Zusammenziehen mit einem Sozialhilfeempfänger

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  • Hallo zusammen

    Vielleich kann mir hier jemand eine richtige Antwort auf meine Frage geben. Mein Freund und ich überlegen uns, dass er zu mir in meine Wohnung zieht. Das Problem ist, dass ich Vollzeit arbeite und er Sozialhilfeempfänger ist. In wie fern kann das Sozialamt von mir verlangen dass ich ihn finanziell unterstütze? Meine Wohnung ist nicht teuer und ich bezahle sie schon seit 10 Jahren alleine. Ich nehmen an, dass seine Hälfte an Miete übernommen wird, aber wie sieht es mit dem Grundbedarf für ihn aus? Und was können sie von mir als Unterstützung verlangen? Mein Lohn ist nicht sehr hoch, aber reicht für mich völlig aus zum meine Miete, mein Auto und Ferien zu bezahlen. Wenn aber das Sozialamt von mir verlangt meinen Freund finanziell zu unterstützen, dann wird ich wohl Urlaub aus meinem Leben streichen können.

    Ich hoffe das mir jemand meine Fragen beantworten kann, danke Euch! :)

  • Ich kann dir nur raten nicht zusammenzuziehen.

    Sobald die Beziehung "fest" ist, was je nach Kanton unterschiedlich ausgelegt wird, musst du vollständig für seinen Lebensunterhalt aufkommen, jedenfalls soweit es deine Finanziellen Verhältnisse zulassen.

    Ferner wird dir auch angerechnet dass er den Haushalt erledigt (Egal ob das nun wirklich der Fall ist), wofür du ihn entschädigen müsstest.

    http://www.sozialhilfe.zh.ch/H…aushaltsf%C3%BChrung.aspx

  • danke für deine hilfe! weisst du wie das ganze berechnet wird? ich seh da nich durch... er arbeitet bei einer firma die von sozialämtern unterstützt wird und ist dort 75% eingespannt (er bekommt selbstverständlich nur den grundbedarf, es soll ihm nur bei der wieder eingliederung behilflich sein).

  • Sobald eure Beziehung als Konkubinat gilt (je nach Kanton unterschiedlich) wird für dich ein erweitertes Budget erstellt. Dieses stellt deine Einnahmen deinen Ausgaben gegenüber. Als Ausgaben werden berücksichtigt: Materieller Grundbedarf (z.B. Grundbedarf, Miete, Krankenkassen Prämie und Selbstbehalt/Franchise), Situationsbedingte Leistungen (z.B. Auswärtige Verpflegung, Fahrkosten, Hausrats- und Haftpflichtversicherung) sowie ein Fixbetrag zu deiner freien Verfügung. Rückstellungen für Ferien werden nicht berücksichtigt (war jedenfalls bei mir so).

    Der Grundbedarf ist etwas "tricky" - am besten erkundigst du dich was dieser in deinem Kanton/Gemeinde alles beinhaltet und wie hoch dieser angesetzt wird. Ich bin z.B. Raucherin und Zigaretten gehören in den Grundbedarf, da wird das Geld schnell einmal knapp.

    Ok zurück zur Berechnung: was übrig bleibt ist der Konkubinats-Beitrag mit welchem du deinen Freund unterstützt. Deinem Freund wird dieser Betrag auf seinen monatlichen Abrechnungen abgezogen.

    LG

    A.B.