Nichteinhaltung einer Vereinbarung (Anklage?)

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  • Guten Tag zusammen.


    Ich bin seit 6 Monaten getrennt von meiner Ex (Freundin). War waren 1 Jahr in einer gemeinsamen Wohnung. Nachdem wir uns trennten wollte Sie noch 3 halbe Monatsmieten, da wir gemeinsam im Vertrag standen.

    Sie hat dann über einen Anwalt ein Schreiben aufsetzen lassen, welchen wir beide Unterschrieben haben. Darin ging es um Miete und Nebenkosten, welches ich Ihr schulde. Im Gegenzug soll sie noch Betreibungen gegen mich löschen. Frist 15 Tage.

    Nun, ich habe meinen Teil erfüllt. Sie jedoch nicht und die 15 Tage sind schon lange abgelaufen.

    Am liebsten würde ich klage einreichen. Wie gehe ich da am Besten vor? Zur Polizei?
    Habe ich anrecht auf Schadensersatz?

    Besten Dank liebe Mitglieder.

  • Hallo,


    wieso weigert sich deine Ex. das Betriebungsbegehren zu sistieren, obwohl du deine Verpflichtungen erfüllt hast. Ihr habt dies doch so schriftlich vereinbart. Suche zuerst das Gespräch mit deiner Ex.und dem Anwalt, wo das Schreiben erstellt hat. Falls keine Einigung erzielt werden kannt, ist wohl ein externer Anwalt beizuziehen um deine Interessen durchzusetzen. Zudem empfehle ich dir, solche Spielereien vorgängig gründlich zu überlegen. In deinem Falle hätte zuerst die Ex. das Betriebungsbegehren sistieren müssen und erst dann, hätte ich die Zahlungen geleistet. Aber eben, aus Schaden wir man klug.


    Alles Gute

  • sixty-nine


    Bin etwas ueberfragt, was das beste Vorgehen ist. Aber die Polizei ist sicher mal die falsche Dienststelle in ihrem Fall.


    Hier handelt es sich um eine zivilrechtliche Auseinandersetzung. Und hier muessten sie wohl eine Klage beim Gericht einreichen, auf Erfuellung des Vertrags.


    Was sagt denn der Anwalt ihrer Exfreundin dazu?


    Tasaechlich kann die Sache noch kompliziert werden. Aber hier sind mir die Moeglichkeiten im Betreibungsrecht nicht genau genug bekannt. (Loeschung der Eintraege!)


    Ungerechtfertigte Eintrage koennen geloescht werden. Aber hier waren die wohl zuerst einmal gerechtfertigt. Haben sie denn Rechtsvorschlag erhoben, bevor sie sich vertraglich geeinigt hatten?


    So viel ich weiss, kann man den Glaeubiger nicht dazu zwingen, eine urspruenglich gerechtfertigte Betreibung loeschen zu lassen, selbst wenn das nachtraeglich noch so vereinbart wurde und die betreffende Schuld ausserhalb des Betreibungsverfahrens getilgt wurde.


    Aber hier bin ich mir unsicher, denn sie koennen auf Vertragserfuellung beharren.


    Eine Schadensersatzforderung wegen Nichterfuellung des Vertrags, koennte hier auch schwierig sein. Denn sie muessen dafuer den erlittenen Schaden auch beziffern und beweisen koennen.


    In Ihrem Fall koennte man den Schaden in einer Rufschaedigung sehen, wegen der Eintraege im Betreibungsregister.


    Ich rate ihnen sich hier professionell beraten zu lassen.


    In vielen Kantonen gibt es an den zustaendigen Bezirksgerichten eine kostenlose oder sehr guenstige Rechtsauskunft. Das waere wohl die erste Adresse fuer ihr Anliegen.