Arbeitslosenkasse zahlt nicht

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  • Sehr geehrte Damen und Herren


    Ich hätte eine kurze Frage.


    Ich habe mich Ende März 2020 auf den rav angemeldet, weil ich meinen Job aufgrund Projekt Ende verloren habe.


    Eine neue Stelle wurde mir abgesagt wegen corona.


    Ich habe bei der Anmeldung extra gefragt ob ich noch sonstige Anträge stellen muss. Dies wurde verneint.


    Auf Anfrage bei der Arbeitslosenkasse wurde mir dann eine Woche später mitgeteilt, das ich den Antrag auf Arbeitslosenentschädigung nochmals neu abgeben muss. Die Unterlagen habe ich 2 Tage später dann eingereicht.


    Am 08.05. 2020 mit Brief vom 05.05.2020 wurde mir mitgeteilt, dass unterlagen fehlen. Als ich dies telefonisch klären wollte, hiess es: das unterlagen fehlen kann ja mal passieren.


    Die fehlenden Unterlagen habe ich am gleichen Tag per Mail zugesendet.


    Seit dem warte ich auf eine Auszahlung seitens der Arbeitslosenkasse. Bei anrufen werde ich vertröstet und / oder behandelt als wäre ich der letzte Dreck.


    Ich habe auch immer Verständnis für die aktuelle Situation gezeigt aber mir gegenüber wurde immer nur Unverständnis gezeigt.


    Es wird jetzt langsam finanziell knapp, was kann ich noch tun?

  • Leider geht es mir ebenso.


    Unverschuldet (Corona) arbeitslos seit 1.7.2020 habe ich mich nach 10 Monaten an dieser Arbeitsstelle bei der Kasse erneut angemeldet. Gleiche Rahmenfrist, man muss nur berechnen, ob das Taggeld gleichbeibt oder gegenenfalls sogar höher wäre als 2019.


    Am 24.7. habe ich - man muss ja auf das Seco Formular warten - dem Scancenter alle Unterlagen eingereicht. Am 27.7. rief ich an und man sagte mir, ich könne bis am 9.8.20 mit der Zahlung rechnen.


    Am 6.8. wollte ich wissen, ob alle Unterlagen angekommen sind. Man sagte mir es fehle ein Kreuz bei der Frage, ob ich über 12 Monate nicht gearbeitet hätte! Dass ich im August 19 die letzte Zahlung von der Kasse erhalten habe und danach gearbeitet hatte konnte die Kasse selber sehen, aber ich stelle mir das zu einfach vor. Das Formular ist vollständig auszufüllen. Freundlicherweise darf ich es per Mail senden, was ich sofort mache.


    Am 17.8. erhalte ich auf meine Anfrage die Antwort, die e-Mail sei nicht angekommen. Kein Adressfehler meinerseits! Man sagte mir es sei in 10 Minuten da, wenn ich es gleich nochmals sende.


    Einen Tag später erfuhr ich, dass es zuerst gescannt wird und erst 1-2 Tage später für die Mitarbeiter der ALK ersichtlich sei. Dann kam die Antwort, ich müsse den ganzen Antrag nochmals senden, nicht nur die eine Seite, auf der mit Leuchtstift die eintsprechende Frage angekreuzt war.


    Ein Mitarbeiter sagte mir, die Dokumente seien schlecht lesbar! Scancenter? Wahrscheinlich hatte er die vom RAV-Berater, nicht vom Scancenter. Ich solle sie fotografieren und nochmals senden.


    Ich sehe ein, dass die ALK viel Arbeit hat, aber:

    1. sind die Prozesse dort wohl nicht wirklich durchdacht
    2. könnte ein privater Arbeitgeber seinen Mitarbeitern auch nicht den Lohn nicht zahlen und sie sollen schauen wo sie bleiben, bis das berechnet ist.
    3. weiss man seit anfang Corona, dass viel Arbeit auf die Kasse zukommt. Eine Regelung zu finden, damit die Menschen nicht in finanzielle Nöte kommen, wäre angebracht gewesen, zumal die Kasse Mahn- oder Betreibungskassen ja nicht übernimmt

    Klar ist es toll, dass wir in der Schweiz diese Versicherung haben. In der Politik und bei den verantwortlichen Stellen scheint man aber immer noch zu denken, alle Schweizer hätten genug Geld um einige Monate ohne Lohn oder Taggeld zu leben. Wenn nicht seien sie wohl selber schuld an ihrer Not.


    Einen Fonds zugunsten Inländischen Arbeitskräften aus einem Teil der Entwicklungshilfe einzurichten, wäre ja auch eine Möglichkeit gewesen.


    Nach 40 Jahren Beiträgen an die ALV aus Jobs in der Privatwirtschaft, wo ein Unternehmen mit solchen Prozessen nicht überleben würde, frage ich mich wirklich, wieso die "reiche" Schweiz mit ihren Bürgern - und damit meine ich nicht nur die Schweizer - so umgehen kann.