Wieviel Sonntagsarbeit brauchen wir?

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  • Sonntagsarbeit reduzieren!


    Sonntagsarbeit im Detailhandel schränkt die gemeinsame Familienzeit der Arbeitnehmenden ein. Weitere Begehren von anderen Branchen würden folgen, insbesondere in Betrieben mit hoher Kapitalausstattung. Alex Schneider, Küttigen

  • Was sagt denn die Familie, der Freundeskreis oder der Verein dazu, wenn Sonntagarbeit die gemeinsame Zeit reduziert?

  • @alescha01


    Das muss doch jeder Arbeitnehmer für sich selbst entscheiden können, wann er arbeiten will oder nicht.


    Dazu braucht es flexible Modelle für Arbeitszeiten. Keine Dogmen, wann man arbeiten darf und wann nicht.


    Ich als Bauer kann auch nicht sagen: Heute ist Sonntag und deshalb melke ich die Kühe nicht.


    Unabhängig davon, was der "Sportsverein" dazu sagt, muss ich meine eigenes "Lebensmodell" leben können.

  • @alescha01


    Sie wissen ja wohl, dass ich Auslandschweizer bin.


    Und in meiner Wahlheimat ist Sonntagsarbeit durchaus üblich. Und auch dort gibt es die Gewerkschaften, welche sich für faire Arbeitsbedingungen einsetzen. Doch bisher ist noch keine dieser Gewerkschaften auf die Idee gekommen, die Sonntagsarbeit abzuschaffen. Weil wegen der Sonntagsarbeit kein familiäres oder soziales Zusammenleben möglich wäre....


    Manchmal scheint es mir gerade im Gegenteil der Fall zu sein.


    Ich werde hier vielleicht noch eine Geschichte anfügen, um ein praktisches Beispiel aufzuzeigen... wie es auch anders gehen kann..


    Vorher muss ich aber noch etwas Sonntagsarbeit leisten, um den sozialen Frieden zu wahren....


    Lach!

  • @alescha01


    Ich hatte es ja noch versprochen. In der folgenden Geschichte dürfen sie mich nicht absolut wörtlich nehmen. Denn ich schreibe da stellvertretend für eine andere Person in der "Ichform". "Ich" war da nur etwas der "Zaungast". Smile. (War aber tatsächlich anwesend).


    Es war an einem Samstag Abend eine Partynacht... die etwas ausuferte.. (Der Grund für die "Partynacht" war eine Totenfeier). Und ach, ja. Es kam, wie es kommen musste. In unserem Haus war dann der Biervorrat schon am frühen Morgen halt etwas aufgebraucht. Weil die Party ja noch im vollen Gange war.... Ist da traditionell völlig normal so. Man muss ja die Toten feiern... so wie sie fallen....


    Item.... Am frühen Morgen dann mit der Kindergartengäng im Anschlag voraus... auf den Shop los!


    Ja, ja... der macht ja nicht um sechs Uhr früh auf ... sondern erst um Zehn! Das geht natürlich gar nicht!


    Klopf, Klopf. An der Hintertür der Shopkeeperin...


    Was jetzt? Du schon wieder? Spinnst du eigentlich? Mitten in der Nacht? Lach!


    Da wurde ich kurzerhand dazu verdonnert ihr Baby frisch zu wickeln und zu füttern. Während sie dann noch im Lager nachsehen ging, ob es überhaupt noch Bier etc. auf Lager hat.


    Na ja... sie wurde fündig. Abgesehen von einigen Flaschen Bier wurde die Kindergäng noch reichlich mit Sweets eingedeckt... und marschierte dann schon mal etwas voraus....


    Ja, wäre ich doch bloss auch gleich davongelaufen... Jetzt packte mir die Shopkeeperin doch glatt am Kragen und noch ihr Baby "huckepack"! Ja sag mal? Bin ich am Sonntag eigentlich ein Packesel? Das mache ich doch nur am Diensttag! Jetzt sagte die Shopkeeperin doch glatt auch noch.... jetzt bist du an der Reihe.. ich muss schliesslich heute noch arbeiten!


    Na ja... Widerstand zwecklos. Wenn die nicht arbeitet... bekomme ich heute kein Feierabendbier mehr.... Und mal ganz abgesehen davon.. ich liebe ja Kinder... wenn ich sie dann im Laden wieder zurückgeben kann ... wenn ich genug davon habe....


    Ach ja... Übrigens... Die etwas älteren Kinder der Gäng hatten in der Zwischenzeit die Küche erobert. Und schälten wie wild die Kartoffeln.... Während "Mama" den Roaster ausglühte....


    ( "Zaungast" rüstete etwas Kleingemüse für eine Sosse).


    Nachdem die Misére ja schon geschrieben steht.... Und die Kinder mal noch gegessen hatten... hüpften sie dann etwas frisch vergnügt Richtung Shop. Und balancierten dabei ein Mittagsessen für die Shopkeeperin mit.... Kamen danach gut bepackt mit sweets wieder zurück....


    Hmm? Gibt es vielleicht doch noch etwas Alternativen zu Arbeitsmodellen?


    Oder ist das, was uns hier die Moralisten aufzwingen wollen, das einzig "Wahre"?


    Ach, nur noch eine kleine Anmerkung.... Das Baby... der Shopkeeperin hat ne Macke!


    Die sitzt mir mit Vorliebe im Nacken! Womit habe ich ein solches "Ungemach" bloss verdient?


    Lach!!!!!

  • alescha01


    Ich sagte bereits, das ich, der Schreiber, da nur der Zaungast war. Der bin ich mit einer gewissen Regelmässigkeit.


    Ich kann beobachten, dass das kleine Baby... inzwischen 9 Jahre alt... nur eine "Vaterfigur" in ihrem Leben hat. Nämlich den... dem sie im Nacken sitzt....


    Das ist aber nicht ihr leiblicher Vater!


    Der "Leibliche" kümmert sich um sein Kind nämlich gar nichts. Und um die Mutter des gemeinsamen Kindes keinen Deut mehr. Da hatte sich die Mutter wohl etwas falsche Hoffnungen gemacht. Möchte ich nicht mehr weiter kommentieren.... Zumindest jetzt gerade nicht.