Heizöl Rückverkauf bei Heizungsumbau, wer übernimmt die Kosten?

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  • Guten Tag liebe Beobachter-Community



    Vor gut einem Monat habe ich im Haus, welches ich vermiete eine neue Heizung einbauen lassen und bin dabei von einer Ölheizung auf eine Gasheizung umgestiegen. Nun ist es so, dass im alten Heizöltank noch ca. 700 Liter Heizöl sind, welche abgesaugt werden müssen, da der Tank nach dem Umstieg auf die neue Heizung leer sein muss. Auf drängen der Mieter wurde das Datum für der Einbau der neuen Gasheizung ca. um zwei Monate vorverschoben, da diese mir mitgeteilt haben, dass sie bald kein Heizöl mehr besitzen (angeblich nur noch 300l) und darum entweder neues Heizöl bestellen müssen oder nicht mehr heizen können.


    Nun zu meiner Frage: Wie sieht die Rechtliche Grundlage für den Rückverkauf dieses nicht mehr benötigten Heizöles aus, beziehungsweise hat schon jemand von Ihnen damit Erfahrungen gemacht? Muss der Vermieter dem Mieter das Heizöl abkaufen und wer muss den Tanklastwagen und das Absaugen bezahlen?

    Vielen Dank für zahlreiche Antworten!

  • Ja, das interessiert mich auch, danke für Antworten

  • Dass die Mieter das Heizöl einkaufen, ist in Mehrfamilienhäusern eher unüblich. In der Regel besorgt dies der Vermieter bzw. die Verwaltung und rechnet die Nebenkosten jährlich ab, womit sich die Problematik in der vorliegenden Situation nicht stellt. Hier hat man sich aber, aus welchen Gründen auch immer, für die weniger häufige Variante entschieden. Ohne spezielle Gesetzesartikel oder Gerichtsentscheide zitieren zu können, würde ich die Situation nach Rechtsempfinden und gesundem Menschenverstand wie folgt einschätzen: Da ist einerseits einen Vermieter, welcher ein zum vorausgesetzten Gebrauch taugliches Mietobjekt bereitstellen muss, und da sind andererseits Mieter, die entsprechend unter anderem Anspruch auf geheizte Räume haben. Auf welche Art und Weise der Vermieter bei Kälte die erwartete Raumtemperatur herbeiführt, braucht die Mieter grundsätzlich nicht zu interessieren. Beschliesst nun der Vermieter, die Heizung zu ersetzen, darf dies folglich für die Mieter weder Unannehmlichkeiten wegen temporär zu niedriger Raumtemperatur noch zusätzliche Kosten zur Folge haben. Daraus folgt wiederum, dass sämtliche Kosten aus dem Projekt zu Lasten des Vermieters gehen, und dass die Mieter den vollen Betrag zurückerhalten müssen, den sie für den nicht von ihnen verursachten Restbestand an Heizöl bezahlt haben. Wenn der Lieferant bereit ist, das Heizöl zurückzunehmen, jedoch nicht den vollen Preis zu erstatten, muss der Vermieter dies entsprechend ausgleichen. Oder der Vermieter bezahlt den Mietern den vollen Einkaufspreis und verwendet das Heizöl anderweitig. Das Argument, dass Sie die Heizung vielleicht später ersetzt hätten, wenn man Ihnen den tatsächlichen Heizölstand mitgeteilt hätte, lasse ich hier aussen vor. Ich gehe kaum davon aus, dass es sich lohnen würde, einen solchen Streitfall vom Zaun zu reissen.

  • @and-eis


    Ich schliesse mich hier weitgehend der Ansicht von @Sirio an.


    Wenn die Heizung ersetzt werden muss, dann spielt es eine untergeordnete Rolle, ob nun zwei Monate früher oder später.


    Und die Kosten für das Ersetzen der Heizung hat wohl der Vermieter zuerst einmal zu tragen. Nicht der Mieter. Dieser hat wohl über die reguläre Miete einen solchen Unterhalt und Ersatz bereits bezahlt. Im Voraus wahrscheinlich schon. Und sonst hat der Vermieter seine Betriebsrechnung der Liegenschaft nicht richtig gemacht. Das ist aber nicht der Fehler des Mieters.


    Wenn jetzt der Mieter noch darauf drängt den Ersatz der Heizung vor zu verlegen... weil der Tank leer wird.... Dann versucht hier der Mieter noch einen Schaden zu mindern. Zwar hauptsächlich zuerst mal einen eigenen Schaden... Letztlich aber zu Lasten des Vermieters gehend, weil Mietobjekt nicht in vertragsgemässen Zustand.


    Es ist wohl illusorisch die Heizung ganz genau dann zu ersetzen, wenn der Tank leer ist.


    Hier sollte man einfach im Gespräch versuchen den besten Zeitpunkt zu erwischen.


    Wenn ein Vermieter nun eine Ölheizung gegen eine Gasheizung austauscht, dann bleibt nichts anders übrig als den Öltank zu sanieren: Das heisst zu entleeren und zu reinigen. Im Minimum.


    Noch besser wäre es, den betreffenden Tank komplett zu entsorgen. Und damit auch Platz zu schaffen, welcher von den Mietern genutzt werden kann. Das könnte man dann noch als eine wertvermehrende Investition verbuchen ... oder so...


    Da laut den Mietern der Tank ja sowieso schon fast leer war ... ist die Diskussion darüber, zu welchem Preis man das abgepumpte Restöl noch verkaufen kann, etwas peinlich kleinlich. Damit ist nicht gemeint, das man es ja nicht versuchen soll zum bestmöglichen Preis zu verkaufen.


    Aber wie es @mupli geschrieben hat... reden wir hier über Peanuts. Im Vergleich mit allen anderen Kosten.


    Ich gehe kaum davon aus, dass es sich lohnen würde, einen solchen Streitfall vom Zaun zu reissen.


    Zitat von Sirio