Kündigung in der Probezeit, wie vorgehen?

Übersicht der Foren

Zur Liste der Foren gelangen Sie hier: Foren

Möchten Sie einen neuen Beitrag erstellen, wählen Sie bitte ein Forum aus der Foren-Liste und klicken sie auf die Schaltfläche "Neues Thema" oben auf der rechten Seite.

  • Hallo Zusammen, seit dem 14.04.2020 arbeite ich im Recyclingbereich. Ich komme ursprünglich aus dem sozialen Bereich. Ich hatte nur ein paar Tage Einarbeitungszeit und habe schnell gemerkt, dass ich mit dieser Branche nicht warm werde. Ich habe keine Stv. und arbeite von 06:30 Uhr bis 17:30 Uhr inkl. 45-60 Minuten Mittagspause. Ich bin ständig an der Front, so dass auf Toilette gehen nicht möglich ist. Seit ein paar Tagen habe ich starke Bauchkrämpfe von diesem Stress. Zum Arzt gehen ist aufgrund dieser Arbeitszeit nicht möglich. Meine Frage an euch. Morgen möchte ich die Kündigung einreichen. Wie soll ich die Kündigung formulieren und per wann? die Kündigungsfrist beträgt 7 Tage. WAnn wäre mein off. letzter Arbeitstag?


    Besten Dank,


    Lotta84

  • Wenn der Arbeitgeber den Brief morgen, also am 28. April erhält, ist der Vertrag auf den 5. Mai kündbar (7 Kalendertage). Der Kernsatz des Kündigungsbriefes lautet "Hiermit kündige ich mein Anstellungsverhältnis mit der Firma XY auf den 5. Mai 2020." Dies sofern die Regelung gemäss Arbeitsvertrag derjenigen gemäss OR entspricht. Sieht der Vertrag etwas anderes vor (z.B. Arbeits- statt Kalendertage), dann gilt der Vertrag.

  • @Lotta84


    Der Arbeitgeber ist gesetzlich verpflichtet Ihnen die Stunden freizugeben, welche Sie benötigen um zu einem Arzttermin zu gehen. Ich schliesse aus Ihrer Antwort im Thread mit dem Titel "


    Hilfe RAV will mir 36-60 Einstelltage aufbrummen das heisst 2-3 Monate kein Einkommen!,


    ", dass Ihnen bewusst ist, dass Ihnen die Arbeitslosenkasse, wenn Sie selbst kündigen wegen selbstverschuldeter Arbeitslosigkeit während zwei bis drei Monaten keine Taggelder bezahlen wird. Ich rate Ihnen noch nicht zu kündigen, einen Arzttermin zu vereinbaren, ihren Arbeitgeber anzurufen und diesem zu sagen, wann Sie an den Arzttermin müssen und mit ihrem Arzt zu reden. Ihr Arzt kann dann beurteilen, ob er Sie nur vorübergehend in einem Arztzeugnis als arbeitsunfähig bescheinigt oder ob er der Meinung ist, dass Sie aus gesundheitlichen Gründen grundsätzlich nicht fähig sind diese Art von Arbeit zu verrichten. Vielleicht fallen allfällige Einstelltage der Arbeitslosenversicherung tiefer aus, wenn Ihnen ein Arzt bestätigt, dass ein Weiterverbleiben an dieser Arbeitsstelle aus gesundheitlichen Gründen nicht zumutbar war.

  • Die einen nutzen ihr unternehmerisches Herrschaftwissen, die andern kennen noch nicht mal ihre theoretischen Rechte, schon gar nicht wie die oft praktisch von den 'allerheiligsten' Unternehmern und der RAV gegen die Untergebenen unzutreffend ausgelegt werden.

  • Der Arbeitgeber ist gesetzlich verpflichtet Ihnen die Stunden freizugeben, welche Sie benötigen um zu einem Arzttermin zu gehen.


    Richtig - allerdings kann er von Ihnen verlangen, dass Sie die Arztbesuche auf die Randzeiten resp. ausserhalb der Arbeitszeit legen, solange keine Dringlichkeit vorliegt. Das mit während der Arbeitszeit und bezahlt ist Theorie, auch bei Grossfirmen.