Fragen wegen RAV/ALV und arbeitsmarktlicher Massnahme

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  • Sehr geehrte Damen und Herren,


    Gerne möchte ich Sie kurz um Hilfe ersuchen. Es geht konkret um das RAV/ALV. Ich bin seit September 2018 dort gemeldet. Meine RAV-Beraterin möchte mir ab Januar 2019 eine arbeitsmarktliche Massnahme aufdrücken. Sie hat das Gefühl, es geht in Richtung Langzeitarbeitslosigkeit. Das Übliche halt.


    Grundlegend bin ich im Umfang von 20% im Zwischenverdienst angemeldet. Meine Arbeitsstunden werden flexibel mit dem Arbeitgeber von Woche zu Woche vereinbart (ad hoc). So arbeite ich vielleicht mal am Montag 2 Stunden und am Dienstag 3 und Mittwoch noch weitere 3 Stunden. Nach meiner Meinung ist das legitim. Es sind zwar nur 20%, aber diese stehen ganz klar im Kontrast mit einer arbeitsmarktlichen Massnahme. Ich denke, gerade längerfristige Einsatzprogramme (Beschäftigungen vom RAV aus) wären in meinem Szenario nicht wirklich realistisch? Meine Schadenminderungspflicht sehe ich da ganz klar als gefährdet (Bsp. Kündigung durch Arbeitgeber). Mein Arbeitgeber erwartet eine hohe Verfügbarkeit, gerade auch weil ich ein kleines IT-System betreue. Ich habe mich nun etwas schlau gemacht und sehe auch im Absatz 64a des AVIG ganz klar, dass sich diese Programme nicht mit der Privatwirtschaft beissen dürfen. Auch denke ich, dass nach Artikel 16 im AVIG diese Programme auch meinen Fähigkeiten und Erfahrungen entsprechen müssen? Sprich ich, als ausgebildeter Medienspezialist, kann folgerichtig nicht einfach in ein Einsatzprogramm als Schreiner oder Maler geschickt werden? Das würde ja auch keinen Sinn ergeben.


    Ich weiss, dass es ein Gespräch geben wird, wo man mir konkret Vorschläge machen wird. Meine RAV-Beraterin hat nur gemeint, dass mein Zwischenverdienst "kein Problem" sei. Dies könne man ja zeitlich kompensieren. Grundlegend bin ich natürlich mit diesem Vorgehen nicht einverstanden. Was kann und darf ich unternehmen? Kann mir jemand Tipps und Anregungen geben? Ich möchte meine Argumente vorbereiten und auch anbringen können. Im Zweifelsfall auch juristisch.


    Danke an alle Inputs und die Zeit und Hilfe. Das schätze ich sehr!


    Mit freundlichen Grüssen,


    Patrick H.

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