Psychotherapie-Studie für Ängste - Universität Zürich

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  • Antwort von marikowari 21/09 um 14:00

    « C-O-R-A

    Könnte sie nicht auch durch die Behandlung der Demenz verstärkt worden sein?

    Das schliesse ich nicht aus.

    So eindeutig koennte ich das hier nicht sagen. Wenn ich hier meine persoenlichen Beobachtungen als statistisch relevant sehe, dann ist das wissenschaftlich ueberhaupt nicht haltbar. Das geht so nicht. Ich kann hier allenfalls meine ganz persoenlichen Erfahrungswerte nennen. »

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    marikowari schrieb zuvor:

    « Die Angststoerung kam aber nicht erst mit der Demenz. Die Angstoerung ist dadurch wohl verstaerkt und offensichtlicher geworden. »

    Ist das wissenschaftlich haltbar? Oder kannst du beides einfach nicht ausschliessen?



    Allgemein:



    Interessant ist doch, dass wir (viele) das Eine eher glauben als das Andere. Aber aus welchen Gründen?



    C-O-R-A

    Tags mit Threads von mir, die mich zurzeit vorwiegend beschäftigen

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    01-04-22 <- UMWELT <- KRIEG IN EUROPA  01-05-22 <- BILDSPRACHE <- FRAUEN  06-05-22 <- KRANKENKASSEN 15-05-22

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    Ich freue mich auf jede konstruktive Meinung von dir.

    Insbesondere auf jene der ehrlich-witzigen und/oder kritisch-konstruktiven Art.

  • C-O-R-A


    Könnte sie nicht auch durch die Behandlung der Demenz verstärkt worden sein?


    Ja.Cora. Im Fall der diebischen Elsther habe ich im damaligen Beitrag/ Frage die zwei Faelle vermischt. Im Fallbeispiel ging es letztlich darum zu fragen , was die Tat der Elster allenfalls fuer strafrechtliche Kosequenzen hat. Konkret ging es um die Frage, ob hier eine Koerperverletzung vorliegt. Ueber die Krankheit als Solches wollte ich dort nicht diskutieren.


    Es ging aber nicht darum, ob die "verletzte Person" nun an Schitzofrenie oder an Demenz leidet. Auch wenn beide Krankheiten ursaechlich schon sehr verschieden sind, gibt es eine Aehnlichkeit im Alltag. Der Demenzkranke vergisst einfach fortlaufend praktisch alles. Der Schitzofrene weiss nicht, was seine andere/n Persoehnlichkeit/en tun.


    Fuer jemanden, der Ihn nur oberflaechlich kennt, koennte er auch als Alzheimerpatient, oder so aehnlich, gesehen werden. Hast du schon Demenzkranke erlebt die Halluzinationen haben? Also konkret in der Phase , wo sie halluzinieren?


    Fuer einen Aussstehenden ist die Phase, wo der Schitzofrene im "Persoenlichkeitswechsel" ist, sehr aehnlich zu erleben. Als Laie ist das nur schwer zu unterscheiden. Die weitere Gemeinsamkeit der beiden ist die Angststoerung. Obwohl von der "Ursache" her wohl sehr unterschiedlich, wirkt sie sich bei den Beiden fast gleich aus. Beide haben Angst vor fremden Personen und halten diese zuerst mal fuer irgendwelche Verbrecher. So mal grob ausgedrueckt.


    Die feinen Unterschiede merkt man dann erst mit der Zeit.


    Fuer gesunde Menschen ist es schwer zu verstehen, was im Kopf eines Demenzkranken im fortgeschritten Stadium ablaeuft. Was da bei Schitzofrenie ablaeuft, ist wohl noch etwas schwieriger zu verstehen. Jedenfalls geht mir das so.


    « Aber ursaechlich waren diese Fehler nicht, dass eine Angststoerung vorhanden ist. » Niemand hat m.E. etwas in diese Richtung behauptet.


    Nein. Das hat niemand behauptet. Du hast gefragt, ob die Behandlung der Demenz allenfalls zur Verstaerkung beigetragen hat.


    Ich habe nur gesagt, dass die Angststoerung meiner beiden Freunde wohl nicht ursaechlich einen Zusammenhang mit der Behandlung hat. Das koennte theoretisch auch noch der Fall sein. Siehe meine Erlaeuterung zu meiner Spitalphobie. Diese und meine "Angststoerung" steht ursaechlich im Zusammenhang mit der Behandlung einer Krankheit.


    Das Fallbeispiel, bezueglich der Tat der diebischen Elster zeigt aber gerade das Problem auf. Obwohl ich als nahestehende Person die Auswirkung dieser Tat erkennen kann, ist es mir praktisch unmoeglich dies zu beweisen.


    Dasselbe gilt wohl auch allgemein im Zusammenhang der Frage, ob nun die Behandlung der Demenz allenfalls die Angststoerung verstaerkt hat. Im Fall der diebischen Elster kann man die Veraenderung des Patienten zwischen Vorher und Nacher noch in den Zusammenhang mit einem einzelnen "Tathergang" erstellen. Bei einem normalen Behandlungsvorgang eines Demenzkranken, waere der Vorgang der Verstaerkung aber so schleichend, dass man hier kaum einen direkten Zusammenhang aufzeigen kann.


    Ausschliessen kann man es aber auch nicht.

  • C-O-R-A


    « Die Angststoerung kam aber nicht erst mit der Demenz. Die Angstoerung ist dadurch wohl verstaerkt und offensichtlicher geworden. » Ist das wissenschaftlich haltbar? Oder kannst du beides einfach nicht ausschliessen?


    Ich kann Beides nicht ausschliessen.


    Es ist auch denkbar, dass sich die Angststoerung unabhaengig der Demenz weiterentwickelt hat.


    Ich halte es fuer viel wahrscheinlicher, dass die Demenz und die Angststoerung hier in einer Wechselwirkung zueinander sind und sich gegenseitg verstaerken.


    Das ist eine Mutmassung meinerseits.

  • marikowari@

    Wir sind uns zu diesem Thema in vielem einig - ja, sogar im meisten, wage ich zu behaupten.

    Unser "Dialogieren" bringt aber nichts, wenn andere (Laien, Fachleute, Medien etc.) nicht bereit sind über die Problematik nachzudenken und sich lieber einem Hype anschliessen, der am eigenen Handeln und Wissen nicht zweifeln lässt.

    C-O-R-A

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