Entzug von 0,25 mg Temesta/Tavor

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  • Transmitter


    Hallo ;). Hoffe, Sie sind gut unterwegs im Tag. Dankedanke für Ihre Zeilen! Ich meine, mir bestens vorstellen zu können, was Sie meinen... Ich bin froh für Sie, wenn Sie soweit Stabilität erleben. Möge es so bleiben; das wünsche ich Ihnen. Natürlich wünsche ich Ihnen, es verbessere sich sogar wieder. Wunder passieren ja immer wieder, auch in unserer garstigen Zeit...


    Es ist wirklich nicht einfach, sukzessive Abstriche bei der Lebensqualität machen zu müssen. Aber so lange man sinnvollen "Ersatz" dafür findet, sprich, wieder ein neues Törchen aufgeht, ist das umso wertvoller. Und die richtige Strategie, wenn Trigger auflauern, ebenfalls. Mit dem Sahnehäubchen gute Ablenkung obendrauf. Sie machen das super gut! Kompliment!


    Seit meiner Covid Erkrankung anfangs April ist bei mir jeder Tag hartes Durchbeissen bis zur Verzweiflung.... Scho no komisch, da ja Covid gem. vielen Leuten nur en harmlose Schnupfe oder es chlieses Grippli ist...


    Das war's für heute. Ich wünsche Ihnen einen möglichst angenehmen Tag mit möglichst vielen guten Momenten und Freude


    Herzlich

    Tilia

  • Tilia


    Dass es sie nun auch noch mit einer Covid -Infektion erwischt hat ....

    Das tut mir leid für sie. Hätten sie jetzt wirklich auch nicht noch gebraucht.

    Ich freue mich aber sehr, dass sie hier im Forum wieder Lebenszeichen von sich geben!

    Das lässt mich doch etwas weiter hoffen.

    LG Transmitter

  • tomk


    Salü Tom (?)


    Danke für deinen Beitrag. Ob es damals für mich "befreiend" war, als ich diesen Viertel Temesta ausgeschlichen hatte, weiss ich nicht mehr so genau. Ich wollte vor allem wissen, was sein wird ohne diese Minidosis. Weil ich mich fragte, ob sie überhaupt eine relevante Wirkung hat. Es ging mir also nicht darum, mich aus einer Abhängigkeit heraus zu befreien. Temesta hat mir einige Male das Leben gerettet. Es war nie so, dass ich dann einfach darin hängen blieb, weil damit das Leben rosa erschien.


    Eben, der Viertel Temesta hat mich wieder seit Spätsommer 2021.


    Ich werde so bald als möglich deine Geschichte exakt lesen (PC Sitzungen sind für meinen Körper Stress :(().


    Ich wünsche dir einen guten Tag mit vielen Lichtblicken; heb Sorg


    Herzlich

    Tilia

  • Tilia


    Ich habe etwas den Eindruck, dass es da um etwas ganz spezielles geht....


    Es ging mir also nicht darum, mich aus einer Abhängigkeit heraus zu befreien.


    Ich wage hier zu widersprechen. Dann aus meiner Sicht geht es genau darum!


    Um das: ... Ich kann, wenn ich will, die Kontrolle über mich selbst behalten!

    Und dafür brauche ich kein Temesta kein... kein dies, das und waawa.... sondern einfach nur mich selbst.

    Aber mein wirkliches "Selbst".

    Nicht das "Selbst" das ich zu sein glaube....

    Weil ich von irgendwas abhängig bin....

    (Inklusive den Dogmen die ich angelernt hatte).

  • Transmitter


    Seit meiner Covid Erkrankung anfangs April ist bei mir jeder Tag hartes Durchbeissen bis zur Verzweiflung.... Scho no komisch, da ja Covid gem. vielen Leuten nur en harmlose Schnupfe oder es chlieses Grippli ist...


    Tilia


    Ich hab dein Posting falsch verstanden mit Temesta ausschleichen - habe nicht verstanden dass das Ausschleichen letzten Frühling war...trotzdem toll das du es damals geschafft hast!


    Oh je das kenn ich auch mit der Infektion. Hatte Ende März die Infektion. Meine Lage mit den bestehenden Problem hat sich dadurch für ein paar Wochen verschlechtert (eigenartige Symptome und bestehende Probleme verstärkt), aber: es geht wieder besser. Manche Symptome brauchten allerdings schon ein paar Wochen Zeit. Hatte vorallem starke Beinschmerzen (wohl Durchblutungsstörungen) und ein inneres Zittern, so als ob ein innerer Körper vibrieren würde - dies hat dann rückgekoppelt und es kreierte eine unangenehme Dynamik mit meinen bestehenden Symptomen. Wenn man bereits angeschlagen ist verunsichert einem dies noch mehr - kann ich aus eigener Erfahrung in den letzten 2 Monaten nachvollziehen.


    Ist sicher bei jedem etwas anders aber ich habe dann nach einigen Wochen erlebt das die Symptome der Infektion sich dann plötzlich von einem Tag auf den anderen stark verbessern können - selbst wenn sie schon seit einigen Wochen bestehen. Wünsche dir viel Kraft und Durchhaltewillen.

  • Transmitter


    Hallo Transmitter

    Danke für Ihre Zeilen. Heute habe ich viele Fragen an Sie ;):


    Wie kommen Sie auf die Idee, ich bräuchte Temesta, um die Kontrolle über mich selbst zu behalten?


    Was denken Sie denn, aus welchem Grund ich diesen Viertel immer mal brauche (nicht tägl.; denn z.B. auch alle drei Tage gilt als regelmässig, oder regelmässig am Montag...)?


    Was stellen Sie sich vor, wie es mir an den Tagen geht, an denen ich Temesta nehme?


    Haben Sie selber auch schon 0,25 mg (keine grössere Dosis) mg Temesta eingenommen? Aber nicht dreimal täglich, sondern nur 1 x...


    Ich verstehe nicht, an was für angelernte Dogmen Sie denken...


    Ich bin gespannt auf Ihre Antwort ;)


    Herzlich

    Tilia

  • Tilia

    Danke für ihre Antwort.


    Lassen sie mir bitte etwas Zeit um zu antworten. Ich muss mir da genau überlegen wie ich das formulieren kann, damit es verständlich ist.


    Es geht um das Grundprinzip der Suchtproblematik . Und hat so gesehen nur am Rande mit Temesta oder anderen Substanzen zu tun.


    Liebe Grüsse, Transmitter

  • tomk


    Salü Tom


    Bevor ich es vergesse (Covid lässt grüssen) : Falls du in der Schweiz wohnst und nicht zu weit weg von Zürich... Die Forel Klinik bietet die Möglichkeit für ambulanten Medikamentenentzug an. Vielleicht wäre das eine Option für dich, dich dort mal beraten zu lassen. Hier die Kontaktdaten:


    Ambulatorium - Standort Zürich
    Die Forel Klinik bietet in Zürich eine Tagesklinik und ein Ambulatorium an.
    www.forel-klinik.ch


    Schön, dass sich bei dir Covid wieder aus dem Staub gemacht hat. Dieses innerliche Zittern erlebte ich auch recht lange. Und grosse Gangunsicherheit. Am schlimmsten war aber der Reizhusten. Mit Anfällen bis zu Erstickungsanfällen. Diese körperlichen Erschütterungen verschärften meine Schmerzproblematik. Meine Schlafqualität ist schlechter geworden, weil ich oft wegen der Schmerzen erwache. Das war vor Covid nicht so... usw.


    Wie viel Temesta nimmst du aktuell? Nimmst du immer noch Pregabalin 25 mg? Hast du schon mal Lasea (Lavendelkapseln) oder ein anderes Lavendelprodukt ausprobiert? Vielleicht magst du dich ansonsten mal über deren Wirkung informieren...


    Für den Moment liebe Grüsse

    Tilia

  • Transmitter


    Danke für Ihre Meldung.

    Lassen Sie sich ruhig Zeit. Allerdings bin ich punkto Suchtproblematik/-Dynamik bewandert; Familiengeschichten.... So ziemlich "Profi". Jedoch nicht, weil ich selber ein Suchtproblem habe/hatte... Aber vielleicht lesen hier Menschen mit, welche dankbar für Erläuterungen sind rund um das Thema Sucht. Ich bin gespannt...


    Herzliche Grüsse

    Tilia

  • Tilia

    Wie ich im Forum schon öfter schrieb....

    Bin kein Mediziner, schon gar nicht Psychiater....

    Im besten Falls gehe ich noch als angehender Psychopath durch... jedenfalls kommt da bei mir ein leiser Verdacht auf, wenn ich am frühen Morgen nümal wieder völlig unrasiert in den Spiegel schaue....

    ;( :D :saint:


    LG Transmitter

  • Tilia


    ich danke ihnen noch ganz herzlich fuer den link der forel klinik bezüglich den ambulanten entzügen. eigentlich kenne ich die angebote in der stadt und im kanton sehr gut, aber das war mir jetzt tatsächlich neu. danke 🌷

  • ich danke ihnen noch ganz herzlich fuer den link der forel klinik bezüglich den ambulanten entzügen. eigentlich kenne ich die angebote in der stadt und im kanton sehr gut, aber das war mir jetzt tatsächlich neu. danke 🌷

    Zeigt das nicht gerade etwas auf, dass die Teilnahme und der Gedankenaustausch in einem Forum nicht auch mal etwas nützlich sein kann? :)

  • Tilia , tomk


    auf hinweis von Tilia habe ich gleich den hörer in die hand genommen und das entzugsangebot von der forelklinik angehört.

    sie bieten auch stationäre entzüge an, allerdings nicht am standort zürich sondern nur in ellikon an der thur.

    entzogen werden benzodiazepine, alkohol und gewisse schmerzmittel wie tramadol und andere opiate.

  • Hallo zusammen,


    danke für die Hinweis mit der Klinik. Meinen Sie, es mache Sinn, da mal anzurufen und sich beraten zu lassen? Ich fühle mich so lost bei meinen Medikamenten. Ich versuche immer noch einen Arzt zu finden, der mich bei meinem Cocktail beraten kann. Mein Therapeut sagt immer nur, ich solle es selbst entscheiden, was ich reduzieren will. :-/


    Ich habe ja immer noch diesen Medikamentencocktail am Start (Mirtazapin immerhin ein bisschen reduziert) und kreise wieder den ganzen Tag um selbige. Habe mittlerweile erkannt, dass dieses Kreiseln ein Entzugssymptom ist, in dem Fall kommts vom Mirtazapin (bin in der 4. Woche der Reduktion). Das Mirtazapin habe ich in 3 Schritten von 45 auf 30 mg reduziert. Auch mit der Wasserlösmethode zwischendurch. Ziemliches Gefriemel, aber gut. Der erste Schritt von 45 mg auf 37,5 hat mich zwei Wochen Depression gekostet. Scheine zu den sensiblen Menschen zu gehören.


    tomk oh mann, dass was du über den Tavorentzug schreibst, kenne ich nur zu gut. Ich habe selbst nur noch 1mg, wurde versucht letztes Jahr das zweimal in der Klinik zu entziehen und ging voll nach hinten los. Diese Zustände, ich kreiste nur noch im Kopf, bin kaum noch ansprechbar gewesen, hatte eine riesige Angst, Anspannung und Unruhe, Suizidgedanken, Depression, konnte nicht schlafen. Also einen echte Entzugskrise. Die gilt es mit allen Mitteln zu vermeiden! Immer! Weil mich das in die Klinik bringen kann, wo meine Angst so übergroß wird, dass die Ärzte gar keine andere Möglichkeit haben, als wieder ordentlich Psychopharmaka zu geben.


    Ich weiss jetzt, dass ich das nur umgehen kann, wenn ich nur 10 % von der aktuellen Dosis reduziere. Und dann 4 Wochen warten, bevor der nächste Schritt kommt. Aktuell warte ich noch, da ich momentan depressiv bin.

    Hast du eine Umsetzung auf Diazepam mal überlegt?


    Tilia

    Es ist schön, wieder etwas von dir zu hören. :)


    Viele Grüße

    Sonnenschein


  • Tilia


    Ich muss ihre Fragen etwas einzeln angehen.


    Zuerst mal die Fragen die für mich einfach zu beantworten sind:


    Nein. Ich habe keine eigenen Erfahrungen mit der Einnahme von Temesta.

    Und kann mir auch nicht vorstellen wie sie sich fühlen, bevor sie Temesta einnehmen. Und wie sie sich danach fühlen.


    Ich verstehe bis heute auch nicht wirklich nach welchem Schema bei ihnen das Schmerzsyndrom funktioniert. Und wie ihnen da ein Medikament, in ihrem Fall Temesta dann hilft.

    In meinem eigenen Fall verwende ich ein Medikament, welches physisch nicht abhängig macht.

    Dieses Medikament brauche ich nur im Notfall. Falls ich es aber brauche, dann in sehr hoher Dosis. Wenn es ganz schlimm kommt, auch in einer Dosis, die über der maximalen Tagesdosis gemäss Packungsbeilage liegt.

    Das ist dann aber allerhöchstens für zwei Tage so. Und danach wieder voll runter auf null. Es ist also wirklich eine reine Notfallintervention und keine Dauermedikation.

    So gesehen bin ich also auch nicht physisch abhängig davon dieses Medikament einzunehmen.

    Es geht im Normalfall ohne.


    Trotzdem spielt bei mir ganz am letzten Ende eine psychische Komponente mit. Und die trägt bereits die Grundkomponenten einer Suchtdynamik in sich. Insofern eben auch angelernte Dogmen.


    Obwohl ich mittlerweile nur selten solche Schmerzattacken habe.... sie können vorkommen. obwohl ich ja einige Dinge in meinem Leben nicht mehr mache, um dies zu verhindern. Mich also angepasst verhalte.

    Eine Vermeidungshaltung.

    Aus Angst davor ich könnte eine Attacke bekommen, welche ich nicht mehr in den Griff bekommen. Und dann sowieso nicht, wenn ich kein Notfallmedikament mehr bei mir habe....


    Zum Beispiel gehe ich nicht mehr auf einen Langstreckenflug, ohne das Medikament. Obwohl ich es meisten ja doch nicht brauche... aber es könnte ja sein.... >>> Angst!


    Und hier treibt mich dann meine Angst in eine psychische Abhängigkeit von dem Medikament hinein....

    Obwohl ich doch weiss, dass ich es eigentlich nicht brauche ... aber ohne gehe ich nirgendwo mehr hin.

    Ist tatsächlich so. Habe es praktisch immer dabei. Das gibt mir eine gewisse Sicherheit. Und ist gleichzeitig mein geistiges Gefängnis.


    In meinem Fall wird wohl kaum Jemand von einer Sucht sprechen.

    Aber die Grundlagen einer Suchtdynamik sind vorhanden.


    Dazu werde ich dann in einem weiteren Beitrag noch mehr schreiben.


    Liebe Grüsse, Transmitter

  • DamienS


    Hallo :) Schön, sie zu lesen! Wie geht es Ihnen?


    Das Ambulant-Angebot der Forel Klinik kenne ich nicht aus Eigenerfahrung. Mein Bruder schlich letztes Jahr 1 mg Temesta aus mit deren Unterstützung. Ich gebe den Dank gerne an meinen Bruder weiter :) Denn es liegt mir fern, mich mit fremden Lorbeeren zu schmücken :)


    "bei der hypothese von Transmitter bin ich mir nicht ganz sicher, ob diese bei ihnen zutrifft. da sie, aus meiner sicht, eher über eine physische abhängigkeit verfügen/verfügten und weniger über eine psychische. wie gesagt meine meinung."


    Ja, Sie liegen richtig. Interessant war ja, dass letztes Jahr alles kippte während/nach einer Wanderung in den Bergen. Es gab aber im Laufe der Monate bis zu meiner Covid Erkrankung immer mal bessere Tage. Seit Covid nur noch Momente, aber nicht täglich...


    Momentan warte ich auf das Aufgebot für eine orthopädische Abklärung, je nachdem wird eine neurologische notwendig sein. Mein körperlicher Zustand macht das Erledigen meiner alltäglichen Verpflichtungen zur Hölle. Ich fühle mich nur wohl, wenn ich tief schlafe... Ich hoffe, nicht zu fest gejammert zu haben :(


    Herzlich

    Tilia