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  • @marikowari


    Habe jetzt gestern Anzeige erstattet beim Zivilgericht und beim Strafgericht gegen den Ex als auch gegen die KESB, insbesondere Fassbind.


    Und werde mich auch hier beim Beobachter noch melden anhand des guten Tipps von Dir. Das wurde hier eingeführt, aber irgendwie habe ich das komplett verpasst.

  • bleibtstark


    Dass du deine Geschichte hinaustraegst, ist aus meiner Sicht richtig. Aber es ist hier fuer fidazer nicht unbedingt hilfreich, wenn du hier zu viele Details deiner Geschichte erzaehlst.


    Meine Geschichte, im entfernten Zusammenhang mit den Fragen von fidazer, ist im gegenwaertigen Augenblick auch nur beschraenkt hilfreich.


    Ich moechte mich gerne etwas darauf konzentrieren, was im Moment fuer @fidazer Fortschritte bringen kann.

  • fidazer


    Ich muss noch einmal auf meinem letzten Beitrag zur Sache zurueckkommen.


    Aus meiner Sicht ist es sehr wichtig, zuerst einmal eine Akteneinsicht zu bekommen.


    Ich habe ernsthafte Zweifel, dass die Verguetung an die Pflegenden korrekt ist. Aber ohne die Sachlage genau zu kennen, ist das nicht zu beurteilen.


    Der Hinweis von @Sozialversicherungsberater, dass Windeln etc. durch die Krankenversicherung gedeckt sind, ist soweit richtig. Aber diese Kosten werden nicht vollstaendig gedeckt. Auch andere Kosten, welche durch die Krankheit anfallen, sind nicht durch die Krankenversicherung gedeckt. Um das etwas zu kompensieren, wird die Hilflosenentschaedigung ausgerichtet.


    Bei einer schwer demenzkranken Person waere diese bei etwa 960.- CHF. / Monat.


    Rechne ich jetzt andere Lebenskosten hinzu ... also konkret die Miete und den uebrigen Grundbedarf... komme ich mit 1700.- / Monat nicht aus.


    Irgendwelche Loehne fuer notwendige hauswirtschaftliche Dienstleistungen... Betreuung etc. sind hier nicht eingerechnet.


    Je nach der individuellen Situation, kann die Eine oder andere Mischrechnung gemacht werden.


    Ich persoenlich kann mir im Moment nicht vorstellen, dass diese Rechnung bei euch aufgeht.

  • @fidazer




    «... Die öffentliche Hand hat wohl ein Interesse die Senioren in die entsprechenden Institutionen zu steuern um dann hohe Kosten zu verursachen die nicht beim Pflegepersonal ankommen.»


    Als Analyse des IST-Zustands unserer "Altenbegleitung" und mit entsprechenden Dehnung der Definition des Begriffs "öffentliche Hand" will ich deine Meinung gerne unterschreiben.



    C-O-R-A

    Tags mit Threads von mir, die mich zurzeit vorwiegend beschäftigen

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    01-04-22 <- UMWELT <- KRIEG IN EUROPA  01-05-22 <- BILDSPRACHE <- FRAUEN  06-05-22 <- KRANKENKASSEN 15-05-22

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    Ich freue mich auf jede konstruktive Meinung von dir.

    Insbesondere auf jene der ehrlich-witzigen und/oder kritisch-konstruktiven Art.

  • @fidazer


    In welchem Kanton lebt die Mutter Ihrer Lebenspartnerin? Abgesehen von der Möglichkeit, dass Ihre Lebenspartnerin für Ihre Mutter einen Antrag auf eine Hilflosenentschädigung der AHV und auf (monatlich ausbezahlte) jährliche Ergänzungsleistungen zur Altersrente der AHV einreicht, die Kosten für die Windeln (Inkontinenzeinlagen) bei der Krankenversicherung einreicht, besteht auch noch die Möglichkeit für die Tochter bestimmte Anträge für die Vergütung von Kosten für Hilfe, Pflege und Betreuung zu Hause und in Tagesstrukturen gemäss Artikel 14 Absatz 1 Buchstabe b ELG bei der für die Ergänzungsleistungen zuständigen Behörde einzureichen. Die Details für die Vergütung von Kosten für Hilfe, Pflege und Betreuung zu Hause und in Tagesstrukturen sind in einem kantonalen Gesetz geregelt und können von Kanton zu Kanton unterschiedlich sein.


    Art. 14 Krankheits- und Behinderungskosten


    1 Die Kantone vergüten den Bezügerinnen und Bezügern einer jährlichen Ergänzungsleistung ausgewiesene, im laufenden Jahr entstandene Kosten für:

    a.
    zahnärztliche Behandlung;
    b.
    Hilfe, Pflege und Betreuung zu Hause sowie in Tagesstrukturen;
    c.
    ärztlich angeordnete Bade- und Erholungskuren;
    d.
    Diät;
    e.
    Transporte zur nächstgelegenen Behandlungsstelle;
    f.
    Hilfsmittel; und
    g.
    die Kostenbeteiligung nach Artikel 64 KVG.


    2 Die Kantone bezeichnen die Kosten, die nach Absatz 1 vergütet werden können. Sie können die Vergütung auf im Rahmen einer wirtschaftlichen und zweckmässigen Leistungserbringung erforderliche Ausgaben beschränken.



    3 Für die zusätzlich zur jährlichen Ergänzungsleistung vergüteten Krankheits- und Behinderungskosten können die Kantone Höchstbeträge festlegen. Diese dürfen jedoch folgende Beträge pro Jahr nicht unterschreiten:a. bei zu Hause lebenden Personen:

    1.
    alleinstehende und verwitwete Personen,
    Ehegatten von in Heimen oder Spitälern lebenden Personen:

    25 000 Franken


    2 Der Bundesrat regelt die entsprechende Erhöhung bei mittelschwerer Hilflosigkeit und die Erhöhung des Betrages für Ehepaare.


    5 Der Betrag wird auch bei Bezügerinnen und Bezügern einer Hilflosenentschädigung der AHV, die vorher eine Hilflosenentschädigung der IV bezogen haben, nach Absatz 4 erhöht.


    6 Personen, die auf Grund eines Einnahmenüberschusses keinen Anspruch auf eine jährliche Ergänzungsleistung haben, haben Anspruch auf die Vergütung der Krankheits- und Behinderungskosten, die den Einnahmenüberschuss übersteigen.


    7 Die Kantone können in Rechnung gestellte Kosten, welche noch nicht bezahlt sind, direkt dem Rechnungssteller oder der Rechnungsstellerin vergüten.


    Bundesgesetz über die Ergänzungsleistungen zur Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (ELG):



    https://www.admin.ch/opc/de/cl…ation/20051695/index.html

  • fidazer


    Die kantonalen Unterschiede koennen gravierend sein.


    Unbedingt die kantonalen Gesetze und die zugehoerigen Verordnungen lesen.


    Der Teufel kann im Detail stecken.


    Im Kanton Baselland sind Betreuungskosten bei einer Pflege zu Hause auf maximal 5000.- CHF limitiert.


    Bitte den Unterschied von Pflege- und Betreuungskosten beachten. Bei den Pflegekosten handelt es sich um die kassenpflichtigen Leistungen.


    Eine schwer demenzkranke Person benoetigt unter Umstaenden recht wenig medizinische Leistungen, aber braucht einen sehr grossen Betreuungsaufwand.


    Anhand der Eingangsfrage nehme ich an, dass die Mutter praktisch rund um die Uhr betreut werden muss. Respektive ueberwacht werden muss. Das ist dann ein 24/7 Job, auch wenn davon ein Grossteil der Zeit nur Praesenzzeit ist. Fuer eine einzelne Betreuungsperson ist das nur ganz kurzfristig machbar.


    Muss eine weitere Betreuungsperson angestellt und entsprechend entloehnt werden, ist das mit dem oben angefuehrten Betrag nicht mehr machbar.


    Dann bleibt nur noch eine Einweisung in ein APH uebrig. Auch gegen den Willen der Patienten.

  • @fidazer


    Schliesse mich der Meinung von @C-O-R-A an.

  • @fidazer

    Hier ist der Link zum Anmeldeformular für eine Hilflosenentschädigung inkl. Link zu dazugehörige Merkblätter:


    https://www.ahv-iv.ch/de/Merkblätter-Formulare/Formulare/Elektronische-Formulare/IV-Anmeldungen/009002-Anmeldung-Hilflosenentschädigung-AHV



    C-O-R-A

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