Abzug von Sozialdienst bei Einkommen?!

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  • Guten Tag

    ich bin 21 Jahre alt und werde seit 3 Monaten vom Sozialdienst unterstützt. Nun habe ich nach 6 Monate Arbeitslosigkeit eine Stelle bekommen. Ich hab nun Angst, dass der Sozialdienst viel zu viele Abzüge macht und ich am Schluss "keinen rappen" erhalte! Ich muss viele Rechnungen bezahlen und freue mich daher auf den fetten Lohn! In Schulden zu leben ist nicht einfach...

    Hat jemand Erfahrung in der Sache "Einkommen und Sozialdienst"?

  • hallo, also ich bin auch auf dem sozialamt, und bei mir ist es so das jeder franken den du verdienst vom geld das die sozialhilfe gibt, abgezogen wird. Beispiel: Sozialamt gibt dir 1200 CHF, du verdienst 1000.-- im Monat, die 1000.-- werden abgezogen und das Sozi gibt dir noch 200.--.

    LG ventrue



  • ich bin 21 Jahre alt und werde seit 3 Monaten vom Sozialdienst unterstützt. Nun habe ich nach 6 Monate Arbeitslosigkeit eine Stelle bekommen. Ich hab nun Angst, dass der Sozialdienst viel zu viele Abzüge macht und ich am Schluss "keinen rappen" erhalte! Ich muss viele Rechnungen bezahlen und freue mich daher auf den fetten Lohn! In Schulden zu leben ist nicht einfach...

    Hat jemand Erfahrung in der Sache "Einkommen und Sozialdienst"?



    Ich habe keine Erfahrung als Bezieher von Sozialhilfe, aber ich kenne mich im Sozialhilferecht aus.

    Es hängt von Ihrer persönlichen Situation (Ehefrau, Kinder, etc., könnte es ja auch bei einer 21jährigen Person schon geben), von Ihren Ausgaben und von der Höhe des Einkommens ab, ob Sie künftig weiterhin Anspruch auf Sozialhilfe haben und zusätzlich zu Ihrem Lohn noch eine gekürzte Sozialhilfe erhalten.

    Darüber hinaus hängt es von Ihrer persönlichen Situation (Ehefrau, Kinder, etc.), von Ihren Ausgaben und von der Höhe des Einkommens ab, ob und wie viel das Sozialamt von Ihnen monatlich zurückfordern kann um die in der Vergangenheit bezahlte Sozialhilfe an das Sozialamt zurückzuzahlen.

    Das das Sozialhilferecht kantonal geregelt ist, hängt es davon ab in welchem Kanton Sie Wohnen. Dort wo das kantonale Sozialhilferecht den Gemeinden einen Spielraum lässt, kann es auch von der Praxis Ihrer Gemeinde abhängen.

    Wenn es Ihnen peinlich ist im Forum zu sagen, in welcher Gemeinde Sie leben, können Sie mir den Kanton und die Gemeinde auch als private Nachricht (auf "Private Nachricht" unter meinem Beitrag klicken) schicken. Ich schicke Ihnen dann ein paar Informationen über die in Ihrem Fall anwendbaren Vorschriften.





  • ich bin 21 Jahre alt und werde seit 3 Monaten vom Sozialdienst unterstützt. Nun habe ich nach 6 Monate Arbeitslosigkeit eine Stelle bekommen. Ich hab nun Angst, dass der Sozialdienst viel zu viele Abzüge macht und ich am Schluss "keinen rappen" erhalte! Ich muss viele Rechnungen bezahlen und freue mich daher auf den fetten Lohn! In Schulden zu leben ist nicht einfach...

    Hat jemand Erfahrung in der Sache "Einkommen und Sozialdienst"?



    Ich habe keine Erfahrung als Bezieher von Sozialhilfe, aber ich kenne mich im Sozialhilferecht aus.

    Es hängt von Ihrer persönlichen Situation (Ehefrau, Kinder, etc., könnte es ja auch bei einer 21jährigen Person schon geben), von Ihren Ausgaben und von der Höhe des Einkommens ab, ob Sie künftig weiterhin Anspruch auf Sozialhilfe haben und zusätzlich zu Ihrem Lohn noch eine gekürzte Sozialhilfe erhalten.

    Darüber hinaus hängt es von Ihrer persönlichen Situation (Ehefrau, Kinder, etc.), von Ihren Ausgaben und von der Höhe des Einkommens ab, ob und wie viel das Sozialamt von Ihnen monatlich zurückfordern kann um die in der Vergangenheit bezahlte Sozialhilfe an das Sozialamt zurückzuzahlen.

    Das das Sozialhilferecht kantonal geregelt ist, hängt es davon ab in welchem Kanton Sie Wohnen. Dort wo das kantonale Sozialhilferecht den Gemeinden einen Spielraum lässt, kann es auch von der Praxis Ihrer Gemeinde abhängen.

    Wenn es Ihnen peinlich ist im Forum zu sagen, in welcher Gemeinde Sie leben, können Sie mir den Kanton und die Gemeinde auch als private Nachricht (auf "Private Nachricht" unter meinem Beitrag klicken) schicken. Ich schicke Ihnen dann ein paar Informationen über die in Ihrem Fall anwendbaren Vorschriften.



    Erstmal danke.

    Ich wohne in Bern, habe keine Kinder und bin ledig. Mein Lohn wird mehr als 3'000 pro Monat sein. Also für mich wäre es ideal, wenn ich mein Lohn behalten dürfte, keine Sozialhilfe beziehen aber trotzdem beim Sozialdienst angemeldet bleiben (kurze Betreuung).



  • hallo, also ich bin auch auf dem sozialamt, und bei mir ist es so das jeder franken den du verdienst vom geld das die sozialhilfe gibt, abgezogen wird. Beispiel: Sozialamt gibt dir 1200 CHF, du verdienst 1000.-- im Monat, die 1000.-- werden abgezogen und das Sozi gibt dir noch 200.--.

    LG ventrue



    Danke. Aber das ist doch viel zu viel Abzug! Da geht man ja für nichts zur Arbeit!

  • Hallo meeyrooy

    Vielleicht ist es finanziell gesehen momentan ein Nullsummenspiel, aber für dein berufliches Weiterkommen und somit für deine zukünftigen Lebensumstände ist es auf jeden Fall besser eine Stelle zu haben als vom Sozialamt abhängig zu sein. Zudem muss die Sozialhilfe - wenn immer möglich - zurückgezahlt werden also je weniger du beziehst um so weniger musst du mal zurückzahlen. Nimm deine Rechnungen mit aufs Sozialamt und besprich mit den Sozialarbeitern wie du deine Schulden abbezahlen kannst, oder nimm Kontakt zu einer kostenlosen Schuldenberatung auf:

    http://www.schulden.ch/dynasite.cfm?dssid=4853&dsmid=76304

    Ich wünsche dir viel Erfolg an deiner neuen Stelle.

    Barbara_Mustermann



  • Ich wohne in Bern, habe keine Kinder und bin ledig. Mein Lohn wird mehr als 3'000 pro Monat sein. Also für mich wäre es ideal, wenn ich mein Lohn behalten dürfte, keine Sozialhilfe beziehen aber trotzdem beim Sozialdienst angemeldet bleiben (kurze Betreuung).



    Das Sozialhilfegesetz (SHG) des Kantons Bern finden Sie hier:

    https://www.sta.be.ch/belex/d/8/860_1.html

    Die Sozialhilfeverordnung (SHV) des Kantons Bern finden sie hier:

    https://www.sta.be.ch/belex/d/8/860_111.html

    Artikel 8 SHV: Die Richtlinien für die Ausgestaltung und Bemessung der Sozialhilfe der Schweizerischen Konferenz für Sozialhilfe (SKOS-Richtlinien) in der Fassung der vierten überarbeiteten Ausgabe vom April 2005 mit den Ergänzungen 12/05, 12/07, 12/08 und 12/10 sind für den Vollzug der individuellen Sozialhilfe verbindlich, soweit das Sozialhilfegesetz und diese Verordnung keine andere Regelung vorsehen.

    Sollten Sie bei diesem Einkommen noch Anspruch auf wirtschaftliche Hilfe der Sozialhilfe haben, so wird die Höhe des Einkommensfreibetrags, welcher die Höhe der Sozialhilfe nicht kürzt in den Artikeln 8d bis 8f der SHV definiert. Es ist sehr gut möglich, dass Sie mit 3'000 Franken pro Monat keinen Anspruch mehr auf wirtschaftliche Hilfe der Sozialhilfe haben und nur noch Anspruch auf Prämienverbilligungen für die Krankenversicherungsprämie haben.

    Die Richtlinien der Schweizerischen Konferenz für Sozialhilfe für die Ausgestaltung und Bemessung der Sozialhilfe (SKOS-Richtlinien) in der vierten überarbeiteten Ausgabe vom April 2005 mit den Ergänzungen 12/05, 12/07, 12/08 und 12/10 finden Sie hier:

    http://skos.ch/uploads/media/2010_RL_deutsch.pdf

    Sie haben gemäss 23 SHG nur Anspruch auf persönliche Hilfe, also auf Beratung, Betreuung, Vermittlung und Information gemäss Artikel 29 SHG, wenn Sie bedürftig sind. Artikel 23 Absatz 2 SHG: Als bedürftig gilt, wer für seinen Lebensunterhalt nicht hinreichend oder nicht rechtzeitig aus eigenen Mitteln aufkommen kann.

    Der Anspruch auf Prämienverbilligung ist in den Artikeln 14 bis 27 des folgendem kantonalen Gesetzes und in den Artikeln 4 bis 18a der folgenden kantonalen Krankenversicherungsverordnung (KKVV) geregelt:

    https://www.sta.be.ch/belex/d/8/842_11.html

    https://www.sta.be.ch/belex/d/8/842_111_1.html

    https://www.sta.be.ch/belex/d/8/842_11.html

    Das Amt für Sozialversicherungen des Kantons Bern ist für die Prämienverbilligung zuständig.

    http://www.jgk.be.ch/jgk/de/in…on/organisation/asvs.html

  • Wenn Sie hohe Schulden haben, ist der Rat von Barbara_Mustermann zu einer Schuldenbetratung zu gehen ein guter Ratschlag.

    Eine Frage ist, ob die Gläubiger Ihrer Schulden, wenn diese erfahren, dass Sie nun einen Lohn haben, beim Betreibungsamt beantragen, dass Ihr Lohn (teilweise) gepfändet wird und, dass Ihnen nur ein Teil des Lohns ausbezahlt wird.

    Ob und wie viel von ihrem Lohn gepfändet werden kann hängt von der Höhe Ihres betreibungsrechtlichen Existenzminimums ab. Wie dieses berechnet wird, finden Sie hier:

    http://www.justice.be.ch/justi…de/KS_SchKG/KS_B1_aB3.pdf

    Die Gläubiger Ihrer Schulden können nur so viel von Ihrem Lohn per Pfändung abziehen lassen, dass Ihnen noch das betreibungsrechtliche Existenzminimum bleibt:

    http://www.justice.be.ch/justi…de/KS_SchKG/KS_B1_aB3.pdf