Scheidung nach 2 Jahren

Übersicht der Foren

Zur Liste der Foren gelangen Sie hier: Foren

Möchten Sie einen neuen Beitrag erstellen, wählen Sie bitte ein Forum aus der Foren-Liste und klicken sie auf die Schaltfläche "Neues Thema" oben auf der rechten Seite.

  • Ich bin seit dem 01.01.18 mit meiner Frau getrennt.


    Ich möchte die Scheidung, Sie im Prinzip auch, willigt einer Scheidung aber nicht ein. Im Gegenteil, Sie hat sich einen Anwalt genommen und mich vor Gericht gezerrt und ein Eheschutzverfahren eingeleitet. Wieso und Warum ist mir bis heute nicht klar.....? Ich habe immer bezahlt und Ihren Wünschen entsprochen. Ich habe Ihr gesagt, dass ich die Scheidung so oder so spätestens nach den abgelaufenen 2 Jahren Trennungszeit verlangen kann. Sie ist der Meinung das dies nicht so ist und Sie die Scheidung und meine überdurchschnittlichen Eheschutzzahlungen rausziehen werde. Dies sei bis 3-4 Jahre möglich....! Ausserdem sei Sie der Meinung, da Sie wenig gearbeitet hat seit unserer Heirat, müsse ich Ihr bis zur Rente Unterhalt zahlen. Meine Frau war bei der Trennung 45 Jahre alt, wir waren 18 Jahre verheiratet haben zei Kinder 18j und 11j.


    Meine Frage dazu:


    Wann und wie soll ich vorgehen damit ich die Scheidung nach zwei Jahren durch habe?


    Ist es wirklich war, das ich meiner Frau, die im Moment 50% arbeitet bis zur Rente Unterhalt zahlen muss.


    Sollte Sie die Scheidung wirklich rausziehen wollen und können.....bekomme ich Geld zurück sollte die Berechnung niedriger sein als der jetzige Eheschutz?

  • Vielen Dank für die rasche Antwort, Sozialversicherungsberater.


    Ja, einen Anwalt hatte ich natürlich für das Eheschutzverfahren auch dabei. Trotzdem hatte ich das Gefühl, dass auf der einten Seite das Gesetz steht, jedoch die Qualität des Anwaltes und des Gerichts entscheidend ist für ein Urteil.


    Mein Empfinden war so, dass das Gericht am liebsten nichts dazu sagt und die Parteien selber verhandeln und entscheiden lässt und sich weitgehendst raus hält und die Anwälte selber 'streiten' lässt......und da ist es dann so, dass der bessere Anwalt oder der Anwalt mit 'Haaren auf den Zähnen' weit besser fährt. Mein Rechtsempfinden ist diesbezüglich enttäuscht vom Urteil und der Vorgehensweise des Gerichts. Ich dachte da zählen Fakten und Zahlen. Leider ist der mit der lauteren Stimme und der aggressiveren Vorgehensweise besser gefahren!!….


    Mein Ziel ist es nun ein aussergerichtliche Einigung zu finden.....brauche dafür aber ein paar Fakten die ich meiner Frau präsentieren kann.


    - Ist die wirklich möglich eine Scheidung raus zu zögern?


    - Fährt Sie wirklich besser wenn Sie das Ganze über Anwälte und Zeittaktik umsetzt.


    - Bekommt Sie Anteilsmässig Unterhalt bis zur Rente? Ich denke, dass Sie mit 45 Jahren einen Job finden muss und Ihren Lebensunterhalt eigentlich selber decken kann....

  • Noch einmal: Sie stellen Fragen, welche nur ein im Scheidungsrecht spezialisierter Rechtsanwalt beantworten kann. Sie haben nun geschrieben, dass Sie anscheinend bereits einen Anwalt haben. Wenn Sie mit Ihrem Rechtsanwalt nicht zufrieden sind, können Sie sich einen anderen Rechtsanwalt suche, dem Sie Ihre Fragen stellen können.


    Internetforen sind keine Rechtsberatung und es ist in der Regel nicht möglich die Qualität einer Antwort in einem Internetforum zu beurteilen.

  • Natürlich erwarte ich hier keine Rechtsauskunft.....


    Aber vielleicht hat jemand bereits ähnliche Erfahrungen gemacht mit seiner/seinem Ex der sich nicht auf eine Scheidung einlässt und sich Zeit lässt.....


    Die Frage ist dort was hat Er/Sie in dieser Situation gemacht um die Scheidung voranzutreiben oder wann wurde die Scheidung auf einseitiges Begehren eingereicht und was hat das bei seinem/seiner Ex ausgelöst.....


    Vielen Dank

  • Hallo,


    ich habe diese Erfahrung gemacht. In meinem Fall, habe ich nach zwei Jahren Trennung, nach insgesamt 15 Jahren Ehe, 3 Kinder, die Scheidung eingeben.Scheidungsklage nach Art. 114 ZGB, Einseitiges Begehren. Dafür nahm ich mir den besten Rechtsanwalt, dies im Hinblick auf die bevorstehende Kampfscheidung. Die Scheidung hat hat ca. 16 Monate gedauert und viel Nerven und Geld gekostet. Meine Ex Frau wollte auch unbedingt die sofortige Trennung und anschliessend nicht mehr scheiden. Sie wurde plötzlich krank und arbeitsunfähig. Bezüglich deiner Äusserung Rückerhalt von zuviel geleisteten Unterhaltszahlungen ist ein Ilussion. Kein Richter wird das Trennungsurteil in Frage stellen und Rückzahlungen anordnen. Daher ist das Trennungsurteil die Basis für die Scheidung, es sei denn, dass sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen während der Trennungszeit massiv verändert haben. Deine Frau wir nach so vielen Ehejahren auf eine lebenprägende Ehe pochen und bei dir einen nachehelichen Unterhalt bis zur Pension einfordern. Ob du dies bezahlen musst, kann ich nicht beurteilen. Aber beachte hier, der Richter hat Narrenfreiheit bei der Bemessung. Ich persönlich muss dies tun und das finde ich heute noch als bodenlose Frechhheit. Fazit: Probiere mit deiner Ex Frau eine gemeinsame Scheidungskonvention zu erstellen. Dies im Hinblick auf eine zerstörenden Scheidungskrieg, wo nur alle verlieren werden, finanziell und menschlich. Zudem solltest du noch an deine Kinder denken. Du wirst, ob du willst oder nicht, auf gemeinsames oder einseitiges Begehren, Opfer bringen müssen. Das Gesetz wir dich zwingen dies zu tun, wenn nicht, wirst du untergehen. Ich wünsche dir für deinen Weg alles Gute und viel Kraft.

Jetzt mitmachen!

Sie haben noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registrieren Sie sich kostenlos und nehmen Sie an unserer Community teil!