Schlafapnoe: Warum machen Hausärzte keine Test's?

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  • Vor Jahren wünschte ich mir einen entsprechenden Test. Schlafapnoe wurde diagnostiziert.Ein entsprechender Test mittels Fingerclib ist sehr günstig. Warum testen Hausärzte solches nicht automatisch wie Cholesterin,Gewicht, etc. ?

  • Hallo, vielleicht kennt Dein Hausarzt diesen Text gar nicht, vielleicht wird er auch von Deiner Krankenkasse nicht bezahlt (bei einem Hausarzt). Am besten Du gehst zu einem Spezialisten, der kann dich auch beraten, was Du gegen die Krankheit tun kannst.


    Gruß, Klaus!

  • Hallo, ich kann mich keberhardt nur zustimmen. Der Vater eines Freundes hatte in einer Nacht 27 Atem-Aussetzer und ist dann zu einem Schlaf-Labor geschickt worden. Dort musste er mehrere Male über Nacht schlafen. Aber das war es ihm wert, da er nun ausreichende Hilfe erhält.

  • Ich erwarte von allen Hausarzten dass sie über diesen Test Bescheid wissen. Mein Pneumologe muss jährlich bei mir einen Test machen und ein Formular für die Krankenkasse ausfüllen. Der reicht die Angabe der Lungenliga nicht. Unglaubliche Administration. Da hatt die Lobby im Nationalrat ganze Arbeit geleistet.

  • Leider gehöre ich auch zu denen, welche unter Schlafapnoe leiden. Ich habe diesen Winter vier Nächte im Schlaflabor des Unispitals Zürich verbracht, wo man unter konstanter Videoüberwachung herausgefunden hat, dass ich 27 nächtliche Atemaussetzer hatte


    Ich habe dann zuerst vom USZ und später von der Lungenliga, Filiale Uster eine Luftpumpe mit Gesichtsmaske zur Verfügung gestellt bekommen, welche mit einem leichten Überdruck dafür sorgt, dass sich die Muskulatur im Schlund während der Schlafes nicht absenkt und damit die Atmung blockiert. (CPAP-Gerät)


    Jetzt kommt aber die Rechnung für die Krankenkasse: Zum Glück ist sowohl das Schlaflabor wie das CPAP-Gerät eine kassenpflichtige Leistung. Als die Rechnung für die vier Tage bzw. Nächte im Schlaflabor eingetrudelt ist, hat mich fast der Schlag getroffen. Der Spass kostete sagenhafte CHF 23'000.-, wovon der kantonale Steuerzahler 55% übernehmen darf und der Rest die Krankenkasse. Das CPAP-Gerät kostet zur Miete pro Jahr CHF 555.- und zusätzlich pro Tag noch rund CHF 3.-, die genauen Beträge habe ich nicht mehr präsent.


    Da wundert einen nicht mehr, dass in der Schweiz die Gesundheitskosten und Krankenkassenprämien schwindelerregende Höhen erreichen. Gerade letzten Freitag, 20 April hat das Schweizer Fernsehen das Thema KK-Prämien in der Sendung "Arena" in epischer Breite ausgewalzt.


    Die Gesundheitskosten werden natürlich auf den Prämienzahler bzw. den Steuerzahler überwälzt.


    Es wundert einen daher keineswegs, wenn ein Politiker eine Erhöhung der Franchise bei den KK von CHF 300.- auf CHF 10'000.- fordert.


    Die Frage ist nun, kann der Prämienzahler diesen meiner bescheidenen Meinung nach horrenden Betrag auch aufbringen oder bleibt dies beim Amt für Ergänzungsleistungen oder beim Sozialamt der Gemeinden hängen, womit der Ball wieder beim Steuerzahler landet. So gesehen ein Nullsummenspiel.


    Andy