Arbeitgeber will Lohn einbehalten wegen verlorenem Spindschlüssel

Übersicht der Foren

Zur Liste der Foren gelangen Sie hier: Foren

Möchten Sie einen neuen Beitrag erstellen, wählen Sie bitte ein Forum aus der Foren-Liste und klicken sie auf die Schaltfläche "Neues Thema" oben auf der rechten Seite.

  • Hallo zusammen


    Vor Kurzem habe ich meine Arbeitsstelle gekündigt und eine neue angetreten. Wie ich feststellen musste ist mir mein Schlüssel für den Spind abhanden gekommen... Nun will mein Arbeitgeber meinen gesamten letzten Lohn einbehalten und nicht ausbezahlen, solange dieser Schlüssel nicht vor liegt.


    Ist das rechtsgültig.. Darf er das..?!


    Oder ist er zu einer Auszahlung verpflichtet.. in der Regel erhalte ich meinen Lohn bis spätestens zum 27. des Monats... Was nun nicht der Fall ist


    Was kann ich unternehmen..?


    Lieben Gruss

  • Ich nehme nicht an, dass der Wert des Schlüssels oder die Kosten für das Austauschen des Schlosses durch ein Schloss mit einem neuen Schlüssel so hoch sind wie Ihr Lohn. Ich nehme an, dass Sie anerkennen, dass es Ihre Schuld ist, dass Sie den Schlüssel verloren haben und, dass Sie dem Arbeitgeber den durch den Verlust des Schlüssels entstandenen Schaden bezahlen.


    Sie können dem Arbeitgeber sagen, dass Sie den Schlüssel nicht mehr finden und Sie bereit sind die Kosten für den Ersatz des Schlüssels zu bezahlen, dass Ihr Lohn aber bereits fällig ist und, dass Sie sich bei einer Nichtauszahlung des Lohnes innerhalb einer Frist gezwungen sehen eine Betreibung auf dem Betreibungsamt gegen den Arbeitgeber einzureichen und ihm sagen, dass er dann einen Eintrag im Betreibungsregister hätte.

  • Sie können Ihren Arbeitgeber auf die Vorschriften des Obligationenrechts hinweisen und Ihm einen Link auf das Obligationenrecht schicken.


    Artikel 323 Absatz 1 OR: Sind nicht kürzere Fristen oder andere Termine verabredet oder üblich und ist durch Normalarbeitsvertrag oder Gesamtarbeitsvertrag nichts anderes bestimmt, so ist dem Arbeitnehmer der Lohn Ende jedes Monats auszurichten.


    Artikel 323b Absatz 2 OR: Der Arbeitgeber darf Gegenforderungen mit der Lohnforderung nur soweit verrechnen, als diese pfändbar ist, jedoch dürfen Ersatzforderungen für absichtlich zugefügten Schaden unbeschränkt verrechnet werden


    Artikel 321e Absatz 1 OR: Der Arbeitnehmer ist für den Schaden verantwortlich, den er absichtlich oder fahrlässig dem Arbeitgeber zufügt.


    Obligationenrecht (OR):



    https://www.admin.ch/opc/de/cl…ation/19110009/index.html

Jetzt mitmachen!

Sie haben noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registrieren Sie sich kostenlos und nehmen Sie an unserer Community teil!