Probleme der Tochter mit dem Vater

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  • Hallo,


    mein Name ist Lisa und ich bin 17 Jahre alt. Ich lebe zu Hause. Schon seit vielen Jahren Probleme mit meinem Vater. Er hat mich schon öfter geschlagen (das hat er zum Glück seit 1-2 Jahren nicht mehr gemacht), festgehalten, gebrüllt wie sonst was, mich beleidigt ob indirekt oder direkt und mich mal auf den Boden gedrückt weil ich nicht mit wandern wollte (da war ich ca. 8-10 Jahre alt). An vieles kann ich mich nicht mehr erinnern, nur an sehr prägnante Ereignisse. Wenn man mit meinem Vater darüber redet ist das wie mit einer Wand zu reden und wenn er überhaupt reagiert lacht er mich aus und sein Lachen ist zum kotzen. Ich mag meinen Vater überhaupt nicht und auch wenn ich keine totale Angst habe vor ihm habe ich einen negativen Respekt vor ihm und ich habe auch keine Lust mit ihm irgenwas zu machen oder mit ihm zu reden. Meine Mutter kann man auch total vergessen. Sie sagt entweder gar nix oder stellt sich auf die Seite meines Vaters.


    Ich möchte mich hier mit Leuten, die auch sowas erlebt haben austauschen.

  • LisaMaria0801


    Das ist unschön, was du hier zu berichten hast.


    Doch was sind deine Optionen?


    Willst du weiterhin einem "verlorenen Glück" nachrennen? Wenn du keine Rückhalt von deinen Eltern erhältst, wenn dir nicht genug Aufmerksamkeit und Liebe widerfährt... dann erwache!


    Bitte ja nicht "erwachen" mit "erwachsen" werden verwechseln. Obwohl das noch einen Zusammenhang hat.


    Aber suche dein Glück nicht mehr dort, wo du es nach aller Voraussicht nach, nicht finden kannst.


    Hier solltest du wohl mit einem Ablöseprozess beginnen. Und deinen ganz eigenen Weg anfangen zu beschreiten.


    Das ultimative Glück wird dir hier wohl auch nicht gleich begegnen. Wichtig scheint mir, dass du dich gefühlsmässig soweit befreien kannst, dass du unabhängig von unerfüllter Liebe wirst. Dann wirst du die Möglichkeit haben, dich selbst zu sein. Und dann wirst du dich voraussichtlich glücklicher fühlen, als wenn du weiterhin nach der, deines Empfindens nach, nicht vorhandenen Zuwendung deiner Eltern sehnst.

  • @LisaMaria0801 Sie haben in Ihrem jungen Alter schon viel erlebt. In einer Familie aufzuwachsen, in der Gewalt zum Alltag gehört, ist schwer. Sie schreiben, dass Sie die Situation mit Ihren Eltern nicht besprechen können. Hier kann es vielleicht helfen, wenn Sie eine Vertrauensperson zu einem solchen Gespräch hinzunehmen. Am besten jemanden, den auch ihre Eltern schätzen. Suchen Sie aber für sich auch Personen ausserhalb der Familie, mit denen Sie offen sprechen können.


    Falls Sie weitere Unterstützung suchen oder sich die Situation verschlechtert, können Sie sich jederzeit an das Sorgentelefon von Pro Juventute wenden: https://www.projuventute.ch/de/eltern/familie/sorgentelefon. Unwissend, wo Sie wohnen, ist auch das Mädchenhaus in Zürich eine gute Anlaufstelle: https://www.maedchenhaus.ch/. Dieses bietet nicht nur eine 24h-Beratung, sondern auch eine Unterkunft.

  • LisaMaria0801


    Ich hatte mir noch überlegt, als ich meinen Beitrag schrieb, ob ich dich auf die Tel.Nr. 143 der "Dargebotenen Hand" aufmerksam machen soll. Da gibt es auch Fachleute, die dich beraten können. Die Nummer ist aber eher für Menschen in akuten Krisen gedacht. Bei dir hatte ich den Eindruck, dass du zwar in einer schwierigen Situation bist. Aber nicht in einer akuten Krise.


    Für dich und deine Situation scheint mir der Vorschlag von @ForumBeobachter die bessere Variante zu sein.


    Ich weiss nicht, ob du religiös bist. Aber manchmal kann auch die Kirchgemeinde noch weiterhelfen. Ich selbst bin Atheist. Hatte aber auch schon Unterstützung seitens einer Kirchgemeinde gefunden. Eigentlich nicht für mich selbst. Sondern für eine andere Person. Rückblickend sage ich: Ein Versuch war es wert.


    Und schreib doch noch etwas weiter hier im Forum!


    Alleine schon, dass du über deine Situation schreiben kannst und auch ein Echo drauf kommt, kann schon Vieles in Bewegung bringen.