Können wir? – Wollen wir? – Oder können wir nicht wollen?

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  • Eine Bemerkung zum voraus: wenn ich hier von "wir" spreche, dann meine ich nicht "du und ich", es geht auch nicht um "wir Schweizer", sondern es geht um "wir Menschen"!


    Könn(t)en wir den Klimawandel noch stoppen? – Ich denke schon!
    Wollen wir den Klimawandel wenigstens bremsen? – Ehrlich gesagt, ich fürchte nicht!


    Oder können wir schlicht nicht wollen, weil unsere menschlichen Gene falsch programmiert sind?


    Der Mensch hat sich in tausenden Jahren kaum verändert: er musste sich der Natur entgegenstellen und wurde egoistisch. Er lebt im hier und heute und ist kaum daran interessiert, wie es den nächsten Generationen dereinst gehen wird! Warum sollte er sich ausgerechnet jetzt "anpassen", vielleicht sogar "verändern" – wenn es ihm doch aktuell blendend geht? Unser Verhalten ist tief verwurzelt und lässt sich nicht durch ideologische Träumereien und schon gar nicht "per Gesetz" verändern…


    Und da sich der Mensch nicht verändert, veränderte sich auch kaum die Gesellschaft! Versuche, die Gesellschaft umzubauen, sind bis anhin meist kläglich gescheitert. Georg Orwell zeigt den Mechanismus in seinem Roman "Farm der Tiere" eindrücklich auf! (Dieser Kurzroman sollte Pflicht-Lektüre in jeder Volksschule sein).


    "Macht euch die Erde untertan, seid fruchtbar und mehret euch" – dieses "Anliegen" ist längst erfüllt! Geblendet vom Wohlstandsrausch wird zunehmend zerstört, was uns anvertraut wurde… Der Mensch mag zwar intelligent sein, aber er kann seine "Herkunft" nicht verleugnen – auch wenn er wollte… Solange es um Geld und Macht geht, ist Klimaschutz ein Feigenblatt und wird von allen Seiten missbraucht! – Und es ist nicht nur der Klimaschutz…
    Aber die Natur wird stärker sein. Leider werden die Fehler, die wir heute machen, wohl erst die nächsten Generationen zu spüren bekommen: heftiger als es uns lieb sein kann…


    Manchmal sorge ich mich um meine Enkel! – Und Sie?

  • Auf jeden Fall, aber es ist wichtig den Mut und die Hoffnung nicht zu verlieren. Step By step. Als einzelne Person ist es zweitrangig zu sehen, was macht die Menschheit. Die Frage Nummer 1 ist: Was machst DU?!
    Nimmst du jeden Tag die öffentlichen Verkehrsmittel oder fährt Fahrrad?
    Reduzierst du deinem Fleischkonsum auf ein- oder zweimal die Woche oder wirst sogar ganz vegetarisch?
    Wählst du Parteien und unterschützst Organisationen die der Umwelt helfen und etwas verändern wollen?
    Achtest du auf Nachhaltigkeit? Kaufst du auch mal Second Hand und nicht immer neu?
    Die Liste ist ja unendlich weiterzuführen.


    Wir können nicht von heute auf morgen die große Masse ändern. Aber wir können von heute auf morgen uns ändern und dies kann die große Masse ändern.

  • Ich bin gestern mit meinem alten Benziner zu Aldi und Coop einkaufen gefahren. Ich geniesse Autofahren im In- und nahen Ausland. Um Fernziele zu erreichen wie Berlin , Wien, Rom, Paris etc. geniesse ich die langen 2. Klasse-Bahnfahrten. Fliegen? falls überhaupt nur Interkontinental.



    Der Weg ist für mich auch immer ein Ziel. Ob zu Fuss, beim Wandern, mit dem Velo, mit dem Auto oder mit dem ÖV. Er lädt hin und wieder zum Gedankenaustausch mit fremden Menschen ein. Und falls nicht, so doch immer zu entspannenden, eigenen Gedankenspielen.



    So habe ich gestern die schöne Landschaft unseres Ländli an mir vorbeiziehen lassen. Für mein Gefühl hätte sie ein bisschen abwechslungsreicher sein dürfen, doch ist das Manko wahrscheinlich auch ein wenig der Jahreszeit geschuldet.



    Jedenfalls verstand ich bald: Was hier verbeiraucht, ist ein wichtiger Teil der Biokapazität unseres Ländli. Die grünen Felder auf der Ebene und den Hügel. Die grünen, zum Teil schon schnneebedeckten Matten zwischen den Wäldern an den Berghängen. Vor meinem geistigen Auge tat sich der Blick auf die entfernteren, nun schneebedeckten, aber in den Sommermonaten bunten, saftigen Alpweiden auf.



    Nun kam mir wieder der WWF-Rechner in den Sinn und dessen Empfehlung vegan zu leben:



    Ich schaute in die nahen, vorbei sausenden, grünen Felder. Ich habe mir, dann überlegt wie mir das schmecken würde, wenn ich da ins Gras beissen würde – natürlich nur vorübergehend, noch nicht für ewig. Löwenzahnsalat oder Bärlauch lieb ich zwar, aber das war einfach nur Gras.



    Nun sah mein geistiges Auge überall nur noch Monokulturen, Soja- Mais- und Getreidefelder. Ich konnte nicht mehr länger hinschauen.



    Ich wendete meinen Blick den entfernteren, Hügel und Hängen zu. Und schon sah mein geistiges Auge wieder etwas Anderes. Auf den Matten zwischen den winterlich kahlen Wälder riesige Grashüpfer- und andere Insektenfarmen alles hinter Gitter auch die nun kahlgefressenen Bäume.



    Und! was geschieht mit den Alpweiden nach ihrer Winterruhe? …. Wie werden sie in Zukunft aussehen? ....


    Ich bin angekommen, habe mein Auto auf einem Gratis-Parkfeld abgestellt und bin in die Läden. Ich hab mit gutem Gewissen feines, verschiedenes Fleisch in den Einkaufswagen gelegt. Alles Fleisch, das der Grossverteiler hätte entsorgen müssen, weil das Verkaufsdatum abgelaufen wäre.



    Ich bin zum Schluss gelangt, dass etwas an den Empfehlungen des WWF und anderer Grünen im Bereich "Ernährung" nicht stimmen kann.



    C-O-R-A

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  • C-O-R-A


    Schoener Beitrag!


    Und regt zu Gedankenspielen an.....


    Weisst du? Bei uns sagen wir nicht mehr in das Gras beissen. Das hat es naemlich nicht mehr. Wir sagen jetzt: in den Sand beissen.


    Und zum Nachdenken regt dein Beitrag gerade auch noch an.


    Weisst du, was die Ureinwohner meines Lebelandes tun, wenn sie am Verhungern sind?


    Sie suchen den passenden Sandhaufen. Und beissen da mal rein!


    Und das nicht weil sie jetzt sterben wollen. Sondern im Gegenteil!


    Ich denke die Wenigsten, der so "Hochzivilisierten", haben eine Ahnung davon, wie nahrreich Erde sein kann.


    Hmm, Komisch?


    Gab es da nicht mal so einen spitzenpraemierten Koch im Emmental, welcher mit Erde gekocht hat?

  • C-O-R-A


    PS: Seit meiner Jugendzeit pluendere ich den Abfallkorb der Grossverteiler. Und stelle mir daraus meinen Sandhaufen her. Etwas Anderes kenne ich eigentlich schon gar nicht mehr.


    Etwas hat sich allerdings geaendert.


    Ich kaufe eigentlich nur noch selten bei Supermaerkten ein. Normalerweise decke ich unseren Bedarf bei den Grosshaendlern.


    Doch auch da ist bei mir die erste Frage.......


    Boss! Was muss raus?


    Und dann wird gedealt!


    Manchmal lade ich die halbe Karre (1.5 Tonnen) voll mit Nahrungsmitteln, welche offiziell nicht mehr verkauft werden duerfen. Und die lade ich dann gratis und franko. Franko meinerseits.


    Und dann laeuft die Buschtrommel bereits......


    Wenn ich dann,nach vier bis fuenf Stunden heil zu Hause angekommen bin.... dann stehen da die Ablader schon lange Schlange.


    Meine Aufgabe ist es dann noch dafuer zu sorgen, ....... Dass jeder in der Abladeschlange noch einen gleichmaessigen Anteil erhaelt.

  • C-O-R-A


    Nun sah mein geistiges Auge überall nur noch Monokulturen, Soja- Mais- und Getreidefelder. Ich konnte nicht mehr länger hinschauen.


    Blup Blupp....


    Herzchen, ich glaube unser Traugottli hat im Mininimum Schluckauf ... oder gar eine Erkaeltung?


    Meinst du, es koennte hilfreich sein, wenn wir dem taeglichen Normalo - Futter etwas Salbei beimischeln?

  • @C-O-R-A


    Vielleicht haette ich hier nicht salbei, sondern walbei schreiben muessen?


    Es geht hier wirklich auch um darum, was man loslassen sollte und an was man festhalten sollte.

  • (at)LeserIn



    Wie stellst du dir eine von VeganerInnen bewohnte Schweiz vor?

    C-O-R-A

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  • C-O-R-A


    So was stelle ich mir gar nicht erst vor. Laut nationalen Fleischfressern ist das unvorstellbar!


    Und jetzt komme ich am Grillfest der Nationalen vorbei und verlange eine Vegiwurst?!


    Gahts noh? ..... Da bekomme ich doch im Minimum gleich Landesverweis ... und das noch ohne Nationalwurst!


    Lach!

  • @C


    Wie stellst du dir eine von VeganerInnen bewohnte Schweiz vor?


    Einmal abgesehen davon, dass dieser Gedanke gegenwaertig wohl voellig abwegig ist.....


    Doch ja, ich kann mir diese Utopie tatsaechlich voll genuesslich durch den Mund ziehen.


    Zumindest nachdem ich das dazu passende Kraut in ausreichender Menge gemampft habe .... Lach!


    Die zum Kraut gehoerenden Fruechte waren ein ausgezeichnetes Grundnahrungsmittel. Ueber Jahrtausende, bis es dann von den Amerikanern verboten wurde.......


    Hmmm, weshalb eigentlich? Damit sie ihren gentechnisierten Soja digital besser verkaufen koennen? Ach nein... den gab es damals ja noch gar nicht. Die Geschichte des "plastic people" fing ganz anders an.... Da sassen doch mal dieser Baron von.... (Nein! nicht von Rapperswil, aber irgendwas mit R.... ). und dieser Komiker (Schii... das heisst (S)Chemiker) zusammen und haben mal etwas zuviel Kraut gemampft. Oder so?


    Jedenfalls haben die dann beschlossen, dass das Ganze umgestimmt werden muss.


    Jetzt heisst das Kraut nicht mehr "Cannste da mal drein beissen" ... sondern "Chateau Briand". Und hat mit Kraut vielleicht noch..... unter anderen Vorfahren zu tun.


    Die Nachfahren des damaligen Chateau Briand beissen hier und jetzt je laenger je mehr in Plastik , anstatt in Kraut!


    Und dieses Chateau Briand erscheint mir in der digitalen Lupe etwas sehr chemisch zu sein?


    Nun ja. Dem plastic people scheint dies wohl zu bekommen.


    PS: Fuer Alle, die hier etwas falsche Schluesse ziehen. Ich bin kein Kiffer! Davon nehme ich ausdruecklich Abstand!

  • (at)VeganerInnen



    Unsere unmittelbare Umwelt ist eine Kulturlandschaft geprägt von Ackerbau und Viehzucht. Würde wir alle vegan leben, machte die Viehzucht keinen Sinn mehr, dass hätte starken Einfluss auf unsere Umwelt. Wie würde unser Ländli aussehen? Was würde mit der Landschaft über der Baumgrenze (Alpen) geschehen?



    C-O-R-A

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  • @C-O-R-A


    Hat denn die Viehzucht im "Alpenlandli" ueberhaupt jemals Sinn gemacht? Wahrscheinlich schon!


    Denn irgendwie musste ja die Ueberbevoelkerung der Schweiz ja auch mal begruendet werden. Oder etwa nicht? Lach!


    Jetzt etwas mehr bierernst.


    Bestimmten Leuten ist hier wohl einfach nicht klar, dass bestimmte Regionen dieser Erde durch den Menschen nur indirekt genutzt werden koennen. Der Mensch ist aber auch Teil dieser Biodiversitaet.


    Die Nutzung seitens des Menschen, kann sich sowohl positiv, wie auch negativ auf die Biodiversitaet und damit auch auf die Produktivitatet der betreffenden Flaeche auswirken. Im Alpenlaendli sind gerade Flaechen durch die extensive Nutzung seitens des Menschen, aus biologischer Sicht produktiver geworden. (Nein, nicht in erster Linie fuer den Menschen! sondern fuer die Umwelt als Solches! Der Mensch hat hier erst sekundaer dann wieder profitiert. Nur leidet Mensch an einer Krankheit... naemlich dem Hang zum Uebertreiben).


    Weshalb ist denn die Alpenlandschaft gepraegt von Ackerbau und Viehzucht? Mehrheitlich von Viehzucht? In den Hochalpen kann man nicht vegan ueberleben. Jedenfalls Mensch nicht.


    Eine gute Freundin von mir, ich, und noch so ein paar Verrueckte, haben das vor mehr als dreissig Jahren einmal versucht durchzuspielen. In einem Tessiner Bergtal haben wir uns einschneien lassen. Keine Verbindung mehr zur uebrigen Umwelt .... bis zum naechsten Fruehling. Alles was wir hatten... die geernteten Fruechte des letzten Sommers. Und keinen Weg mehr ins Tal!


    Meine gute Freundin war zuvor noch vegan. Danach nicht mehr! Sonst wuerde sie heute nicht mehr leben.


    Zum Glueck hatten wir noch etwas "Trockenfleisch" vom letzten Sommer. Und natuerlich noch etwas Kaese.


    @Cora


    Manchmal geht es mir echt etwas auf den Geist, wenn ich Buerokraten zuhoeren muss, wie man die oekeologischen Probleme dieser Welt loesen muss, aber die noch nie im Leben mal Kaese gemacht haben. Smile.

  • Ich denke auch, die menschliche Kulturlandschaft hat früher eine richtig schöne Biodiversität hervor gebracht... Die Landschaft war vielfältig und kleinräumig strukturiert... Leider haben übertriebener Ordnungssinn, Gülle und Chemie wieder viel davon verschwinden lassen... und wir haben einen Rückgang der Biomasse bei den Insekten von 70 Prozent zu beklagen...


    Aus einem fahrenden Zug heraus mögen fette Kühe, die ihre noch fetteren Euter übers gelb getupfte Grün baumeln lassen, romantisch wirken... Von nah betrachtet sind es oft Hochleistungsrinder welche ständig furzend durch eine grüne Löwenzahn - Ödnis stapfen, in der kaum noch 5 Pflanzenarten zu finden sind...

  • @salix


    Ja, ... die Hochleistungsrinder und ihre Fettwiesen.


    Gestern sah ich auf einer Fettwiese eine Herde schottischer Hochlandrinder. Das sind keine Hochleistungsrinder, welche 30 und mehr Liter an Milch geben. Als genuegsame Rinderart sind sie allerdings bekannt dafuer, ein schmackhaftes Fleisch zu liefern. Allerdings sollten sie dafuer auch das ihnen angepasste Futter erhalten. Auf einer Fettwiese? Diese Tiere gehoeren auf die Magerwiesen in den Bergen. Und fuer den Winter maeht der Bauer noch das Wildheu.


    Ins Wildheu zu gehen, ist nicht nur noetig um Futter fuer das Vieh zu haben. Denn Schnitt braucht es auch um die Magerwiesen zu erhalten. Der regelmaessige Schnitt zum richtigen Zeitpunkt foerdert die Biodiversitaet. Werden diese Flaechen nicht geschnitten, dann verganden sie. Bestimmte Arten setzen sich dann durch und verdraengen die Anderen.


    Schneidet man zu oft, passiert dasselbe. So wie bei den "ueberweideten" Fettwiesen im Tal.

  • Es gab eine kleine Hippie-Fibel. Sie erzählte wie ein Südseekönig anfangs 20. Jahrhundert seine Brüder und Schwestern innig vor dem Lebensstil der unglückseligen Fremden warnte, die so unendlich gern ihre Gastfreundschaft genossen und kaum noch heimkehren wollten. Er schilderte ihnen, nach der Rückkehr in ihr gemeinsames Paradies, seine Erfahrungen vom Besuch des Lebelandes dieser Unglückseligen, nahezu Verdammten.



    Er warnte seine Brüder und Schwestern inbrünstig vor all den schrecklichen Zuständen, die dort herrschen. Unter anderem beschrieb er, ganz bildhaft, die Ungeheuer, denen er auf den Wiesen im abscheulich kalten Wetter begegnet war und von welchen diese Unglückseligen die Milch trinken.



    Wer kennt die Büchlein? Sollte heute bestimmt wieder hip sein.



    C-O-R-A

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  • Obwohl ich in einem anderen Thread sagte: Jetzt schweige ich und melde mich zu gegebener Zeit wieder zum Thema Klima, kann ich es nicht verkneifen auch in diesem Thread meinen etwas ketzerischen Senf beizusteuern. Auch hier geht es unter anderem um den umweltschädigenden Fleischkonsum, weniger Fleisch oder noch besser, kein Fleisch wird immer grösser auf die Fahne von Klimaaktivisten geschrieben. Als kulinarischen Geniesser habe ich mich schon mehrmals als Liebhaber von Fleisch in allen Variationen geoutet. Böse Zungen, vorwiegend aus Vegetarier/Veganer Kreisen die sich jetzt ohne Vorwarnung auch für das Klima stark machen, disqualifizieren mich despektierlich als Fleischfresser!


    Das kann ich so nicht akzeptieren. Ein herrliches Stück Fleisch, saftig gebraten, geschmort, schlicht und einfach auf den Punkt gegrillt oder der Jahreszeit entsprechend eine saftige Weihnachtsgans aus dem Backofen frisst man nicht, man lässt es auf der Zunge zergehen. Auch den dazu passenden Tropfen aus besten Lagen säuft man nicht, man beglückt Nase, Gaumen und die Seele.


    Das Fleisch von Rind, Kalb, Huhn, Geiss, Schaf, Gans, leider ohne Schwein, das von etwas weiter aus unserer Region stammt und seit einigen Jahren auch von schottischen Hochlandrindern, begleitet mit marktfrischem Gemüse und Salaten aus eigener Zucht beziehe ich soweit möglich ab Hof bei unseren Bauern im „Dörfli“, die von Boxen und Käfighaltung nichts halten. Auslauf für die hervorragend gehaltenen Tiere heisst ihre Devise. Soweit ich das beurteilen kann, führen alle Tiere auch die gackernden Hühner und schnatternden Gänse Indoor & Outdoor ein glückliches Leben und Rind & Kalb galoppieren übermütig über weitläufige saftige Weideflächen. Zugegeben keine Magerwiesen in den Bergen, aber immerhin 540 Meter über Meer, schon fast hochalpine Verhältnisse verglichen mit Basel mit 245 Meter -- und bimmeln mich mit ihren umgehängten mittelgrossen Glocken sanft in den Schlaf. Permanente Ferienstimmung pur! Obwohl das gewisse neu zugezogene lärmgeplagte Städter etwas anders sehen, aber sich einem Mehrheitsbeschluss zähneknirschend fügen mussten. Und wann das glückliche Leben dieser Vier- und Zweibeiner Dorfbewohner zu Ende ist und sie via Gartenrill, Indoorgrill, Backofen, Bratpfanne, Kochtopf in meinen Teller und dann genussvoll weiter via Gaumen in mein erwartungsvolles „Mägeli“ gelangen, wissen sie zum Glück nicht. Und das ist gut so.


    Und ob man es glaubt oder nicht. Auch bei Koboldine & Kobold gibt es nicht jeden Tag Fleisch. Nebst fangfrischen Fischen vom Fischer am See sind Käsespezialitäten in allen Variationen unsere liebsten Alternativen. Egal ob Neuenburger-Fondue, Walliser-Raclette, Waadtländer-Käsekrapfen, Käsekuchen, Käseschnitten mit und ohne Ei, und nicht zuletzt „Gschwellti Härdöpfu mit Chäs“, konsumiert in den eigenen vier Wänden, eingekauft beim Käser im „Dörfli“ mit seinen eigenen mit viel Fachwissen und Fingerspitzengefühl hergestellten schmackhaften Käsen oder in einer der unzähligen urgemütlichen Alpwirtschaften irgendwo auf einem Hügel in unserem "Alpenländli" ist Genuss pur, obwohl sich bei Veganern jetzt die Haare sträuben!


    Sorry, jetzt bin ich vom teilweisen bis zum ganzen Fleischverzicht aus Klimaschutzgründen gewaltig in ein Food-Seminar abgerutscht. Aber wie sagte schon Winston Churchill: „Man soll dem Leib etwas Gutes bieten, damit die Seele Lust hat, darin zu wohnen".



    In diesem Sinne wünsche ich allen, ein genussvolles


    Bon appétit!


    Kobold

  • Kobold 1


    Weisst du.... Ich bin gerade etwas dabei meinen Rucksack zu packen..... Dann wandere ich ab in Busch und Wueste.....


    Aber ohne Kobolde und Tokoloshi`s, geht das ganz sicher nicht!


    Grins!


    Bon appétit!


    Irgend so en "Heuguemper" wartet da ganz sicher no uf mi, und druff, .... dass i zum fraesse gern hann... Smile....