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  • Hallo zusammen,


    ich habe vor 4 Wochen eine Absetzpause eingelegt. Es geht mir seitdem immer besser. Ich habe aber auch wieder meine Verbindung zum christlichen Glauben aufgenommen. Habe sehr viel über Jesus gelesen und bin mir mittlerweile sicher, was ich nochmal mit 42 im Oktober studieren will. Theologie und Politik.


    So langsam glaube ich, zu verstehen, warum die Hölle der letzten 2 Jahre sein musste. Wenn ich aus der Glaubensperspektive sehe hatte ich nur so eine Chance, mein Leben zu verändern und den richtigen Weg einzuschlagen. Ich übe mich aktuell darin, mich von Gott leiten zu lassen. Nur er kann all diese Qualen und die Angst von mir nehmen.


    Und Jesus war echt ne coole Socke, auch wenn er Gott war, einfach cool.


    Die Medikation stagniert aktuell. Am Montag bin ich wieder beim Psychiater, der nächste Schritt steht an.


    Liebe Grüsse

    Lamalein

  • Sonnenschein80


    Es freut mich zu hören, dass es ihnen besser geht.

    Und dies trotz, oder vielleicht auch gerade deshalb, weil sie eine Absetzpause machen.

    Ich hatte schon lange das Gefühl, dass ihr Fokus viel zu sehr auf die Medis ausgerichtet war. Und zu wenig auf ihre übrigen Bedürfnisse, die für ein stabiles und gesundes Leben notwendig sind.


    Ich kenne einige Menschen, denen der Glaube (etwelcher Art) in schwierigen Lebenssituationen einen starken Halt geben konnte. Und konnte auch oft sehen, dass "kirchliche Institutionen" oder Glaubensgemeinschaften auch vermögen das soziale Umfeld in positiver Weise zu prägen.


    Ich selbst arbeite manchmal sehr direkt mit solchen Institutionen / Gemeinschaften zusammen. Ohne aber diesen anzugehören. Ich bin seit langer Zeit ein überzeugter Atheist. (Ist auch eine Form des Glaubens).


    Jedenfalls finde ich es gut, dass sie sich mit dem Absetzen mal etwas Zeit lassen. Und sich vermehrt den Dingen zuwenden, die ihnen jetzt gerade gut tun.


    LG Transmitter

  • Hallo zusammen,


    Und Jesus war echt ne coole Socke, auch wenn er Gott war, einfach cool.

    Ich bin auch, wie Transmitter, Atheist, interessiere mich aber trotzdem für verschiedenen Religionen. Es gibt viele Legenden/Mythen über Jesus, aber dass er gleichzeitig Gott und Jesus gewesen sein sollte, kann nicht sein. Es heisst ja «Gottessohn. Nun ja, bemerkenswert ist die Uneinigkeit über seinen Tod - angeblich Golgatha im Jahr 33 nach Christus.


    Es gibt übrigens (umstrittene) Hinweise darauf, dass Jesus einen grossen Teil seines Lebens (von dem ja nur ein sehr kurzer Zeitraum in den Evangelien dokumentiert ist) in Indien verbrachte und dort möglicherweise seine Fähigkeiten erlernte. Wie jedem Yogi war auch ihm klar, dass jedem Menschen der Weg der «Gottesverwirklichung» offensteht, den es selbst in vollendeter Form vorlebte. Angeblich starb er mit 80ig in Kashmir, wo er auch begraben sein soll. Einige bedeutende Historiker halten diese These für wahrscheinlich.


    Wenn Sie mehr über Jesus’s Indien-Aufenthalt (Erzählung, wie auch die Bibel aus Erzählungen besteht) erfahren möchten, empfehle ich Ihnen dieses Buch:


    Die "Jesus-in-Indien-Legende"


    Um nach Indien zu gelangen, muss er der Kreuzigung entgangen sein. Es gibt aber auch Skeptiker, die an dieser These zweifeln:

    Befeuert von einer BBC-Dokumentation wird nun wieder häufiger darüber spekuliert, Jesus sei trickreich dem Tod entkommen und nach Indien geflohen, wo er als wundertätiger Prediger weitergewirkt habe. Hintergrund: In Srinagar, der Hauptstadt von Kaschmir, fanden Forscher ein geheimnisvolles Grab. Ist es die letzte Ruhestätte eben jenes Predigers aus Judäa?

    Es bleibt natürlich jedem Gläubigen selbst überlassen, wie er Jesus in seinem Glauben befestigt.

    Aber wie oben erwähnt, ist ziemlich spärlich über diese Person dokumentiert.

  • Insich


    Das Judentum in Indien ist wissenschaftlich ziemlich gesichert, auch von indischer Seite.https://de.wikipedia.org/wiki/…C%20Pune%2C%20Ahmedabad).

    Thomas, der Zwilling, war als Apostel in den indischen Städten mit Judentum tätig, gemäss u.a. der Schriften der Kirchenväter.


    Mir ist aufgefallen, dass Jesus in einem Fluss (Jordan) von "Johannes dem Täufer) getauft wurde.

    Flusstaufen sind im Hinduismus üblich, aber nicht im Judentum. Da eher "Reinigungsbäder in Becken."

  • Hallo zusammen,


    es gibt in der Bibel einige Stellen, die darauf hinweisen, dass Jesus Gott ist. Das Gewichtigste ist, dass Jesus all die Sünden der Welt auf sich genommen hat. Das konnte nur ein Gott übernehmen. Ich glaube an die Dreifaltigkeit "Gott, Der Heilige Geist und Jesus" - sie sind alle Gott für mich.


    Das mit Indien finde ich irgendwie obskur. Aber ich kann das so stehen lassen.


    In einem Jahr weiss ich vielleicht schon mehr darüber.


    Transmitter

    Ja, die letzten Wochen waren erholsam, aber es muss weitergehen mit dem Reduzieren. Wahrscheinlich 50 mg weniger vom Quetiapin am Abend, anstatt 200 150 mg. Ich werde wohl einen Entzug über alle t Medikamente machen, bei Quetiapin, Pregabalin und mirtazapin runterdosieren, dann tavor komplett raus. Das wird alles noch Jahre dauern, aber immer in der Hoffnung, dass wieder so phasen wie jetzt kommen können.


    Liebe Grüsse,

    Sonnenschein

  • Hallo zusammen,


    einen kleinen Zwischenstatus zu mir. Bin jetzt für Theologie und Politik ab Herbst eingeschrieben.


    Ich versuche aktuell abzunehmen, da ich ja durch die Medikamente 20 Kilo zugenommen habe. Dies versuche ich durch Kaloriendefizit, 10.000 Schritte pro Tag zu erreichen. Und natürlich Reduktion der Medikamente.


    Ich reduziere aktuell das Quetiapin. Bin jetzt bei 200 mg (ehemals 300mg Anfang des Jahres) und will noch auf 150 mg runter bis Herbst und mache dann mit dem Mirtazapin (mittlerweile bei 30 mg) weiter. Tavor habe ich immer noch, aber da werde ich erst. nächstes Jahr rangehen, denke ich. Der Drops mit der Abhängigkeit ist eh gelutscht. Ich benötige nicht mehr als die 1 mg seit einem Jahr, ich hoffe, das bleibt so und wahrscheinlich werde ich schon über das Diazepam dann wieder gehen. Ungefähr 1 Jahr würde ich für das Absetzen dann kalkulieren, alles andere ist zu schnell.


    Mit Schnelligkeit funktioniert das bei mir leider nicht, wie ich endlich gelernt habe.


    Meine Blutwerte werden auch besser. Nur noch GammaGT ist leicht erhöht, die anderen Leberwerte passen und auch meine Leukozyten sind knapp über der Linie von 4000.

    Ich nehme mittlerweile Omega3, Vitamin D, Zink und Magnesium.


    Was nicht gut läuft, ist die HPV Infektion, der Papabstrich hat sich verschlechtert. Ich hoffe, dass ich da noch irgendwie rauskomme, ohne eine Konisation. Mehr als 2 Jahre habe ich jetzt die Infektion. 😔 nun gut, ich hoffe, das geht wieder weg, vor 10 Jahren habe ich es auch wieder wegbekommen, aber jetzt bin ich leider schon älter.


    Das wars von mir soweit,

    liebe Grüsse, Sonnenschein

  • Hallo Sonnenschein


    Ich bin Temesta frei seit 6 Tagen


    Ich habe es zuhause nicht mehr ausgehalten - mit dieser Abhängigkeit zu leben, das langsame and schmerzhafte zurück dosieren, die zerstörerischen Auswirkungen jeden Tag zu erleben. Vor 2 Monaten habe ich mich entschieden in einer Klinik den Entzug zu machen. Es brauchte viel Leidensdruck damit ich mich dazu entschied - die Angst vor dem Entzug war riesig.


    Ich bin nun in den letzten Tagen des Klinikaufenthaltes - alles lief einfacher als gedacht.


    Ich habe mich beim Entzug dafür entschieden es mit Pregabalin Unterstützung zu machen (resp. das war die Empfehlung der Klinik). Mein Nervensystem war lächerlich sensibel in den letzten 15 Monaten. Mein Verdacht war das dies etwas mit Temesta zu tun hatte. Pregabalin half sehr während dem Entzug. Ich musste es auf 150mg aufdosieren - was immer noch eher eine kleinere/mittlere Dosis ist.


    Ich hatte praktisch keine Entzugserscheinungen - dies dank Pregabalin und dem Kliniksetting insgesamt. Meine primären Symptome neben Aengsten sind Tinnitus und Schlafprobleme - diese wurden etwas stärker phasenweise während dem Entzug. Aber es ist einfacher handelbar wenn man weiss man muss am nächsten Tag nicht funktionieren und wird vom Klinikumfeld aufgefangen. Aengste kamen während dem Entzug praktisch nicht auf.


    Schon 2-3 Tage ohne Temesta konnte ich körperlich spüren das etwas zurückkommt/ausgeschüttet wird das während der Zeit mit Temesta nicht mehr da war. Ich spüre sprichwörtlich das etwas ausgeschüttet wird - schwierig zu erklären.

    Ich werde Benzodiazepine nie mehr anfassen. Pregabalin werde ich früher oder später auch loswerden. Die psychische Abhängigkeit zu Temesta hat mich komplett blockiert auf unterschiedlichsten Ebenen - ich habe jetzt wieder eine Perspektive - der Blocker ist weg. Ich habe das Gefühl nun wieder konstruktiv an meinen gesundheitlichen Problemen arbeiten zu können.


    Ich wünsche dir viel Glück auf deinem Weg - wenn ich es tun kann, kann es jeder <3 <3 <3

  • Vor 2 Monaten habe ich mich entschieden in einer Klinik den Entzug zu machen. Es brauchte viel Leidensdruck damit ich mich dazu entschied - die Angst vor dem Entzug war riesig.


    Ich bin nun in den letzten Tagen des Klinikaufenthaltes - alles lief einfacher als gedacht.

    Schon verrückt, nimmt jemand 1 oder 2 Jahre Temesta, kostet das Medikament selber während dieser Zeit rund 300 (600) Franken. Um dieses loszuwerden kostet ein 2-monatiger Entzug in einer Klinik dann etwa 20'000 Franken.


    Ich nahm 2 Jahren lang Zolpidem (ein Z-Medikament) 10 mg teilbar - manchmal auch 15mg - wegen Einschlafstörungen. Am Schluss war es eher eine Gewohnheit, diese Tablette zu nehmen. Letzten Winter wollte ich damit aufhören, weil sich diverse Nebenwirkungen bemerkbar machten.


    Die ersten 2 Woche nahm ich 7.5mg – die 5 mg teilte ich nach Augenmass, da es keine 2.5 mg gibt. Danach 1 Woche 5 mg mit 15 mg Mirtazapin. Eine weitere Woche 2.5 mg mit 15 mg Mirtazapin.


    Nach Absetzen von Zolpidem nahm ich weitere 2 Wochen lang 15 mg Mirtazapin und reduzierte dieses dann auf 7.5 mg. Nach 2 Wochen während 3 Wochen 3.75 mg Mirtazapin. Heute schlafe ich ohne Medikamente.

  • Schon verrückt, nimmt jemand 1 oder 2 Jahre Temesta, kostet das Medikament selber während dieser Zeit rund 300 (600) Franken. Um dieses loszuwerden kostet ein 2-monatiger Entzug in einer Klinik dann etwa 20'000 Franken.


    Insich


    Im übertragenen Sinne tun sie hier gerade ein Fass ohne Boden auf.


    Kann es sein, dass das Gesundheitssystem sich seine Existenzgrundlage selber schafft?

  • Insich


    Es freut mich, dass ihr Entzug so gut geklappt hat. Bei mir funktionierte das mit dem Deckeln durch ein anderes Medikament leider nicht. Wahrscheinlich war es auch die Umgebung (Klinik), die mich im Erregungszustand gehalten hat.


    Jetzt hat sich ein Freund, der auch Therapeut ist, angeboten, wenn ich mal für den Tavorentzug irgendwann nicht allein sein will, dann kann ich zu ihm in den Ferienwohnung für ein halbes Jahr oä.


    Somit ist die Angst, nirgends hinzukönnen, genommen.


    Ich habe immer noch Tavor (1mg) Pregabalin (225 mg), Quetiapin (200 mg, bald 150mg) und Mirtazapin (30mg).


    Ich kann nur eins nach dem andern machen, dann 10 Prozent und immer mit 5 Wochen Pause dazwischen. Das wird Jahre dauern, aber jeden Schritt merke ich gewaltig. Bekomme Depression, Angst, Unruhe und Gedankenkreisen.

    Die Amis sind auf dem Trichter am besten das Neuroleptikum zuerst auszuschleichen, da das die meisten Schädigungen macht.


    Wir werden sehen. Es ist mühsig... es dauert ein paar Wochen, bis das Zeug angesetzt ist, und dauert Jahre, bis es wieder draussen ist.


    Eine Bekannte von mir hatte exakt die gleichen Medikamente, sie hat sie in einem 3/4 Jahr ausgeschlichen. Ging 2 Wochen gut, jetzt hat sie alle Medikamente ausser das Antidepressivum wieder drin und befindet sich im Dauerentzug. Tavor bei 2 mg wieder, obwohl sie schon weg war davon. Kann kaum schlafen, dauerhaft unruhig. Das ist mir ein mahnendes Beispiel.


    Liebe Grüsse

    Sonnenschein