Spitalrechnung selber bezahlen

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  • Hallo


    meine volljährige Tochter ist Mitte Januar aus der elterlichen Wohnung ausgezogen. Ende Januar hatte sie einen Termin im Spital, von dem ich nichts wusste. Ich habe Ihre Krankenkassenprämie noch für den Monat Februar bezahlt, da Sie bei mir in der Police mit aufgeführt war. Gleichzeitig habe ich sie auch aus meiner Police entfernen lassen.
    Meine Krankenkasse verlangt nun, dass ich die Rechnung bezahlen muss mit der Begründung, dass meine Tochter noch in meiner Police mit aufgeführt war. Das sehe ich nicht ein, da meine Tochter erstens volljährig ist, eine eigene Versicherungsnummer besitzt und ich auch nichts vom Spitalbesuch wusste. Wer hat nun recht???


    LG

  • Die Spitalkosten übernehmen müssen weder Sie noch Ihre Tochter, sondern die Krankenkasse, denn dafür ist die Versicherung ja da. Es ist somit davon auszugehen, dass die Frage unpräzise formuliert ist. Was genau verlangt die Krankenkasse? Und womit genau sind Sie nicht einverstanden?

  • Sirio Sie haben recht.


    Zur Vorgeschichte: Ich erhielt im Februar 2020 eine Abrechnung meiner Krankenkasse betreffend zur Zahlung von Spital- und Apothekenrechnung. Lautend auf den Namen meiner Tochter. Ich habe darauf hin mit der Krankenkasse telefoniert und ihnen erklärt, dass meine Tochter seit Mitte Januar ausgezogen ist und man sie bitte auch aus der Familienpolice herausnimmt. Weiters habe ich die Krankenkasse darum gebeten, dass man diese Abrechnung meiner Tochter direkt zuschickt und ihr in Rechnung stellt. Dies wurde mir am Telefon auch so bestätigt und man sagte mir, ich könne diese Abrechnung fortwerfen. Ich dachte mir somit wäre dieser Fall für mich erledigt.


    Mitte April erhielt ich ein Erinnerungsschreiben der Krankenkasse. Die Krankenkasse schreibt in ihrem Brief, das es sich um die Kostenbeteiligung der Spitalrechnung meiner Tochter handelt. Diese ist mit knapp 350 Fr. ziemlich hoch und übersteigt meine finanzielle Situation. Ich denke, wegen der Jahresfranchise (300 Fr.) und den 10% Selbstbehalt muss die Rechnung in vollem Umfang bezahlt werden. In diesem Schreiben werde ich aufgefordert den Betrag zu bezahlen. Mit dabei eine Detailaufstellung zur Abrechnung vom Rechnungssteller (Apotheke und Spital) und ein Einzahlungsschein auf meinen Namen lautend und mit meiner Versicherten-Nr. versehen.


    Erneut habe ich die Krankenkasse angerufen und ihnen die Situation erklärt. Mir wurde wieder bestätigt, dass man sich darum kümmert und ich die Abrechnung wegwerfen kann. Tags darauf rief mich die Krankenkasse an und erklärte mir, dass ich für diese Abrechnung aufkommen muss!


    Ich bin nicht damit einverstanden, dass ich nun diese Abrechnung der Krankenkasse bezahlen muss, nur weil meine volljährige Tochter zu diesem Zeitpunkt noch in meiner Familienpolice mit aufgeführt war. Wer hat nun recht???


    LG

  • Ich sehe es grundsätzlich gleich wie Sie: dass die Krankenkasse Ihre Tochter im selben Familienstamm geführt hat, ist ein rein administrativer Aspekt. Ich wüsste zumindest nicht, mit welcher rechtlich fundierten Begründung die Kasse diese Forderung Ihnen gegenüber durchsetzen könnte. Eines ist allerdings zu beachten: Falls die Tochter noch keine Erstausbildung abgeschlossen hat, müssen Sie im Rahmen der elterlichen Unterhaltspflicht bis zum zurückgelegten 25. Altersjahr die aus einer medizinischen Behandlung erwachsenden Kosten übernehmen. Dies ist aber eine Angelegenheit zwischen Ihnen und Ihrer Tochter.


    P.S.: Bei Ihrer Tastatur scheint die Taste mit dem Fragezeichen zu klemmen.