Trennung, gemeinsames Haus, PK-Geld im Haus

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  • Wir haben ein gemeinsames Haus und Kinder. Mein Mann hat PK-Geld in den Wohneigentum gesteckt und eine gebundene Vorsorge 3a. Wir wollen das Haus behalten, das heisst nicht verkaufen, ich bleibe in dem Haus mit den Kindern, er zieht in eine Wohnung. Geht das oder verlieren wir alles weil er dann eine andere Wohnadresse hat? Eine Scheidung steht im Moment nicht zur Disskusion. Danke für Eure Antworten

  • Hallo Linde,


    wenn ihr getrennt seit, passiert mit dem Haus nichts. Voraussetzung ist, dass die Hypothekarzinsen und ggf die -amortisationen bezahlt werden. Ich nehme an, dass beide von euch die Hypothekarverträge unterzeichnet haben, somit seit ihr Solidarschuldner für die Bank. Falls dein Ehemann die Hypothekarzinsen nicht bezahlen sollte, wird die Bank dies bei dir einfordern. Wenn beide nich zahlen, wird die Bank die Hypothek kündigen und das Haus muss verkauft oder versteigert werden. Im weiteren muss natürlich auch der Liegenschaftsunterhalt weiter laufen, falls etwas ersetzt, repariert oder renoviert werden muss. Bei einer allfälligen Scheidung, die jedoch gemäss deiner Aussage nicht ansteht, wird dann das ganze sehr, sehr schwierig mit PK, 3. Säule usw.


    Ich wünsche dir viel Glück und Kraft.

  • @aron62Hallo. Da habe ich zugleich auch eine Frage zum Liegenschaftsunterhalt... wir sind getrennt, er wohnt mit Sohn im Haus . ich bin ausgezogen. Habe keinen Zutritt mehr ins Haus... Schlösser wurden ausgewechselt von ihm. Er verlangt nun Liegenschaftsunterhalt, ich bin nicht einverstanden, da ich ja keinen Zugriff mehr habe zum Haus. Er meinte bis 500.- bezahlt er und was darüber ist, muss ich die Hälfte zahlen. ER renoviert sehr gerne dies und das, oft unnötige Ausgaben. Muss ich mir das gefallen lassen? oder wäre es besser mich vom Vertrag zu lösen? Die Hypothekarzinsen nicht mehr bezahlen. Durch Corona habe ich auch weniger Einkommen... und übrigens meine kleine 1,5 Zimmer Wohnung bezahlt er die Nebenkosten ja auch nicht hälftig... Vielen Dank für einen Input.Gruss Wiri

  • wiri


    Haben sie bemerkt, dass der Thread schon alt ist?


    Ihre Frage kann wohl niemand so ganz richtig beantworten. Sie müssten ihre Situation wohl noch etwas genauer beschreiben.


    Doch ganz grundsätzlich dürfte das, was @aron62 geschrieben hat, auch auf ihren Fall zutreffen. Solange sie Mitbesitzerin sind, sind sie der Bank gegenüber irgendwie auch in Haftung. Hängt allerdings davon ab, was im Hypothekarvertrag steht.


    Weiter hängt es hier auch davon ab, was in einer "Trennungsvereinbarung steht.

  • Zuerst deine Aussage, die Scheidung steht noch nicht an: nehme an, du hast das gleiche Ziel wie meine Ex, noch 2 Jahre von der PK des Mannes zu profitieren, und dann die Verhandlungen so lange laufen zu lassen, sodass du das Haus auch noch gleich erbst? Hoffe, nicht alle Frauen sind so. Bei meiner Ex hat nur das erst funktioniert... was ja vom Gesetzgeber so gefördert wird.


    Beim Hausverkauf müssen zuerst die PK-Gelder zurückbezahlt werden, nehme seine 3. Säulen-Gelder gehören dann ihm. Vom Rest wird der Gewinn nach allen Abzügen so geteilt, im Verhältnis wie die restlichen Eigenmittel dazu aufgewendet wurden. Dabei sind meiner Ansicht nach seine PK-Gelder auch gewinn-berechtigt, hätten ja sonst auf dem PK-Konto auf Zinseszins erwirtschaftet (dein/eurer ehelicher Scheidungsanteil ist noch auf dem Konto und vermehrt sich dort). Dein Vorteil: stirbt er doch noch vor der Scheidung, erhöht sich die Kinderrente, was ja größtenteils nicht als Sackgeld den Kinder weitergereicht wird.


    Das Ganze hängt sehr viel von Können und Wille und Erfahrung des Anwalts ab, von denen es fast keine gibt. Die sind nämlich nicht an einer fairen Lösung interessiert sondern nur an vielen Arbeitsstunden die sie zusätzlich mit Büroaufwendungen und MWSt verrechnen können, und der Richter ist auch nur an einem Kuhhandel interessiert.