Medien: Warum wird den Leuten der Aktienerwerb vermiest?

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  • alescha01


    Ich lese nicht alle Threads. Es gibt auch Themen, die mich nicht interessieren.


    Zu ihrer Frage noch Folgendes:


    Wenn die Aktienmaerkte einbrechen, dann betrifft dies praktisch jeden Menschen mehr oder weniger stark und eben allenfalls auch sehr direkt. Wenn die Boersen boomen, dann betrifft dies die tatsaechlichen Aktienbesitzer weitaus staerker, weil direkter. Dies ist allerdings genau betrachtet eine subjektive Wahrnehmung der Bevoelkerung. Denn in der laengerfristigen Betrachtung profitieren hier auch diejenigen mit, welche keine Aktien im eigenen Portfeuille haben.


    Und genau betrachtet ist wohl jeder Schweizer Buerger, oder in der Schweiz taetige Arbeitnehmer, auch etwas Aktionaer. Vertreten durch institutionelle Anleger, wie Banken, Pensionskassen Versicherungen etc.


    Ich bin allerdings hier durchaus ihrer Meinung, wenn sie dazu auffordern, dass sich "Kleinsparer" vielleicht etwas mehr im Aktienmarkt engagieren sollten. Hier liegt eben auch so eine "Psychologische Barriere" vor. Wie weit diese durch die Medien gestuetzt wird, kann ich so nicht beurteilen. Einen Einfluss halte ich aber durchaus fuer moeglich.


    Einem Kleinsparer empfehle ich allenfalls einen Teil seines Sparkapitals in geeigneten (Risikoprofil) Aktienfonds anzulegen. Dabei ist zu beachten, dass auch dies eine spekulative Anlage ist.


    Persoenlich neige ich selbst noch dazu, allenfalls ein paar Aktien von Betrieben zu halten, zu denen ich eine persoenliche Beziehung habe. Und auch bereit dazu bin, an den entsprechenden Generalversammlungen, dann auch noch etwas mit zu reden.

  • mupli


    Sie sagen es. Ich persoenlich halte von "anonymen" Fonds auch nicht viel. Wenn ich Aktien kaufe, dann von bestimmten Betrieben.


    Man sollte aber nur einzelne Aktien kaufen, dessen Produkte man nachvollziehen kann


    Genau darauf lege ich besonders wert. Selbst wenn ich bei einer anderen Aktie allenfalls die hoeheren Gewinnchancen habe, stelle ich mein Kapital lieber einem Betrieb zu Verfuegung, dessen Produkt oder Dienstleistung ueberzeugt und eine soziale Unternehmenskultur pflegt.


    Meine persoenliche Gewinnoptimierung ist hier zweitrangig.


    Wenn ich gegebenenfalls Kleinsparer Atienfonds empfehle, dann richtet sich dies allenfalls noch an diejenigen Kleinsparer, welche sich nur, oder zuerst um eine moegliche Gewinnoptimierung kuemmern. Aber sich selbst nicht mit den Betrieben befassen moechten, welche von ihrem Kapital allenfalls profitieren koennen.


    Ich selbst investiere immer wieder mal kleinere Betraege in sogenannte Microfinance-Projekte. Dies sehr direkt und persoenlich. Der groesste Gewinn, welchen ich daraus ziehe, ist nicht finanzieller Art. Wenn das Projekt funktioniert, haben Andere den finanziellen Gewinn. Das finde ich recht in Ordnung so. Ich verstehe eigentlich nicht, weshalb ich mit praktisch null Zinsertrag etwas Geld auf einem "Sparbuechlein" herumliegen lassen soll. Weil es dort so sicher ist? Sicher ist wohl, dass die Bank an meinem Geld auch dann noch verdient, wenn ich keinen Zins bekomme, dafuer aber noch die Spesen bezahlen darf.


    Nur schon die jaehrlichen Gebuehren fuer mein "Transaktionskonto" in der Schweiz koennen schon ausreichen, um ein existenzgruendendes Micro-Finance Projekt ins Laufen zu bringen.


    Ich persoenlich ueberlege mir daher genau, wo ich mein "Taschengeld" investiere und wo nicht.

  • @mupli


    "Bankster" werden immer dreister.


    Leider teile ich diesen Eindruck. Mir kommt es jetzt gerade so vor, als wuerden die "Bankster" die gegenwaertige Zinsflaute gerade besonders dazu nutzen, um Kunden dazu zu bewegen, sich auf risikoreichere Anlagemoeglichkeiten einzulassen, weil man damit noch Geld "verdienen" kann.


    Die Ersten, welche daran verdienen, sind wohl die Banken und deren "Verkaeufer".


    Fuer mich ist es auch fraglich, weshalb die Banken unbedingt "Beteiligte" suchen, wenn jetzt aufgrund der so tiefen Zinsen und expansiven Geldpolitik doch Darlehen/ Investitionskredite so guenstig zu haben sind?


    Fliesst jetzt das so guenstige gedruckte Geld in die reale Wirtschaft, oder in die Boersenspekulation?


    Ich habe etwas den Eindruck, dass letzteres der Fall ist. Und das halte ich fuer sehr gefaehrlich.

  • mupli


    Um ehrlich zu sein, bin ich auch gerade etwas konsterniert betreffend dem Aktienfonds. Langfristig sind die Fonds schon gewinntraechtiger, als die die Einlage auf dem Sparbuechlein.


    Allerdings ist es schon moeglich, dass ein Fonds an Wert verliert. Ich sagte ja in dem frueheren Beitrag, dass auch Aktienfonds spekulative Anlagen sind. Es gibt per Jahresende keinen garantierten Gewinn. Es kann auch ein Verlust resultieren. Das mag ein Grund sein, weshalb viele Kleinsparer immer noch am Bankbuechlein festhalten. Da haben sie einen garantierten Zinsatz (wenn gegenwartig auch praktisch null) und den garantierten Kapitalschutz.


    Den Wenigsten ist bewusst, dass sie im gegenwaertigen Zinsumfeld damit garantiert einen Kaufkraftverlust einfahren. Ganz entsprechend ihrem Beispiel im letzten Beitrag.


    Und ja. Die Stimmen mehren sich, dass sich Leute ihren Lohn wieder bar auszahlen lassen wollen. Die Behauptung verschieder Chefs, dass dies mehr Bueroaufwand beschert, nehme ich nicht ab. In meiner ersten Firma waren wir oft waehrend Monaten auf Montage. Meine Mitarbeiter brauchten jeweils ihre Spesenverguetungen und etwas obendrauf um die laufenden Rechnungen zu bezahlen. Die entsprechenden Betraege zahlte ich jeweils bar aus, und zwar immer dann, wenn jemand etwas brauchte. Also auf ihre entsprechende Anfrage hin. Vollstaendig abgerechnet und ausbezahlt wurden die Loehne jeweils auf die Beriebsferien hin und am Jahresende. Oder auf Wunsch eines Mitarbeiters auf das betreffende Monatsende. Ich kann nicht sehen,wo ich als Arbeitgeber haette etwas sparen koennen, wenn ich die Lohnzahlung bargeldlos gemacht haette. Den Gang an den Bankautomaten musste ich ja sowieso machen, weil ich auch meine Spesen (in Bar) brauchte. In der gegenwaertigen Situation verliert der Mitarbeiter mit dem Lohnkonto aber sicher die Gebuehren fuer das Konto.


    Item. Ich habe gelegentlich auch Aktien von Firmen gekauft, in denen ich als Mitarbeiter, oder als Auftragnehmer am "Produkt" mitgearbeitet habe. Also gewissermassen eine persoenliche Beziehung zum Betrieb habe. Ein paar dieser Aktien halte ich seit annaeherend dreissig Jahren. Mit allen Hochs und Tiefs. Im Durchschnitt habe ich an den Aktien immer noch mehr "verdient", als wenn ich das Geld bei einer Bank auf das Sparbuechlein gelegt haette. Das ist nun mal die Tatsache in meiner persoenlichen Erfahrung.


    Insofern kann ich es noch verstehen, wenn alescha01 den Kleinsparern das Aktiensparen schmackhaft machen will. Doch wirklich mit gebuehrender Vorsicht und einem langfristigen Anlagehorizont. "Daytrading" ist fuer Kleinsparer wirklich nicht angesagt.


    Der ganz legale Betrug findet hier u.A. darueber statt, dass via Reklame im Internet, TV etc. den Kleinsparern weis gemacht wird, wie man an der Boerse so ganz locker sein Einkommen vervielfachen kann. Waere das auch nur annaeherend wahr, wuerde die Weltwirtschaft naemlich boomen wie verrueckt.


    Und die Geldpolitik der Notenbanken waeren gerade das Gegenteil dessen, als was sie jetzt ist.


    Soviel mal zum Thema "Bangster"!

  • @mupli


    Ja, das ist lustig. Den Schreck wird er wohl nicht so schnell vergessen haben. Aber ist ja noch mal gut gegangen.


    Mir ist, im Zusammenhang mit den Barzahlungen von Loehnen , respektive Spesen, mal eine etwas weniger lustige Geschichte passiert. Wir waren auf Montage. 180 Km vom Firmendomizil weg. Am spaeten Abend dann Feierabend gemacht und wollten ins Hotel zum Nachtessen. Auf dem Weg dorthin wollte ich am Automaten Geld ziehen, um den Jungs und Maedels ihren Spesenvorschuss auszuzahlen.


    Und was macht das dumme Ding? Zieht mir meine Bankkarte ein. Einfach so. Hat mich nicht mal nach dem PIN gefragt. Und das am Freitag Abend.


    Ich und MA hatten nur noch etwas Kleingeld in der Tasche. Reichte nicht mal um das Abendessen zu bezahlen, geschweige fuer den Rest des Wochenendes. (Wir mussten uebers Wochenende arbeiten). Ich lud dann die MA im Hotel ab und erklaerte dem Wirt die Situation. Wir vereinbarten dann, dass er das Nachtessen auf die Zimmerechnung setzen soll und die MA das dann pro Kopf aufteilen. Ich hatte noch genug Benzin um nach Hause zu fahren.


    Also fuhr ich dorthin und "ueberfiel" die Ladenkasse meiner Frau. Viel war es nicht und meiner Frau gefiel es gar nicht, am Samstag kaum noch Wechselgeld in der Kasse zu haben. Aber es reichte, um uebers Wochenende zu kommen. Allerdings auch nur, weil der Wirt bereit war unsere Essen auf die Rechnung zu setzen. (Zum Glueck kannten wir uns schon ein paar Jahre). Nach einem Turboschlaf dann also wieder zurueck gefahren. Schliesslich mussten wir am morgen frueh ja wieder auf Arbeit.


    Danach sorgte ich dafuer, dass ich mehr als ein Konto mit zugehoeriger Karte hatte. War ja auch noch mal einigermassen gut gegangen. Aber auf eine Zweitauflage der Geschichte kann ich gut verzichten.


    Tatsaechlich ist aber erst vor relativ kurzer Zeit eine andere Geschichte passiert. Obwohl mit anderem Hintergrund, aber es lief auf das Selbe hinaus. Geld liegt auf der Bank, aber kein Zugang dazu.


    Und diesmal war es noch schlimmer. Denn meine heutige Ehefrau konnte nicht mal mehr am Bankschalter Geld beziehen. Denn ihr wurde nicht nur die Bankkarte gestohlen, sondern auch saemtliche Personalausweise. Sie war also fuer die Bank ein Niemand.


    In meinem aktuellen Lebeland dauert es Monate, bis man eine neue ID bekommt. Jetzt stand sie also zusammen mit den kleinen Kindern 500 km von zu Hause weg auf der Strasse und ohne Geld in der Tasche. Das Bargeld, welches sie am Tag zuvor noch gezogen hatte, war natuerlich auch weg.


    Eine Polizistin, welche sich um den Diebstahl kuemmern musste, nahm sie dann etwas unter die Fittiche. Das war das grosse Glueck. Ohne ihre Hilfe waere die Geschichte gar nicht gut ausgegangen.


    Ich selbst war zu diesem Zeitpunkt gerade in der Schweiz. Konnte also direkt nichts Anderes unternehmen, als notfallmaessig meiner Frau Geld zu senden.


    Ganz klar. Aber wie denn in der Praxis? Zuerst sendete ich mit Moneygram Geld an eine auf der Website von Moneygram gelistete Filiale einer Bank. Damit meine Frau dort das Geld abholen kann. Sie ging dann auf die Bankfiliale um das Geld zu holen und bekam die Auskunft, dass die Bank seit Monaten nicht mehr mit Moneygram zusammenarbeitet. Das Geld lag aber auf dieser Bank zu diesem Zeitpunkt! Denn Moneygram hatte das Geld gesendet und den Empfang bestaetigt bekommen. Da sie also dort das Geld nicht beziehen konnte und es in der betreffenden Stadt auch keine anderen Filialen von Moneygram gab, musste ich also das Geld erneut und auf anderem Weg senden.


    Nun also eine Expressueberweisung mit Western Union. Geht ja auch. Vielleicht.


    Denn jetzt war es nicht nur Wochenende, sondern zwecks Nationalfeiertag dann gleich mal Ferien angesagt. Und dann war die zustaendige Sachbearbeiterin zuerst mal krank. (Logisch. Bin ich nach den Ferien ja auch immer. Smile).


    Fazit: Nach 10 Tagen war dann die "Wechselstube" mal wieder geoeffnet. Also ging Frau sofort hin um das Geld zu holen. Und dann Nada! Sie konnte sich ja nicht ausweisen. Obwohl die Berufskollegin meiner Frau mit dabei war und offiziell bestaetigte, dass sich meine Frau deshalb nicht mehr ausweisen kann, weil ihre Personalausweise gestohlen wurden, wurde meiner Frau das ihr zugesandte Geld nicht ausbezahlt. Dies obwohl ich noch die Kopie ihres Reisepasses zugesandt hatte! Also in der Wechselstube so vorgelegt werden konnte. Nada! Nur mit Originalausweis!


    Was jetzt?


    Ich musste nun zum dritten Mal ultimativ Geld schicken.


    Das dritte Mal dann auf den Namen der netten Berufskollegin meiner Frau. Diese Berufskollegin kannte ich damals persoenlich nicht. Und meine Frau auch nicht. Und nur weil sie eine Polizeiuniform traegt, heisst das noch lange nicht, dass ich hier ein Vertrauen habe. Die Uniform als Solches, ist fuer mich keine Referenz. Oder schicken sie einer unbekannten Person zwei ihrer Monatsloehne auf blaue Augen hin? (Zwei Monatsloehne einer Polizistin im betreffenden Land).


    Item. Ich habs dann gemacht, mangels anderer Alternativen. Und ging auch alles gut soweit. Wir sind durch die Geschichte zu recht engen Freunden geworden. Das ist das Positive an der ganzen Sache.


    Die Geschichte mit dem Bankkonto meiner Frau zog sich dann noch monatelang hin. Sie bekam ja ihren Lohn auf ihr Konto ueberwiesen. Nur ohne Ausweis hatte sie gar keinen Zugriff mehr auf ihr Konto. Das Geld war auf dem Konto und die Kinder hungerten zu Hause. (Es dauerte fast vier Monate bis meine Frau wieder eine ID bekam). Meine Frau hatte also praktisch vier Monate keinen Zugang zu ihrem Lohn. Und dieser Lohn reicht nicht einmal aus, um alle Kosten unseres Haushaltes zu decken. Sie waren also angewiesen darauf, dass sie meinen Anteil an die Haushaltskosten bekommt und in der speziellen Situation, musste ich fuer die gesamten Kosten aufkommen koennen.


    Ja wie denn?


    Ich hatte zwar durchaus genug Geld auf meinem Konto. Doch meine Frau nichts in den Haenden. Und es war schlicht unmoeglich ihr Bargeld in die Hand zu senden.


    Ja wie macht man das jetzt?


    Rund 165 Km von unserem Wohnort (In der Wueste) weg, gibt es ein Guesthouse wo wir recht regelmaessig uebernachten, wenn wir in die Stadt muessen. Ich schrieb also die Besitzerin des Guesthouses an. Und fragte nach, ob sie nicht meiner Frau mit Bargeld aushelfen koennte, welches ich ihr auf das Konto ueberweise. Wohlverstanden muss ich hier noch anfuegen, dass eine solche Ueberweisung mehrere Wochen dauern kann. Ich hatte also konkret danach gefragt, ob die Besitzerin des Guesthouses meiner Frau einen Kredit geben wuerde.


    Sie machte das. Auf blaue Augen hin. Wir kannten uns damals noch nicht so gut. Heute ist das Anders. Wir sind auch recht enge Freunde geworden. Und wir konnten ihr auch mal aushelfen, als sie in Schwierigkeiten kam. Irgendwie aehnlich nur halt etwas Anders. Ging aber auch um eine Ueberweisung welche nicht so funktionierte, wie gewuenscht.


    Fazit?


    Es wurde im Thread schon mal gesagt. Etwas Bargeld im Tresor zu bunkern, ist wohl nicht verkehrt. Ich selbst verfolge hier jetzt noch die Eichhoernchentaktik. Hier etwas und dort etwas.

  • Lieber viele und breit gestreute Aktien, als viel arbeiten müssen.
    Wenn die arbeitende Masse in der Vergangenheit statt viel zu Konsumieren u. mit ihren Wohnungen und Autos nicht so anzugeben hätten, viel mehr in Aktien investiertn hätten, könnten sie auch mehr Freuden u. Freiheiten geniessen. Der arbeitenden Masse wurde mit Verlustängsten Aktien vermiest, damit die nicht auch noch die Aktienpreise in irreale Höhen treibt. Kurs/Buch-Wert von über 10 oder Eigenkapitalrediten von über 20% sind nur möglich bei Niedrigstzinsen und immer höhheren Verschuldungsgrad.
    Die Finanzwelt fragt sich doch tatsächlich, wieso das Geschäftsmodell von Warren Buffett nicht mehr so gut funktioniert, wie früher ? - Die Antwort ist ganz einfach, es gibt nur noch ganz selten "Unterbewertete" Aktien, noch nicht mal realistisch bewertete. Marktversagen kommt oft.
    Früher hiess es, ACHTUNG wenn die 'Milchmädchen' oder Kleininvestoren einsteigen oder in Aktien getrieben werden. Wenn die Kapitalgewaltigen aus gutem Grund die weit überzogenen Kursgewinne lieber realisieren oder in ETF´s verschoben werden.

  • Das Schlimme an der aktuellen Negativ Zinspolitik ist aber, dass auch unsere Vorsorgewerke wie die Pensionskassen und Säule 3a kräftig abgeben und auch Negativzinsen bezahlen müssen. Unsere zukünftigen Renten schmelzen so dahin und für Junge gibt es aktuell kaum noch Räumende in solche Produkte zu investieren, ausser die PK natürlich.

  • Warum die Anlagevorschriften in der Altersvorsorge nicht dahingehend gelockert werden, dass Anlagen in ausländischen Wertschriften in erhöhtem Masse erlaubt werden, ist mir schleierhaft. Zudem ist der Wertschriftenbesitz der Schweizer Bevölkerung, insbesondere der Besitz von ausländischen Wertpapieren, viel zu gering. Hier tut Aufklärung in Schule und durch Banken not. Der Kapitalbedarf des Auslandes ist doch nach wie vor hoch, beinahe unbeschränkt, wenn man an den Bedarf für Wirtschaft und Infrastruktur im Ausland denkt.

  • Warum die Anlagevorschriften in der Altersvorsorge nicht dahingehend gelockert werden, dass Anlagen in ausländischen Wertschriften in erhöhtem Masse erlaubt werden, ist mir schleierhaft. Zudem ist der Wertschriftenbesitz der Schweizer Bevölkerung, insbesondere der Besitz von ausländischen Wertpapieren, viel zu gering. Hier tut Aufklärung in Schule und durch Banken not. Der Kapitalbedarf des Auslandes ist doch nach wie vor hoch, beinahe unbeschränkt, wenn man an den Bedarf für Wirtschaft und Infrastruktur im Ausland denkt.

  • Voller Ehrfurcht habe ich Statements der Finanzprofis in diesem Thread konsumiert und stelle zerknirscht fest – Kobold, da kannst du nicht mitreden. Ich war in meinem langen Leben noch nie "stolzer" Besitzer von Aktien. Während meiner Ausbildung fehlten die notwendigen „Fränkli“. Dann Heirat eines Mädchens ohne Mitgift, das mir mit meiner nicht ganz unwesentlichen Beteiligung ein Mädchen und einen Knaben schenkte. Wiederum fehlten die notwendigen „Fränkli“. Langsam kletterte ich die Karriereleiter Stufe um Stufe nach oben. Die gesparten „Fränkli“ verflüchtigten sich in Eigenheim, neues Auto anstelle einer alten angerosteten Occasionskarre, nicht ganz billige Ferien anstelle Camping, Ausbildung der Kids und nicht zuletzt in Speis & Trank zu Hause oder in entsprechenden Etablissements.


    Und dann war es nach einem interessanten erlebnisreichen Berufs- und Privatleben soweit -- ich wurde pensioniert und fiel nicht in ein von vielen prognostiziertes Loch! Die AHV und meine Pension dank gutem Salär während meinem Berufsleben ermöglichen uns heute ein sorgenfreies Leben mit allen Annehmlichkeiten von denen wir in grauer Vorzeit nur träumen konnten. Auf einige „Fränkli“ mehr auf dem Konto dank Aktiengewinnen, verbunden mit schlaflosen Nächten wenn sich die Aktien auf dem Sinkflug befinden kann ich locker verzichten. Und solange die Pensionskassenprofis meines ehemaligen Arbeitgebers die sich mit Aktien auskennen weiterhin einen hervorragenden Deckungsbeitrag erwirtschaften, wird das auch so bleiben.


    So sehen das auch unsere Kids, die obwohl nicht auf Erbschaften angewiesen, voraussichtlich zu gegebener Zeit im Gegensatz zu meiner Frau und mir die von Erbschaften verschont wurden, wohl oder übel etwas erhalten werden – und das sind nun mal keine Aktien!


    Kobold

  • @Kobold


    Smile.


    Was sagten meine Eltern immer? Wir leben jetzt ! Nicht erst Morgen.


    Wir Kids sind auch von einer Erbschaft verschont geblieben. Die hatten wir schon einkassiert, als wir noch ganz jung waren.


    Etwas davon blieb aber in Aktien hängen. Nämlich in denen der eigenen Firma.


    Und in Speis und Trank natürlich auch noch.


    Proscht!

  • @alescha01


    Ja. Von irgend etwas müssen die Chinesen ja auch gelebt haben. Oder etwa nicht?


    Sonst kommen die am Ende noch zu uns und dann heisst unser geliebter "Ma Donald" plötzlich "Miwong"... oder so?


    Smile.