Spekulation: Könnte Omikron aus Tieren stammen?

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  • Drei Optionen (Spekulationen) zum Ursprung von der Omikron-Variante findest du hier:


    https://www.spektrum.de/news/c…prung-von-omikron/1956295


    «Dabei ist es nicht einmal sicher, dass eine der drei Optionen stimmt – womöglich ist Omikron das Produkt völlig anderer Umstände.»



    Interessanter Bericht. Weiss nicht, was ich denken soll!



    C-O-R-A

    Tags mit Threads von mir, die mich zurzeit vorwiegend beschäftigen

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    01-04-22 <- UMWELT <- KRIEG IN EUROPA  01-05-22 <- BILDSPRACHE <- FRAUEN  06-05-22 <- KRANKENKASSEN 15-05-22

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    Ich freue mich auf jede konstruktive Meinung von dir.

    Insbesondere auf jene der ehrlich-witzigen und/oder kritisch-konstruktiven Art.

  • C-O-R-A


    Ich habe den Link noch nicht angeschaut.


    Nach meinem Wissen gibt es eine Lücke im Stammbaum von der Omikron- Variante. Und das lässt Spielraum für eine Vielzahl von Hypothesen offen.


    Könnte es sein, dass die Alpha-Variante gar nicht Alpha gewesen ist. Sondern Omikron zuerst da war?


    Man kann sich ja alles fragen, oder?

  • "Spektrum der Wissenschaft" wird von der "Spektrum der Wissenschaft Verlagsgesellschaft herausgegeben, einer Tochtergesellschaft der Verlagsgesellschaft Springer Natur.


    Die verkaufte Auflage beträgt ca. 60'000 Exemplare, ein Minus von 46,1 Prozent seit 1998.
    [ gemäss IVW-Abgabe von 3/2021 ])
    Die Zeitschrift gilt als populärwissenschaftlich, versteht sich aber als Mittler zwischen
    naturwissenschaftlichen Fachliteratur im engeren Sinne und einer interessierten und wissenschaftlich vorgebildeten Öffentlichkeit.


    Der Autor dieses Artikels ist Chemiker und hat den Text anscheinend aus anderen Presseveröffentlichungen neu zusammengeschrieben.


    " Ursprung der vielen Mutationen im Spike-Protein wäre in diesem Szenario der Druck, sich möglichst gut an den neuen tierischen Wirt und dessen ACE2-Rezeptoren anzupassen. "
    NEIN, Viren wollen und können sich nicht an einen Wirt anpassen.
    Mutationen der Gensequemz passieren zufällig. Wenn dann dadurch die die Vermehrung besser fünktioniert passt es eben.
    Viren denken auch nicht, dass sie ihre Wirte nicht töten dürfen, weil sie ja dann keine Wirte mehr hätten, wie man oft zu hören und zu lesen bekommt.


    Ich zumindest warte bis die Erkenntnisse über Omikron mit wissenschaftlichen Methoden besser abgesichert sind.

  • @oytenkratos


    Was sie hier zu den Viren sagen, ist nach meinem beschränkten Wissen jedenfalls mal richtig.


    Viren sind zu einer "bewussten Anpassung" meines Wissens nicht fähig. Es ergibt sich eine zufällige Selektion der Mutanten.

  • @oytenkratos


    Paradox ist aber die Tatsache, dass sich oft weniger schädliche Mutanten langfristig eher durchsetzen können, als die sehr schädlichen Varianten.

  • oytenkratos


    In diesen Foren Meinungen von recherchierenden, kritischen DenkerInnen zu hören ist immer interessant. Noch erfreulicher wäre es, wenn sie unaufgefordert die Quelle ihres Wissen offen legten. Danke!



    C-O-R-A


    P.S.:

    • Gestern ist mir – in einem Gestell eines Kiosks – auf Augenhöhe ein Exemplar der "Weltwoche" begegnet. Da stand etwas von " ... das Ende ist nah" oder so ähnlich und darunter Beta oder Beda Stadler (dieses Griechisch und diese Viren! Die bringen mich noch total durcheinander). Da habe ich an diesen Thread gedacht und ob meine Frage vielleicht schon überholt ist.
    • Wie hoch die Auflage der Weltwoche ist und ob sie zunimmt habe ich nicht recherchiert.

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  • Der Name ist wohl Beda Stadler. Und ist Biologe.


    Und die Frage ist wohl noch nicht überholt. Bei Omikron sind immer noch viele Fragen offen. Soweit ich es mitbekommen habe, ist die Stammbaumlücke noch nicht geklärt.


    Und wie gefährlich dieser Mutant ist, auch noch nicht.

  • das ist eigentlich logisch und nicht widersprüchlich.


    bei 'schaedlichen' varianten sterben die wirte aus und somit auch das virus. das verhindert die verbreitung. deshalb verbreiten sich die 'weniger schädlichen' varianten in der regel mehr.


    bei 'schädlichen' varianten ist oft der krankheitsverlauf auch rascher und intensiver. was also die zeit der möglichen übertragung verkürzt und dem geschehen seine natürliche eradikation erlaubt.

  • @DamienS


    Danke, dass sie das jetzt noch etwas ausführlicher geschrieben haben.


    Ja, für mich ist das auch logisch und entspricht ebenso meinen Kenntnissen. Das sagen aber weniger die Virologen, sondern insbesondere die Epidemiologen so. Wie gut sich ein Krankheitserreger ausbreiten, oder seine Varianten erfolgreicher durchsetzen können, ist von vielen Faktoren abhängig.


    Widersprüchlich ist es eben nur vordergründig, wenn jetzt die Befürchtung im Raum steht, dass Omikron gefährlicher sei als die vorgängig bekannten Varianten. Weil es besorgniserregende Veränderungen der Spikes in einer grossen Zahl gibt. Und innert kurzer Zeit jetzt verhältnismässig viele Fälle bekannt werden. Aber schon sehr weit verbreitet ist, in ganz unterschiedlichen Ländern.


    Man kann daraus auch den falschen Schluss ziehen.

  • in der praxis ist es natürlich etwas komplizierter als meine einfache erklärung.


    der punkt ist: coronaviren per se sind keine 'killerviren' an sich. das heisst es ist mehr eine formel 1 als ein crash derby.


    das was bisher zu der omikron variante kursiert, sind vor allem meinungen und beobachtungen im begrenzten rahmen. ausserdem oft emotional unterlegt. ich bin da immer vorsichtig was nun den tatsachen entspricht.

  • @DamienS


    Ja. Das sehe ich etwas ähnlich.


    Ich bin in diesem Bereich sicher keine Fachperson. Und was da Alles wie eine Rolle spielt, kann ich kaum erklären.


    Ich bin einfach ein interessierter Laie. Und Biologie ist etwas ein Schwerpunkt bei mir. Und damit verbunden dann halt auch etwas Evolutionstheorie.


    Aber jetzt im Zusammenhang mit Omikron halte ich es schon etwas so wie @oytenkratos :


    Ich zumindest warte bis die Erkenntnisse über Omikron mit wissenschaftlichen Methoden besser abgesichert sind.


    Persönlich habe ich den Eindruck, dass Medien und auch Politiker nicht warten können, bis es bessere Informationen seitens der Wissenschaft gibt.


    Dass nun die Wissenschaftler hinter den Kulissen jetzt auch etwas wilde Spekulationen ins Spiel bringen, halte indessen für richtig. So lange man fast gar keine gesicherten Erkenntnisse hat, muss man auch etwas unwahrscheinliche Szenarien in Betracht ziehen.

  • ja der faktor mensch oder besser gesagt das ego dringt halt oft durch. jeder will es besser wissen oder was verkünden.


    spekulationen finde ich nicht per se falsch. nur sollte man offenlegen was faktisch erwiesen ist und was annahmen sind. das gelingt den wenigsten. ein menschliches problem. dabei wuerde es oftmals reichen man wuerde in 5 kategorien differenzieren.


    unmöglich


    unwahrscheinlich


    möglich


    wahrscheinlich


    sicher

  • DamienS


    Wenn ich jetzt mal die grobe Einteilung zugrunde lege, für meine eigene Einschätzung zur Herkunft des Omikron-Mutants...


    Dann halte ich Alles bisher Gesagte für möglich.


    Für die Unwahrscheinlichste halte ich meine eigene Hypothese. Nämlich das Omikron noch älter sein könnte, als die zuerst bekannt gewordene Alpha-Variante.


    Für das Wahrscheinlichste halte ich, dass Omikron auf eine Tierart, oder gar mehrere übergesprungen ist, und dann wieder weg auf den Menschen gefunden hat. Aber lange Zeit unentdeckt geblieben ist.

  • @Rodizia und @DamienS


    Das kann ich jetzt eigentlich gleich so unterschreiben...

  • @DamienS


    Rodizia und ich haben uns schon lange gefragt woher den die Aplha-Variante tatsächlich stammt. Und das einzige was man als etwas gesichert annehmen kann, ist dass diese Variante als erste bei einem Säugetier festgestellt wurde. Und Vorläufer sind bis Dato bei Säugetieren nicht bekannt gewesen. Folgt man dieser Logik, dann muss das Virus in einem Tier so mutiert sein, dass es auf Säuger überspringen konnte.


    Und hier sagt die Logik auch noch, dass vermutlich das erste Säugetier eine Fledermausart gewesen sein könnte. Doch eindeutig nachgewiesen ist das meines Wissens bis heute nicht. Hätte sich aber dieses Virus in einer Fledermaus so entwickelt, dass es auf Menschen überspringen kann, dann müsste man die genetischen Vorläufer in der Fledermausart finden können.


    Und hier besteht also auch eine beschränkte Wahrscheinlichkeit, dass der Vorläufer sich in Fisch, Vogel, oder Reptil entwickelt haben könnte. Hätten sich Vorläufer in Vögeln entwickelt, dann gibt es auch die beschränkte Wahrscheinlichkeit, dass sich dieser Vorläufer relativ schnell auf der ganzen Welt verbreiten konnte. Und es eigentlich dann nur noch eine Frage der Zeit gewesen ist, bis ein ein Mutant unabhängig dieser bekannten Alpha-Variante so entwickeln konnte, dass er auch auf Säuger überspringen konnte.


    Unwahrscheinlich aber nicht völlig unmöglich. Zumindest sehen wir das noch so. Bis das Gegenteil bewiesen ist.

  • mupli


    Herzlichen Dank für den interessanten Einblick in den Bericht aus der Weltwoche.


    Tatsächlich meinte ich, dass Stadler eine Sie ist und uns von der ETH aus den R-Wert zu erklären versucht, bis sie dann irgendwo beim Bund landete – BAG oder so.


    Dieser Widerspruch zu deiner Wahrnehmung zwang mich – dank deinem Beitrag – auf die Wikipedia-Seite über Beda Stadler zu gehen und dort habe ich gelesen, dass er der Meinung ist, dass die Wissenschaft im Gegensatz zum Glauben bereit ist, aus Fehlern zu lernen.


    Ich jedenfalls habe meinen Irrtum eingesehen und wieder etwas neues gelernt. Ich bin dann weiter auf seine Homepage:


    https://www.beda-stadler.ch/20…nde-der-pandemie-ist-nah/


    Ich werde mir zwar kaum 7 Seite Weltwoche antun, aber die Fassung aus obigen Link schaue ich mal an.


    Nochmals danke für deinen Beitrag.



    C-O-R-A


    P.S.: Jetzt habe ich gerade wieder aus dem Radio ein paar aktuelle Tagesdaten zu Corona erhalten. Wie stark die Spitäler ausgelastet sind oder wie viel Test gemacht wurde, wurde wieder nicht gesagt. Beim Börsenbericht werden seit Jahren die gleichen Daten mitgeteilt. Weshalb dies bei Corona nicht geht, ist mir ein Rätsel. Ist das eine Strategie? Eine Studie darüber wäre auch interessant.

    Tags mit Threads von mir, die mich zurzeit vorwiegend beschäftigen

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    01-04-22 <- UMWELT <- KRIEG IN EUROPA  01-05-22 <- BILDSPRACHE <- FRAUEN  06-05-22 <- KRANKENKASSEN 15-05-22

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    Insbesondere auf jene der ehrlich-witzigen und/oder kritisch-konstruktiven Art.

  • @C-O-R-A


    Beda Stadler hatte sich eigentlich vom Anfang der Pandemie immer wieder mal kritisch zu Massnahmen etc. geäussert. Und sich damit bei einigen "Fachkollegen" etwas unbeliebt gemacht.

  • mupli


    Danke dass du Beda Stadler in diesen Thread gebracht hast. Ich war und bin immer noch ein grosser Fan von Beda Stadler obwohl auch ich nicht immer seine Meinung teile. Sich etwas näher mit diesem knorrigen auch bei Berufskollegen aneckenden Molekularbiolagen und ehemaligen Direktor des Instituts für Immunologie der Universität Bern zu beschäftigen kann ich allen BO-Foristen nur empfehlen. Vor Jahren bot sich mir die Gelegenheit den bekennenden Atheisten anlässlich eines Vortrages an der Uni Bern kurz kennenzulernen. Es ist allerdings nicht anzunehmen, dass sich Beda an Kobold erinnert!


    Herrlich wie er mit bissigen Argumenten Alternativmedizinern und nicht zuletzt Homöopathen-Gurus mit ihren Globuli Kügelchen und ihren naiven Anhängern den Wind aus den Segel nahm. Seine z.T. provokativen Thesen frei ab Rednerpult und oft ironisch zugespitzt muss man ob einverstanden oder nicht hautnah miterlebt haben.


    Viel Vergnügen, solltet ihr mal einen Vortrag von Beda Stadler besuchen.


    Kobold

  • mupli


    Danke dass du Beda Stadler in diesen Thread gebracht hast. Ich war und bin immer noch ein grosser Fan von Beda Stadler obwohl auch ich nicht immer seine Meinung teile. Sich etwas näher mit diesem knorrigen auch bei Berufskollegen aneckenden Molekularbiolagen und ehemaligen Direktor des Instituts für Immunologie der Universität Bern zu beschäftigen kann ich allen BO-Foristen nur empfehlen. Vor Jahren bot sich mir die Gelegenheit den bekennenden Atheisten anlässlich eines Vortrages an der Uni Bern kurz kennenzulernen. Es ist allerdings nicht anzunehmen, dass sich Beda an Kobold erinnert!


    Herrlich wie er mit bissigen Argumenten Alternativmedizinern und nicht zuletzt Homöopathen-Gurus mit ihren Globuli Kügelchen und ihren naiven Anhängern den Wind aus den Segel nahm. Seine z.T. provokativen Thesen frei ab Rednerpult und oft ironisch zugespitzt muss man ob einverstanden oder nicht hautnah miterlebt haben.


    Viel Vergnügen, solltet ihr mal einen Vortrag von Beda Stadler besuchen.


    Kobold

  • @C-O-R-A
    Ein paar Klicks im Internet und ich verfüge über diese Informationen.
    Die dt. Quelle zur Verbreitung von "Spectrum der Wissenschaft" wurde angegeben :
    IVW = Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern e.V.


    Hier die Verbreitung der Weltwoche durch die WEMF AG / Zürich , Werbemedien-Forschung und Daten zur Mediennutzung zur zielgruppengerechte Platzierung von Anzeigenwerbung :


    2011 betrug die WEMF-beglaubigte Auflage 77'800 verkaufte Exemplare der Weltwoche und sank auf 56'550 verkaufte Exemplare bis im Jahr 2014. 2018 betrug die beglaubigte Auflage noch 40'924 (Vj. 45'124). Leider habe ich keine neueren Zahlen ausfindig machen können.