frau mit der Auflösung von diesem Mietvertrag entgegenkommen möchte.

  • Vielen Dank für Eure Tipps. Es ist noch viel schlimmer geworden. Jetzt bringt er seine Geliebte schon nach Hause. Kann ich das unterbinden, bis ich ausziehen kann? Das sind ja noch 7 Wochen :(

  • Oh, ich kann verstehen, dass wenn Dein Noch-Mann seine Geliebte nach Hause bringt, es Dir wehtun kann, sofern Eure Beziehung den dafür nötigen Grad der gefühlsmässigen Auflösung noch nicht erreicht hat.

    Allerdings wird die solidarische Verpflichtung zur Mietzinszahlung, die Du mit deinem Noch-Mann hast, kaum davon beeinflusst, wen er alles zur Besuch hat. Auch sehe ich keinen Weg, womit Du ihm daran verhindern könntest, Besuch zu empfangen.

    Aber hier ist eine Idee... besteht vielleicht die Möglichkeit, dass der Mietvertrag an deinem Mann und seiner neuen Partnerin übergehen könnte, d.h. er mietet dann das Haus mit ihr anstelle von mit Dir?

    Könnte das vielleicht zu einer win-win-win-win Situation führen?

    • Du wärest damit ganz aus der Verpflichtung dieses Mietvertrages raus („win“ für Dich),

    • dein Noch-Mann könnte dort wohnen bleiben, wo er sein will („win“ für ihn),

    • seine neue Partnerin könnte mit ihm zusammen wohnen (vermutlich ist das auch ein „win“ für sie), und

    • der Vermieter hätte die Sicherheit bestehende Mietende („win“ für ihn).

    Falls die Anderen für diesen Vorschlag offen wäre, würde ich an deiner Stelle sobald es geht etwas Schriftliches aufstellen damit alle Parteien unterschreiben können. Insbesondere wichtig dabei wäre, Dir darin vom Vermieter bestätigen zu lassen, dass Du ab dem darin von Euch allen vereinbarten Datum aus jeglicher Verpflichtung ihm gegenüber entlassen bist. Aber Achtung: das Dokument müsste irgendwie als formale Kündigung vom ersten (Du und er) und gleichzeitig als Beginn vom zweiten (sie und er) Mietverhältnis gelten.

    Für eine w-a-s-s-e-r-d-i-c-h-t-e Formulierung davon würde ich unbedingt den Rat eines E-x-p-e-r-t-e-n holen, damit eine solche Vereinbarung wirklich gilt, auch in Anbetracht von anderen finanziellen Faktoren in der Scheidung (u.a. die Wert der Möblierung des Hauses, und deine allfällige sonstige Unterstützungspflicht dem Mann gegenüber).

    Falls Du nach Überprüfung durch eine F-a-c-h-p-e-r-s-o-n siehst, dass diese Variante für Dich günstig wäre, könntest Du, wenn es helfen würde, das ganze erst zu ermöglichen und einfacher zu machen, anbieten, nachdem das Dokument unterschrieben worden ist, früher auszuziehen.

    Vermutlich wären die Kosten und die Mühe, für Dich eine vorübergehende Bleibe zu organisieren, bedeutend geringer als wenn Du bis zum nächsten ordentlichen Kündigungsfrist für die Hausmiete aufkommen müsstest.