AHV: Braucht es eine Erhöhung des Renteneintrittsalters?

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  • Altersvorsorge: Erhöhung des Renteneintrittsalters ist kontraproduktiv!


    Die langfristige Sicherstellung der AHV-Finanzierung kann nicht über die Anpassung des normalen Renteneintrittsalters an die veränderte Lebenserwartung erfolgen. Aufgrund der Arbeitsbelastung und den Anforderungen des modernen Arbeitsmarktes wäre eine generelle Erhöhung des Renteneintrittsalters kontraproduktiv. Gute Alternativen sind: Flexibilisierung des Renteneintrittsalters; Beitragserhöhungen, ev. auf Kosten von Lohnerhöhungen; neue Finanzierungsquellen (Mehrwertsteuererhöhung, Finanztransaktionssteuer, Kapitalgewinnsteuer, Umlagerung des Bundesbudgets zugunsten der AHV). Alex Schneider, Küttigen

  • Ich bin grundsätzlich der Ansicht, dass für beide Geschlechter das gleiche Rentenalter gelten soll. Sonst wollen die Frauen ja auch die gleichen Rechte. Smile


    Mit diesem erneuten Zankapfel in der Diskussion um die Sanierung der AHV, schickt man wahrscheinlich auch dieses Mal die Vorlage wieder bachab. Und das Loch in der Kasse wird von Jahr zu Jahr grösser.


    Mir geht die ewige Diskussion darum langsam etwas auf den Nerv.


    @alescha01 hat es in der Eingangsfrage eigentlich schon gesagt:


    Im Prinzip muss die AHV umgebaut werden. Und es müssen mehr Einnahmen her. Das lässt sich wegen der demografischen Entwicklung und der Entwicklung des Arbeitsmarktes nicht vermeiden.


    Aber das kommt irgendwie bei den Leuten nicht an.

  • alescha01


    Über die von ihnen genannten Finanzierungsquellen kann man sich auch streiten.


    Aber es ist eine Tatsache, dass man die Finanzierung der AHV jetzt einfach mal sichern muss. Man kann hier nicht ewig warten.


    Und auch mupli hat recht, wenn er sagt, dass es wohl zu Rentenkürzungen kommen wird, wenn das so weitergeht. Wollen wir das in Kauf nehmen, nur weil wir weiter über die Details streiten wollen?


    Es will keiner mehr geben zugunsten der AHV. Aber alle wollen aus dem Topf noch essen..... Obwohl der Topf immer leerer wird. Irgendwann ist dann mal Ende für Alle.

  • mupli


    Es ist leider so dass eine Erhöhung der MWST gerade die am Härtesten trifft, welche jetzt schon knapp dran sind.


    Das schleckt keine Geiss weg....


    Ich bin trotzdem für eine Erhöhung der MWST.


    Aber man sollte dann auch etwas tun, um gerade die untersten Einkommensschichten andersweitig zu entlasten.


    Die MWST finde ich deshalb eine gute Idee, weil die Leute, welche viel Geld haben auch viel konsumieren.


    Und eine moderate Erhöhung der MWST wird denen nicht gross weh tun. Doch das sind wahrscheinlich wieder die Ersten, welche aufschreien, wenn man ihnen etwas an den Geldsäckel greifen will. Dabei sind die die Ersten welche mit dem grossen Löffel in den Topf greifen.

  • mupli


    Ohne jetzt lange über die Details nachzudenken......


    Aber die MWST etwas aufzschlüsseln macht irgendwie Sinn. Mit dem Fokus zu unterscheiden, was lebensnotwendige Grundgüter sind, oder was nicht notwendige Luxusgüter sind.


    Das könnte dann die unteren Einkommensschichten entlasten und würde die reicheren mehr belasten. Also eine allgemeine Luxuststeuer durch die Hintertür.


    Über das Prinzip kann man durchaus noch etwas nachdenken.

  • Die Mehrwertsteuer wird sowohl auf Grundbedarfsgüter als auch auf die Herstellung von Investitionsgütern erhoben. Beides ist volkswirtschaftlich suboptimal im Vergleich zu einer progressiven Konsumsteuer, zu deren Bemessung die Konsumausgaben von zwei nachfolgenden Steuerperioden verglichen werden können.

  • @Transmitter


    Die MWST auf Grundbedarfsgütern trifft arme und reiche Schichten gleich, hat also keinen Umverteilungseffekt. Investitionen sind Vorleistungen für künftigen Konsum; diese sollten nicht via MWST behindert werden. Eine progressive Konsumsteuer ist eigentlich eine Luxussteuer. Auf Luxuskonsum können wir volkswirtschaftlich gesehen am ehesten verzichten (Das fünfte Bier stiftet einen kleineren Nutzen als das erste!)

  • alescha01


    und @mupli


    In meiner Wahlheimat wird die staatliche Rente hauptsächlich durch MWST und Ertragsteuer von registrierten Unternehmen finanziert.


    Auch jede anderen "Sozialleistungen" seitens des Staates werden in erster Linie durch die MWST finanziert. Unternehmensbesteuerung trägt hier den kleineren Anteil bei.


    Die MWST ist auf allen Produkten gleich.


    Das bedeutet, das diejenigen, welche viel Geld haben, dann summa sumarum auch mehr Geld in die Staatskasse spülen.


    Ich finde das vom Grundprinzip her fair und sinnvoll.

  • @alescha01


    Übrigens...


    In meiner Wahlheimat ist das Rentenalter für beide Geschlechter gleich. Ab 60 Jahren bekommt man staatliche Altersrente.


    Das ist allerdings das, was ich als "Notgroschen" bezeichne.


    Doch dann sparen sich Pensionäre noch zu Tode, damit sie ihren Enkeln noch das "Schulgeld" bezahlen können.....

  • @ Transmitter


    Leider hat der Bundesrat keine Lust auf eine Differenzierung des MWST-Satzes. Im Gegenteil: Er wollte schon einmal zurück auf eine Einheitssatz. Wenn man über die MWST eine Verteilungswirkung erzeugen will wie bei der progressiven Steuer für natürliche Personen, muss man die Sätze für Grundbedarfsgüter tiefer halten als für Wunschbedarfsgüter.

  • alescha01


    Ja sag mal?


    Was ist denn heute mit ihnen los? Normalerweise beglücken sie um diese Zeit das Forum mit Gipfeli zum Frühstück?