Brexit: Was lernen wir von unseren Mainstream-Medien?

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  • Seit viereinhalb Jahren werden wir von unseren Mainstream-Medien darauf konditioniert, dass der Brexit ein Desaster und Boris Johnson ein Wirrkopf sei. Jetzt schafft er einen akzeptablen Durchbruch beim Handelspakt mit der EU. In dieser, und nicht nur in dieser Sache werden wir von unsren Mainstream-Medien (mit SRF an der Speerspitze) tendenziös einseitig informiert. Jetzt soll dieser Mainstream noch mit zusätzlichem Geld gefördert werden. Geht's noch? Alex Schneider, Küttigen

  • alescha01


    Der Brexit war bis jetzt auch ein mit wirtschaftlichen Nachteilen verbundenes Desaster. Der Wechselkurs des Pfunds ist gesunken sodass sich Waren aus der EU für britische Konsumenten und Unternehmen verteuert haben. Arbeitsplätze in der für Grossbritannien wichtigen Finanzdienstleistungsindustrie sind in Grossbritannien verloren gegangen, da diese in die EU verlagert wurden. Grossbritannien hat kein Finanzdienstleistungsabkommen mit der EU erhalten sodass die britischen FFinazdienstleistungsuntenrehmen (Banken, Versicherungen, Vermögensverwalter, Effekten Händler, etc.) nun keine grenzüberschreitenden Geschäfte mehr mit Kunden in der EU machen können für welche diese eine Zulassung und Beaufsichtigung einer Behörde in der EU benötigen und die Vorschriften der EU einhalten müssen. Boris Johnson hat ein Freihandelsabkommen für Waren erhalten. Die Schweiz hat schon lange ein Freihandelsabkommen mit der EU. Wenn die Briten keine gleichwertigen Vorschriften für Waren haben gibt's ein Verfahren vor einem Schiedsgericht (wie im Rahmenabkommen), wenn dessen Urteil nicht umgesetzt wird gibt's Ausgleichsmassnahmen der EU (Zölle, Aussetzung von Teilen oder des gesamten Abkommens, wie im Rahmenabkommen ). EU-Fischer dürfen weiterhin in britischen Gewässern fischen, lediglich die Fangquote wird über einen Übergangszeitraum verringert. Es gibt neu Grenzkontrollen der EU in der überprüft wird ob Waren die Vorschriften einhalten und britische Bürger überprüft werden. Britische Bürger (zum Beispiel Rentner) haben keinen automatischen Rechtsanspruch mehr sich für länger als drei Monate in der EU zu niederzulassen (Spanien, Portugal, Frankreich, etc.). Die Grenzkontrollen werden die Waren für Briten noch mehr verteuern und die Finanzdienstleistungsindustrie wird nach dem Jahresende mehr Kosten haben und noch mehr Arbeitsplätze verlieren.

  • Seit viereinhalb Jahren werden wir von Libertären Influenzern aus Gründen von Vorteilsnahme in den sogenannten sozialen Medien konditioniert, dass der Brexit das totale Heil für alle Engländer sei. SRF berichtet doch viel ausgewogener, als die Rechtslibertären glauben machen möchten

  • Weiterhin reger Handel zwischen der Schweiz und dem UK


    „Trotz aller Unsicherheiten, die der Austritt des Vereinigten Königreichs (UK) aus der Europäischen Union mit sich bringt, hält sich der Handel zwischen der Schweiz und dem Vereinigten Königreich gut. Im Dienstleistungsbereich ist das UK seit Längerem der drittwichtigste Handelspartner der Schweiz. Beim Warenverkehr dominieren Wertsachen wie Gold. Bei den Ein- und Ausfuhren von Chemikalien und Pharmazeutika waren in den vergangenen drei Jahren erhebliche Schwankungen festzustellen, die sich jedoch nicht eindeutig auf den Brexit zurückführen lassen. Der Handel mit anderen Waren entwickelt sich relativ stabil und weist weiterhin einen Exportüberschuss aus. Schweizer Exporte ins UK sind stärker von der britischen Konjunktur abhängig als vom realen Wechselkurs von Pfund und Franken.“ (V. Pochon in Die Volkswirtschaft 4/2020, 23.03.2020)

  • ForumBeobachter


    Ich ersuche Sie den kopierten Artikel zu löschen. Herr Schneider wurde von Ihnen mehrfach darauf hingewiesen das Kopieren von Artikeln zu unterlassen.

  • Darf man jetzt nicht einmal mehr Fakten publizieren? Ich nehme an, Ihre Beiträge haben Sie nicht aus den Fingern gesogen! Zusätzlich wollen Sie noch immer anonym bleiben!

  • Einen eigenen Standpunkt mit einem Zitat aus einer wissenschaftlichen & überparteilichen Publikation zu unterstreichen ist in unseren Augen nicht das gleiche wie das Posten von Redebeiträgen eines Politikers oder Auszügen aus Parteiprogrammen.

  • alescha01


    Artikel aus Medien sind keine "Fakten" im engeren Sinne.


    Das Copy/paste -Verfahren ist aus mehreren Gründen als "kritisch" zu sehen.


    Im konkreten Fall würden wir es begrüssen, wenn sie ihre Meinung mit eigenen Worten formulieren. Und hier die Quelle ( Ev. Ursprung ihrer Meinung ) angeben.


    Im konkreten Fall dieses Threads unterstützen wir die Forderung nach Löschung übrigens nicht.


    Beachten sie bitte noch, dass der von Ihnen zitierte Artikel älteren Datums ist. Da ist in der Zwischenzeit viel gelaufen, was in diesen Artikel wohl nicht eingeflossen ist.


    Möglicherweise würde der Verfasser dieses Artikels heute etwas Anderes schreiben.


    Und möglicherweise hat hier @Sozialversicher noch aktuellere Daten, die er aus der Schublade ziehen kann.

  • ...aber er sagt nicht aus welcher Schublade!

  • @Transmitter


    Der jetzige Vertrag behandelt nur den Austausch von Waren.
    Der ganze Komplex der Diestleistungen, insbesondere der FINANZ-Dienstleistungen blieb/bleibt ausgeklammert. Ob der Plan der Finanzinstitute der 'Londoner CIty' aufgehen wird, bei der Beihilfe zur Steuerhinterziehung und der Geldwäsche für Europäer aufgehen wird, wie in Singapur für S- u. SO-Asien, darf bezweifelt werden.


    Die Handelsplattform auf dem 'Grauen Markt" für €-Finanzderivate mit ca. 100'000 höchst bezahlten Angestellten wird mit höchster Wahrscheinlichkeit von London nach Frankfurt zügeln, dem ORT der EZB.

  • @oytenkratos


    Ja. Das könnte durchaus realistisch sein.


    Vorbereitungen dazu laufen ja schon.

  • mupli


    Meine Schwester wohnt in GB. Es ist für die Bevölkerung dort bitter, da viele Waren aus der EU durch den tieferen Wechselkurs des Pfunds teurer geworden sind und Arbeitsplätze verloren gegangen sind und sich das wahrscheinlich noch verschlimmern wird. Dazu kommen noch viele Coronatote durch die über längere Zeit zu lasche Coronapolitik. Grossbritannien hatte auch während seiner EU-Mitgliedschaft eine Ausnahme beim Betrag von Schengen und hatte Pass- bzw. Ausweiskontrollen bei der Einreise. Jetzt gibt es neu auch Kontrollen von Waren an der Grenze, welche die Preise für die Waren weiter verteuern.

  • mupli


    Der Wechselkurs des Pfunds ist brereits kurz vor dem Referendum über den Brexit vor viereinhalb Jahren abgestürzt und hat sich auch nach dem Freihandelsvertrag nicht erholt. Die Einwohner Grossbritanniens müssen den wirtschaftlichen Preis für Fehlentscheidungen, welche zusätzliche Kosten verursachen bezahlen.

  • forum.beobachter.ch/forum/thread/?postID=228708#post228708

    @mupli


    Mehrere Personen aus dem etwas erweiterten Kreis der @Transmitter leben in GB.


    Und hier ist der Konsens derzeit etwas eindeutig: Rette sich, wer sich retten kann.....


    Es ist nicht absehbar, ob das Kalkül der Brexitbefürworter wirklich aufgeht. Kurzfristig ziemlich eindeutig nicht. Mittelfristig noch etwas Besserung in Sicht. Ob es den ersehnten Wirtschaftsaufschwung langfristig geben wird..... ???


    GB schottet sich wirtschaftlich von der EU ab...... in der Hoffnung, dass es der Binnenmarkt wettmachen wird?

  • Die meistens schauen lediglich die kurzfristigen Auswirkungen des Brexit an, entscheidend wird es jedoch sein, wie die Politik damit umgeht und was sie daraus macht, Ich bin aber überzeugt, dass es den Briten besser gehen wird ausserhalb der Eu als darin, wenn auch nicht die nächsten Monate.


    Die EU ist ein Riesenmoloch, in vielen Bereichen handlungsunfähig mit einem Riesen Verwaltungsapparat in Brüssel, der Unsummen verschlingt. Keine gemeinsame politische Strategie, kein Auftreten als militärische Einheit und oft auch zerstritten.


    Das grösste Glück der Briten war das Pfund beizubehalten und es nicht gegen den Euro einzutauschen.

  • Peter_69


    Wie wäre es wenn Sie Ihre Vorurteile durch Wissen ersetzen würden und sich einmal die Mühe machen sich zu informieren? Bereits Viereinhalb JJahre lang teurere Preise für Waren aus der EU Zahlen zu müssen ist keine "kurzfristige" Auswirkung mehr. Wieso schauen Sie nicht einfach auf den Webseiten des Europäischen Parlaments und des Rats der Europäischen Union oder der Europäischen Kommission nach wie viele Entscheidungen (z.B. über Rechtsakte) dort gefällt werden. Man ist dort nicht handlungsunfähig, sondern trifft ständig wie der Nationalrat, der Ständerat und der Bundesrat Entscheidungen. Die EU ist kein Riesenmoloch und hat keinen Riesenverwaltungsapparat in Brüssel, der "Unwillen" verschlingt. Haben Sie je geschaut wie viele Mitarbeiter die Bundesverwaltung der Schweiz hat und dies mit der Anzahl der Mitarbeiter der Europäischen Kommission (hat die Funktion der Regierung und Verwaltung) verglichen? Sie werden überrascht sein. Die EU ist keine militärische Einheit, weil das nicht ihre Aufgabe ist und in den EU-Verträgen vorgesehen ist, dass auch neutrale Staaten oder Bündnis freie Staaten EU-Mitglied sein können (Österreich, Schweden, Finnland, Irland, etc.), welche nicht Mitglied der NATO sind. Wenn man keine Diktatur ist kann es eben auch in der EU in den zuständigen Parlamenten und Fügen Diskussionen und nicht einstimmige Abstimmungsresultate geben, was mit "Zerstrittenheit" nichts zu tun hat. In den EU-Verträgen ist vorgesehen, dass in den meisten Rechtsgebieten Entscheidungen mit einer Mehrheit getroffen werden können und nicht einstimmig erfolgen müssen. Deshalb sind Blockaden bei Entscheidungen sehr selten.