Sollen Schweizer Studierende viel mehr zu ihrer Ausbildung beisteuern ?

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  • Von einer hoch qualifizierten Ausbildung profitieren hauptsächlich die Unternehmen, bei denen die mit einem tertiären Abschluss angestellt werden. Der Lohn ist für die höher, als für einfachere Angestellte, aber der relative Gewinn für die Kapitalgesellschaften noch viel höher.
    Weitere Details hier :
    https://www.infosperber.ch/bil…bildungs-neoliberalismus/
    Letzendlich ist die Frage, wollen wir bei uns gesellschafliche Zustände, wie in den USA ?
    Oder sollten Schweizer Unternehmen mit hoher Wertschöpfung mehr beisteuern ?

  • oytenkratos


    Ich bin grundsätzlich der Meinung, dass die Wirtschaft mehr in die Ausbildung investieren soll.


    Aber das direkte Investment seitens der Wirtschaft birgt auch die Gefahr, dass der Einfluss (Macht) bestimmter Konzerne im Bildungswesen zu gross wird.


    Daher bin ich im Prinzip der Meinung, dass "Bildung" in erster Linie eine Aufgabe des Staates sein soll.

  • oytenkratos


    Studierenden oder auch sonst Auszubildenden noch zusätzlich mit Kosten für ihre Bildung zu belasten halte ich sozialpolitisch für unverantwortlich.


    Die heutige Gesetzgebung sieht vor, dass die Menschen ihren geistigen Fähigkeiten entsprechend ausgebildet werden sollen. Und nicht nach ihrer wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit.


    Und das ist grundsätzlich richtig so. Alles Andere führt dazu, dass nur Privilegierte es sich leisten können eine adäquate Ausbildung zu erlangen.


    Tatsächlich ist der erwähnte Grundsatz nur rudimentär umgesetzt. Ab einem gewissen Zeitpunkt ist Weiterbildung oder Umschulung aus der privaten Tasche zu bezahlen. Und das führt auch dazu, dass nicht wenige Leute mit entsprechenden Fähigkeiten auf dem bisherigen Bildungsstand sitzen bleiben, weil sie sich weitere Bildung nicht leisten können.


    Dadurch geht aber der Volkswirtschaft auch viel Potenzial verloren.

  • oytenkratos


    Das ist jetzt etwas ketzerisch.


    Aber bei manchen Leuten denke ich gelegentlich, dass die teure Ausbildung auf Staatskosten sinnlos war. Weil es deren Verstand dennoch nicht erweiterte. Genauer: Das angesammelte Wissen schlicht nicht sinnvoll umsetzen können.


    Und sie dann doch ihr Lehrgeld am Besten zurückgeben müssten...

  • Tatsächlich genügt Wissen eintrichtern oder Boulemie-Lernen bis zur Prüfung nicht.
    Das liegt aber oft nicht an den Studierenden, sondern an den Professoren.

  • @oytenkratos


    Das kann ich nicht objektiv beurteilen.


    Ich habe zwar einige Bekanntschaften mit Hochschuldozenten. War aber nie in deren Vorlesungen.


    Und die Tatsache, dass jemand umfangreiches Fachwissen hat, bedeutet halt einfach nicht, dass diese Person auch gute "didaktische Fähigkeiten" hat.

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