Sind Schweizer AKW sorgenfrei?

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  • oytenkratos


    Ich weiss leider fast nichts darüber, wie gut diese Methode mit Ultraschall funktioniert. Und wie sie genau funktioniert.


    Nach meinen wenigen Informationen soll die Methode aber kostengünstig und effizient sein. Und ich vermute mal, dass der so abgetrennte Kalk sehr sauber abgetrennt ist. Und ebenfalls als guter Rohstoff weiterverwendet werden kann.


    Für mich ist der grosse Knackpunkt bei den Energie - Algen immer noch die Trennung der Algen vom Wasser. Nach meinen bisherigen Kenntnissen, ist die Trennung hier immer noch am effizientisten durch "zentrifugieren".


    Bei einer grosstechnischen Zuchtanlage halte ich es für möglich, dass man die Abscheidung der Algen aus dem Wasser aber technisch durchaus noch optimieren kann.

  • oytenkratos


    Vielen Dank noch für den Link.

    Für Leute, die gar keine Ahnung von der Materie haben, ist dieser sehr aufschlussreich!


    Für mich selbst ist Ultraschall und Ultraschall-Reinigung kein völliges Neuland. Aber in diesem Link finde ich jetzt auch recht interessante Hinweise. Und nicht zuletzt wird auch noch auf weiterführende Fachliteratur verwiesen.

    Das nenne ich jetzt mal eine "saubere" Produktewerbung!

  • Transmitter


    Was heisst konkret "grosse" Tiefe ?
    Wieso gibt es dann soviel Kalkstein und sogar Kalkalpen ?


    Kompensationstiefe :

    Die Meerestiefe in der die Eintragsrate die Lösungsrate von Calciumcarbonat übertrifft hängt von vielen Einflussfaktoren :
    https://de.wikipedia.org/wiki/Carbonat-Kompensationstiefe


    Hat sich erst eine Schicht abgelagert , ist diese geschützt, solange die Lösungsrate die Eintragsrate nicht übersteigt,
    in bestimmten Meerestiefen also die Wassertemperatur nicht steigt und/oder pH-Wert nicht fällt, sauer wird.

    Siehe Entstehung von Kalkstein-Varianten :
    https://de.wikipedia.org/wiki/…#Entstehung_von_Kalkstein


    Nach der Ultraschallbehandlung von Kalkalgen ausgefälltes Calciumcarbonat setzt sich am Boden ab, auch weil der CO2-Gehalt dann niedrig ist. Aus den entwässerten Calciumcarbonatschlämmen sind bestimmt Kalksteine zu produzieren, unter hohem Druck ? , um an Land damit was zu bauen. Diese Steine wären ökologischer als Zement.

  • oytenkratos

    Warum fragen sie was konkret "grosse Tiefe" bedeutet.

    Sie haben die Frage gerade noch selbst in ihrem letzten Beitrag beantwortet.

    Unter bestimmten Verhältnissen ( Druck / Temperatur) wird Calciumcarbonat wieder instabil und wasserlöslicher.


    Es gibt in der Natur ( Weltmeere) keine klare Grenze wann dieser Prozess eintritt.

    Bei einer Verklappung von Calciumcarbonat in Tiefen von 4000 metern und mehr, muss man damit rechnen, dass gebundenes CO2 wieder frei wird.

    Also nicht wirklich eine permanente Speicherung gegeben ist.

  • oytenkratos

    Aus den entwässerten Calciumcarbonatschlämmen sind bestimmt Kalksteine zu produzieren, unter hohem Druck ? , um an Land damit was zu bauen.


    Etwas abhängig von der Qualität der Bausteine vermute ich jetzt mal, dass für sehr viele Anwendungen solcher Steine gar keine hohen Drücke nötig wären.

    Sondern nur etwas höhere Temperaturen. Aber weit unter der Temperatur, die für die Herstellung von herkömmlichem Zement nötig wäre.

  • oytenkratos

    Ich möchte mich in diesem Thread eigentlich schon etwas mehr auf die Atomkraft konzentrieren.

    Dabei sind aber Alternativen dazu sicher auch ein wichtiges (Neben-) Thema.

    Das Thema "Algen" kann daher aus meiner Sicht hier durchaus angeschnitten werden. Doch das Thema Algen und die damit verbundenen sehr unterschiedlichen Optionen möchte ich lieber, wie von ihnen ja selbst erwähnt in einem anderen Thread etwas diskutieren. Denn dieses Thema ist auch sehr umfangreich.

    Da sie von uns beiden vielleicht noch mehr ein Algenfan sind als ich, schlage ich vor, dass sie unter dem Forum Natur & Umwelt einen eigen Thread zu den Algen eröffnen.

    Vielleicht mit dem Titel "Algen- eine grüne Zukunft?"

    Oder etwas in dieser Art.

    Jedenfalls würde ich es begrüssen, wenn sie einen solchen Thread eröffnen würden.

  • mupli


    Aber einige der klügeren Parteimitglieder freuen sich klammheimlich darüber, dass die Kernkraft als kostengünstige und CO2-freie Alternative zur Verfügung steht, wenn es darum geht, die vielen Dunkelflauten, die den Wind- und Solarstrom zu versiegen bringen, mit ihrem regelbaren Strom zu überbrücken. ( Zitat aus dem Artikel).


    Hier wird ein Narrativ gebraucht :!:


    Dieses Narrativ ist falsch. Wird aber von der Atomlobby fortlaufen als Argumentation angeführt. Und hat bei Vielen längst den Status einer unumstösslichen Wahrheit.

    Wer den Artikel selektiv liest, wird aller Wahrscheinlichkeit nach das Wichtigste im Artikel gar nicht lesen. Sondern wird sich in seinem bisherigen Denken bestärkt fühlen.

    Kurz und spitz ausgedrückt denken sich diese Leser:

    Ich hab es ja gewusst. Die Grünen und Linken spinnen mit ihren Erneuerbaren. Die Atomkraft ist die Lösung!


    Solche Leser gehören zur Gruppe der Konservatisten, die kurzsichtig handeln und damit langfristig die Lebensgrundlagen der Menschheit zerstören. Das ist sachlich.


    Atomkraft ist weder Kostengünstig, noch CO-2 frei und schon gar nicht grün.

    Um eine Energieform als grün zu bezeichnen muss gemäss der Definition erneuerbar sein. Und Atomkraft ist gerade das Paradebeispiel dafür eben nicht erneuerbar zu sein.

    Erneuerbare Energie ist definiert dadurch, dass Stoffkreisläufe geschlossen sind. Und der Prozess der Energiegewinnung folglich reversibel sein muss. Das ist bei Atomkraft unmöglich. ( Jedenfalls bis Dato).

    Auch die Aussage dass Atomkraft regelbar sei ... ist mehr als nur zweifelhaft.


    Die oben behauptete Aussage ist hier nichts Anderes als ein Etikettenschwindel.


    Und dieser Etikettenschwindel wird im Artikel als eine selbstverständliche Voraussetzung verwendet, um den Rest des Textes richtig zu interpretieren.

    Wobei ich hier schreiben muss: Um den Text richtig falsch zu interpretieren!

    :evil: :!:

  • mupli


    Vielerorts wird an neuen Atomkraftwerken geforscht, die auf der Basis von Thorium arbeiten oder unter Verwendung wiederaufbereiteter Brennelemente die alten Lagerprobleme vermeiden. Sie sind inhärent sicherer als die alten Kraftwerke.


    Auch hier unhaltbare Behauptungen.


    Theoretisch könnte ein Teil der abgebrannten Brennstäbe zwar in Thoriumreaktoren wiederverwendet werden. Dem stehen Probleme bei der praktischen Umsetzung entgegen. Und die bisherigen Forschungen ergeben dafür keine Lösung. Im Gegenteil. Sie zeigen ziemlich deutlich an, dass diese Hoffnung eine Illusion bleiben wird.


    Zur Behauptung dass Thoriumreaktoren inhärent sicher sind, möchte ich nun noch wissen wie Herr Sinn zu dieser Aussage gelangt ist. Denn meines Wissens ist dies nicht der Fall.

  • mupli


    Während Herr Sinn im ersten Abschnitt seines Textes noch einigermassen "Der Wahrheit" folgt, wird es dann zunehmend fragwürdiger.

    Im ersten Abschnitt behauptet er, dass die Grünen aus der aus der Anti-Atom -Bewegung entstanden seien. Das stimmt nur teilweise. Noch lange nicht alle die gegen AKW sind, sind auch politisch den Grünen zuzuordnen.

    Diese Aussage ist eine nicht haltbare Pauschalisierung.

    Doch hier beginnt der Autor mit einer Diffamierung der Atom-Gegner.... Und setzt das weiter unten im Text fort.

  • mupli


    Im zweiten Abschnitt des Artikels dreht Herr Sinn dann wie von Sinnen noch auf.


    Und schwurbelt da mit sehr viel Fachausdrücken um den heissen Brei herum. Tatsächlich beschreibt er hier ein paar Wahrheiten. Dies so hoch kompliziert, dass Normalbürger ohne spezifisches Fachwissen hier nicht mehr verstehen, um was es wirklich geht. Spielt natürlich auch keine Rolle. Denn genau damit wird das eigentliche Ziel ja erreicht.

    Das tönt ja so intelligent und wird erst noch von einem "Eremitierten Professor" so bekräftigt..... Da müssen wie ja nicht mehr selbst denken....

    Und "keiner" merkt dann noch, was die eigentliche Aussage dieses Abschnitts des Artikels eigentlich ist....

    Herr Sinn beschreibt hier gerade, wie das Volk ( zumindest Teile davon) an der Nase herumgeführt und am Nasenring durch die Arena gezogen wird.


    Er beschreibt es aber so, dass dies sowohl rechtens wie auch richtig sei.


    Das eigentliche Ziel der fachlichen Schwurbelei zeigt sich schon mal am Ende dieses Abschnitts. Da wird das eigentlich skandalöse Geschehen dann noch moralisch damit gerechtfertigt, dass dies auch andere Länder ja so machen würden. Und man ja nicht den Anschluss verlieren dürfe....


    Völlig typisch für das Lager der rechtslibertären Konservatisten.


    Der Gipfel kommt aber ganz am Schluss des Artikels..... Ganz egal was wie herauskommt... Der Sündenbock für Alle ist schon benannt. Es sind nicht die deutschen Konservatisten gewesen, welche das eigene Stimmvolk hinters Licht führen. Das waren die Franzosen und wir waschen unsere Hände in Unschuld.

  • Also ehrlich gesagt - wenn ich schon alleine die Startseite der Webpage dieses Herrn anschaue, dann kann ich den Inhalt bereits erahnen und weiss, dass ich das gar nicht erst zu lesen brauche.


    Wir hatten in der Jugend in meiner Ausbildung einen alten Professor, welche Flugblätter verteilte und die ganze Physik/Chemie neu schreiben wollte. Er hatte einige spannende Theorien und es war wirklich interessant mit ihm zu diskutieren. Ihm machte es ebenfalls Spass mit jungen, wissbegierigen Naturwissenschaftlern zu diskutieren.

  • Peter_69


    Also ehrlich gesagt - wenn ich schon alleine die Startseite der Webpage dieses Herrn anschaue, dann kann ich den Inhalt bereits erahnen und weiss, dass ich das gar nicht erst zu lesen brauche.


    Vielen Dank für ihre Ansicht.

    Ich habe den direkten Link zum Artikel angegeben, weil da etwas drinsteht, was man wissen sollte.

    Aber dieser Artikel muss mit Vorsicht gelesen werden.

    Er ist ein "flammendes Plädoyer" für die Atomkraft.

    Basiert aber auf einem Narrativ. Und dieses ist eigentlich eine grundsätzliche Lüge.


    Das skandalöse an diesem Artikel ist eigentlich nicht der Artikel selbst, sondern die Tatsache dass die Atomlobby einen Weg gefunden hat, Fördergelder für echte erneuerbare Energien in ihre Tasche zu leiten.


    Kurz und spitz ausgedrückt wird damit jeder der gegen Atomkraft ist, egal welcher politischen Richtung sonst noch zugehörig, damit gezwungen genau das zu fördern, was sie nicht fördern wollen.


    Das ist nichts anderes als ein gigantischer Betrug mit Steuergeldern :!:


    Das wirklich hinterhältige an diesem Betrug ist die Tatsache, dass er so eingefädelt wurde, dass es legal ist.


    Ich vermute zwar dass die Atomkraftgegner hier versuchen werden dagegen gerichtlich vor zu gehen. Mit zweifelhafter Aussicht auf Erfolg. ( oytenkratos hatte darauf bereits hingewiesen).


    Am Artikel selbst ist skandalös, dass Herrr Sinn hier relativ deutlich die Botschaft vermittelt, dass der Betrug mit Steuergeldern nicht nur rechtens sondern auch sonst noch richtig ist.


    Wer eine solche Gesinnung vertritt ist eines Lehrstuhls an einer Hochschule nicht würdig.

    Da er aber bereits emeritiert ist, kann man ihn nicht mehr abwählen.... Und kann weiterhin von Sinnen Texte schreiben.


    :evil:

  • mupli


    Nur weil jemand einen Doktortitel und einen Lehrstuhl an einer Universität hat oder gehabt hat, glaube ich ihm noch lange nicht alles so unbesehen.

    Gerade die Corona-Pandemie hat einmal mehr gezeigt, wie unterschiedlich die Meinungen von Experten ausfallen können.


    Ich selbst bin mit mir nicht so ganz einig bezüglich Atomkraft.

    Ich befürworte weiterhin die Forschung im Nuklearbereich. Bin aber derzeit ganz klar gegen die kommerzielle Nutzung.


    Ich warte ebenfalls gespannt darauf, was ihr Freund dazu sagt, was Herr Sinn da so geschrieben hat. In einigen Punkten bin ich ja bezüglich der Fakten auch noch einig. Nur interpretiere ich es anders, als es im Artikel dargestellt wird.

  • mupli


    Es ist leider eine Tatsache, dass der Strombedarf immer weiter steigt. Dies einerseits im Zusammenhang mit der Weltbevölkerung und anderseits mit Zunahme des Lebenstandards einzelner Individuen.

    Und bei der Stromproduktion wird damit die Luft nach oben immer enger.

    Ob nun mit oder ohne Atomkraft.... (diese Diskussion lassen wir im Moment mal etwas aussen vor).


    Bei der Diskussion um Klimawandel und Energiewende versteift man sich jetzt zu sehr auf die Diskussion um CO2.


    Dies ist zwar wirklich ein relevantes Problem. Aber technisch durchaus lösbar. Das eigentlich Problem existiert in den Köpfen der (menschlichen) Masse.

    Und ist letztlich ein rein ökonomisch/ politisches Problem.

    Der Durchschnittsmensch will nicht einsehen, dass Energie rar und teuer ist. Und will soviel davon wie möglich zum billigsten Preis haben. Ohne jegliche Rücksicht auf Verluste Anderer oder kommender Generationen.

    Kurz gesagt: Die "Nach mir die Sintflut" - Mentalität leitet die Mehrheit der Menschen ... in ihrem täglichen Handeln.


    Doch sagen sie mal ihren Kindern: Hauptsache mir geht es heute noch so gut und du kannst schauen wo du bleibst, wenn du morgen keine Luft mehr zum Atmen hast.

    Ihr Kind wird sie auf der Stelle hassen. Und das wohl zu Recht....


    Wenn aber die aktuellen Generationen, die es in der Hand haben etwas zu verändern, dies einfach aus Dummheit, oder selbstherrlicher Bequemlichkeit heraus nicht tun, dann müssen sich diese "Etablierten" auch nicht wundern, wenn die Kinder anfangen zu streiken.

  • mupli


    Ich habe mir in der mittäglichen Kaffeepause jetzt das Video angesehen.


    Hier muss ich ihnen noch ein Danke für den Hinweis aussprechen.

    Denn Herr Sinn gibt da eine recht gute Situationsanalyse ab.

    Mir persönlich hat es keine neuen Erkenntnisse gebracht. Vor allem, zeigt es keine echten Lösungsansätze auf, wie man die Energiewende schafft und das CO2-Problem löst.

    Und diesbezüglich ist seine Rede der Zeit nicht wert.

    Aber es zeigt klar auf, wo wir wirklich stehen....

    Und wir stehen da nicht... sondern rasen auf einen Abgrund zu ... und keiner will auf die Bremse stehen oder die Fahrtrichtung ändern.

    Das sagt Herr Sinn zwar nicht explizit. Aber es ist impliziert.


    In einigen Punkten bin ich aber auch mit der Analyse von Herrn Sinn nicht einverstanden.