Kündigung erhalten, höchste Einstelltage bekommen. Ist euch das auch passiert?

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  • Ich wurde lange von meiner Chefin gemobbt und alle meine Kollegen kriegten es mit. Beim Mitarbeitergespräch hatte sie mich miserabel bewertet, die habe ich nicht unterschrieben. Kurz danach wurde ich entlassen mit der Begründung ich hätte wichtige Unterlagen nicht unterschrieben. Die ALK strafte mich mit 62 Einstelltagen!!! Trotz 13 Seiten Stellungnahme zahlte man mir am Schluss CHF 350.-! Da ich wegen dem Mobbing in psy. Betreuung war hatte ich ein Zeugnis vorzuweisen, doch auch das genügte nicht! Dazu muss ich sagen, ich nehme seit längerem Antidepressiva und Schlafmittel. Die Folge davon ich hatte deswegen Mietschulden, KK -Schulden und vom Steueramt wurde ich betrieben. Bis heute habe ich mich davon nicht erholt, psychisch wie auch finanziell nicht! Ein Journalist hat bei der ALK angerufen und die Dame meinte, sie seien mit meiner Akte überfordert gewesen! Kann ich rückwirkend mein Geld verlangen? Habt ihr sowas erlebt? Gekündigt worden und Einstelltage gekriegt?


    Vielen Dank & Lg

  • Ich empfehle Ihnen sich sofort beim Sozialamt Ihrer Gemeinde für Sozialhilfe anzumelden und sich bei einer kostenlosen Schuldenberatung (zum Beispiel jener der Caritas) anzumelden, wenn Sie Schulden haben.


    Wenn Sie mit einer Verfügung nicht einverstanden sind, mit welcher Sie wegen selbstverschuldeter Arbeitslosigkeit Einstelltage erhalten haben, müssen Sie innerhalb von 30 Tagen seit der Zustellung der Verfügung eine Einsprache gegen diese Verfügung einreichen. In der Rechtsmittelbelehrung am Ende der Verfügung steht an welche Adresse Sie die Einsprache schicken können. Eine Einsprache muss einen Antrag und eine Begründung enthalten und von Ihnen unterschrieben sein und Sie sollten eine Kopie der Verfügung und allfällige Kopien von Beweisen für Ihre Behauptungen der Einsprache beilegen. Die Organsitation welche die Verfügung erstellt hat, muss Ihnen dann einen Einspracheentscheid senden.



    Wenn Sie mit einem Einspracheentscheid nicht einverstanden sind, mit welchem Sie wegen selbstverschuldeter Arbeitslosigkeit Einstelltage erhalten haben (z.B. weil darin Ihre Einsprache abgewiesen wurde), müssen Sie innerhalb von 30 Tagen seit der Zustellung des Einspracheentscheids eine Beschwerde gegen diesen Einspracheentscheid einreichen. In der Rechtsmittelbelehrung am Ende des Einspracheentscheids steht an welche Adresse eines kantonalen Versicherungsgerichts Sie die Beschwerde schicken können. Eine Beschwerde muss einen Antrag und eine Begründung enthalten und von Ihnen unterschrieben sein und Sie sollten eine Kopie des Einspracheentscheids und allfällige Kopien von Beweisen für Ihre Behauptungen der Beschwerde beilegen. Das kantonale Versicherungsgericht muss Ihnen Ihnen dann ein Urteil senden.



    Wenn Sie die Frist für eine Einsprache gegen die Verfügung bzw. für eine Beschwerde gegen den Einspracheentscheid verpasst haben und kein Arztzeugnis haben, dass bestätigt, dass Sie aus gesundheitlichen Gründen während der Frist nicht in der Lage waren eine Einsprache bzw. Beschwerde zu machen bzw. eine andere Person eine Vollmacht zu erteilen für Sie eine Einsprache bzw. Beschwerde zu machen, können Sie nur einen Antrag auf eine Wiedererwägung einreichen. Die Arbeitslosenkasse ist aber nicht verpflichtet auf Ihren Antrag einzutreten.


    Wenn Sie ein Arztzeugnis haben, dass bestätigt, dass Sie aus gesundheitlichen Gründen während der Frist nicht in der Lage waren eine Einsprache bzw. Beschwerde zu machen bzw. eine andere Person eine Vollmacht zu erteilen für Sie eine Einsprache bzw. Beschwerde zu machen. Wenn seitdem Sie wieder in der Lage gewesen wären eine Einsprache oder Beschwerde zu machen noch keine 30 Tage um sind, können Sie eine Einsprache bzw. Beschwerde einreichen und darin einen Antrag auf Wiederherstellung der Frist einreichen und diesen Antrag mit der Kopie eines Arztzeugnisses belegen.

  • nachdenkerin8


    Ich moechte hier kurz etwas klarstellen. Die Beitraege von Sozialversicherungsberater sind in der Regel sehr hilfreich! (Erneut ein Danke dafuer!)


    Ich empfehle ihnen ebenfalls als Erstes genau das zu tun, was ihnen von Sozialversicherungsberater empfohlen wurde. Er hat hier wohl zuerst einmal recht kompetent Auskunft gegeben!


    Fuer mich blieben allerdings noch Fragen offen. Ich denke, dies sollten wir noch weiter klaeren.