Warnung vor Stromknappheit

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  • Seit Jahren schon warnt die Eidgenössische Elektrizitätskommission ElCom vor Stromversorgungslücken jeweils im Winterhalbjahr. Die ElCom weiss, wovon sie spricht: Sie ist die unabhängige staatliche Aufsichtsbehörde im Elektrizitätsbereich. Die ElCom wird wohl gehört in der Politik. Der Bundesrat will die Wasserkraft (etwas) ausbauen und hat die Zielwerte für erneuerbare Energien erhöht. Wie Kommissionspräsident Werner Luginbühl an der Jahresmedienkonferenz der Kommission ausführte, sind diese Massnahmen zwar richtig, aber nicht ausreichend.

  • alescha01


    Aus den Fachkreisen der Energiewirtschaft ist seit Jahrzehnten bereits bekannt, dass mit Wasserkraft alleine die Atomenergie nicht ersetzt werden kann.


    Es gibt hier technisch gesehen noch eine Reserve. Diese ist nicht ausreichend. Der technisch aktuell noch mögliche Ausbau wird weitgehend durch politischen Widerstand verhindert.


    Der politische Widerstand verhindert aber auch den Ausbau weiterer regenerativer Stromquellen. Ob nun PV oder Wind. Sie haben sich erst gerade kürzlich noch gegen die "Windredli" hier im Forum stark gemacht.


    Und was für eine Alternative wollen sie nun anbieten, um den drohenden Stromengpass zu verhindern?


    Ein neues AKW?


    Sorry. Die Experten lachen sich da ja nur noch kaputt.

  • https://www.swissgrid.ch/de/ho…m-bereich-versorgung.html


    Also ich vertraue Swissgrid auf Basis ihres zeitgemässen Resilienz-Konzeptes :


    Importfähigkeit, Europ. Verbundnetz u. Strom-MARKT


    Die sehen wegen der Abkehr von Europa auch eine mittelfristig gefährdete Versorgung der Schweiz mit el.Energie :
    " ... Der Bundesrat hat am 26. Mai 2021 seinem [selbstherrlichen] Entscheid kommuniziert, das Institutionelle Abkommen mit der EU nicht zu unterzeichnen. Er will den bilateralen Weg aber dennoch fortsetzen.
    Damit ist ein Stromabkommen bis auf Weiteres auf Eis gelegt.
    Ohne Stromabkommen ist die vollständige Integration der Schweiz (Netz und Handel) in den europäischen Binnenmarkt für Strom gefährdet und die Teilnahme sowie das Mitspracherecht bei relevanten europäischen Gremien, z.B. ENTSO-E erschwert. Zudem wirkt sich die mangelnde regulatorische Integration des Schweizer Strommarkts in Europa negativ auf die Netzstabilität der Schweiz aus. Auch die Importfähigkeit aus der EU (und Exportwilligkeit der EU) ist gefährdet.


    Swissgrid geht davon aus, dass die Intensität der Herausforderungen für die Netzsicherheit bis 2025 aufgrund der weiteren Optimierung der flussbasierten Marktkopplung in der EU stark zunehmen wird. Swissgrid schöpft heute und auch in Zukunft alle Mittel und Möglichkeiten zur Gewährleistung des stabilen Netzbetriebs aus. Zur Lösung dieser Herausforderungen braucht es die Unterstützung der Politik. " [und nicht die schleichende Abkopplung vom zunehmend smarteren Europ. Netz.]

  • @oytenkratos


    Ja ja... nur weiter so.


    Vielleicht begreifen es dann auch noch die "Quäker".

  • @oytenkratos


    In der Theorie hatte sie es doch schon angetönt, wie die Schweiz hier aus der Falle kommen könnte.


    Könnten sie es jetzt mal auf den Punkt bringen?


    Mir ist allerdings klar, dass es zuerst mal hypothetisch sein wird. Denn es wird wieder durch den politischen Widerstand verzögert, oder behindert werden.

  • Der zentral Netzbetreiber "Swissgrid" stuft 'aktuell' die Gefahren von Schnellabschaltungen als gering ein. Weil aber auch Netzausbaue u. die Kopplung mit den Eorop. Verbundnetz lange Zeit brauchen, besonders auch in einer direkten Demokratie, müsste man damit schnell anfangen.


    Die Schnellabschaltungen der KKW Leibstadt u. Gösgen konnten gut abgefangen werden. Details warum, günstige Umständen ?, müsste auch ich ermitteln.

  • Aktuell, die nächsten 2-3 Jahre sieht 'Swissgrid' kein grösseres Problem.
    Um die Versorgungsicherheit mit el.Energie zu erhöhen, braucht es die Kopplung mit einem viel grösseren und stärkeren Verbundnetz und einem eigenen smarteren Netz.


    Bessere Steuerung der Turbinen in de Speicherkraftwerken, damit diese schneller rauf und runter gefahren werden können, wäre eine preiswerte u. realtiv schnell umsetzbare Option.
    In Österreich und Nordspanien sind die meisten Speicherkraftwerke schon damit ausgerüstet. Norwegen weiss ich nicht.

  • Zu dumm, es ist nicht auf EINEN Punkt zu bringen,. Es sind viele Elemente, die auch noch untereinander Wechselwirkungen haben und Widersprüchlich sind.
    Soll sicher sein, Mitweltverträglich u. möglichst billiig sein.
    Die mangelnde Fähigkeit mit Komplexität konstruktiv umzugehen kommt hinzu.

  • Die bei den Durchschnittlichen verhasst gemachten geistigen Eliten durch die Authoritären Machtkonservativen wissen ihre Zeit 'nützlicher' zu verwenden.


    Das haben die HERRschaften schon immer so gekonnt u. gemacht.

  • @oytenkratos


    Na, gut. Das muss ich jetzt mal so stehen lassen.


    Wir sind uns ja einig darüber, dass es eben nicht einfach eine Patentlösung gibt.

  • @oytenkratos


    Das Beispiel mit Schnellabschaltung aller Reaktoren ist natürlich sehr hypothetisch gewesen.


    Ich wollte damit nur verdeutlichen, was wäre, wenn man jetzt innert kürzester Zeit den Strom, welcher jetzt aus AKW kommt, importieren müsste. Das gegenwärtige Verbundnetz mit dem Ausland wäre überlastet.


    Laut den Netzbetreibern gibt es aktuell noch (Sicherheits-) Reserven. Selbst wenn jetzt beide Reaktoren von Beznau vom Netz gehen, könnte man noch problemlos genug Strom importieren. Verfügbarkeit aus dem Ausland vorbehalten.


    Das Problem ist eher längerfristig wirklich ein Problem.


    Wenn der Ausbau erneuerbarer Energien weiterhin so schleppend verläuft und die AKW abgeschaltet werden müssen, dann wäre das europ. Verbundnetz in der heutigen Form nicht in der Lage ausreichend Strom durchzuleiten. Das heutige Netz wäre dann definitiv an der Belastungsgrenze und keine Reserve mehr vorhanden.


    Das Netz müsste massiv erneuert und in der Kapazität erweitert werden.


    Der Ausbau des Verbundnetzes ist aber nicht eine nationale, sondern eine internationale Sache.


    Und damit, dass das Rahmenabkommen gekippt wurde, ist jetzt auch die internationale Zusammenarbeit der Netzbetreiber gestört.


    Im Zusammenhang mit der künftigen Stromversorgung werfen sich die super souveränen Urschweizer gegenseitig Knüppel zwischen die Beine. Aber nicht nur ihnen, sondern allen Anderen auch.