Glaube statt Religion

Übersicht der Foren

Zur Liste der Foren gelangen Sie hier: Foren

Möchten Sie einen neuen Beitrag erstellen, wählen Sie bitte ein Forum aus der Foren-Liste und klicken sie auf die Schaltfläche "Neues Thema" oben auf der rechten Seite.

  • Ich denke, es ist sicher wichtig, die Unterschiede zwischen den Religionen zu kennen. Aber es macht einen Unterschied, ob man Religion ist ethisches Vehikel benützt, um sich irgendwie mit einer Patchwork-Religion durchs Leben zu wursteln oder ob man versucht, den lebendigen Gott kennen zu lernen. In Jesus ist uns ja Gott sehr nahe gekommen. Gott ist für uns praktisch erfahrbar. Diese Erfahrung eines liebenden Gottes den Kindern vorzuenthalten, ist nach meiner Meinung sehr schade.

    Im Artikel im Beobachter steht auf Seite 64 unter "Weltreligionen: Ähnlicher als man denken könnte", dass die Grundmotive und -werte der grossen Religionen fast gleich seien. Wenn man aber hier genau hinschaut, sollen da bei den Zitaten Christen anderen Gutes tun, während in den anderen Religionen davon die Rede ist, anderen nichts Schlechtes zu tun oder zu wünschen! Das ist für mich nicht das Gleiche!

    Es gibt in unserem schönen Land viele Kirchen mit unterschiedlich gelebtem Christentum. Man kann sich also eine Kirch-Gemeinde suchen, in der man sich wohl fühlt. Der Gottesdienst kann dabei einerseits Stärkung und andererseits auch Korrektur bedeuten. Gerade heute, in einer sich ständig und rasant verändernden Welt ist es umso wichtiger, dass klare Grundwerte da sind und ein Gott, der einem, z.B.an Ostern, begegnet und zur Ruhe kommen lässt. Dabei führt dann aber kein Weg am Gebet vorbei. Innerer Friede mit Gott zu erleben, ist etwas ganz wunderbares. Das wünsche ich auch dir, lieber Leser!

    Sonst sind wir bei "Sternstunde Philosophie" udn nicht beim Thema Glauben.

  • sorry aber das alles klingt sehr fanatisch. ich lebe ohne den glauben an "gott" und es geht mir WUNDERBAR damit. ich bin der beweis dass man ohne gott auf glücklich sein kann. ich halte gar nichts von religionen und bin der meinung, dass religionen nur krieg und unheil über die menschen bringen.

    soviel zu meiner meinung. liebe grüsse ventrue

  • Fanatisch? Ich bevorzuge "konsequent". Ich sage zu etwas ja oder nein. Mache ich mit der getroffenen Entscheidung eine gute Erfahrung, dann ziehe ich die Sache weiter. Mir geht es dabei vorallem darum, nicht nur über etwas zu reden, sondern es auch versuchen zu leben. Natürlich kann man auch ohne Glauben glücklich sein.

    Die Frage, die sich an Ostern stellt, ist aber doch: Wenn Gott persönlich erfahrbar wäre, was hätte das alles für logische Konsequenzen für mich? Ich kann elektrischen Strom nur erfahren, wenn ich die Lampe an die Steckdose anschliesse. Brennt dann Licht, muss es irgendwo auch ein Kraftwerk geben, das den Strom produziert. Natürlich wird jeder und jede unterschiedliche Erfahrungen machen. Aber nach meiner Meinung lohnt es sich halt trotzdem, es auszuprobieren. Wenn man das Geschenk nicht auspackt, weiss man nicht, was drin ist. Wegwerfen kann man es immer noch. Falls aber doch ein Schatz drin ist.... Und "ewiges Leben" wäre ja schon nicht gerade nichts...

    Frohe Ostern!

  • Keiler

    ich war mal gläubig, hat mir aber nix gebracht und ich fands sinnlos an was zu glauben, was es nicht gibt.

    bin ja schliesslich auch christlich aufgezogen worden (anfangs jedenfalls) aber ich wollte als kind dann auch nicht in den religionsunterricht, da ich es schlichtweg für bockmist halte. will nicht zu irgend ner religion gehören die x menschenleben auf dem gewissen hat und auch sonst dauernd schlechte dinge getan werden von diesen leuten (kindesmissbrauch usw.) noch dazu glaube ich an mich, denn ich existiere und ich kann mich weiter bringen und nicht irgend ein imaginärer "gott".

  • Verwundert und manchmal auch schmunzelnd nehme ich die vielen Statements in Foren und Leserbriefen betreffend Glauben und Konfessionen zur Kenntnis. Mein Allgemeinwissen beschränkt sich diesbezüglich auf das Wesentliche. Wobei natürlich die Auffassungen was Wesentlich und was Unwesentlich ist, diametral auseinander klaffen. Alles eine Frage einer umfassenden Allgemeinbildung. Irgendwo auf meinem Büchergestell steht zwar eine verstaubte Bibel, die ich das letzte mal während dem Unterweisungsunterricht vor rund 60 Jahren konsultiert habe. Gottesdienste besuche ich nur bei freudigen Anlässen wie Hochzeiten und Taufen und bei weniger freudigen Anlässen wie Beerdigungen. Hin und wieder geniesse ich ein Konzert, mit und ohne Gesang in einer Kirche. Eindrücklich, die Chorgesänge in Russisch-Orthodoxen Kirchen irgendwo in Sibirien. Ob ich an Gott glaube, werde ich manchmal gefragt? Meine Antwort: Ich glaube an eine höhere Macht. Egal ob sich diese Macht nun Gott, Allah & Co nennt.

    Sollten wir einmal Rechenschaft über unser Leben ablegen müssen, bin ich überzeugt, dass ich als kleines Sünderlein im Gegensatz zu unzähligen sogenannten Frommen und Gläubigen nicht so schlecht dastehen werde. Wenn ich da an den Oberguru der katholischen Kirche in Rom und seine Vorgänger mit ihrer verklemmten Sexualmoral bis hin zum Eheverbot für Priester denke, wird mir übel. Dass sich strikt Gott verpflichtete Kirchenfürsten und ihre Trabanten in kitschigen Roben, frommer Mine und gefalteten Händen nach wie vor an Kindern und Jugendlichen vergehen ist leider eine Tatsache. Da helfen auch mehrere Ave Marias nichts.

    Im Gegensatz zu diesen traurigen heuchlerischen Schleimern mit ihrer unglaublichen Doppelmoral, bemühe ich mich, ein einigermassen anständiges Leben zu führen und Mitmenschen gleich welcher Hautfarbe, Religion, Status und Nationalität zu akzeptieren wie sie sind. Das gleiche erwarte ich allerdings auch von ihnen.

    Autsch, es ist ja schon kurz vor vieri Uhr. Also ab ins Körbchen und ins Reich der Träume. In diesem Sinne wünsche ich allen noch einen schönen Ostermontag und geniesst das Leben. Und das nicht nur kulinarisch, wie es sich für Geniesser geziemt!

  • Ihre Aussage "ich fands sinnlos an was zu glauben, was es nicht gibt" ist äusserst fragwürdig, denn wie können Sie wissen, dass es ES nicht gibt? Wenn Sie etwas nicht sehen oder (noch) nicht erfahren haben, heisst das doch noch lange nicht, dass es nicht doch existiert. Ich empfehle Ihnen die Lektüre des Bestsellers "Blick in die Ewigkeit" von Dr. med. Eben Alexander, einem ursprünglich auch absolut materialistisch gesinnten und äusserst erfolgreichen Neurochirurgen in den USA.

    Durch eine bakterielle Hirnhautentzündung hat er während sieben Tagen im Koma (und wie er als absoluter Fachmann auf diesem Gebiet selber sagt: als ein weitgehend Hirntoter) unglaublich wundervolle Begegnungen mit GOTT, der geistigen Welt und Engeln im unfassbar grossen Kosmos ganz "real" (realer als sein Leben vor- und nachher wie er schreibt) erlebt, in seinem Buch wissenschaftlich seriös beschrieben und auch ernsthaft hinterfragt. Und warum sollte er lügen und seinen internationalen Ruf als hoch begabter Neurochirurg gefährden...

  • Jesus ist wahrhaftig auferstanden. Das ist die frohe Botschaft am Ostermorgen. Die Kreuzigung war die schlimmste Todesstrafe der Römer. Sie wurde nur bei Verbrechen, wie Wegelagerung und Aufruhr gegen die Staatsgewalt ausgesprochen und niemals gegen einen römischen Bürger. Jesu Tod am Kreuz ist gut verbürgt. Aus Angst, die Jünger könnten den Leichnam stehlen, um dann zu behaupten, Jesus sei am dritten Tag auferstanden, wie er behauptet hatte, baten die Schriftgelehrten und Pharisäer, Pilatus darum, das Grab bewachen zu lassen. Der Stein vor dem Grab wurde versiegelt und von Soldaten bewacht. Am Ostermorgen bebte plötzlich die Erde, denn der Engel des Herrn kam vom Himmel herab, trat an das Grab, rollte den Stein weg und setzte sich darauf. Er leuchtete wie ein Blitz und sein Gewand war schneeweiß. Als die Wächter ihn sahen, zitterten sie vor Angst und fielen wie tot zu Boden.

    Wer die Osterberichte der vier Evangelien liest, spürt heute noch, wie unfassbar die Nachricht der Auferstehung Jesu, selbst auf seine Jünger wirkte. Tot ist tot, das war ihre Erfahrung. Da muss also schon etwas außergewöhnliches geschehen sein, um diese Männer und Frauen aus tiefster Trauer in überströmende Freude zu verwandeln.

    Vielleicht sollten wir uns auch einmal klar machen, dass die Botschaft, Jesus sei auferstanden und lebe, für die damaligen Zeugen alles andere als harmlos war. Schließlich war Jesus offiziell als Aufrührer verurteilt worden und weder den Römern, noch der jüdischen Geistlichkeit würde die Nachricht seiner Auferstehung gefallen. Eine solche Nachricht war brandgefährlich, deren Weiterverbreitung konnte die sofortige Verhaftung und anschließende Verurteilung zum Tode bedeuten. Tatsächlich ist es bis heute so, dass der Glaube an Jesus in vielen Ländern zur Verfolgung führt. Wer bereit ist, das auf sich zu nehmen, der hat erlebt, ja es stimmt: Jesus lebt und sitzt zur rechten Gottes, so wie es auch der erste Märtyrer Stephanus bezeugt hat.

    Im Unterschied zu allen anderen Religionen, die aus eigener Kraft und mit den verschiedenste eigenen Methoden versuchen ihren Gott gnädig zu stimmen und auf diesem Weg zu ihm zu gelangen, ist der Gott der Bibel zu uns auf die Erde gekommen, um uns von unserer Schuld zu erlösen, denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eigenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren gehen.

    Mit einem selbst zusammen gebastelten Glauben, werden wir uns allerdings schwerlich einer eventuellen Verfolgung aussetzen wollen. Spätestens hier zeigt sich die Echtheit des Christenglaubens.

    Erst wenn wir Erwachsenen wieder mit den Glaubensinhalten der Lehre Jesu vertraut sind, können wir die Grundwerte des Christentums an unsere Kinder weiter geben und erst wenn wir leben, was wir glauben, werden wir für die Kinder (und nicht nur für sie) glaubwürdig sein.

  • Danke für die bekannte Jesus-Story. Ob sie allerdings stimmt, wage ich zu bezweifeln. Ich war damals nicht dabei und mit von Menschenhand verfassten Schriften mit Übersetzungsfehlern und Fehlinterpretationen habe ich etwas Mühe. Was soll’s. Jetzt warte ich mal ab, was passiert wenn ich unseren blauen Planeten zwangsläufig im hölzernen Pyjama verlassen muss. Bis es aber soweit ist, geniesse ich den dritten Lebensabschnitt, bereise auf eigene Faust Länder rund um die Kugel mit faszinierenden Kulturen und erwarte von meinen Mitmenschen, egal welcher Glaubensrichtung, respektiert zu werden wie ich auch sie respektiere.

    Losgelöst von den Glaubensinhalten der Lehre Jesu haben meine Frau und die Grundwerte des Lebens mit Erfolg, soweit ich das beurteilen kann, an unsere Kinder weiter gegeben.

    Kobold