1. Wohnung - habe ich überhaupt eine Chance?

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  • Guten Morgen an alle


    Ich bin fast 30 Jahre alt und mache momentan eine Zweitausbildung (100%). Vor einem Jahr habe ich ein Zimmer gemietet, aber da mein Vermieter bald auswandern wird und das Haus verkaufen möchte, muss ich einen anderen Platz zu wohnen suchen.


    Leider werde ich meine Zweitausbildung erst im 2021 abschliessen und ich möchte eine 1-Zimmerwohnung mieten (am liebsten in der Nähe des Lehrbetriebes und der Berufsfachschule / in Bern, da ich aktuell 2 Std. täglich pendle).


    Ich frage mich, ob ich überhaupt eine Chance aufgrund meines Einkommens (weniger als 1.5k im Moment) habe. Eigentlich ist das Geld kein Problem, weil ich Ersparnisse habe und ich habe keinen Eintrag im Betreibungsregister. In einer WG wohnen, kommt für mich gar nicht in die Frage, denn ich möchte nicht mit fremden Menschen zusammenleben.


    Für die Antworten und Tipps bedanke ich mich im Voraus.

  • Hallo


    Ich fuerchte hier stehen die Chancen tatsaechlich recht schlecht.


    Erstens wird es wohl ziemlich schwierig sein, ueberhaupt eine "bezahlbare" Wohnung in Bern zu finden. Ich kenne mich da lokal zuwenig aus. Aber guenstiger Wohnraum in Staedten ist allgemein rar. Eine gute Chance darauf eine guenstige Loge zu finden, besteht noch bei Untermiete/ Zwischenvermietung. Diese werden allenfalls bevorzugt bei Bildungseinrichtungen wie Hochschulen ausgeschrieben.


    Dass sie nicht in eine WG wollen, kann ich ein Stueck weit verstehen. Aber ist in ihrem wohl auch hinderlich.


    Das zweite Problem sehe ich darin, dass ihr Einkommen klein ist. Dass sie noch Erspartes haben, ist schoen fuer sie, aber es wird bei der Wohnungssuche nicht viel helfen.


    Liegenschaftsverwaltungen wollen die Zahlungsfaehigkeit ihrer Mieter soweit wie moeglich ueberprufen. Daher fragen sie nach dem Einkommen.


    Dabei sagt man, dass die Miete 30% bis hoechstens 50% des Einkommens betragen darf.


    In ihrem Fall duerfte sie hoechstens gegen 500.- pro Monat betragen. So etwas in Bern zu finden duerfte ziemlich schwer sein.


    Eine etwas unangenehme, aber moeglicherweise unumgaengliche Moeglichkeit beteht noch, dass sie zum Sozialamt ihrer jetztigen Wohngemeinde gehen. Und dort die Situation erklaeren. Das Sozialamt koennte ihnen behilflich sein beim notwendigen Umzug, in dem sie fuer eine Zahlungsgarantie sorgt.


    Ebenfalls koennen sie beim Sozialamt in Bern anfragen, ob sie allenfalls eine "stadteigene" Sozialwohnung fuer sie haette. Oder sie an entsprechende Liegenschaftsverwaltungen vermitteln kann. Insbesondere bestimmte Stiftungen mit Liegenschaftsbesitz sind bei der Auswahl von Mietern etwas individueller und kulanter.